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ACCM Claude-Michel

C4 1,6i 16V Motorprobleme

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ACCM Claude-Michel

Hallo,

 

der C4 1,6i 16V, BJ 2006 meiner Frau will nicht mehr und ich bin inzwischen richtig ratlos warum.

Vor kurzem klagte meine Frau über Stottern beim Anlassen. Bei der nächsten Fahrt war der Leerlauf sehr schlecht. Die Drehzahl ging hoch und runter. Jedoch nicht rund. Es war wie wenn der Motor abstirbt und sich dann wieder fängt. Die Anzeige an der Mittelkonsole sagt: "Abgassystem defekt". Sie ließ den Wagen stehen.

Ich habe das Lexia drangehängt. Bei der Diagnose der Drosselklappe gibt es zum einen den Spannungswert aber auch eine Angabe als Text des Zustandes der Drosselklappe. Da steht, dass die Position inkoherent sei. Wenn ich ein wenig auf's Gaspedal gedrückt hatte lief der Motor rund. Aber eben nicht im Leerlauf. Ein Anlernen (Zündung an - 2,5 s warten - aus - ein - voll auf's Gas und zurückkommen lassen - aus-) hat auch nichts gebracht.

Nach recherchen im Internet hieß  es, das die Drosselklappeneinheit schmutzig oder defekt sei kann. Habe sie abgebaut und gereinigt. Soviel war aber nicht dran. Dass sie nach 14 000 km schon defekt sein soll kann ich mir auch nicht richtig vorstellen.

Die Zündkerzen sind Beru Ultra mit ca. 15 000 km. Sehen noch gut aus. Eine war leicht locker. Sie hatte ein wenig Öl oberhalb der Dichtscheibe. Also ausserhalb des Brennraumes. Habe auch gleich die Kompression gemessen: 10-11 bar.

Nach dem Reinigen der drosselklappe und der Zündkerzen, hatte ich den Eindruck, es ist besser, bin etwas rumgefahren aber es gab immer wieder so wie Zündaussetzer. Nach 2-3 km waren nur noch so um die 2000 /min möglich. Ich bin mit Mühe nach Hause getoockelt. Es fühlte sich an wie wenn der Motor nur auf 2 Zylindern läuft.

Am Tag drauf war auch kein Leerlauf mehr möglich. Beim Starten gab es richtig schläge. Wie wenn am völlig falschem Moment gezündet wird und der Kolben eine auf'n Deckel kriegt.

Heute habe ich den Steuerzahnriemen überprüft. Die Kurbelwelle war um einen Zahn verrutscht. Wahrscheinlich durch diese Schläge. Trotz richtig stellen des Zahnriemens ist weiterhin kein Starten möglich. Immer wieder diese Schläge.

Ich bin gerade richtig ratlos was das sein kann. Bei einem Fehler der fast von jetzt auf nacher passiert denke ich eher an was elektrischem. Doch die Drosselklappe? Zündspulen? Zündkerzen? Sonst ein Sensor? Lambda Sonden sind laut Lexia ok.

Hat jemand eine ID was da sein kann? Bin für jeden Tipp dankbar.

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Gernot

ich würde einmal prüfen, ob die Drosselklappe sich korrekt bewegt. Diese Schrittmotoren gelten nicht als beliebig zuverlässig.

Das erklärt aber noch nicht den schlechten Motorlauf. Hier würde ich einmal die Kompression messen, ob eventuell ein undichtes oder hängendes Ventil vorliegt. Gerade bei diesem Motor gab es Probleme mit klemenden Ventilen.

Kannst Du den Spannungsverlauf des OT Gebers auf einem Oszilloskop betrachten? wenn der Unsinn macht, läuft der Motor auf keinen Fall rund.

Gernot

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ACCM Claude-Michel

Danke für deine Rückmeldung Gernot.

Den Luftfilter wieder abbauen und schauen was die Drosselklappe macht werde ich prüfen.

Die Kompression hatte ich gemessen. Jedoch bevor diese Schläge im Motor aufgetreten sind. Es waren so 10-11 bar.

Oszilloskop Ist vorhanden. Muss nur schauen wo ich messen kann. Wahrscheinlich am Stecker des Rechners.

Heute Abend suche ich weiter.

Was mir auch erst während dieser Aktion aufgefallen ist, ist dieses "Klack" wenn man ganz auf's Gaspedal drückt. Wie wenn es einen Schalter gibt der aktiviert wird. Sowas wie ein "Kick-down".

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bx-basis

Das Gaspedal hat einen Taster auf der Unterseite den man deitlich spürt und hört, dient zum Deaktivieren der Geschwindigkeitsbegrenzung und als Kick-Down bei Automatik.

Steuerzeiten verstellen sich nicht einfach so. Entweder Riemen übergesprungen oder KW-Rad verdreht (falls Version ohne Paßfeder). Den Riemen würde ich unbedingt ersetzen und den Rest des Riementriebes auch penibel kontrollieren.

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Gernot

Dieser Drehzahlsensor sitzt vorne am Schwungrad und er arbeitet induktiv ohne Spannungsversorgung. Man kann da also den Stecker abziehen und das Oszilloskop anklemmen. Man muß dann bei laufendem Anlasser Impulse mit einer Unterbrechung sehen. Die Unterbrechung indiziert den OT der Zylinder 1 und 4.

Ich würde die Einspritzventile und die Zündspulen abklemmen, damit der Motor nicht herumbockt bei dem Test.

Gernot

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ACCM Claude-Michel

@ BX-Basis: Danke für die Erklärungen zu diesem "Kick-down". Wie gesagt, ich vermute, dass sich der Zahnriemen um eine Zahn an der Kurbelwelle verrutscht hat wegen diesen Schlägen. Die sind schon heftig. Wenn ich den Motor anlassen will und da kommt so eine Fehlzündung, dann bleibt der Motor schlagartig stehen.

@ Gernot: ok, danke für den Tipp wie messen. Ich dachte, der Braucht 5 V oder so. Ich werde Morgen nochmal die Zündkerzen rausnehmen und dann testen.

 

Heute habe ich die Drosselklappe unter die Lupe genommen. Ich glaube die ist ok. Widerstandsänderungen sind messbar je nach Stellung. Zwischen 1 un 3 kOhm. Bei Zündung an, pfeift der Motor und macht zu: 0°. Nach einer Weile lässt er los und sie fällt zum Anschlag zu. Der ist ein bisschen weiter zurück als zu: -2°. Beim Gas geben öffnet sie auch ganz.

Die gemessene Potiänderungen sind auch am Stecker zum Rechner zu messen.

Morgen baue ich die Zündspulen aus mit Zündkerzen. Mit dem Lexia kann man jede Zündspule aktivieren. Mal sehen was man sieht.

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Gernot

Ist denn da ein Fehler z.B. des Drehzahlsensors, der Zündspulen oder des Unterdrucksensors gespeichert? Gemischanpassung ist klar, daß die nicht so geklappt hat. Interessant wären die Ursachen und nicht die Folgen.

Gernot

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ACCM Claude-Michel

Hallo Gernot,

nein, es ist kein Fehler über Drehzahlsensor, Zündspule oder Unterdrucksensor.

Der Test mit den Zündkerzen " in der Luft" hat kein Fehlverhalten gezeigt. Auch das Lexia sagt, dass die Zündspulen in Ordung sind. Habe auch ander Zündkerzen eingebaut, kein Unterschied. Nach ein paar Umdrehungen, wenn die Zündung und Einspritzung von dem Rechner frei gegeben wird haut es gleich einen Schlag auf den falschen Zylinder. Oder es ist nur zuviel frühzündung und es schlägt den Kolben zurück.

Bemerkung: der zweite Zündkerzensatz den ich zum Testen verwendet habe hatte ein etwas kürzere Gewinde. Sie sind vom Xantia 1,8i 16V.

Ich habe den Drehzahlsensor gemessen, am Stecker zum Rechner. Es ist nicht zu erkennen was falsch sein sollte.

capteurmoteurwjua1.jpg

was ich nicht verstehe ist das Verhalten der Drosselklappe:

_ wenn ich auf's Gaspedal drücke geht sie ganz auf.

_ beim Anlernen bewegt sie sich auch wie das Gaspedal

_ beim Test mit dem Lexia, sollte sie ganz öffnen. Das tut sie nicht. zuckt nur ein bisschen. Der Test ist laut Lexia auch erfolgreich.

Es gibt inzwischen auch Fehler, dass die Endpositionen nicht stimmen. Wann die eingetragen wurden weiß ich nicht. Beim Anlernen? Beim Startversuch?

Wie lernt man den die Enlagen? Ich habe es so gemacht:

_ mit dem Lexia initialisiert

_ in diesem Menü zündung an und nach 10s aus

_ Zündung wieder an und das Gaspedal ganz runter drücken und wieder loslassen. Zündung aus.

Habe es auch probiert indem ich das Menü der Initialisierung zuerst verlassen habe. Keine Änderung.

bearbeitet von ACCM Claude-Michel

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skyhook

Der Fehler könnte bei den Einspritzdüsen liegen, versuchs hier Mal mit Kontaktspray, sowie bei allen erreichbaren elektrischen Verbindungen im Motorraum.

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ACCM Claude-Michel

Hallo Skyhook, der Motorraum ist dehr sauber. Alle Stecker die ich bis jetzt geöffnet habe waren innen schön sauber. Ich werde aber trotzdem nach den Stecker der Einspritzdüsen schauen.

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Gernot

Das Oszillogramm von dem Drehzahlsensor sieht gut aus. Die Frage ist nun, ob die Zündung richtig ausgelöst wird und die Einspritzventile. Der TU5JP4 hat eine sequentielle Einspritzung, die zum Einlaßtakt passend Benzin einspritzt. Für diese Messungen ist ein 1:10 oder ein 1:100 Tastkopf gut. Keinesfalls direkt 1:1 an der Primärseite der Zünspule messen. An der Sekundärseite ist auch ein 1:100 Tastkopf zu schwach. Finger weg!

Kannst Du den Drehzahlsensor zusammen mit einem Einspritzventil und/oder einer Zündspule aufnehmen? Ich vermute entweder eine Macke im Kabelbaum oder beim Steuergerät der Einspritzung.

Gernot

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ACCM Claude-Michel
vor 17 Stunden, Gernot sagte:

Kannst Du den Drehzahlsensor zusammen mit einem Einspritzventil und/oder einer Zündspule aufnehmen? Ich vermute entweder eine Macke im Kabelbaum oder beim Steuergerät der Einspritzung.

Am Kabelbaum konnte ich bis jetzt nichts erkennen. Wie gesagt, der Motorraum ist sehr sauber für 140 000 km.

Ich könnte mit einem 4 Kanal oszilloskop verschiedene Signale messen um zu sehen was zusammenpasst oder auch nicht. Wie du vorschlägst: Drehzahlsensor, Einspritzdüsen und Zündspulenansteuerung. Die Problematik wird eher sein: wie abgreifen. Überall sind Stecker dran und die Pins sind nicht zugänglich wenn alles zusamengesteckt ist, damit der motor laufen soll. Ich mache es nicht gerne aber es wird darauf hinlaufen: an den Kabeln, ein wenig Isolierung wegzuschieben.

Zu dieser Messung komme ich kommende Woche nicht. Es wird die Woche drauf, so um den 20. September.

Falls jemand noch eine ID dazu hat wäre ich dankbar. Die Vorstellung, es ist das Steuergerät will ich mir gar nicht ausdenken :(

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Gernot

Eine übliche Methode wäre, Nadeln in die Kabel zu stechen und das Loch nachher mit Kleber (z.B. hochviskoser Sekundenkleber) wieder zu verschliessen. Stecknadeln kann man z.B. mit einer Zange in die Kabel stechen und da ganz prima den Tastkopf anklemmen.

Gernot

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ACCM Claude-Michel

So, bin heute dazu gekommen zu messen. Beim Stöbern im Reparaturhandbuch ist mir aufgefallen, dass es noch ein Sensor gibt in der Zündspuleneinheit. Dieser soll die Nockenwellenposition geben. Habe beide Sensoren gemessen:

Rot: Drehzahlsensor

Blau: Nockenwellensensor

Drehzahl & Nockenwelle

drehzahlnockenwelle01m5jhe.jpg

Für mich sieht es so aus, als ob es keine Nockenwellenposition zum Rechner gibt :(. Also: Zündspuleneinheit tauschen.

Bei dieser Messung ist der Motor kurz angegangen. Wahrscheinlich der Bereich rechts, wo die Drehzahl höher ist.

Und: Danke an Gernot für den Tipp mit den Nadeln in der Leitung. Hat funktioniert :)

bearbeitet von ACCM Claude-Michel

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Gernot

Das Signal von dem Nockenwellensensor sieht wirklich nicht logisch aus. Das erklärt dann auch die Fehlzündungen.

 

Ich finde, ein DSO sollte zur Grundausstattung von jedem gehören, der sich hier anmeldet.

Gernot

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ACCM Claude-Michel
vor 8 Stunden, Gernot sagte:

Ich finde, ein DSO sollte zur Grundausstattung von jedem gehören, der sich hier anmeldet.

Oh, Gernot, das sind hohe Ansprüche. Beruflich muss ich auch Fehler suchen, sowie meine Kollegen auch. Aber wir sind nur zwei die Messungen durchführen. Sonst wird halt ausgetauscht und probiert.

Hatte mir schon gedacht, dass du was mit Messungen zu tun hast: siehe: blauer Freund.

Habe gerade eine Zündspuleneinheit von Beru bestellt. Nächste Woche sehen wir weiter.

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ACCM Claude-Michel

Heute kam die Zündspuleneinheit. Eingebaut und der Motor lief wieder. Juhu :D.

Ich habe das Signal vom Nockenwelensensor messen wollen. Leider sieht man nicht viel mehr als auf dem Schrieb vom letzten Mal. Schade, hätte gern gesehen wie's aussehen soll.

Danke für eure Antworten. Besonders an Gernot der sich sehr engagiert hat :).

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Gernot

Hat Spaß gemacht...

Gernot

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