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Ehrwuerden
vor 11 Stunden, Trompetentöter sagte:

Hallo

Also dann bin ich ja arm dran, ich besitze so ne Werkstatt und bin dennoch zu Dämlich sowas zu stemmen, lasse komplizierte Schweissarbeiten lieber Fremd ausführen.

Ausnahmen sind eben jene Kleinigkeiten wo ich ein Loch Ausschneiden kann und ein Blech einsetzen oder zB neulich die untere Kante einer 2 CV Haube welche ich aufbauen musste weil gerade kein Komplettersatz da war.

Wenn es an kritsche stellen geht lasse ich Arbeiten, man muss wissen was man sich zutrauen kann sonst wirds im Nachhinein teuer.

Ebenso kann ich mir aber auch vorstellen das man auch ohne Profiwerkstatt und deren Ausrüsten vieles fachgerecht richten kann wenn man etwas Kreativität besitzt, klar ist auch hierbei immer zuerst auf Sicherheit zu achten.

Gruß

Hartmut

Lieber Hartmut,

als ich schrieb, dass man die Finger von sowas lassen sollte, wenn man keine mechanische Werkstatt oder viel Geld hat, tat ich dies als Antwort auf Gastposters Frage, was man denn tun solle, wenn man ein verbasteltes/unvollständiges Auto, zu dem es keine Ersatzteile mehr gibt instandstellen will. Ich habe Dir mit keinem Wort unterstellt, dazu nicht in der Lage zu sein, denn meine Antwort richtete sich nicht an Dich.

Und da Du ja eine mechanische Werkstatt hast, und dazu noch ein Auto, zu dem so ziemlich alle Ersatzteile noch verfügbar sind, sehe ich da auch kein Problem.

Aus eigener, sehr langjähriger Erfahrung kann ich Dir sagen, dass zum Betrieb einer professionellen Werkstatt sogar noch viel mehr Kreativität gefragt ist. Ebenfalls kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass Schweissen lernbar und nicht einmal besonders schwierig ist. Stetiges Dazulernen ist in meinen Augen für Kreativität unabdingbar.

Und nun zur Frage nach einer Werkstatt, die sowas repariert. Eine professionelle Werkstatt wird wahrscheinlich versuchen, Dich woandershin zu schicken. Das Risiko ist sehr gross, nachher einen unzufriedenen Kunden zu haben, der sich abgezockt fühlt, weil die Rechnung ob all der Unwägbarkeiten dieses Projekts am Ende höher ausfällt als der Wagenwert. Und zumindest soviel kann man an den paar Bildern schonmal sehen: der Vorbesitzer und seine Werkstatt hielten Deine Dyane nicht für erhaltenswert. Weiss der Geier, was da noch alles unterm Lack schlummert.

Und genau darum bist Du hier absolut richtig. Es gibt ausserhalb der Wunderwelt professioneller Werkstätten haufenweise gute Leute mit viel handwerklichem Geschick, was dieses Forum ja tagtäglich unter Beweis stellt. Und so ist die Chance, hier Hilfe zu finden, einigermassen gross. Wie sich ja abzuzeichnen beginnt.

Und schliesslich noch eines zum Schluss. Wir Alpenbewohner mögen gelegentlich etwas ruppig oder gar arrogant erscheinen, besonders die älteren. Das mag seine Ursache darin haben, dass wir uns gerne kurz fassen, und einige von uns altersbedingt über einen recht reichen Erfahrungsschatz verfügen. Im realen Leben sind wir meist viel umgänglicher, um nicht gar zu sagen herzlicher, als auf einer trotz allem reichlich anonymen Internetplattform. Allerdings muss ich gestehen, dass gerade so eine arrogante, erfahrungsbedingte Diagnose eines Arztes mir die letzten Jahre ordentlich vermiest hatte und vor einigen Wochen beinahe zu einem kläglichen Ende geführt hätte. Daher ist für mich dieser Thread ein gar nicht so unwillkommener Anlass, meine eigene "Abgeklärtheit" zu hinterfragen.

 

luja !

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Trompetentöter

Hallo Ehrwürden

 

Ich aaahbe überaubt keine Dyane :)

Sorry fürs Missverständnis

Gruß

Hartmut

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Ehrwuerden

Gemeinsame Missverständnisse machen offensichtlich Spass. :)

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gastposter
vor 10 Stunden, Ehrwuerden sagte:

Und nun zur Frage nach einer Werkstatt, die sowas repariert. Eine professionelle Werkstatt wird wahrscheinlich versuchen, Dich woandershin zu schicken. Das Risiko ist sehr gross, nachher einen unzufriedenen Kunden zu haben, der sich abgezockt fühlt, weil die Rechnung ob all der Unwägbarkeiten dieses Projekts am Ende höher ausfällt als der Wagenwert. Und zumindest soviel kann man an den paar Bildern schonmal sehen: der Vorbesitzer und seine Werkstatt hielten Deine Dyane nicht für erhaltenswert.

Ob eine Werkstatt gebraucht wird oder nicht, kommt auf verschiedene Faktoren an. Besonders finde ich die Punkte:

-Möglichkeiten durch vorhandenes Werkzeug 

-Welcher Zustand soll erreicht werden?

Zur Werkstatt-Frage:

Aus meiner Erfahrung bringt nur eine zerlegte Dyane (in meinem Fall eine 2CV-Hütte-ist schon etwas her) der Werkstatt was. Hier wird gemeinsam festgestellt, was zu machen ist und wie das neue Blech zu besorgen ist. Die Werkstatt hatte es sogar gerne sich die Arbeit um die Teilebestellung abnehmen zu lassen. Die Begründung von denen war auch ganz einfach:"Sie sind in der Szene drin und wissen wo es was gibt." In einer allgemeinen Karosserie-Werkstatt kommen andere Fahrzeuge halt häufiger vor...  Von daher kann ich nicht von unzufrieden und abgezockt sprechen. 

Eine Reparatur übersteigt schnell den Wagenwert. Das ist doch keine Kunst. Dabei ist ziemlich egal ob eine Werkstatt mit Hand anlegt oder nicht. Alleine das "Schönrechnen" der Eigenleistungen täuscht nur geringfügig darüber hinweg.

Wenn gerade dieses Auto aus individuellem Grund besonders erhaltenswert ist, dann ist doch jeder € Wert.   

 

 

 

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Vincent2
Am 18.9.2017 at 22:25 , $.trittbrettfahrer sagte:
Man beachte vor allem auch den absolut verrotteten, welligen, durchgebrochenen, an sämtlichen  Falzen aufgeblühten, zigfach geschweissten und dick mit Unterbodenschutz zugekleisterten Fahrzeugrahmen.
Wenn der Rest auch so aussieht dann mal gute Nacht... ;-)
30399307bf.jpg

War das jetzt Ironie oder sehen wir nicht dasselbe Foto? 

 

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Vincent2
Am 19.9.2017 at 08:36 , Bauernfeind sagte:

Alos erstmal danke für die vielen mehr oder weniger guten Tipps. Ich werde die Dyane zerlegen undmit die Innereien ansehen, dann weiter sehen (und auch ein paar Bilder machen). Gibt durchaus auch andere Möglichkeiten, nicht nur restaurieren oder verschrotten.

Warum suchst Du Dir nicht einfach jemand, der Dir in die zusammengebaute Dyane neue Schweller einschweißt, Tüv`st das Auto und fährst mit der Kiste? Der Rahmen macht doch einen auf dem Foto einen guten Eindruck, d.h. Durchbrechen wird sie definitiv nicht. Halte den Aufwand besser so klein wie möglich. Wenn es eine offizielle Werkstatt macht, gehen die Kosten ansonsten ganz schnell in Neuwagenbereiche  - letztlich ist nämlich es eine Komplettrestaurierung. 

bearbeitet von Vincent2
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Bauernfeind
Warum suchst Du Dir nicht einfach jemand, der Dir in die zusammengebaute Dyane neue Schweller einschweißt, Tüv`st das Auto und fährst mit der Kiste? Der Rahmen macht doch einen auf dem Foto einen guten Eindruck, d.h. Durchbrechen wird sie definitiv nicht. Halte den Aufwand besser so klein wie möglich. Wenn es eine offizielle Werkstatt macht, gehen die Kosten ansonsten ganz schnell in Neuwagenbereiche  - letztlich ist nämlich es eine Komplettrestaurierung. 
Um die Möglichkeiten abzuschätzen, bzw gute Tipps zu finden bin ich hier.
Wenn ich jemanden finde, der dies kann... gerne.

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bx-basis

Wer angesichts des Zustandes der Bodenbleche neue Schweller in die Hütte reinschweißt dem gehört das Schweißgerät abgenommen. Entweder man saniert das Häuschen vernünftig oder man brät für den nächsten TÜV wieder ein paar Lagen Blech drauf...

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Bauernfeind

Aber nachdem die Dyane eine Vollabnahme braucht, wird der TÜV zweimal so genau hinsehen.

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bx-basis

Dann lieber gleich vernünftig. Der Rahmen sieht auf den Bildern wirklich gut aus, also Hütte runter, kernsanieren, wieder drauf und dann zum TÜV...

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Vincent2
vor 3 Stunden, bx-basis sagte:

Wer angesichts des Zustandes der Bodenbleche neue Schweller in die Hütte reinschweißt dem gehört das Schweißgerät abgenommen. Entweder man saniert das Häuschen vernünftig oder man brät für den nächsten TÜV wieder ein paar Lagen Blech drauf...

Man kann da aber nichts mehr draufbraten und eine geflickte Dyane auf der Straße ist immer noch besser als ein Restaurierungsobjekt, das irgendwann auf dem Schrott landen wird, weil nur absolute Freaks ein solches Auto restaurieren würden. Für den Normalmenschen, der nicht schweißen kann und keine Garage hat, um das Teil zu zerlegen. bleibt ansonsten aber nur Verkauf oder Schrott. Und ganz ehrlich: all jene, die immer alles von Grund auf restaurieren wollen, haben gemeinhin weder Zeit und Lust für andere zu arbeiten, noch Lust dazu, ein solches Auto zu kaufen und für sich selbst zu restaurieren. Außerdem gibt es zwischen Vollrestaurierung und Pfusch auch durchaus Zwischenstufen, so dass man Arbeiten auf mehrere TÜV-Perioden verteilen kann.

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bx-basis

Ich mache mir doch nicht die Mühe neue Schweller in die Dyane einzubauen (ich weiß wie viel Aufwand das ist...) und schweiße dann die offensichtlich morschen Bodenbleche da dran.

vor 12 Minuten, Vincent2 sagte:

Und ganz ehrlich: all jene, die immer alles von Grund auf restaurieren wollen, haben gemeinhin weder Zeit und Lust für andere zu arbeiten

Es soll Ausnahmen geben. In meiner Garage hat sich in den letzten 3 Wochen eine ziemlich morsche 2CV-Hütte in eine ansehnliche Karosserie verwandelt die demnächst zum Lackierer geht. Den Rest der Arbeiten (Rahmentausch etc.) hat der Besitzer selbst gemacht, für Karosseriearbeiten hat er aber weder Werkzeug noch Kenntnisse.

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Vincent2
vor 18 Minuten, bx-basis sagte:

Ich mache mir doch nicht die Mühe neue Schweller in die Dyane einzubauen (ich weiß wie viel Aufwand das ist...) und schweiße dann die offensichtlich morschen Bodenbleche da dran.

Es soll Ausnahmen geben. In meiner Garage hat sich in den letzten 3 Wochen eine ziemlich morsche 2CV-Hütte in eine ansehnliche Karosserie verwandelt die demnächst zum Lackierer geht. Den Rest der Arbeiten (Rahmentausch etc.) hat der Besitzer selbst gemacht, für Karosseriearbeiten hat er aber weder Werkzeug noch Kenntnisse.

Nein, aber auch die Bodenbleche lassen sich wechseln, ohne gleich die Hütte zu demontieren. Hier ging es darum, einen Tipp zu geben, wie man die Kiste mit überschaubaren Aufwand auf die Straße bekommt. Wir müssen nicht darüber diskutieren, wie man es am besten macht, ich weiß aber aus eigener jahrelanger Erfahrung,  dass Enten sich über lange Zeiträume erhalten lassen, auch wenn sie nicht komplett restauriert werden. Fakt ist einfach, dass die vernünftige Alternative zu dieser Dyane  bzw zu dieser Karosserie eine andere bessere Dyane bzw eine bessere unverpfuschte Karosserie ist - vor allem, wenn man die Arbeiten bezahlen muss. Und bessere Dyanes finden sich vor allem in den Beneluxländern und in Frankreich auf jeden Fall. Anders als bei einem 2CV aus den 80ern holt man nämlich die Restaurierungskosten bei einer Dyane niemals mehr rein, weil sie zwar mittlerweile auch hoch angesetzt wird, aber de facto viel schlechter verkäuflich ist.

bearbeitet von Vincent2
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bx-basis

Klar lassen sich die Bodenbleche wechseln ohne die Hütte abzunehmen. Ob es Sinn macht kann man nur beurteilen wenn man die ganze Hütte gesehen hat - und das hat hier wohl noch keiner. Angesichts des glänzenden Lacks und der völlig vermurksten Schweller vermute ich aber größere Baustellen auch an Ecken die man vielleicht nicht so einfach erreicht. Un wenn man die Bude ohnehin ausräumt um die Bodenbleche zu ersetzen dann kann man auch noch die paar Schrauben mehr lösen und die Hütte abnehemen - dann hat man auch vernünftig Platz zum Arbeiten. Ich bin leider minimal außerhalb des 50km-Radius um SÜW, sonst hätte ich mir die Baustelle vielleicht schon mal angesehen...

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ACCM Jelle

Ich bin zwar im 20km Umkreis bzw ist SÜW um Landau herum, ich kenne mich aber mich Enten bzw Dyanen nicht aus.

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fastpage

Ich würde Schweller und Bodenbleche machen(lassen) und mal FAHREN. Dann verliebt man sich ins Dyanchen und macht den Rest halt Stückerlweise.

Wenn der Pedalboden auch morsch, muss man halt einen Mittelweg finden.

Klar, Hütte runter und alles neu ist immer der beste Weg, nur dann hätte ich vermutlich meine Ente damals am Schrott hauen müssen weil kohle für sowas nicht vorhanden.

Bleche besorgen, mit dem Spengler kurzschließen und möglichst viele Arbeiten selbst machen unter seiner Aufsicht (Zerlegen, U-Schutz runter, vielleicht sogar herumflexen) senkt die Kosten.

Natürlich muss da der Spengler auch mitspielen.

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