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Renaissance/Zukunft der Ölförderung

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Die FAZ schreibt mit dem Titel "Ölrausch in der Prärie" über eine Renaissance der Ölförderung in den USA, denn unter dem dünnbesiedelten North Dakota liegt ein Ölfeld gigantischen Ausmaßes, das nun dank neuer Bohrtechniken (horizontales Bohren, Frack-Verfahren) ausgebeutet werden kann. Es handelt sich um die Bakken-Formation, ein unterirdischer Schieferfels von gigantischen Ausmaßen von 520.000 Quadratkilometern, mit derzeit geschätzten 24 Mia. Barrel Öl vermutlich das größte Ölfeld der Welt, in jedem Fall das größte des nordamerikanischen Kontinents. Dabei geht man derzeit noch davon aus, dass nur 6-8 % des im Schiefergestein eingeschlossenen Öls mit heutiger Technik ausgebeutet werden können. Im Moment gibt es dort ca. 6.000 Bohrlöcher und Förderanlagen. Weitere 5.000 sind genehmigt oder befinden sich im Zulassungsverfahren. Insgesamt könnten in den kommenden zwei Jahrzehnten sogar 20.000 Bohrlöcher dazukommen. Gefördert wird Rohöl des leicht zu verarbeitenden Typus "Sweet Crude" mit extrem niedrigem Schwefelgehalt. Wenn die Technologie weiterentwickelt wird und die Ausbeutungsquote weiter nach oben getrieben werden kann, könnten die verfügbaren Ölreserven sogar aufmehr als 500 Mia. Barrel steigen. Damit wird der Zeitpunkt, an dem die Förderung von Erdöl ihren Spitzenwert (Peak-Oil) erreichen und danach unaufhaltsam sinken werde, weiter in die Zukunft verschoben. (Anmerkung: Bei Gas sind die USA inzwischen dank eigener Funde/Quellen weitgehend autark).

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gungstol

Ah, supi. Dann können die Pläne zur Éntwicklung der Elektromobilität und anderer Alternativen zum aktuellen Individualverkehr ja wieder in die Schubladen gelegt werden.

Wie viele Barrel Rohöl werden eigentlich derzeit pro Jahr gefördert und verbraucht?

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EntenDaniel

Dann können sie sich ja endlich aus dem Nahen Osten zurück ziehen, haben ja jetzt ihr eigenes Öl.

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blackduck
Gast XMen-Ratingen

Super, dann sauen die Amis dann richtig rum. Alleine dieses Fracking ist der absolute Naturoverkill. Naja, denen ist ja sowieso nicht zu helfen. Sollen die sich ihre eigene Lebensgrund-

lage zerstören.

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Maik Gutser

Wird nicht mehr lange dauern dann wird China in Nordamerika landen und es besetzen. Offizieller Grund: Die USA besitzen Massenvernichtungswaffen.

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Alexander Haupt
Super, dann sauen die Amis dann richtig rum. Alleine dieses Fracking ist der absolute Naturoverkill. Naja, denen ist ja sowieso nicht zu helfen. Sollen die sich ihre eigene Lebensgrund-

lage zerstören.

Naja im eigenen Land können sie ja sauen. Werden sie merken.

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RitterCali

Dann kann ich ja jetzt ohne schlechtes Gewissen meinen V6 wieder volltanken.....bevor die Amis alles mit ihren V8 verbraten haben *gg

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acc-intern

Wie die FAZ schreibt, will Russland in der Barentsee und dem Ochotskischen Meer schwer zugängliche Ölvorkommen erschließen. Russland ist derzeit mit 10,4 Mio. Barrel pro Tag noch vor Saudi-Arabien der größte Erdölproduzent der Welt und zudem der größte Energieexporteur. In den Feldern im russischen und im norwegischen Teil der Barentsee und im ostasiatischen Ochotskischen Meer sollen knapp 15 Mia. Barrel Öl zu finden sein. Zusätzlich geht es in Sibirien um die Exploration schwer zugänglicher Vorkommen in Schiefergestein oder sehr schwerem Rohöl mit hoher Dichte. Hier werden unkonventionelle Reserven im Umfang zwischen 180 und 365 Mia. Barrel vermutet. Gegenwärtig stammen nur rund 4 % der Produktion aus solchen Quellen. Die russische Rosneft und der norwegische Energiekonzern Statoil haben am Wochenende einen Vertrag über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Erdölförderung unterzeichnet. Der russische Staat unterstützt diese Unternehmen durch eine umfangreiche steuerliche Förderung.

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acc-intern

Ist wohl eher Zufall, denn entscheidende Produktionsergebnisse werden in Russland erst ab 2020 erwartet. Da hat wohl mehr die Entscheidung der israelischen Regierung, im September vorgezogene Neuwahlen durchzuführen, dazu beigetragen. Die Spekulanten rechnen jetzt wohl bis dahin nicht mehr mit einem Erstschlag Israels gegen Iran und kurzfristigen Gewinnen daraus bei ihren Ölspekulationen.

bearbeitet von acc-intern

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acc-intern

Und nicht zu vergessen das Wahlergebnis in Frankreich und in Griechenland.

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magoo

Die schwer zugänglichen Ölreserven sind ja nur bei hohen Preisen rentabel zu vermarkten. Die Preise werden also langfristig sicher nicht fallen, definitiv kein Aufatmen für uns Spritfresser.

Der Wettbewerbsvorteil gegenüber alternativen Energien wird zudem geringer, mal schauen, wie sich das entwickelt.

mg

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EntenDaniel

Öl scheint aber immer noch zu billig zu sein, sonst würde der Mensch nicht so maßlos mit Kunststoff um sich werfen. In Afrika wird immer noch Kunststoff in rauhen Mengen verbrannt, damit die armen Kinder an die Edelmetalle kommen, die in unserem Elektroschrott schlummern. Desweiteren lodern immer noch riesige Flammen auf dem Planeten, weil beim Ölfördern angeblich unbrauchbares Erdgas verbrannt wird.....

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acc-intern

Wie die FAZ schreibt, hat China eine erste Tiefseebohrung im Südchinesischen Meer aufgenommen. Dort werden 30 Mia. Tonnen Öl und 16 Mia. Kubikmeter Erdgas vermutet.

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Gast XMen-Ratingen

Tja, dann können die Chinesen ja richtig loslegen und das Klima mit kräftig erwärmen. Juchu, bald kann ich vor meiner Haustüre baden gehen!!!

Also nur alles Bluff mit der Oelknappheit????

Scheint mir komisch!!!

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Maik Gutser

Was ich mich schon öfter gefragt habe: Wenn Erdöl ein Produkt ist, das über Jahrmillionen aus organischer Masse entsteht, die zerfällt, was ist das Zwischenprodukt? Ich habe noch nie gelesen, man sei auf ein riesiges Feld mit abgeschlossener organischer Masse gestoßen, das aber noch eine Weile braucht.

Ich meine, weiß man eigentlich wirklich genau, wie Erdöl entsteht? Es wurden schon alte, angeblich ausgebeutete Ölquellen wieder angebohrt (um auch die schwer erreichbaren Restbestände zu fürdern) und dabei stellte man fest, dass diese sich wieder gefüllt haben. Der peak oil verschiebt sich ständig nach hinten.

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-erdoel.html

(muss auch nicht stimmen, was da steht).

Man darf ja mal fragen.

bearbeitet von Maik Gutser

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DSpecial
Was ich mich schon öfter gefragt habe: Wenn Erdöl ein Produkt ist, das über Jahrmillionen aus organischer Masse entsteht, die zerfällt, was ist das Zwischenprodukt? Ich habe noch nie gelesen, man sei auf ein riesiges Feld mit abgeschlossener organischer Masse gestoßen, das aber noch eine Weile braucht.

Naja, wenn der Mensch zu der Zeit als er angefangen hat den aufrechten Gang zu erlernen eine Bohrung vorgenommen hätte, evtl. wäre er auf etwas in der Art gestoßen. Das Ding ist ja, dass das einmal entstanden ist und das war es dann.

Das mit dem peak oil ist klar weil dieser Punkt natürlich nur nach der aktuellen Lage bestimmt/berechnet werden kann. Wenn man jetzt irgendwo ein Riesenfeld findet verschiebt der sich natürlich, vorausgesetzt das Feld kann/wird ausgebeutet.

bearbeitet von DSpecial

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Kaveo91

Erdöl entsteht aus abgestorbener biologischer Masse, kurz und ganz einfach: Erde.

Durch die Gewichtsmasse des Planeten wird diese Erde verdichtet und ausgepresst, es entsteht Erdöl und teils Erdgas.

Das gaaaaanz simpel. Ist natürlich deutlich komplizierter.

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Maik Gutser

Jaja, aber abgestorbene biologische Masse (Erde) gibts doch immer und überall.

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Kaveo91

Nötig ist Meer, oder wo mal Meereswasser war. Zudem muss der Meeresgrund sauerstoffarm sein.

Die biologische Masse setzt sich ab, kann durch zu wenig Sauerstoff jedoch sich nicht endgültig zersetzen. Nun müssen neue Schichten auf den alten lagern und Druck und Temperatur stimmen. Erst dann entsteht nach vielen vielen Jahren Öl und Gas, Reste der zerdrückten, auf Temperatur gebrachten biologischen Masse.

Edit:

Du fragtest zudem nach dem Zwischenprodukt. Gibt es, nennt sich Erdölmuttergestein oder, an der Oberfläche, Ölschiefer. Dabei handelt es sich um eine Gesteinsschicht, in deren Poren und Kerben sich diese biologische Masse abgesetzt hat. Es gibt mehrere Ölschieferfelder in Deutschland, vorallem im Süden und an der Nordsee trifft man auf Gestein, welches Öl enthält.

bearbeitet von Kaveo91

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Maik Gutser
Du fragtest zudem nach dem Zwischenprodukt. Gibt es, nennt sich Erdölmuttergestein oder, an der Oberfläche, Ölschiefer. Dabei handelt es sich um eine Gesteinsschicht, in deren Poren und Kerben sich diese biologische Masse abgesetzt hat. Es gibt mehrere Ölschieferfelder in Deutschland, vorallem im Süden und an der Nordsee trifft man auf Gestein, welches Öl enthält.

Also das Zwischenprodukt ist Erdöl in Gestein und nicht als flüssige, zähfließende Masse?

Dieses Erdöl könnte aber doch genauso aus dem Erdinnern stammen und in äußere Schichten gewandert sein?

Die sich wiederauffüllenden Ölfelder erklären sich dadurch, dass das Öl aus Randgesteinen austritt, wenn das Feld leer ist?

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JK_aus_DU

Machen wir es kurz: Definitiv wissen tun wir es nicht, es gibt lediglich eine allgemein als derzeit gültig anerkannte Lehrmeinung. Das war beim ptolemäischen Weltbild auch nicht anders.

Wir wissen aktuell mehr über den Mond als über die Tiefsee oder das Erdinnere. Auch das Erdöl birgt durchaus noch Geheimnisse.

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Kaveo91
Also das Zwischenprodukt ist Erdöl in Gestein und nicht als flüssige, zähfließende Masse?

Dieses Erdöl könnte aber doch genauso aus dem Erdinnern stammen und in äußere Schichten gewandert sein?

Die sich wiederauffüllenden Ölfelder erklären sich dadurch, dass das Öl aus Randgesteinen austritt, wenn das Feld leer ist?

Nun, durch Drücke und den perfekten Temperaturen (zwischen 90 und 130°C Erdöl, zwischen 170 und 200°C Erdgas) entsteht nunmal das Endprodukt. Bis dahin wird diese Masse durch hohen Druck in Gestein gedrückt und sammelt sich in Kerben und Poren ab, dann haben wir Erdölmuttergestein oder Ölschiefer.

Das Endprodukt Erdöl beispielsweise ist zu zäh und dick, als dass es in Gestein in den entsprechenden Erdschichten eindringen könnte.

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