Steffen Winde

C5 II Probleme nach Zahnriemenwechsel

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Steffen Winde

Hallo!

ich fahre einen C5 II Baujahr 2006, der Motor ist ein Benziner mit 140 PS. Vor jetzt 8 Wochen begann meine Werkstatt-Odysee.

Angefangen hat alles mit dem Defekt der Kupplung, das Ausrücklager war kaputtgegangen. Ich habe es gerade noch so in meine Werkstatt geschafft (Keine Citroenwerkstatt).
Da der Zahnriemen mit 145000 Kilometern auf der Uhr eh fällig war habe ich ihn gleich mit beauftragt. Laut Werkstattmeister auch kein Akt.

Nach ein paar Tagen war alles fertig und das Auto fuhr auch wie gewohnt, doch plötzlich ging er beim Fahren in den Notbetrieb und brachte Fehler Nockenwellensensor und ging während der Fahrt auch immer aus. Ein Fehler beim Zahnriementausch wurde ausgeschlossen.

Ein paar Tage später ging dann gar nichts mehr, das Auto sprang nicht mehr an und musste abgeschleppt werden. Nach langwieriger Fehlersuche wurde das Motorsteuerteil ausgebaut und repariert. Jetzt springt der Motor zwar wieder an aber mit dem Verhalten von oben.

Gestern hat der Mechaniker den Zahnriemen noch einmal überprüft und hat jetzt festgestellt, das sich das Kurbelwellenzahnrad bewegen lässt. Das ist wohl verantwortlich für die Verstellung der Steuerzeiten. Nach meinen Recherchen im Internet ist wohl ein "schwimmendes Kurbelwellenzahnrad" verbaut. Der Mechaniker und ich sind ratlos! 

Hat jemand Rat oder eine Anleitung zum Einbau des Zahnriemens beim C5 II für diesen Motor?

Ich habe Bilder von dem Bauteil gemacht falls notwendig.

Viele grüße Steffen Winde

bearbeitet von Steffen Winde
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klavierfisch

Hi, Steffen,

"schwimmend" sollte alleine das KW-Riemenrad für den Rippenriemen sein. Ich weiß allerdings nicht, ob das beim HPI auch so ist, beim V6 jedenfalls ist da eine dämpfende Gummischicht eingelassen, die kann porös werden, und dann fliegt das Rad nach allerdings sehr nennenswerten Laufzeiten schonmal auseinander.

Die Zahnriemenräder an sich ist sicher starr.

Hatte er, wenn er denn lief, normale Leistung?

KWzahn(riemen?)rad lässt sich bewegen - da ist doch etwas locker, was vorher nicht locker war. Spannung auf dem Riemen?

Vielleicht stimmen die Steuerzeiten nicht, wenn dem so wäre, könnte auch der NW-Sensor als fehlerhaft angezeigt werden, obwohl der Fehler eben falsche Steuerzeiten sind. Das wäre ein Fehler der Werke, allerdings würde er dann sicher auch spürbar schlechter (oder auch gar nicht mehr) laufen...

Bissel schwierig einzugrenzen...

Viel Glück

Chris

 

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bx-basis

Es ist kein HPI sondern ein EW10A. Das Zahnrad für den Zahnriemen hat tatsächlich keine formschlüssige Verbindung zur Kurbelwelle mehr, deshalb muß man beim ZR-Wechsel und allen Arbeiten an der Riemenscheibe sehr aufpassen, die KW sauber blockieren und die Anzugsvorschrift für die Schraube der Riemenscheibe beachhten.

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Steffen Winde

Hallo bx-basis

hast Du genaue Infos zu den Anzugsvorschriften, die Mechaniker wollen heute alles zusammen bauen. Da wären die Infos von Vorteil.

Viele Grüße

Steffen Winde

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ACCM Helmut Bachmayer

Es gibt sehr wohl einen Halbmondkeil für die Fixierung des Zahnriemenrads an der Kurbelwelle, der fixiert sogar noch das Antriebsrad für das Rippenriemenrad. Gruß der Bachmayer

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bx-basis

Den EW10A kenne ich nur mit "losem" Zahnrad, erkennbar daran daß die KW nicht mehr wie beim EW10J4 in der Riemenscheibe sondern im Schwungrad abgesteckt werden muß. Beim EW10A muß vor der Demontage der Riemenscheibe die Kurbelwelle blockiert werden - warum wohl? Weil man sonst die Steuerzeiten verstellen könnte. Anzugsdrehmoment für die Riemenscheibe sind übrigens 40 Nm plus 53° Drehwinkel.

Auf dem Bild erkennt man auch sehr schön daß die Nut im Zahnrad doppelt so breit ist wie die Paßfeder...

bearbeitet von bx-basis

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klavierfisch

uii, da hab ich ja böse danebengehauen - das unterscheidet die echten Profis halt nunmal von den, die manchmal nur meinen, etwas zu wissen. Hut ab, BX-Basis ;)

Nächstes Mal bleibe ich still...

Leicht errötet

Der Chris

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Juergen_

Den Sinn dieser Konstruktion würde ich ja gern mal verstehen!

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Tim Schröder

Wenn der Motor zwei Nockenwellen(Räder) hat, müssen entweder das Zahnrad auf der Kurbelwelle oder beide Nockenwellenräder beim Spannen des Riemens leicht auf den Wellen drehbar sein. Sonst wird das nichts. Es ist kein Problem wenn die Kurbelwelle dabei konisch geklemmt wird. Ein Problem ist es nur dann wenn man die KW nicht (wie schon geschrieben) am Schwungrad blockiert sondern sich Markierungen auf die Riemenscheibe malt. 

  • Danke 2

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bx-basis

Das hätte ich auch nicht besser erklären können :D

Es gibt aber auch Motoren mit 2 Nockenwellenrädern bei denen alle Räder fest sind, z.B. im BX 16V. Da darf man dann aber auch mit 2 Spannrollen arbeiten...

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andreatze

Ab Minute 15 wird interessant. Wer französisch kann, umso besser.

Grüße

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bx-basis

Das ist der alte EW10J4 mit festem KW-Rad und losen NW-Rädern...

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Juergen_

... oder man konstruiert so etwas richtig sauber wie z.B. am Riemen-V6 ES9, wo alle 4 Nockenwellenräder in Langlöchern verstellbar sind.

 

 

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Steffen Winde
vor 2 Stunden schrieb Juergen_:

Den Sinn dieser Konstruktion würde ich ja gern mal verstehen!

Das hat mein Mechaniker auch gesagt.

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Steffen Winde

Jetzt ist nur die Frage, wie wird das Kurbelwellenzahnrad richtig festgemacht. Das war bei mir vermutlich die Ursache für das schlechte Fahrverhalten.

Man sieht ja wie das ZR auf der Riemenscheibe gearbeitet hat.

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bx-basis

Die Kurbelwelle wird an der Schwungscheibe blockiert. Hinter dem Motor ist eine ca. 15mm große Bohrung im Motorgehäuse, das Schwungrad hat ein 6 oder 8 mm Loch. Dafür gibt es einen hübschen gestuften Absteckdorn. Erst wenn dieser Dorn drin ist löst man die Schraube der Riemenscheibe und zerlegt alles, dann wird nach dem Einbau der neue Riemen gespannt und die KW-Riemenscheibe wieder montiert und mit 40Nm+53° festgezogen. Erst jetzt nimmt man den Dorn wieder aus der Schwungscheibe raus.

bearbeitet von bx-basis
  • Danke 1

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bx-basis
vor 34 Minuten schrieb Juergen_:

... oder man konstruiert so etwas richtig sauber wie z.B. am Riemen-V6 ES9, wo alle 4 Nockenwellenräder in Langlöchern verstellbar sind.

 

 

So war es bei der im Video gezeigten ersten Generation der EW-Motoren und auch schon bei den jüngeren XU 16V im Xantia und XM. Beide Nockenwellenräder beweglich auf den Naben montiert. Bei der Überarbeitung des EW hat man das dann umgekehrt und das bewegliche Teil auf die Kurbelwelle gesetzt.

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Tim Schröder
vor 57 Minuten schrieb Steffen Winde:

Jetzt ist nur die Frage, wie wird das Kurbelwellenzahnrad richtig festgemacht.

Willst Du eine Anleitung für deine Werkstatt haben?

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andreatze

fb9e75-1539334902.jpeg

Da steht's beschrieben wie es geht. Leider nur englisch. Tim, ich denke eine Anleitung wäre hilfreich. Wenn allerdings der Motor gelaufen ist mit falschem Timing....:o

 

Andre

bearbeitet von andreatze

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Steffen Winde
vor 55 Minuten schrieb andreatze:

fb9e75-1539334902.jpeg

Da steht's beschrieben wie es geht. Leider nur englisch. Tim, ich denke eine Anleitung wäre hilfreich. Wenn allerdings der Motor gelaufen ist mit falschem Timing....:o

 

Andre

Ich habe ja auch ein ganz komische Ahnung!

Ich habe mir das Buch bei Amazon bestellt, ich glaub da sollte es auch beschrieben sein.

https://www.amazon.de/gp/product/1844257452/ref=oh_aui_detailpage_o00_s00?ie=UTF8&psc=1

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Steffen Winde
vor einer Stunde schrieb Tim Schröder:

Willst Du eine Anleitung für deine Werkstatt haben? 

Das wäre super! Ich will endlich wieder meinen C5 fahren!

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Tim Schröder

dazu brauche ich dann bitte deine email

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Steffen Winde
vor 32 Minuten schrieb Tim Schröder:

dazu brauche ich dann bitte deine email 

Ich habe dir eine PM gesendet, vielen Dank für deine Mühe!

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Steffen Winde

Mal nur so zwischen drin, können falsche Steuerzeiten auch zu einem Defekt im Motorsteuerteil führen?

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