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Er ist wieder da: Corona - Bier, Auto oder Virus?


didomat

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magoo
vor 6 Stunden schrieb Manson:

In Portugal explodieren die Infektionszahlen ....wenn man bedenkt das sie die ganze vorherige Zeit eher in den unteren Rängen lagen dann ist das schlicht eine Übertreibung.

Gerade "wenn man bedenkt das sie die ganze vorherige Zeit eher in den unteren Rängen lagen" ist explodieren der richtige Ausdruck. Schau dir die Zahlen aus der "Primärquelle" (von elektromicha verlinkt) doch an.

Die Kurve steigt steil und exponential an bis die getroffenen Maßnahmen greifen. Es ist offensichtlich, dass die Verharmlosung des Virus (wie hierzulande z.B. von Bhakdi und dir im Sommer betrieben) dazu führt, dass Maßnahmen zu spät ergriffen werden.

Wie surlaplage richtig anmerkt, kommen autoritäre Gesellschaften besser mit der Pandemiebekämpfung zurecht. In den freien Gesellschaften wäre dazu freiwillig solidarisches Handeln der Bürger gefordert. Damit ist es leider nicht weit her, wenn Leute aus nichtigem Anlass Bus fahren, keine Masken tragen und anschließend einen Virus verbreiten von dem sie behaupten, es gäbe ihn nicht.

 

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Juergen_
vor 6 Stunden schrieb Manson:

... Nach Monaten kommt eine Studie zum Ergebnis das die Teilnehmer an den Querdenken-Demos mit ihren Bustransfers in großem Stil zum Infektionsgeschehen beitrugen .....und der ÖPNV ist kein Thema - da weiß man echt nicht soll man Weinen oder Lachen...

Weder noch!

stattdessen einfach lesen und verstehen was hier gerade noch geschrieben wurde!

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JörgTe

Meine Schwester lebt in Perth. Sie erzählte mir gestern die Geschichte des Infizierten, wegen dem sie die ganze Stadt für 5 Tage in einen Lockdown versetzten. Der Mann hätte exzessiv gefeiert, wanderte von einer Bar in die nächste. Als er positiv getestet wurde, erzählte er das, woraufhin die Maßnahmen großräumig eingeleitet wurden.

Nach Ablauf der 5 Tage offenbarte sich, dass er keinen einzigen infiziert hatte. Daraufhin haben findige Wissenschaftler geforscht und sind zu dem Schluss gekommen, dass nur jeder fünfte Mensch überhaupt ansteckend ist. Das sei nun in Australien akzeptiertes Wissen. Studien werden folgen, so meine Schwester.

Ich habe hier nichts darüber gelesen und wundere mich sehr. Wäre schon praktisch, jedenfalls, wenn man wüsste, um welche 20 % Menschen es sich handelt. Dann ein großes Lager, und schwups rein mit ihnen. 😉

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Frank M
vor 7 Minuten schrieb JörgTe:

Daraufhin haben findige Wissenschaftler geforscht und sind zu dem Schluss gekommen, dass nur jeder fünfte Mensch überhaupt ansteckend ist.

Ü-Ei  ? In jedem siebten Ei ...... 

Aber ob man das durch Schütteln rausbekommt ? :D

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surlaplage

@Manson
Ich bin überzeugt hier wird weit mehr irreversibel kaputtgehen als du es prognostizierst, und es wird beiweitem nicht nur um finanzielle Dinge gehen.
Es wäre jetzt der allerletzte Moment gewesen einen kurzfristigen und zeitlich festen Ausstiegsplan aus diesem LockUp Wahnsinn zu beschließen. Es war die letzte Gelegenheit unter Wahrung von etwas Autorität und Vertrauen in die politische Klasse die Kehrtwende zu machen. In Österreich hat Kurz die Wand gesehen auf die der Zug zurast und es noch geschafft die Notbremse zu ziehen, hier wird die Irrsinnsfahrt fortgesetzt.
In drei Wochen werden die Inzidenzzahlen nicht gefallen, sie werden (mglw. massiv) wieder gestiegen sein. Die Mutanten werden kommen, sie haben es in F innerhalb weniger Wochen von 2% auf (Stand gestern) 37% gebracht. Dazu kommt ein in Kombination möglicherweise noch viel desaströserer psychologischer Effekt den Merkel zu verantworten haben wird. Viele Leute werden "vulgär" ausgedrückt (teils auch peu a peu ganz beiläufig) zu folgender Einstellung übergehen: "Merkel du kannst mich jetzt mal, es wird ja eh kein Ende nehmen, ich habs satt. Ich werde mir nicht mehr länger verbieten lassen normal zu leben und meine Kumpels zu treffen. Ich werde mir nun selbst Auswege suchen müssen". Statt Kneipe und gemeinsamen Kinoabend ist dann halt das häusliches Saufgelage und der zu Zehnt gemeinsam geglotzte Netflix-Buster angesagt. Und auch die vielen Denunzianten am Türspion werden das nicht verhindern können - übrigens eine absolut grauenhafte Entwicklung die vor Sylvester in HH Medien selbst seitens der Polizei als bedenkliche Tendenz gesehen wurde.
Was wird die Politik machen wenn die Zahlen dann nicht wie aktuell 60 sondern vielleicht wieder 160 sind ? Eingestehen verbissen einen "ausweglosen" Weg verfolgt und nicht ernsthaft Alternativen erwogen zu haben, und dazu auch noch gewaltige Schäden verursacht zu haben ? Nein, es kommt "jetzt erst recht" die nächste Verlängerung, dann vermutlich mit dem Argument vor Lockerungen zunächst die Impfungen zu Ende (heißt nächsten Winter) durchziehen zu müssen. Und auch diese Strategie dürfte (selbst bei einem höheren aber vermutlich trotzdem zu niedrigem Impftempo) nach aktuellem Wissen so nicht funktionsfähig sein.
"Lokal" ist abgemurkst. Der Einzelhandel dürfte (bis auf vielleicht eine kurze Periode nach einer Öffnung - für das was noch da sein wird) zu weiten Teilen hinüber sein. Einmal weil viele seiner Kunden die es bislang gar nicht mochten nach mehreren Monaten Schließung erzwungenermaßen mit der Onlineschiene vertraut wurden. Und zum Zweiten weil er dann gezwungen sein wird die Preise zum Ausgleich der enormen angehäuften Verluste um so mehr unatraktiv und nicht konkurenzfähig zu gestallten. Na ja, die Amazon Kistenschieber bauen überall neue riesige Umschlaghangars auf, und auf seiner Plattform kommen jeden Monat 7000 neue Chinesenshops dazu. Schöne neue Grokowelt.

 

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Juergen_
vor 29 Minuten schrieb surlaplage:

... - übrigens eine absolut grauenhafte Entwicklung die vor Sylvester in HH Medien selbst seitens der Polizei als bedenkliche Tendenz gesehen wurde...

Bitte, was sind "HH Medien"?

Ansonsten war dein Beitrag erstaunlich gut verständlich, leider.

 

Ach noch was:

Du hast meine Frage noch nicht beantwortet, nämlich warum die Politiker lügen, ihre Wähler betrügen und die Wirtschaft zugrunderichten, für deren Wohlergehen sie doch stets verantwortlich gemacht werden.

Edited by Juergen_
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bx-basis

HH steht vermutlich für Hansestadt Hamburg. Gut dass wir hier auf dem Land leben, da gibt es noch genügend Ecken ohne Blockwarte...

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Ebby Zutt

@surlaplage
ich neige ja dazu die Dinge etwas flapsig zu betrachten, aber irgendwie drängt sich mir der ernste Verdacht auf, du schreibst die Reden ( heute im BT gehört) für Frau Weidel? 
Dort höre ich nur - und lese es in deinen Beiträgen hier- : Alles ist schlecht, alles ist falsch, alles muss anders sein.
Ich habe dich schon mehrfach gefragt, was denn dein Beitrag ist, in „der Politik“ aktiv die Dinge zu verändern. Wie soll es denn gehen?
Wer ist denn verantwortlich, du schreibst immer über „die Politik“,
nenne doch mal Ross und Reiter konkret.
Und da du keine langen Texte scheust, gib mal deinen Ausstiegsplan zum Besten.
ich bin gespannt

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frommbold
vor 3 Stunden schrieb JörgTe:

Wäre schon praktisch, jedenfalls, wenn man wüsste, um welche 20 % Menschen es sich handelt. Dann ein großes Lager, und schwups rein mit ihnen

mitsamt der ungenutzten schulen, universitäten, baumärkte, esstische für 8 personen, kinos, friseure, öfentlicher verkehrsmittel etc.

dazu sperren wir dann noch die 99% der bevölkerung, die gegen schwere erkrankung ohnehin immun sind und machen dann die türe dicht!  security davor, ausgang nur noch nach test, quarantäne und maskenpflicht...

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bluedog

Ich muss sagen, ich bezweifle auch, dass das gegenwärtig der richtige Weg ist. Nur ist es so, dass das die Konsequenz aus Fehlern der Vergangenheit ist. Wenn man nicht weiss, was wie sehr zum Infektionsgeschehen beiträgt, kann man schlicht nicht differenzieren.

Wenn auch nach einem geschlagenen Jahr die Gesundheitsämter nicht genügend Personal haben, dann bleibt es eben gezwungenermassen dabei, dass Inzidenzzahlen >50 für die Kontaktverfolgung nicht zu beherrschen sind. Das müsste nicht so sein.

Wenn man auch nach einem geschlagenen Jahr keine Covid-App hat, die wirklich brauchbare Unterstützung leistet, muss man eben anderswo aufholen, was man da verpasst.

Nur: Das alles ist so, wies ist, und bis morgen kriegt man das nicht geändert. Wohl auch, weil der politische Wille dazu fehlt.

Das muss sich ändern. Nicht erst für die nächste Epidemie, sondern binnen einiger Wochen oder weniger Monate. Denn auch das wäre eine Art, wie man den Jojo-Effekt, der absehbar ist, abschwächen könnte. Man wird das nicht können, wenn man daran erst drei Tage vor Ende des Lockdown, der eben nie einer war, denkt.

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JK_aus_DU

Mal ganz pragmatisch: Wir kaufen alle fleißig die Dinge des täglichen Bedarfs in Supermärkten gemeinsam mit unseren Mitmenschen ein. Unter Beachtung der bekannten Regeln. Mir ist nicht bekannt, dass Supermärkte Hot Spots für Infektionen sind. Warum also den Einzelhandel nicht öffnen? Ist doch wurscht, ob ich Lebensmittel kaufe oder anderes.

Neulich war die Inzidenz 50 die Grenze um über Öffnungen zu reden. Nun "droht" diese erreicht zu werden. Also muss die 35 her. Und wenn die in Sichtweite rückt? Na, ratet mal....

Damit wir uns richtig verstehen: Schutzmaßnahmen sind zwingend nötig, wie eben wirksame Masken. Aber ich bin inzwischen sicher, dass zumindest das Kanzleramt "no covid"-Fan ist und das gern maximal möglich umsetzen möchte.

 

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Ebby Zutt

Tagesschau (Auszug):

Die meisten Corona-Maßnahmen bleiben in Kraft, nur Friseurläden dürfen ab 1. März wieder öffnen. "Geeignet, erforderlich und verhältnismäßig" sei das, so Merkel. Wie werden das die Gerichte sehen?

Von Christoph Kehlbach und Frank Bräutigam,  ARD-Rechtsredaktion

Mit der Verlängerung der meisten Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist klar: Der Staat greift weiter in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger ein. Grundsätzlich ist das auch möglich, aber eben nur, wenn es für solche Eingriffe eine gesetzliche Grundlage und einen legitimen Zweck gibt und wenn die Eingriffe noch verhältnismäßig sind. Der Grund für die einschränkenden Maßnahmen: Der Staat ist durch das Grundgesetz verpflichtet, Leben und Gesundheit seiner Bürger zu schützen.

Zum Weiterlesen:

https://www.tagesschau.de/inland/corona-massnahmen-149.html

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bluedog
vor einer Stunde schrieb Ebby Zutt:

@bluedog
volle Zustimmung, es fehlt an vielen Stellen & ich bin bestimmt nicht mit allem einverstanden, weigere mich aber das Jammergen rauszuhängen.

So geht es mir auch, und auch wenns mir durchaus langsam "genügelt", wie man das hier sagt, wenn man langsam genug von einer Sache hat, bin ich weit davon entfernt mein Vertrauen in den Staat oder die Regierung zu verlieren oder einen Umsturz zu verlangen. Da läuft nämlich vieles, und es ist das Meiste, wenn auch manches zu langsam voran geht, richtig.

Der Ansatz muss ein konstruktiver sein. Man hilft niemandem, auch sich selber nicht, wenn man sich nur hinstellt, und "Basta" ruft. Das Problem besteht, und wir können den Umgang damit nicht sinnvoll verweigern.

Ausgehend von meiner vorherigen Kritik mal weiter gedacht: Wer sagt denn, dass das Contact tracing von A bis Z bei den Gesundheitsämtern liegen muss? Warum kann man da nicht den Personalbestand aufstocken, um Quarantäneanordnungen zu Papier zu bringen, und die Telefoniererei und Kontaktforschung z. B. an ein Unternehmen weitergeben, das sonst Telefonhotlines schaltet oder Tickets verkauft. Da gibts grade sowieso nichts zu tun. Denen kann man doch das überlassen, und sie dabei den gleichen rechtsstaatlichen Notwendigkeiten unterwerfen, wie wenns der Staat selber macht?

In CH macht das z.B. die Lungenliga. Kompetenzmässig nicht ganz falsch, aber von der Kapazität her wohl nicht so, wie die, die professionell seit Jahrzehnten Callcenter betreiben...

So könnte man contact-tracing ausbauen, ohne die nächsten 40 Jahre zu viele Beamten entlöhnen zu müssen, und eine Branche unterstützen, die grade eh leer läuft.

App: Da müsste man den Machern erstmal einen klaren Rahmen geben, was sie dürfen und was nicht. Dann gehts drum, das in Programmcode zu giessen. Das Update zu verteilen kann ja wohl nicht das Problem sein.

Studien zur Verbreitung und Ansteckung kann man auch forcieren. Wenns der Staat zahlt, noch am allerehesten ergebnisoffen.

Voilà. All das kostet zusammen wahrscheinlich einen Bruchteil dessen, was eine Woche quasi-lockdown kostet. Mit etwas Glück bringt es einem etwas weiter, als einfach nur zu Hause zu bleiben.

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MatthiasM
vor 12 Stunden schrieb Juergen_:

Weder noch!

stattdessen einfach lesen und verstehen was hier gerade noch geschrieben wurde!

Was Du alles verlangst von Menschen die nur nach den Diskrepanzen suchen, aber sinnvolle oder notwendige Abwaegungen von Nutzen und Risiko nicht treffen koennen wollen.

vor 36 Minuten schrieb Ebby Zutt:

Tagesschau (Auszug):

Die meisten Corona-Maßnahmen bleiben in Kraft, nur Friseurläden dürfen ab 1. März wieder öffnen. "Geeignet, erforderlich und verhältnismäßig" sei das, so Merkel. Wie werden das die Gerichte sehen?

Das ist zB so ein Fall schwieriger Abwaegung. Friseure sind natuerlich unverhaeltnismaessig hart von der Krise betroffen. Andererseits halte ich die Dienstleistung , zumindestens temporaer, fuer verzichtbar. Sofern sie nicht auch medizinische Hilfestellungen beinhaltet, was ja Friseure frueher durchaus gemacht haben. "Kosmetische" Fusspfleger haben auch alten Menschen, die sich eine medizinische Dienstleistung nicht leisten konnten, bei der Koerperpflege geholfen. Das ist ihne zZ nicht mehr moeglich. 

Das es eine Unterschied zwischen notwendigem Bussfahren und nicht notwendigem (besonders wenn es ohne Schutzmassnahmen erfolgt) gibt, werden einige nie verstehen.

 

 

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bx-basis
vor 1 Minute schrieb MatthiasM:

Friseure sind natuerlich unverhaeltnismaessig hart von der Krise betroffen. Andererseits halte ich die Dienstleistung , zumindestens temporaer, fuer verzichtbar.

Wenn man mal mit offenen Augen durch die Gegend läuft dann sieht man, dass diese Dienstleistung für viele offenbar nicht verzichtbar ist und auch, dass sie weiterhin erbracht wird. Während beim ersten Lockdown noch alle wie Catweazle rumliefen sieht man nun wieder überall gepflegte Frisuren. Es wird munter schwarz gearbeitet im Friseurhandwerk. Und warum? Oftmals schlicht und einfach damit die Miete und das Essen bezahlt werden können, denn von denen die das Berufsverbot verhängt haben gibt es bestenfalls Almosen aber keinen wirklichen Ausgleich für den oft existenzbedrohenden Verdienstausfall.

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Juergen_
vor 10 Minuten schrieb MatthiasM:

Was Du alles verlangst von Menschen die nur nach den Diskrepanzen suchen, aber sinnvolle oder notwendige Abwaegungen von Nutzen und Risiko nicht treffen koennen wollen....

Ich bin eben anspruchsvoll. 😜

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fluxus
vor 4 Stunden schrieb surlaplage:

Es wäre jetzt der allerletzte Moment gewesen einen kurzfristigen und zeitlich festen Ausstiegsplan aus diesem LockUp Wahnsinn zu beschließen. Es war die letzte Gelegenheit unter Wahrung von etwas Autorität und Vertrauen in die politische Klasse die Kehrtwende zu machen. In Österreich hat Kurz die Wand gesehen auf die der Zug zurast und es noch geschafft die Notbremse zu ziehen, hier wird die Irrsinnsfahrt fortgesetzt.

Und Du meinst ernsthaft, mit einem "festen Ausstiegsplan" - heute verkündet - könne man angesichts der Dynamik der Virus-Mutationen und dem nach wie vor ungebremsten exponentiellen Wachstum der Zahl der Infektionen bei Rückkehr zur Normalität mehr ausrichten als mit der jetzigen Regelung? Diesen Optimismus teile ich nicht. Das Gesundheitssystem und die komplette Wirtschaft wären noch mehr gefährdet, vom menschlichen Leid infolge der Erkrankungen ganz zu schweigen. Nur mal nebenbei: Eine der örtlichen Kliniken ist dicht, weil dort Virusmutationen aufgetaucht sind:

https://www.giessener-allgemeine.de/hessen/wetzlar-coronavirus-klinikum-mutation-fallzahlen-verdopplung-aufnahmestopp-90184612.html

Glaub nicht, ich wäre glücklich angesichts der Verlängerung des Lockdowns. Hätte ich eine liberale Alternative, würde ich sie hier anführen. Das No-Covid-Konzept, das das Team um die Virologin Brinkmann vorschlägt, aber zunächst sogar auf noch strengere Auflagen abzielt, hat leider eine in mathematischen Modellen verifizierte realistische Grundlage für die üble Entwicklung der Pandemie. Das Konzept läuft aber auf schrittweise Lockerungen nach heftigem Lockdown hinaus.

https://www.deutschlandfunk.de/no-covid-strategie-virologin-brinkmann-fordert-blick-auf.2850.de.html?drn:news_id=1225532

Für mich klingt das ziemlich plausibel. Ich schreibe das jenseits jeder Panikmache und Obrigkeitshörigkeit, aber aus Einsicht in die Dynamik eines Infektionsgeschehens, das in seiner Brutalität berechenbarer ist als jedes Ausstiegsszenario, das die Kritiker der aktuellen Einschränkungen fordern. Ich wünschte, ich läge mit der Einschätzung falsch. 

fl.

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MatthiasM
vor einer Stunde schrieb Juergen_:

Ich bin eben anspruchsvoll. 😜

Da bist Du nicht alleine! Haare schneiden scheint komplizierter als Autos reparieren. Ok, vielleicht liegt es an meinem spaerlichen Bewuchs, dass ich, seit ein Moppetkollege sein Handwerk als Coiffeure vor mehr als 10 Jahren aufgegeben hat, diese Dienstleistung an meine Lebensgefaehrtin uebertragen habe, trotzdem nicht ganz wie Catweazle aussehe. Fuer den Alltagsgebrauch ist es ausreichend und Deutschlands Superstar wollte ich ohnehin nicht werden :).

Mir fehlt auch das Auge dafuer, ob schwarz frisiert wurde oder jemand einen Rasenmaeher in Anspruch genommen hat :lol:.

 

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Ja- genau!
Am 8.2.2021 um 18:04 schrieb Gast Jo_Cit:

Dürfte mit dieser letzten Antwort von mir für denjenigen deutlich genug geworden sein, für den scheuklappenfreies Denken normal ist. Und ist nun für mich Veranlassung, den Admin aufzufordern, meinen ACC-Account zu löschen. 😊

 Hach, ich liebe es... Zuerst kommt das hohe Pony - und dann geht die Sonne unter...
Ooops, edler im Gestüt... Robbe, robbe heiter...
 Ein Dissens-basierter Charakter. Was ich durchaus nachvollziehen kann.
Aber wenn man sich beständig der 100% annähert, gilt es innezuhalten.
Einfach mal Derrida etwas durchfegen lassen...

_R_

Edited by Ja- genau!
Ortho... besser als Orto
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bluedog

Ich frage mich, obs da ein grundlegendes Missverständnis in der Rezeption gibt.

Es gibt Leute, die finden, so schlimm sei Covid doch nicht, dass man dafür die Wirtschaft stillegen müsse. So nach dem Motto: Ist ja kein Ebola und kein AIDS. Trifft vor allem Alte und kostet deshalb recht wenige Lebensjahre, und dann erst noch nicht meine.

Und dann gibts die anderen, die geschnallt haben, dass sie irgendwann unausweichlich auch mal alt genug für die Hochrisikogruppe werden, wenn sie nicht zu den recht wenigen gehören, die dieses Alter aus irgend einem Grunde nicht erreichen werden. Die haben auch kapiert, dass man an sich im Moment noch die Chance hätte, covid wieder loszuwerden oder zumindest per Impfung so unschädlich wie halt grad noch möglich zu machen. Das sind die, die sich gerade in Berlin durchsetzen, und das ist irgendwie nicht so unvernünftig.

Dann kommen aber wieder die anderen: Dafür können wir nicht unsere Wirtschaft opfern!

Fragt sich dann halt, wie schlimm eine Pandemie sein muss, damit man sie loswerden wollen darf, auch wenns der Wirtschaft schadet. Gegenwärtig reicht es nicht, wenn nach 3 Wochen jeder 100. Infizierzte tot umfällt, nachdem er davor 2 Wochen im Bett lag, das pro Tag etliche tausend € kostete, und ein paar (man streitet sich noch, wie viele) auch viele Monate danach noch Beschwerden zurückbehalten, wenn sie überleben.

Wie siehts denn aus, wenn nach drei Wochen doppelt soviele tot sind? Vermutlich reicht das immer noch nicht, solange das weit überwiegend Langzeitüberlebende Ihrer Pensionierung sind.

Anders wars bei der Pest im Mittelalter. Da sind die Erkrankten nach drei Tagen tot umgefallen, und zwar die meisten davon.

Wie siehts aus, wenn die Leute nach drei Tagen aus allen Körperöffnungen bluten und dann in kürze sehr dramatisch sterben? Ebola wäre so ein Fall...

 

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surlaplage

@magoo
Vielleicht hat sich da aus dem Wechsel mit Ebby Zutt ein falscher Eindruck ergeben. Es sieht für mich nicht so aus als würden mehr autoritäre Regierungen - bei vergleichbaren territorialen Rahmenbedingungen - bessere Resultate bzgl. Corona erzielen. Regime (darunter zähle ich auch Staaten in denen die Bevölkerung ~von sich aus~ bereit ist sich einer weitgehenden Überwachung unterzuordnen) sind sowieso irrelevante Option.
Ich halte allerdings auch Ebby Zutts Darstellung von PL als Corona-Polizeistaat für ganz schön falsch. Wenn das so wäre hätten die staatlichen Reaktionen auf die zahlreichen dortigen "Frauenstreik"-Demos (weitgehend ohne "AHA"-Beachtung, dies mitunter sogar absichtlich provokativ eingesetzt) ganz anders ausgesehen, da war schon viel eher die stoische Geduld der Ordnungskräfte bemerkenswert. Zu keinem Zeitpunkt hat es in PL Einzelhandelsschließungen gegeben, diese galten einzig zeitweise (und i.Allg. deutlich kürzer als in Nachbarländern) den Einkaufszentren. Man verfolgt dort sicherlich kein "schwedisches" Modell, aber nach meinem Eindruck bemüht man sich vor allem in der zweiten Welle doch sehr einerseits die Infektionszahlen nicht aus den Ruder laufen zu lassen und gleichzeitig doch so weit wie irgend möglich das öffentliche Leben nicht abzuwürgen - jetzt darf man beispielsweise in den Wintersportgebieten wieder Skilaufen. Das hat sicherlich auch den Grund seitens der regierenden mit Ausgaben für Corona-Hilfen gut sparsam haushalten zu müssen. Vielleicht ist eine zu beachtende Schonung auch finanzieller Ressourcen sogar ein gutes Korrektiv gegen überbordende LockDown-Phantasmen.

 

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Ja- genau!
Am 5.2.2021 um 22:47 schrieb Steinkult:

Als Literaturkritiker erwiesest du dich als eitler Selbstdarsteller, dein Gehabe als Ontologe scheint mir immerhin vielversprechender.  Obwohl "Gewese" klingt mir ein bisserl morbid.

Darauf wolltest du aber nicht hinaus, sondern auf die Überlegenheit von Jo_Cit und Steinkult - das anzuerkennen, das wär's g e w e s e n!

P.S.: Jo_Cit ist mir nicht "recht dicht" - Vorsprung und Durchlässigkeit dank Poren. Endlich weißt du, wie man "auf so etwas" kommt.

Ja, ja, ja, geriert wie gehabt.


 Vielleicht möchtest Du mal diesen lustigen Post einer inhaltlichen Neubewertung zuführen?

Am 31.1.2021 um 16:45 schrieb Gast Jo_Cit:

... tu das unbedingt! :) 

 

'Hohe Vernunft
 Tiefe Liebe
 Kindliche Neugier'


Was kannst Du für Dich adaptieren?

 

_R_

 

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