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Endlich ein alternativer Antrieb ohne Reichweitenproblem


CX Fahrer

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Manson

Eher Methan, in Italien weit verbreitet als Kraftstoff ;)

....da kommts allerdings aus Schläuchen und nicht ausm Arsch :D

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JK_aus_DU
vor 42 Minuten schrieb Manson:

Eher Methan, in Italien weit verbreitet als Kraftstoff ;)

 

Das in Italien als "metano" bezeichnete Gas ist nichts anderes als CNG. Eben Erdgas. Und das besteht in der Tat zum größten Teil aus CH4 = Methan.

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Manson

Danke, wieder was gelernt ...und ich dachte schon die Italiener wären innovativ und hätten die Ausdünstungen der Landwirschaftlichen Nutztiere nutzbar gemacht.

Chemie ist nicht so mein Ding ;)

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Kirunavaara

Das wird in Schweden tatsächlich gemacht: Aus Klärschlamm und Mist von den Feldern, sowie Vergärung aller möglichen biologischen Abfälle, wird sogenanntes Biogas gewonnen. Dieser Treibstoff ist kompatibel mit Erdgas und kann damit in den gleichen Fahrzeugen, die dafür geeignet sind, verfeuert werden. Vorteile: Saubere Verbrennung, wenige Giftstoffe im Abgas, weitgehend CO2-neutral. Nachteile: Der Energiegehalt ist recht niedrig, damit ähnliche Reichweiten wie bei heutigen E-Autos, und die alle 10 Jahre vorgeschriebene Erneuerung des Tanks übersteigt gerne mal den Zeitwert des Autos.

Bei uns fahren auch viele Linienbusse mit Biogas. Es war ein Schritt in die richtige Richtung, aber ehrlich gesagt bin ich froh, wenn die Kisten durch Biodiesel- oder Elektrobusse ersetzt werden. Der niedrige Energiegehalt hat nämlich so seine Pferdefüße: Die Omnibusmotoren bauen damit zu wenig Drehmoment auf, röhren beim Anfahren wie ein Elch und kommen nicht in die Puschen. Auf einer Überlandlinie, die auch über eine langgezogene Autobahnsteigung führt, sind die Biogas-Kisten regelmäßig mit 40 km/h am Berg verhungert 🙂

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magoo
Am 26.1.2021 um 23:08 schrieb Kirunavaara:

sind die Biogas-Kisten regelmäßig mit 40 km/h am Berg verhungert

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Anfahren und Steigungen sind ja auch das große Problem bei Tretbussen (Franquin, QRN sur Bretzelburg)

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bluedog
Am 26.1.2021 um 23:08 schrieb Kirunavaara:

Die Omnibusmotoren bauen damit zu wenig Drehmoment auf, röhren beim Anfahren wie ein Elch und kommen nicht in die Puschen. Auf einer Überlandlinie, die auch über eine langgezogene Autobahnsteigung führt, sind die Biogas-Kisten regelmäßig mit 40 km/h am Berg verhungert

Erinnert mich an Erdgas-Busse vor ein paar Jahren in einer mir leider zu bekannten Stadt in CH.

Darf ich fragen, wer die Kisten herstellte? Ich glaube, mich dunkel an einen dt. Hersteller zu erinnern. Die Karren hatten aber noch andere Probleme: Die haben jämmerlich gepfiffen, weil irgendwelche Riehmen wohl Schlupf hatten. Ich weiss nicht, was genau, aber das gabs auch nur bei Erdgas... Insgesamt eine wohl doch nur halbherzige Umrüstung, die nicht wirklich marktfähig war.

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Kirunavaara

Die erste Serie war von Volvo (Volvo/Säffle System 2000), die waren vor allem laut und haben selbst im Leerlauf so unangenehm niederfrequente Schwingungen produziert, daß sich sogar die Anwohner von Haltestellen bei uns beschwert haben. Die zweite Serie, teilweise jetzt noch in Betrieb, ist von MAN (A 21/23/25 Lion's City CNG). Die sind vom Geräuschniveau her angenehmer, aber das ist die Sorte, die den Berg nur im Kriechgang schafft. (Die Volvos liefen nur im Stadtverkehr, da hatte ich nie das Vergnügen mit dem Berg... aber auch so waren sie keine Beschleunigungswunder.)

Aus meiner alten Heimat in Deutschland habe ich vom dortigen Verkehrsbetrieb gehört, daß sie mit ihren Gasbussen von Evobus (Mercedes O 405/G/N CNG) ziemlich viele Probleme hatten, und die sollen auch in ungefähr so gequietscht haben, wie Du beschreibst.

Es ist wahrscheinlich wie mit allen neu auf den Markt kommenden Antriebstechniken: Sie brauchen Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, bis der Entwicklungsstand ein Niveau erreicht hat, wie wir es von etablierten Antrieben kennen. Das gilt auch wieder für die jetzt aufkommenden Batteriebusse, wobei da wenigstens die Motoren selbst kein Problem darstellen, da in Trolleybussen seit langer Zeit etabliert.

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