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bluedog
Am 5.10.2018 um 22:36 schrieb Auto nom:

Vielleicht würde es helfen, jedem Zulassungsantrag noch einen separat zu unterschreibenden Passus einzufügen, der in etwa lautet: „Ich gebe hiermit klar und deutlich zu Protokoll: Meine Umwelt ist mir vollkommen schnuppe.“ (Gregor Honsel)

Der Mann hat nicht verstanden, dass das nicht mehr schriftlich zusichern muss, wer ein SUV fährt. Es gibt also auch Leute mit mangelnder Urteilskraft unter den SUV-Gegnern.

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kr_c5f
Zitat

Die SUV-Manie beginnt sich zu rächen:

“Warum hat die Autoindustrie mit den Vorgaben ein Problem?

Die Industrie, gerade die deutsche, hat einseitig auf fette Premiumautos gesetzt. Daimler-Chef Dieter Zetsche brachte es in einem Interview auf den Punkt: “Geländewagen haben höhere Margen als andere Pkw.” Schon ist fast jeder dritte verkaufte Neuwagen ein SUV oder Geländewagen. Da kommt man bei Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß schnell an die Grenzen der Physik. Vorgaben für Luftschadstoffe, z.B. Stickoxide oder Rußpartikel, kann man durch eine aufwändige Abgasreinigung an jedem Fahrzeug erfüllen. Da geht es nur ums Geld.

Beim CO2 redet die Physik mit: Ein 2,4-Tonnen-SUV kann nur schwerlich zum Spritspar-Vehikel werden, egal wie effizient der Motor unter der Haube ist. Das ist so, als wolle ein Dreizentner-Mann auf dem Mountainbike die Tour de France gewinnen. Masse kostet Energie beim Beschleunigen und treibt den Rollwiderstand nach oben. Der Luftwiderstand beispielsweise eines Porsche Cayenne ist durch die enorme Stirnfläche doppelt so groß wie der einer strömungsgünstigen Limousine, wie zum Beispiel der Mercedes A-Klasse.

(…)”

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/co2-grenzen-101.html

Gefunden im Kommentarteil von https://blog.psiram.com/2018/09/wider-die-seuche-der-suv-teil-3

https://www.motor-talk.de/forum/suv-manie-t62528.html?page=1#post54523272

bearbeitet von kr_c5f

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Auto nom

Alt, aber verdammt gut:

Zitat

Auch in Deutschland, wo sich, seit uns der Führer den Volkswagen schenkte, der Wahn der Autoanbeter und -bieter bekanntlich zu einem großen, glücklichen Ganzen vereint, ist jetzt jeder fünfte Neuwagen ein SUV. Überhaupt seien die Zulassungszahlen „im Februar förmlich explodiert“, meldet die Fachpresse, wobei sich vor allem „Vertreter der Oberklasse“ neuer Absatzrekorde erfreuten.

...

Ich liebe die begeisterte Lyrik, die Autoblätter über den „Fahrspaß“ mit „rasanten Neuheiten“ verkleckern. Kurz vor dem Ende klassischer Männlichkeit wird hier nochmal richtig aufgedreht. Die Motoren lärmen tiefröhrend, die Felgen funkeln hochglanzgedreht, es gibt Zielflaggen-Design, adaptive Verstelldämpfung, Mehrfacheinspritzung und Diamantgrill. Das zentrale Verklärungsadjektiv lautet: „sportlich“. Vollidioten mit Halbglatze, die ihren Fuß Richtung Bodenblech stemmen, werden so zu Athleten.

...

Fürwahr, solch Irrsinn entfesselt Emotionen. Nicht nur, weil die Industrie prächtig an Rasern und Panzern verdient. Die Durchschnitts-PS-Zahl aller Neuwagen in Deutschland lag im vergangenen Jahr bei 144. Da bekommt das Wort Verbraucherschutz einen ganz neuen Klang. Wer schützt uns vor diesen Verbrauchern?

http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/kolumne-fuer-vollidioten-mit-bleifuss-a-360542

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Auto nom

https://www.welt.de/motor/article148160780/SUVs-sind-das-Endstadium-der-Evolution.html

Zitat

Wie zu viel Blech zur Verrohung der Sitten beitragen kann, lässt sich an nahezu jedem Werktag morgens auf den knappen Parkplätzen an großen Flughäfen studieren. Dort provozieren SUV-Fahrer eine Kampagne zur Bekämpfung der Blechberge.

...

Der Zwei-Tonnen-Hochsitz verhindert Empathie mit anderen Verkehrsteilnehmern und führt durch Entfremdung von den Niederungen des Straßenverkehrs zu grassierender Rücksichtslosigkeit. Hinzu kommt das oft genug eklatante Unvermögen von PilotInnen, ihre Blechmonster zügig und angstfrei durch Tempo-30-Zonen und winkelige Altstadtquartiere zu bewegen. 

Das SUV ist stets eine potenzielle Straßensperre. Kommt dann auch noch eine Art Klassenkampf-von-oben-Neigung dazu, wenn SUVs in verengte Straßen einbiegen, obwohl das Hindernis auf ihrer Seite liegt, führt das zum Straßenkampf, zumindest auf der verbalen Ebene. Der Glaube, dass ein Range Rover, eine Mercedes M-Klasse oder ein Volvo XC 90 eingebaute Vorfahrt habe, ist bei den Besitzern dieser Offroader weit verbreitet.

 

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Auto nom

992920564_Bildschirmfoto2018-12-04um22_53_52.png.ef26913eef254b84bfb2ac3a2b5f73cb.png

https://www.sueddeutsche.de/kultur/staedtebau-suv-adac-parkplatz-1.4237173

Zitat

Zwischen 1995 und 2016 stieg die Zahl der Zulassungen der deutlich breiteren und längeren SUV bundesweit von knapp 68 000 auf mehr als 735 000 Stück.

Der ADAC fordert eine Anpassung der städtischen Infrastruktur an jene neuen Autos, die nun mal etwas größer seien als ältere Autos.

Auf die Idee, wonach die Städte sich den bizarren Autowünschen anpassen müssten, kann man nur kommen, wenn man das seit Jahrtausenden kaum größer gewordene menschliche Hirn ständig andieselt.

...

Das ist doch schön - und dennoch darf man vielleicht ergänzend darauf hinweisen, dass der 2019er GLE auch ein Ausdruck äußerlicher Stärke ist. Denn das Kraftmeierauto ist noch einmal länger, noch einmal breiter und noch einmal fetter als alle seine Vorfahren. Fast könnte man daher mutmaßen, dem Spot gehe es nicht so sehr um behinderte Menschen, sondern um Autos, die im Grunde selbst Behinderungen darstellen.

...

Insofern fügt es sich, dass sich soeben auch mal wieder der ADAC zu Wort gemeldet hat (SZ vom 3. Dezember). Der Lobbyist jener Menschheit, die von falsch dimensionierten Parkplätzen, falsch bemessenen Straßen sowie von falsch proportionierten Städten an einem erfüllten Leben gehindert wird, fordert eine Anpassung der städtischen Infrastruktur an jene neuen Autos, die nun mal etwas größer seien als ältere Autos. So ist das halt mit der Evolution. 

...

Denn der SUV, eine automobile Pandemie, ist eine amerikanische Erfindung. Sie macht vielleicht Sinn auf einem Parkplatz irgendwo in Idaho, ist aber räumlich nur schwer zu synchronisieren mit dem Wesen der europäischen, dicht gestalteten Stadtbaukunst.

 

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kr_c5f

Lesebefehl: „Die meisten Städte sind leider nicht geländewagentauglich…“
 

bearbeitet von kr_c5f

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FuchurXM

SUV sind keine Geländewagen sondern aufgepumpte Kleinwagen mit manchmal Traktionshilfe. Echte Geländefähigkeit ist ja garnicht gegeben, dazu sind die zu Unübersichtlich und Voluminös, es fehlen Sperren und meißtens eine Untersetzung. Will und braucht der SUV-Fahrer ja auch nicht, der braucht gefühlte Sicherheit, eingebildeten Komfort und eine erhöhte Sitzposition (um leichter ein und auszusteigen, mehr Übersicht ist ja nur relativ durch Wegnahme von Übersicht für andere).

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marc1234

Gestern abend hab ich in Zürich zwischen einem Gemisch von SUV's und "normalen" Autos einen Peugeot 504 entdeckt. Der wirkte richtig klein und zierlich inmitten all der neumodischen Kisten.

Nicht nur die SUV's, sondern die Autos allgemein wuchern schon seit Jahren unnütz in Breite, Länge und Höhe.

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Kwashiorkor
vor 5 Stunden schrieb EntenDaniel:

Seit Jahren? Seit Jahrzehnten!

Ich muss zugeben, im Peugeot 309 zwischen den Panzern umherzuwieseln ist schon lustig! Außer, man denkt an den schlimmstmöglichen Fall aber dann ist es wenigstens schnell vorbei, wenn der Pö an so einem Trümmer zerschellt. Hauptsache, die haben es sicher!

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Vulcan
vor 16 Stunden schrieb marc1234:

Der wirkte richtig klein und zierlich inmitten all der neumodischen Kisten. 

...mein AX erst recht. Wie ein Spielzeugauto zwischen Panzern...

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Kugelblitz
vor einer Stunde schrieb Vulcan:

...mein AX erst recht. Wie ein Spielzeugauto zwischen Panzern...

Und eigentlich braucht man nicht mehr Auto... :)

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kr_c5f
vor 11 Minuten schrieb Kugelblitz:

Und eigentlich braucht man nicht mehr Auto... :)

Genau!
 

Zitat

Bei der Kollision mit einem festen Körper (einem Baum, einer Mauer oder einem Haus) haben SUV keinerlei Sicherheitsvorteile, nicht einmal gegenüber Kleinwagen mit gleicher Crashtestbewertung. Die Karosserie ist zwar stabiler, das ist in diesem Fall aber kein Vorteil, sondern zwingende Notwendigkeit, damit die Fahrgastzelle unter der Wucht der größeren Eigenmasse des Fahrzeugs nicht kollabiert.
Hat ein Kleinwagen eine bessere Crashtestbewertung, bietet er bei dieser Art des Aufpralls mehr Sicherheit als das SUV ...

Sicherheitsvorteile genießen Insassen von SUV vor allem bei Kollisionen mit kleineren und niedrigeren Autos – dann jedoch immer auf Kosten des Unfallgegners.
Dieser „Vorteil“ schwindet zudem im Laufe der Zeit, denn mit wachsendem Marktanteil der SUV wird es immer wahrscheinlicher, dass auch der Unfallgegner ein SUV ist. Dann ist die passive Sicherheit nicht besser als bei der Kollision zweier Pkw gleicher Größe und Bauart. ...

 

Aber bieten SUV aufgrund ihrer massiveren Bauweise nicht mehr Schutz bei Kollisionen mit Lkw und Transportern?

Das ist zutreffend.
Doch zum einen gilt dies nur für kleinere Lkw. Fährt etwa ein 30-Tonner auf ein Stauende auf, so wird auch ein SUV zermalmt.

suv-versus-lkw-300x170.jpg

SUV nach Lkw-Auffahrunfall


Zum anderen ist dieses Risiko verhältnismäßig gering. In Deutschland gab es am 1. Januar 2018 laut Auskunft des Kraftfahrtbundesamts 46,5 Mio Pkw, jedoch nur ca. 3 Mio Lkw (inkl. Kleintransporter) und 80.000 Busse. Hinzu kommt, dass ein großer Teil der Nutzfahrzeuge von Berufskraftfahrern mit risikovermeidenden Verhaltensweisen gelenkt wird. Somit liegt die Wahrscheinlichkeit, im Falle eines Zusammenstoßes mit einem Lkw oder Kleinlaster zu kollidieren, im einstelligen Prozentbereich.

https://blog.psiram.com/2018/09/wider-die-seuche-der-suv-teil-1/

 

bearbeitet von kr_c5f

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Ronald
vor 2 Minuten schrieb kr_c5f:

In Deutschland gab es am 1. Januar 2018 laut Auskunft des Kraftfahrtbundesamts 46,5 Mio Pkw, jedoch nur ca. 3 Mio Lkw (inkl. Kleintransporter)

Mit ausländischen LKW gibt es keine Unfälle? Denn diese machen fast die Hälfte aller LKW auf deutschen Straßen aus.

https://www.logistik-heute.de/Logistik-News-Logistik-Nachrichten/Markt-News/17899/Anteil-der-auslaendischen-Lkw-ist-2017-gewachsen-Mautstatistik-Fahrer-reisse

Ronald

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5imon.
Zitat

[...] von Berufskraftfahrern mit risikovermeidenden Verhaltensweisen gelenkt [...]

Danke für den verlinkten Text, kr_c5f. So eine gesunde Portion Ironie am Morgen macht den Einstieg in den Tag ja gleich viel entspannter.

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kr_c5f
vor 52 Minuten schrieb Ronald:

Mit ausländischen LKW gibt es keine Unfälle? Denn diese machen fast die Hälfte aller LKW auf deutschen Straßen aus.

https://www.logistik-heute.de/Logistik-News-Logistik-Nachrichten/Markt-News/17899/Anteil-der-auslaendischen-Lkw-ist-2017-gewachsen-Mautstatistik-Fahrer-reisse

Ronald

Sicher, aber deren Anteil steigt mit der Fahrzeugmasse, und der Anteil großer Lkw am gesamten Fahrzeugbestand ist gering:

https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Neuzulassungen/Groessenklassen/2017_n_groessenklassen_lkw_dusl.html?nn=657738

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kr_c5f
vor 3 Minuten schrieb 5imon.:

Danke für den verlinkten Text, kr_c5f. So eine gesunde Portion Ironie am Morgen macht den Einstieg in den Tag ja gleich viel entspannter.

Ich bin nahezu täglich auf deutschen Autobahnen unterwegs und würde diese Aussage über Berufskraftfahrer im Vergleich zum durchschnittlichen Pkw-Fahrer sofort unterschreiben. Ausnahmen gibt es immer.

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FuchurXM

Z.B. zieht ein 40-Tonner nicht so häufig direkt vom Beschleunigungsstreifen auf die linke Spur und solche Heldentaten. 200 kmh schafft der auch nicht, gut, für manche auch ein Argument warum die Dinger verkehrsgefährdend sind da sie ja ander zum Überholen nötigen täten...

Problematisch bei den "ich fühle mich stark und sicher und überblicke das Verkehrsgeschehen"-SUV ist ja auch eine deutlich rücksichtslosere Fahrweise zu Lasten anderer - neben normalen PKW gibt es ja gerade in der Stadt auch mal Radfahrer und Fußgänger.

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kr_c5f
vor 46 Minuten schrieb FuchurXM:

Problematisch bei den "ich fühle mich stark und sicher und überblicke das Verkehrsgeschehen"-SUV ist ja auch eine deutlich rücksichtslosere Fahrweise zu Lasten anderer ...

Wenn das geschieht, ist es besonders gefährlich und ärgerlich, aber über alle SUV-Fahrer möchte ich das nicht behaupten.
Sicher gibt es darunter viele sehr unangenehme "Weg da jetzt komm' ich"-Typen, und denen begegnet man inzwischen ja leider täglich.
Ich beobachte allerdings auch eine Menge SUV-Fahrer, die sich von der guten Übersicht und dem Sicherheitsgefühl keineswegs zu Aggressivität verleiten lassen, sondern ganz im Gegenteil sehr entspannt durch die Gegend rollen und eher zur Beruhigung hektischer Situationen beitragen. Das macht das SUV als Fahrzeugkonzept kein Stück sinnvoller, denn das geht natürlich auch mit anderen Autos. Meine Abneigung gegen SUV reicht mir aber. Ich muss nicht auch noch alle Fahrer von SUV hassen (und möchte das auch Dir nicht unterstellen).

bearbeitet von kr_c5f
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