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Zylindernummerierung des 2,7 HDI


57ak57
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Hallo zusammen,

da man hier mit Abstand die besten Antworten auf jegliche Technikfragen bekommt, wende ich mich Euch ;-)

So langsam bin ich von der Kompetenz meines Freundlichen nicht wirklich überzeugt.

Mir wurden 2 "angeblich" defekte Injektoren ersetzt...wobei keine Rücklaufmessung oder andere Ursachenanalyse betrieben wurde.

Es wurde einfach der Fehlerspeicher ausgelesen und aufgrund der hier erkennbaren zu hoher/niedriger Einspritzmengenkorrekturen beide Injektoren ausgetauscht.

Da ich ja seit kurzem selbst Lexia (DiagBox) nutze, musst ich erschrocken feststellen, dass der Autausch keinerlei Verbesserung gebracht hat. Der Motor Vibiriert und Brummt weiterhin im Stand, die Einspritzmengenkorrekturen der erneuerten Düsen sind immernoch zu hoch bzw. niedrig...

Der "kompetente" :-) meinte: Dann stimmt etwas mit der Kompression nicht!

Schreck lass nach, musste erstmal tief Luft holen. Der Wagen läuft sonst sehr gut, volle Leistung...keinerlei Ölverlust/-verbrauch. Einzig der Kraftstoffverbrauch ist vielleicht etwas zu hoch.

Ist es möglich, dass man die falschen (intakten) Injektoren getauscht und die defekten drinne gelassen hat? Kann eine Vertragswerkstatt wirklich sowas bringen?

In meinem Fall sind es Zylinder 3 und 6 (2,7 HDi BiTurbo) (wobei ich selbst keine Ahnung habe wo diese sitzen). Ausgetauscht wurden die beiden gegenüberliegenden Injektoren die direkt an der Getriebeseite liegen (in Fahrtrichtung die ganz links, also auf unterschiedlichen Zylinderköpfen)

Muss ich tatsächlich mit dem schlimmsten rechnen? Oder gibt es (sofern tatsächlich die richtigen Injektoren erneuert wurden) noch andere mögliche Fehlerursachen?

Um das ganze noch abzurunden...jetzt blockiert das vordere AGR-Ventil auch noch und ein LMM ist wohl auch ausgefallen...

Eigentlich kann es ja nur noch besser werden :-D

Bedanke mich schonmal Vorraus bei allen.

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Tim Schröder

Es ist möglich, dass die falschen Injektoren getauscht wurden. Es kann aber wirklich auch sein, dass der Tausch grundsätzlich überflüssig war. Ich wundere mich, dass keine Rücklaufmengenmessung gemacht wurde. Die erlaubt nämlich zu allererst Rückschlüsse auf den Zustand der Injektoren. Die Korrekturmenge, die die Diagnosestation angibt, kann ganz andere Ursachen haben. Motorkompression gehört auch dazu.

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... Ist es möglich, dass man die falschen (intakten) Injektoren getauscht und die defekten drinne gelassen hat? Kann eine Vertragswerkstatt wirklich sowas bringen? ...
Auf diese Frage kann es nach der Lebenserfahrung im Allgemeinen und der Erfahrung mit Citroën-Werkstätten im Speziellen nur eine einzige, stets richtige Antwort geben: LEIDER JA, DAS KANN!
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Oh man, wie gut dass ich mir Dank diesem Forum ein Lexia zugelegt habe. Sonst hätte ich dem "feindlichen" blind Vertrauen müssen. Ich bin wirklich erschrocken und sauer über die Inkompetenz dieser angeblichen Fachkräfte...wer weiß wie oft das tagtäglich in Vertragswerkstätten passiert!

Muss mich wohl oder übel bis Montag gedulden, bin mal gespannt mit was für einer Ausreden die daherkommen. Gehe mal stark davon aus, dass man alle Schuld von sich weist.

Vielen Dank Silvercork. Hättest du vielleicht eine Idee wo ich die eindeutige Zylindernummerierung herbekomme kann? Soll ich in eine andere Werkstatt oder direkt beim Hersteller anrufen? Bekommt man diese Info überhaupt über die Hotline?

Auch ein Dank an dich Tim Schröder, wie schön wäre es doch wenn die Werkstätten nur annähernd so Kompetent wäre wie manch einer hier.

Hab nun nochmal in der DiagBox History geblättert. Anfänglich waren es Injektor 3 und 6 (komischerweise aber gleichzeitig Zylinder 4 und 6). Wenn ich mir die aktuellen Einspritzmengenkorrektur ansehe sind es aber Zylinder 3 und 6 die enorm aus der Reihe tanzen. Aber was spielt das groß eine Rolle, in beiden Fällen hat die Werkstatt Mist gebaut, oder liege ich da falsch? Die lexia Daten lade ich später mal hoch, vielleicht kann der ein oder andere mehr erkennen.

Gibt es noch Möglichkeiten, mit der Lexia Software andere Fehlerquellen auszuschließen bzw. worauf sollte ich besonders achten?

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Für alle die das Thema noch interessiert, habe gestern nochmal ein längeres Gespräch mit dem Freundlichen geführt.

Mir wurden Dokumente bzgl. der Injektornummerierung gezeigt und auch ausgehändigt.

Korrekt ist tatsächlich (von Vorne gesehen):

1 2 3

4 5 6

Nun sagte man mir auch, dass InjektorNo. = ZylinderNo. sei und das ein Anlernen von Injektoren bei diesem Motor nicht nötig wäre !? Stimmen diese Aussagen?

Wie oben erwähnt, Fehler für die erneuerten Injektoren von 3&6 sind immernoch vorhanden. Kraftstoffrücklaufmessung ist nach Meinung der Werkstatt immernoch nicht notwendig...

Nächster Schritt wäre ein Kompressionstest auf beiden Zylinderbänken, wobei natürlich die Glühstifte raus müssten und die Gefahr besteht, dass einer oder mehrere dabei abbricht(en). Wäre natürlich eine mittlere Katastrophe, wobei dann ein festgestellter Kamprossionverlust den Vogel abschießen würde.

Nebenbei wurde erwähnt, dass Kraftstoffdruck und andere Parameter wohl alle i.O. gewesen seien (laut Tester, kein manuelles Messen).

Momentan bin verunsichert wie ich nun weiter vorgehen soll. Aber eines steht fest, eine andere Werkstatt muss gefunden werden.

Habe Gehört, dass so manch ein BOSCH-Service viel professioneller mit dieser Problematik umgeht?

Gibt es in Kassel & Umgebung einen den Ihr empfehlen könnt? Würde aber auch längere Strecken fahren.

Würde es etwas bringen z.B. den Kraftstoffilter mal zu wechseln? Oder vergleichbar relativ einfache/günstige Arbeiten auszuführen um das Problem zumindest einzugrenzen? Oder ist ein Kompressionstest unumgänglich und gibt eine Methode, die ohne den Ausbau der Glühstifte funktioniert?

Die Freude am Wagen habe ich aber vollends verloren

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Tim Schröder

Wenn die Korrekturwerte der Injektoren nach dem Austausch (nahezu) unverändert sind, heißt das nur, dass die Injektoren offenbar nicht hätten getauscht werden müssen. Und eben das kann man mit einer Rücklaufmengenmessung VORHER schon mal prüfen. Es kann sein, dass es ein Problem mit der Kompression gibt. Das kann man aber wirklich nur durch Messen herausfinden und das ist mit den schon genannten Risiken verbunden.

Ich habe aber noch nicht verstanden, was überhaupt der Grund für den Tausch der Injektoren war. Läuft das Auto nicht richtig?

Ein Boschdienst ist möglicherweise die bessere Adresse für weitere Maßnahmen.

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Grund für den Tausch waren folgende Fehlermeldungen bzw. Einspritzkorrektur-Werte

Injektor 3 - runter auf 40%

Injektor 6 - über 160%

und ein unrunder/relativ lauter Leerlauf verbunden mit einem brummen/vibrieren im Innenraum.

Bei minus Graden und etwas längere Standzeit hat der Motor auch direkt nach dem Start Symptome wie Zündaussetzer beim Benziner gezeigt.

Da ich noch Garantie habe und die Kosten sich damit noch im Rahmen hielten, habe ich dem Tausch zugestimmt. Jedoch mit der Annahme, dass die Injektoren zumindest mit einer Rücklaufmessung begutachtet werden...

Aber während der Fahrt und auch bei Vollast (was ich momentan aber vermeide) habe ich aber keinerlei Probleme.

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Tim Schröder

Die Probleme bestehen somit immer noch?

Ich würde auf ein Problem mit dem 6. Zylinder tippen.

Die Korrekturmengen werden vom Steuergerät bestimmt um (NUR) im Leerlauf den Motorlauf zu verbessern. Ab erhöhtem Leerlauf wird nicht mehr korrigiert. Dazu wird von jedem Zylinder das jeweilige Drehmoment ermittelt und dann die Einspritzmenge abgepasst. Zylinder mit weniger Drehmoment erhalten eine größere Einspritzmenge / Zeit, Zylinder mit mehr Drehmoment eine reduzierte Menge / Zeit.

Da der 6. sehr stark nach oben und der direkt gegenüberliegende 3. Zylinder deutlich nach unten geregelt wird, gehe ich davon, dass im 6. ein erheblich geringeres Drehmoment erzeugt wird. Deshalb wird dort erhöht und gegenüber (3. Zyl.) reduziert.

Der Grund dafür liegt offenbar nicht bei den Injektoren. Sind die Glühkerzen geprüft (möglich Ursache für schlechten Kaltlstart)?

Brummender und gestörter Leerlauf kann auch von defekten Membranen in den Swirldosen kommen.

Gestörter Motorlauf vom Leerlauf bis in den Teillastbereich kann von verschmutzten / klemmenden AGR Ventilen kommen, was sich auch negativ im Kaltlauf bemerkbar macht.

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Swirldosen habe ich erst kürzlich beide erneuert. Kaltstartprobleme habe ich keine. Wobei zu erwähnen ist, dass die Glühkerze auf der vorderen Zylinderbank alle neu sind. Dabei ist eine abgerissen und wurde ausgebohrt. Ich weiß aber nicht welcher Zylinder es war...womöglich nicht fachgerecht gemacht und deshalb Kompressionsverlust???

Laut Werkstatt sollen die neuen bzw. erneuten Fehlermedungen auch keine ständigen, sonder Intervall-Fehler sein. Das beruhigt mich aber nicht wirklich.

P.S.

Herzlichsten Dank für die Empfehlung Jens.

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Tim Schröder

Wer weiß, was beim Ausbohren passiert ist. Es gibt allerdings Werkzeuge, mit denen so eine Reparatur sicher durchgeführt werden kann. Ich würde aber tatsächlich die Kompression prüfen lassen, vielleicht auch erst mal nur bei den vorderen Zylindern. Die Glühkerzen sind ja nicht alt und werden sich bestimm ausdrehen lassen. Ich würde fast davon ausgehen, dass der 6. Zylinder auffällig ist.

Werden die Korrekturmengen wirklich als Fehler abgespeichert?

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