6. April 201511 J. Hy gestern nachm Osterfrühstück fing es plötzlich an: ein leichtes Schlagen, nicht radumdrehungsabhängig, viel langsamer, in Kurven extrem zunehmend und sich immens steigernd. Auto abgestellt, hochgefahren: ordentliches Spiel im Radlager. Mehr habe ich an Diagnose bisher nicht - weiß aber, daß ich das Auto so nicht mehr fahren will; dafür ging mir das zu schnell. Kann es sein, daß das Lager eine Kugel "ausgespuckt" hat? Hoffnungsfrohe Grüße an die Kenner-Gemeinde, Stone P.S.: ´98 X2 Break, 1,8l, 16V
6. April 201511 J. Anzunehmenderweise ist die Gelenkwelle noch fest verschraubt: Dann also Radlager platt. Erneuern und gut ist. Deiner Schilderung nach zu urteilen hat das Lager einen ernstgemeinten Suizid hinter sich, damit würde ich auch nicht mehr fahren wollen.
6. April 201511 J. Vor kurzem schon auf Sommerreifen gewechselt? Dann vielleicht mal die Radschrauben nachziehen.
7. April 201511 J. Ersteller Merci vielmals! Ist das Radlager vorne verpresst? Was brauche ich an speziellen Werkzeugen zum Wechseln? Beste Grüße, Stone
7. April 201511 J. will man als ohne entsprechende Einrichtung selber Hand anlegen, mein Tipp: Achsschenkel ausbauen und zur Werkstatt bringen. Gruß Gerd
7. April 201511 J. Ersteller Wow, der Hammer: es waren die Radschrauben! Hatte ich auch noch nicht; allerdings hatte ich auch noch nie so rostige Felgen.. Also gibts zur nächsten Wintersaison frische Felgen. Besten Dank, Stone
7. April 201511 J. Für den Reifenwechsel empfiehlt es sich auch die Radbolzen und die Auflageflächen mit einer Stahlbürste oder Schleifpapier zu reinigen/entrosten. Anziehen dann mit dem Drehmomentschlüssel, dann ist man dort auf der sicheren Seite und dann sollte sich da auch nichts mehr von selbst lösen.
7. April 201511 J. Ersteller Tja, genau das habe ich aber gemacht. Was ich nicht gemacht habe, war nach 50-100km nachzuiehen. Hab ich aber außer bei LKWs noch nie gemacht, und die Muttern/Bolzen saßen beim nächsten Wechsel eher fester. War wohl zuviel Rost rundherum..(die sehen echt so sch.... aus, keine Ahnung warum) Grübelnde Grüße, Stone
8. April 201511 J. Mir ist das mal bei meinem alten VIsa passiert, zum Glück ist alles gut gegangen. Trotz der verbreiteten Meinung man solle Gewinde und den Bund nicht fetten, mach ich das. Die Schrauben ziehe ich dann halt mit etwas mehr Moment an. Eine Werkstatt in der wir prüfen reinigt die Schrauben sogar in einem Ultraschallbad
8. April 201511 J. Ich widerspreche ungern aber ich mache es trotzdem. An die Radbolzen gehört kein Fett. Was man aber zwingend machen muss, ist stark korrodierte Schrauben reinigen. Ich habe eine Strahlkabine, damit ist das schnell gemacht, es geht aber auch zu Fuß. Die Radbolzen meines Xantia sahen alles aus wie die links im Bild. Da hatte der Schlagschrauber beim Lösen schon geächzt. Solche Schrauben lassen sich nicht mehr standesgemäß festziehen, im Extremfall (ist mir auch schon passiert), zieht man sie mit vorgeschriebenem Drehmoment an und die Räder sind trotzdem nicht fest. Nach dem Strahlen sehen die Bolzen dann aus wie rechts im Bild, und die lassen sich mit der Hand bis zum Ende eindrehen.
8. April 201511 J. Und im Gewinde der Nabe sitzt weiterhin der Rost, der verhindern kann, dass bei vorgegebenen Drehmoment die nötige Zugspannung auf die Bolzen kommt. Ich benutze zwar kein Fett, aber Fluid-Film als Korrosionsschutz und damit ist es mir dann wohler beim Radwechsel. Kein lautes Knacken mehr beim Lösen und gleichmäßiges Anziehen der Bolzen ist damit möglich.
8. April 201511 J. Wenn die Gewinde in der Radnabe so korrodiert sind, dass sich saubere Schrauben (wie rechts im Bild) nicht leicht eindrehen lassen, müssen sie nachgeschnitten und nicht gefettet werden. Bei meinen eigenen Fahrzeugen war es bisher aber nicht nötig. Es hat immer gereicht die Bolzen zu entrosten. Im Werkstattbetrieb habe ich aber schon des öfteren Gewinde wieder sauber geschnitten.
8. April 201511 J. Trotz der verbreiteten Meinung man solle Gewinde und den Bund nicht fetten, mach ich das. Die Schrauben ziehe ich dann halt mit etwas mehr Moment an. das ist dann doppelt schlecht...die vorspannung steigt jeweils durch beide massnahmen. wenn schon schmieren dann lieber etwas weniger drehmoment. aber Tim hat das genau richtig beschrieben.
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