2. Februar 200422 J. Hallo zusammen, am Samstag ist an meinem CX TRD Turbo 2 der obere Kühlwasserschlauch gerissen. Der ADAC-Mann hat mir dabei empfohlen, den Kühler mit Frostschutz und destilliertem Wasser aufzufüllen um Verkalkung zu verhindern. Ich habe dann mal ein bischen im Internet gestöbert und es scheint einige Leute zu geben, die von destilliertem Wasser abraten, da es den Motor, besonders Aluteile, angreift (wegen Ionentausch). Was also tut ihr in den Kühler?
2. Februar 200422 J. Destilliertes Wasser ist nicht gleich entmineralisiertes Wasser (anderer Prozeß)! >> ich gebe destilliertes Wasser + Frostschutz in den Kühlkreislauf und entmineralisiertes Wasser (aus der Hausenthärtungsanlage) in den Scheibenwaschbehälter
2. Februar 200422 J. Schließ mich BXdrvr an. Destilliert ist nicht gleich dem Wasser aus den Hausenthärtungsanlagen. Wasser hat das Bestreben die ihm entzogenen Elemente wieder aufzunehmen ( siehe Teilentsalzung, Ionentauscher etc).
2. Februar 200422 J. Regenwasser ist zu weich und führt zu erhöhter Rostbildung im Kühler. Alukühler neigen mit Regenwasser zum Zusetzen. Zu stark kalkhaltiges Wasser führt zu Kesselsteinbildung.
2. Februar 200422 J. Hallo, also nochmal für alle Interessierten: Destilliertes Wasser ist eigentlich frei von Ionen (vorallem das hochreine doppelt destillierte!), das möchte man eigentlich nicht in den Motor füllen, weil es das Bestreben hat Ionen aufzunehmen, sprich Metalle aufzulösen. Das ganze ist aber eher unkritisch weil ja auch noch erhebliche Mengen Frostschutz dazukommen (und damit natürlich eine Menge anderer Ionen). Es ist allemal besser als Leitungswasser, vorallem wenn das noch dazu sehr hart ist (also kalkhaltig). In den Handel kommt aber häufig Ionengetauschtes Wasser auf dem fälschlich "destilliertes Wasser" draufsteht. Es kann auch als "enthärtet" bezeichnet werden. Ionengetauschtes oder enthärtetes Wasser ist über einen Ionentauscher geflossen der Calcium- und alle anderen zweiwertigen (= zweifach positiv geladenen) Ionen gegen einwertige austauscht. Entweder wird gegen Natriumionen getauscht oder gegen H+. Das hat zur Folge, dass sich auch unter ungünstigen Bedingungen kein Kalk abscheiden kann, weil eben kein Calcium oder Magnesium mehr im Wasser ist, während das Kochsalz immer in Lösung bleibt und keine Ablagerungen verursacht. Analog werden die Sulfationen gegen OH- oder Cl- Ionen getauscht (also die zweite Hälfte der Ablagerungen). Was ist die Botschaft des vorher geschriebenen? Am besten und billgsten ist meiner Meinung nach das ionengetauschte oder eben enthärtete Wasser das auch für Bügeleisen verwendet wird geeignet. Jedes destillierte oder ionengetauschte Wasser ist besser als hartes Leitungswasser. Auf keinen Fall sollte hartes Leitungswasser in den Kühler gefüllt werden. Freigegeben für Gegendarstellungen ;-) Gruss Norbert P.S.: Man müsste dann noch in temporäre und in permanente Härte unterscheiden, aber das führt dann wohl doch zu weit am Thema vorbei ;-)
2. Februar 200422 J. @ Norbert, danke für die ausführlichen, fundierten Erklärungen. Hat mich auch interessiert, da ich gerade festgestellt habe, daß die beiden Sorten inzwischen auch auf den Verkaufsverpackungen durcheinander geworfen werden. Auf meinem aktuellen 5l-Supermarkt-Bügelwasser-Kanister (für 1,79 oder so) stehen nämlich sowohl die Bezeichnung "destilliert" als auch "demineralisiert" drauf. Und ich dachte immer, ich kaufe nur einfaches, demineralisiertes Wasser für Autobatterie, Bügeleisen, Kühlwasser etc... so oder so, jedenfalls am besten kein Leitungswasser und 50 % Frostschutz ins Kühlwasser. >>Grüße, Jürgen
2. Februar 200422 J. Ersteller Ich danke auch allen, ich werde also ionengetauschtes Wasser 1 zu 1 mit Glysantin gemischt einfüllen. Vorher spüle ich ihn aber nochmal ordentlich durch, da kam doch eine etwas unappetitliche Brühe raus.... Danke, Ramin @robroy: fahre auch noch eine T3 :-)
2. Februar 200422 J. Ich nehme immer Kondenswasser aus dem gleichnamigen Wäschetrockner. Das ist überreichlich vorhanden für Kühler, Scheibenwaschwasser etc. Gruß von P.
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