27. September 201510 J. In den letzteren Zeit habe ich mehrere Leute getroffen die auf der Suche sind nach einem C6 und habe ich mich, teilweise aus diesem Grund, mehrere C6en bei verschiedenen Händlern (auch Vertragshändler) angeschaut. Die Frage ist dann immer: Stimmen die vom Händler angegebenen Fahrzeugdaten. z.B. Laufleistung, Unfallfrei und Checkheft gepflegt. Insgesamt habe ich mich in den letzten 3 Monaten 6 St. C6 angeschaut und festgestellt dass bei 3 St. die Angaben nicht stimmten. 2 Mal wurde ein Fahrzeug als Unfallfrei angeboten das nicht Unfallfrei war. In beiden Fällen waren die Schaden grundsätzlich geflickten Totalschaden, im dritten Fall war Tachobetrug im Spiel. Das beweisen zu können ist nicht halb so schwierig als es scheint. Man braucht nur das VIN Nummer (Fzg. ID, auf einem Schild am unteren Rand der Windschutzscheibe, Fahrerseite) und eine freundlichen Vertragswerkstatt. Anhand der VIN Nummer kann jede Vertragswerkstatt die ganze Fahrzeugeschichte inklusive ein- oder angebaute Ersatzteile, Wartungsdaten und KM Stand und Datum jeder Reparatur vom Citroën Server runterladen. Es braucht dazu also keine Verbindung zum Fahrzeug, nur die VIN Nummer-Eingabe reicht. Gruß, Robert Bearbeitet (27. September 201510 J. von arconell)
27. September 201510 J. Stimmt. Und wenn das Fahrzeug weit weg steht mailt/faxt ein seriöser Verkäufer vorab mal den Fahrzeugbrief, dem die Ident-Nr. zu entnehmen ist und man kann die Historie vorab mal checken lassen. Hatte mir vor Jahren mein damaliger Cit-Dealer auch angeboten. Schon erschreckend hohe Betrugsquote, Robert. In welchem Preisbereich bewegten sich die von Dir begutachteten Fahrzeuge? Bestätigt mich mal wieder in meiner gefühlten Vorliebe, Autos von privat zu kaufen. Da kann ich auch betrogen werden, die statistische Wahrscheinlichkeit dafür ist aber geringer und Menschenkenntnis hilft zusätzlich ein bisschen weiter.
27. September 201510 J. Ersteller Hallo Ulrich, Die Preisspanne war € 16K-€ 34K. In erster Linie habe ich da auch ein Schrecken bekommen, anderseits ist sowohl das gesamte Angebot an C6en und eine Stichprobe von 6 Stück statistisch völlig irrelevant. Und da liegt eben das Problem. Daher: Vertrauen ist gut, überprüfen ist besser. Gruß, Robert
28. September 201510 J. Dieser Abgleich liefert aber nur Infos über Wartung und Instandsetzungen, die bei einem Vertragshändler gemacht wurden. Sicher auch interessant, aber inzwischen ist der C6 in einem Alter, wo zunehmend bei freien Werkstätten geschraubt wird. Hinterhof-Unfallinstandsetzungen wird man so nicht herausfinden können.
28. September 201510 J. Unwahre Angaben über das Fahrzeug können, sofern der Käufer das Fahrzeug im Glauben auf die Angaben erwirbt, den Tatbestand des Betrugs erfüllen. Davon sind als einer der "Klassiker" manipulierte Tachostände, aber auch das Verheimlichen eines Unfallschadens kann darunter fallen. Schliesslich führt ein Unfallschaden, sofern er tragende oder übrige wichtige Teile des Fahrzeugs betrifft, zu einer Wertminderung. Der Markt straft solche Fahrzeuge meist auch dann ab, wenn ein Unfall sachgemäss repariert und somit keinen Einfluss mehr auf die Funktionalität des Fahrzeugs hat.
28. September 201510 J. JKausDU da hast du völlig recht aber es spiel schon eine Rolle ob man ein Auto um 30k€ oder 3k€ kauft. Die jetzt angebotenen C6 gehen deutlich in die Richtung von 3k€ und da ist so ein Betrug dann nicht mehr so relevant, weder für den Anbieter noch für den Käufer der da eh selbser schrauben wird.
28. September 201510 J. JKausDU da hast du völlig recht aber es spiel schon eine Rolle ob man ein Auto um 30k€ oder 3k€ kauft. Die jetzt angebotenen C6 gehen deutlich in die Richtung von 3k€ und da ist so ein Betrug dann nicht mehr so relevant, weder für den Anbieter noch für den Käufer der da eh selbser schrauben wird. Du meinst "Für n Appel und en Ei?" na, nix wie her damit. da nehm ich gleich 2 davon :-)
28. September 201510 J. Auch bei meinem DS5 habe ich beim Kauf letztes Jahr sehr ähnliche Erfahrungen gemacht und viel dabei gelernt: traue keinen Händler, größerer Händler= größerer Gauner., Mein DS5Hybrid stand bei einem sehr großen VW/Audi/Skoda Händler im Südost-Bayern, 1.5 Jahre alt und gerade mal 2800 km auf der Uhr. Das Fahrzeug wurde als Unfallfrei angepriesen. Der Preis mit 26900.-(NP 46000.-) war schon sehr verlockend. Bei Besichtigung machte das Fahrzeug einen Top Eindruck , ich habe lediglich versucht zu überprüfen ob der km-Stand glaubhaft zum Gesamtbild des Autos passt, sogar die DOT Nummer der Reifen geprüft.Hier hat , wie sich auch hinterher bei Nachfrage beim Freundlichen ergab auch alles gestimmt. Das Auto hatte keinerlei dellen oder kratzer, im Lack waren keinerlei Farbunterschiede erkennbar. Nach zähen Verhandlungen waren wir bei 26600,- stehen geblieben( Der Händler hatte nur einen Tag zuvor das Auto von 27400,- auf 26900.- herabgesetzt). Bei der Vertragsunterzeichnung war dann ein Anhang hinzugefügt(Sachmängel:Stossfänger vorne und Kotflügel links nachlackiert). Nach einem Adrenalinstoss und der Normalisierung meiner Herzfrequenz habe ich nachgefragt, was das soll- es handele sich lediglich um einen Parkschaden. Ein Lackschichtstärkenprotokoll wurde mitgeliefert(nichts aus der Norm). Obwohl ich mich natürlich etwas angefressen war, hab ich aufgrund des guten Preises die Angelegenheit so akzeptiert. Ein Bekannter von mir Lackierer und Spenglermeister hat den Wagen dann nochmal genau inspiziert und alles für gut befunden. Auch der Anwalt meines Vertrauen hat den Sachverhalt, nicht zuletzt wegen des gezahlten Preises, relativiert. Über den exakten Umfang des Schadens habe ich über Citroen leider nichts rausbekommen, da der Schaden offenbar irgendwo anders behoben wurde. Letztendlich habe ich dann doch noch mal einige Hundert euro vom Händler zurückbekommen, wegen fehlerhafter Ausstattungsangaben, allerdings erst nach Zuhilfenahme der Rechtsschutzversicherung. Was habe ich gelernt: Traue nie den Angaben in einer Anzeige, wenn Unfallfrei angegeben ist, frag trotzdem nach Unfallschäden oder Nachlackierungen. Stimmen angegebene Ausstattungslinien und Ausstattungen tatsächlich? Beste Grüße
28. September 201510 J. Der Stossfänger und der Kotflügel sind keine tragenden Karrosserieteile, welche eine Preisminderung rechtfertigen. Der Unfall hätte aber angegeben werden müssen. In der Schweiz könnte man so sogar als "unfallfrei" verkaufen. Der Händler wollte keinen Ärger haben, da er den Vorgang verschwiegen hat. Nicht sehr klug, um es mal diplomatisch auszudrücken. Beim Sicherheitsgurt gab es früher auch Angaben betr. Produktionszeitraum. Da konnte manche "fehlerhafte Verkäuferangabe berichtigt" werden.
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