10. Januar 201610 J. Hi Freunde, als ich am Vormittag wegfahren wollte, ging beim Starten gar nichts mehr: Beim Startversuch klackt zwar der Magnetschalter, aber die Spannung bricht komplett zusammen (Zeiger im Kombiinstrument zucken wild) und der Anlasser dreht nicht. Starthilfe brachte nichts, anschieben geht nicht wegen Automatik. Vorhin war der ADAC hier. Seine Starthilfe brachte genauso wenig, er tippt deshalb auf einen kaputten Anlasser mit verschlissenen Kohlen. (Er meinte noch, dass eine Fachwerkstatt direkt am Anlasserkabel den Spannungsabfall messen könnte, wegen der schlechten Zugänglichkeit würde man aber eigentlich gleich den Anlasser wechseln.) Zur Vorgeschichte: Ich hatte in letzter Zeit öfters so ein schwaches und auch verzögertes Anlaufen des Anlassers. Deshalb hab ich nach Kontaktschwierigkeiten gesucht und das dicke Anlasserkabel ausgebaut. Das sah alles noch gut aus, aber es gibt eine Steckverbindung im dünnen Kabel, das zum Magnetschalter führt, die tatsächlich Kontaktschwierigkeiten (Grünspan) hatte. Dieser Stecker sitzt ganz unten vor dem Klimakompressor an exponierter Stelle. Nachdem ich diesen Kontakt bearbeitet hatte, startete der Anlasser wieder spontan und zuverlässig, aber jetzt ist das Problem eben wieder da. Ich war allerdings noch nicht am Hauptmassekabel, das ist auch gar nicht so schnell freizulegen. Das könnte doch auch die Ursache sein, dass trotz geschlossenem Magnetschalter nicht genug Saft am Anlasser ankommt, oder? Also was ist wahrscheinlicher, Massekabel/sonstige Kontaktschwierigkeiten oder der Anlasser selbst? Das Massekabel bei Wind und Wetter auf der Straße auszubauen ist schon nicht so toll. Aber den Anlasser auf der Straße unter dem Auto herauszuoperieren noch viel unangenehmer. Bearbeitet (10. Januar 201610 J. von Juergen_)
10. Januar 201610 J. Minuspol mal mit Überbrückungskabel mit dem Motorblock oder Massepunkt der Karrosse verbunden? Bearbeitet (10. Januar 201610 J. von Silvercork)
10. Januar 201610 J. Hallo Juergen! ich tippe auch mal auf schlechte Masseverbindung. Wenn die Spannung auch an den Instrumenten zusammenbricht, kann der Steckkontakt oder die Verbindung am Anlasser eigentlich nicht Ursache sein. Ich wuerde beide Kontakte an der Batterie mal reinigen, mit etwas Polfett (saeurefest) beschmieren, weit aufschieben und erneut festschrauben. Die Verbindung des Massekabels zur Karosserie, Motor/Getriebeblock, auch mal loesen, reinigen und mit etwas Fett wieder anziehen. Alternativ koennte natuerlich auch die Batterie einfach fertig sein. Hast Du ein Messgeraet? Spannung sollte an einer geladen Batterie ueber 13V sein. Beim Startvorgang sollte die Spannung an den Batteriepolen nicht unter 10 V sinken. Bearbeitet (10. Januar 201610 J. von MatthiasM)
10. Januar 201610 J. du musst einfach mal die 3 spanungen messen + Batterie mindestens 12,8 volt dann beim starten messen , mindestens 10 volt dann dicker plus am anlasser sollte alles da sein, am anlasser dickes plus und das dünne kabel überbrücken(mit Schraubenzieher) wenn er dann nicht anspringt oder klackert, anlasser defekt. Bearbeitet (10. Januar 201610 J. von uwekolb)
10. Januar 201610 J. vor einer Stunde, MatthiasM sagte: Spannung sollte an einer geladen Batterie ueber 13V sein. Hallo Matthias, wenn eine Starterbatterie mehr als 12,8 V "vorgaukelt", dann ist sie defekt.
10. Januar 201610 J. vor 5 Minuten, Wurzelsepp sagte: Hallo Matthias, wenn eine Starterbatterie mehr als 12,8 V "vorgaukelt", dann ist sie defekt. Ja, die "Ruhespannung", die sich nach 1-2h einstellt liegt unter 13V, (nominell 12,7?), direkt nach dem Laden, auch ohne anliegende Ladespannung, aber ueber 13V.
10. Januar 201610 J. Hast du einen Automatik? Da gibts doch noch den Anlassschalter des Getriebes der ein Anlassen bei eingelegter Fahrstufe verhindert und der sehr oft spinnt......
10. Januar 201610 J. vor 19 Minuten, guzzimk sagte: Hast du einen Automatik? Da gibts doch noch den Anlassschalter des Getriebes der ein Anlassen bei eingelegter Fahrstufe verhindert und der sehr oft spinnt...... Dann würde der Magnetschalter nicht klacken und die Spannung zusammenbrechen.
10. Januar 201610 J. ....wenn Du die Pole gesäubert hast und auch die Klemmen von innen geputzt dann schraub sie wieder fest und kannst dann wenn Du möchtest Polfett auf die bereits angeschraubten Klemmen packen,aber nicht vorher. Gruß
10. Januar 201610 J. Hallo Jürgen, nachdem mein Tip funktioniert hat,......damals... Seh dir die Polklemmen an der Batterie im abgenommenen Zustand an der Auflagefläche zum Pol genau an. Die reissen oft und es ist schlecht zu finden. Eventuelles äußerlich angebrachtes Fett bitte rst, wenn er wieder läuft. Wenn du irgendwie an den Anlasser rankommst, dann geb mal ein paar Hammerschläge auf den Magnetschalter, während jemand anderes den Zündschlüssel dreht. Aber Vorsicht, nicht das die Kiste wegen fälschlicherweise doch eingelegter Fahrstufe doch plötzlich einen Satz nach vorne oder hinten macht. Vorher den Wählhebel ein paar mal mit Schwung komplett durchziehen. Vielleicht reicht das schon, falls es daran liegt. Bearbeitet (10. Januar 201610 J. von Wurzelsepp)
10. Januar 201610 J. Ersteller Also Leute, danke für Eure Tipps! Ein morsches Massekabel ist es auch nicht, das konnte ich durch direkte Verbindung des Batterieminuspols mit dem Motorblock ausschließen, nach Silvercorks Tipp. Zu Mathias' Tipps: Schlechter Kontakt an den Batteriepolen, eine "einfach fertige" Batterie hatte ich ja bereits ausgeschlossen, indem ich Starthilfe mit guter Batterie selber und durch den ADAC versucht habe. (Dabei klemme ich eigentlich immer das Minuskabel gleich irgendwo an den Motorblock und das Pluskabel hatte ich schon direkt mit dem vorher bereits überprüften Hauptpluskabel im Auto verbunden. Damit sind auch die Batteriepole als Schwachstelle außen vor.) Messen mit dem Multimeter musste ich auch nicht mehr, denn ich wusste ja, dass die (Ersatz-)Batterie gut war und die Spannung beim Schlüsseldreh trotzdem komplett zusammenbrach. Zu Uwes Tipp: Ja, ich hab auch das dünne Kabel am Magnetschalter überbrückt, Das schafft man aber am V6 nicht mit dem Schraubenzieher am Anlasser, ohne einen Kurzschluss zu machen. Viel eleganter ging das an der erwähnten Steckverbindung vor dem Klimakompressor. Aber auch da: Deutliches Klacken des Magnetschalters, aber kein Drehen des Motors! Also hab ich doch den Anlasser ausgebaut. Nachdem das Auto endlich mal angehoben war (so wie er stand, passte zunächst kein Wagenheber drunter - grrr), ging das erstaunlich flott, Ich war da ja kürzlich schon an dem Hitzeschutzblech und allen Kontakten des Anlasserkabels zugange. Dann noch den Ölfilter rausgedreht, drei Schrauben gelöst und der Anlasser konnte problemlos unter dem Krümmer herausgeschwenkt werden. (Der ADAC-Mann unkte noch, ohne Bühne ginge da nix, weil der Krümmer raus müsse. :)) Zu meinen Erstaunen sahen aber die Kohlebürsten und ihre Laufbahnen noch erstaunlich gut aus, zumal für die 320.000 km Laufleistung. Die Kohlen sind noch ausreichend lang, nicht eingelaufen und haben noch guten Anpressdruck. Als ich dann die Gegenseite öffnete, sah ich diese Bescherung: Alles verdreckt und zugesetzt, auch mit Kupferspänen Da liegen lose Trümmer drin, der Rest ist aber festgebacken, festgeschmort! (Sorry, das sind Handyfotos.) Also hatte der ADAC-Mann mit seiner Vermutung doch Recht und ich brauche einen neuen Anlasser. Danke fürs Mitdenken! Bearbeitet (10. Januar 201610 J. von Juergen_)
10. Januar 201610 J. Hallo Jürgen, habe noch einen alten Anlasser für den ZPJ-V6 (200Tkm), alt aber läuft, Interesse? (Passt der bei dir überhaupt?) LG Markus
10. Januar 201610 J. Ähnliche Symptome wie im Ausgangspost hatte ich vor langer Zeit auch mal an einem CX Prestige. Ich habe dann damals den Anlasser gewechselt und für mich die Diagnose "Kohlen abgenutzt" akzeptiert, den Anlasser aber nicht demontiert. Umso wertvoller ist die hier vorgenommene tiefergehende Ursachenforschung : Danke für die Erleuchtung, Jürgen ! mfg Klaus
10. Januar 201610 J. Und hier liegt noch ein Anlasser vom 190 Ps V6 falls Interesse besteht. Aus nem Motor mit knapp 180.000 Kilometern Laufleistung.
10. Januar 201610 J. Interessant, daher wohl auch das Zucken der Zeiger im Cockpit, da hat´s scheinbar einen schönen Kurzen im Anlasser gegeben. Der Anlasser ist quasi ein Unikat, es passen allerdings auch die der C5 und C6 mit ES9... Motor, auch wenn die Außenabmessungen verschieden sind.
10. Januar 201610 J. Es gibt beim Xantia kaum einen Anlasser, der sich schöner wechseln lässt, als beim V6. Ich habe mir das neulich aus aktuellem Anlass mal bei meinem TCT angesehen. Der Anlasser selber lässt sich wahrscheinlich gut lösen, aber um ihn dann aus dem Motorraum heraus zu bekommen, wird es fummelig.
15. Januar 201610 J. Ersteller Schlussmeldung: Seit gestern bin ich mit dem Xanterl wieder mobil. "berndjetztmitxm" hat mir sehr freundlich und schnell mit einem Austauschanlasser aus der Patsche geholfen. Zur Montage: Günni hat zwar Recht, dass sich der Anlasser im Prinzip sehr schön wechseln lässt. Wenn das Auto aber immobil über dem Rinnstein abgesunken ist und man trotz div. Wagenheber-Aktionen kaum den Platz hat, unter dem Auto die Unterarme mal zu drehen, und wenn es dazu schneit und regnet, dann ist das schon eine kleine Herausforderung. (Schließlich war der Ölfilter auch draußen und man will ja nicht zu viel Sauerei veranstalten...) Ich muss morgen noch in Ruhe das kleine Hitzeschutzblech zwischen Anlasser und Auspuffkrümmer wieder montieren, dafür war ich nicht mehr gelenkig genug. So ein neuer oder überholter Anlasser zieht dann übrigens viel schneller und kräftiger den Motor durch. Ich hatte mich im Laufe der Zeit schon daran gewöhnt, dass der Motor manchmal nicht spontan angesprungen ist. Man gewöhnt sich eben auch an ein verändertes, langsameres Anlassergeräusch. Außerdem hat der schleichende Kurzschluss im Anlasser wohl bei jedem Start die Batterie ordentlich geschwächt, auch das scheint jetzt vorbei zu sein. Bearbeitet (15. Januar 201610 J. von Juergen_)
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