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Vor 95 Jahren: "Plaques Citroën"

Hervorgehobene Antworten

Vor 95 Jahren, am 20. Februar 1921, startete Firmengründer André Citroën ein aufwändiges Projekt, um die bis zu diesem Zeitpunkt unzureichende Straßenbeschilderung in Frankreich zu verbessern: Er stiftete in ganz Frankreich sogenannte „Plaques Citroën“, die im Straßenverkehr als Hinweis- und Gefahrenschilder dienten. Die zunächst achteckig, später oval geformten Blechschilder verfügten über den Zusatz „Don de Citroën“ (auf deutsch: „gestiftet von Citroën“).
Die rasant steigende Anzahl an Automobilen im Straßenverkehr bei zugleich unzureichender Beschilderung, verbunden mit immer häufiger auftretenden Unfällen, brachten André Citroën auf die Idee, Verkehrsschilder zu spenden und somit für mehr Ordnung im Straßenverkehr zu sorgen.
Dass die „Plaques Citroën“ zugleich als Werbetafeln für die Marke mit dem Doppelwinkel dienten, belegt die Kreativität und Innovationskraft, mit der Firmengründer André Citroën auch in Sachen Werbung zu überraschen wusste.
In den 1920er und 30er Jahren folgte in Frankreich ein wahres Wettrennen unter den Automobilherstellern und Zuliefererbetrieben: Jedes Unternehmen wollte möglichst viele Verkehrsschilder produzieren und stiften, um eine möglichst hohe Präsenz im Straßenverkehr zu gewährleisten – ein Wettstreit, den Citroën eindeutig für sich entscheiden konnte. Bis 1937 waren über 165.000 „Plaques Citroën“ an Frankreichs Straßen sowie in den damaligen algerischen Departements zu sehen.
Auch in Deutschland wurden in den Vorkriegsjahren die heute noch als Sammlerstücke begehrten „Plaques Citroën“ aufgestellt: Eine Aufnahme der Hohenzollernbrücke aus dem Jahr 1928 (großes Bild siehe Besonderes bei Citroën im Bereich History in www.acc-intern.de ) zeigt, dass die viel befahrene Brücke im Herzen Kölns ebenfalls komplett mit achteckigen Citroën Schildern versehen war.

Die Idee der gesponsorten Straßenbeschilderung wurde erstmals 1908 von Mors in die Tat umgesetzt. Wer sich ein wenig mit der Geschichte von André Citroën befasst hat, weiss von der sehr engen Verbindung zwischen AC und Mors. Inwieweit es letztendlich die Idee von André Citroën war, Straßenschilder mit dem Firmennamen aufzustellen, ist nicht deutlich.

Dass Citroën "den Wettstreit im Aufstellen der Straßenschilder " für sich entschieden hat, lag auch an der Tatsache, dass das französische Innenministerium Regeln aufgestellt hat. Citroën durfte danach die innerörtliche Beschilderung vornehmen (welche sicher die Wichtigste war), Michelin durfte die außerörtliche Beschilderung an Kreuzungen usw. vornehmen, Renault durfte nur an Ortseingängen Schilder aufstellen. Später wurde auch Peugeot und Dunlop erlaubt, Beschilderungen vorzunehmen.

  • 2 Wochen später...

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