19. Juni 20251 J. Während sich die reale Welt verfinstert, sucht man in der digitalen nach Erleuchtungen. Wehe, wenn einer jeden Tag seine Fackel der Erkenntnis - sie brennt nur wegen des Pechs - gefunden hat und davon jeden Tag erzählt. Die Genervten holen ihren alten Fernseher aus dem Keller, sammeln und klammern sich vor dem immergleichen Karussell der Tagesschau. Bearbeitet (19. Juni 20251 J. von Steinkult)
19. Juni 20251 J. Neues von der Bundestagsverwaltung oder eine ganz leichte Verschiebung der Neutralitätspflicht : Zitat SPD-Abgeordnete kritisieren Absage aus dem Bundestag an CSD Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion haben Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) aufgefordert, eine Teilnahme der queeren Gruppe der Bundestagsverwaltung am diesjährigen Berliner Christopher Street Day zu ermöglichen. In einem Brief der sechs Abgeordneten an Klöckner und den Direktor beim Deutschen Bundestag, heißt es, dass dies von der Hausleitung untersagt worden sei, habe man „mit großem Befremden“ zur Kenntnis genommen. „Wir halten dies für ein falsches und in der aktuellen gesellschaftlichen Lage leider auch fatales Signal“, heißt es in dem Brief, den Sonja Eichwede, Carmen Wegge, Dagmar Schmidt, Sebastian Fiedler, Falko Droßmann und Jasmina Hostert unterzeichnet haben. Eichwede und Schmidt sind stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Wegge ist rechtspolitische Sprecherin, Fiedler Sprecher für Inneres. Hostert ist Sprecherin für Bildung und Familie, Droßmann für Queerpolitik. Der Berliner CSD e.V. hatte mitgeteilt, das Regenbogennetzwerk des Bundestags sei 2023 und 2024 dabei gewesen. Nun habe die geplante Fußgruppe auf Weisung der Verwaltungsspitze zurückgezogen. Nach Angaben des Parlaments hatte der Direktor beim Deutschen Bundestag die Entscheidung getroffen, „dass die Bundestagsverwaltung als solche, insbesondere aufgrund der gebotenen Neutralitätspflicht, nicht an politischen Demonstrationen und öffentlichen Versammlungen teilnimmt“. Einzelnen Beschäftigten stehe die Teilnahme am CSD jedoch frei. Der CSD wird im Sommer in vielen Städten begangen. Er erinnert vom Namen her an Aufstände der queeren Community in der Christopher Street in New York von 1969. Er steht für die Gleichstellung queerer Menschen. Die Parade in Berlin ist für den 26. Juli geplant. https://www.sueddeutsche.de/politik/bundesregierung-liveblog-news-kritik-merz-aeusserungen-die-linke-li.3270219
19. Juni 20251 J. und dazu passend noch ein aktueller Lesevorschlag: Zitat Rechtsextremismus Brutal jung Sie kommen maskiert und mit Schlaghandschuhen, greifen Stadtfeste, Homosexuelle und Politiker an: Rechtsextreme Schlägerbanden agieren so schnell wie gewalttätig. Ihre Mitglieder sind jung, vernetzt und flexibel im Feindbild. Die Schläger kamen kurz vor Mittag. 40 bis 50 Menschen hatten sich da bereits auf dem Marktplatz im brandenburgischen Bad Freienwalde versammelt. Männer, Frauen, Kinder. Es gab Kaffee und Kuchen, an einem Stand konnte man Graffitis sprayen, an einem anderen die Kinder schminken lassen. Die Initiative „Bad Freienwalde ist bunt“ hatte zum Sommerfest eingeladen. Ein paar Minuten noch, dann sollte es an diesem Sonntag losgehen. Doch stattdessen wurden die Teilnehmer attackiert. Wie aus dem Nichts tauchte rund ein Dutzend Vermummter auf, nach Berichten von Augenzeugen waren einige von ihnen mit Holzlatten bewaffnet, andere sollen Quarzsandhandschuhe getragen haben. Damit wird die Wucht eines Schlages verstärkt. Mindestens zwei Männer seien im Gesicht verletzt worden, bilanzierte die Polizei später. Die Angreifer seien sehr sportlich gewesen, vermutlich Jugendliche. Sie verschwanden so schnell, wie sie gekommen waren. Der Überfall vom Sonntag passt in ein Muster, das Polizei und Verfassungsschutz seit mindestens eineinhalb Jahren beobachten: Sehr junge Männer, rechtsextrem und gewalttätig, mobilisieren gegen alles, was ihnen zu links, zu vielfältig oder auch nur queer erscheint. Sei es eine Kneipe in Berlin-Friedrichshain, die kürzlich angegriffen wurde, oder ein Wahlkämpfer für die SPD, der im vergangenen Winter in Berlin von jungen Neonazis zusammengetreten wurde. Eine lange Liste von Angriffen Im Fall von Bad Freienwalde soll es nach Informationen des RBB einen ersten Tatverdächtigen geben: einen Mann Anfang zwanzig, der bereits mehrfach Veranstaltungen wie die am Sonntag gestört haben soll. Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) will sich dazu aus ermittlungstaktischen Gründen vorerst nicht äußern. Lorenz Blumenthaler, der sich bei der Amadeu-Antonio-Stiftung mit Rechtsextremismus befasst, hat jedenfalls keinen Zweifel, woher die Attacke vom Sonntag rührt: „Der Angriff in Bad Freienwalde zeigt eben noch mal sehr genau, dass sich Rechtsextreme gerade total im Aufwind fühlen.“ In der Stadt nahe der polnischen Grenze erhielt die rechtsextremistische AfD bei der Bundestagswahl 40 Prozent. Bad Freienwalde gilt außerdem als Treffpunkt der rechtsradikalen Szene. ......... https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/rechtsextremismus-jugendliche-angriff-csd-vielfalt-links-e694392/
19. Juni 20251 J. vor 10 Stunden schrieb Karl Hunsche: Nein zur Fehlprägung des Kindes. Zur Trennung wahrscheinlich auch nicht denn die Mutter hätte sich dann ja nicht wie in einer falle gefühlt. Du hast also mit der Mutter kommuniziert, um diese "Fallen"aussage zu treffen !
19. Juni 20251 J. Am 13.6.2025 um 18:54 schrieb silvester31: Du fällst auch auf schlecht gemachte KI Beiträge rein.... Hier bist Du reingefallen. Das verlinkte Video ist nicht Ki generiert.
19. Juni 20251 J. https://www.spiegel.de/panorama/justiz/photovoltaik-betrug-mit-solaranlagen-trifft-zahlreiche-verbraucher-spiegel-tv-a-ea1f848a-6e7d-4d83-a8ba-f89edda70dbe
20. Juni 20251 J. War im Spiegel 1988.Gefunden als Link in "Zeit online".Ich fand das Interview sehr interessant und es passt auch ins Jahr 2025. https://www.spiegel.de/kultur/wir-werden-von-steinzeitmenschen-regiert-spiegel-gespraech-mit-a-1f0255cd-0002-0001-0000-000013530460?sara_ref=re-xx-cp-sh Wir werden von Steinzeitmenschen regiert« SPIEGEL-Gespräch mit dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz über die Zukunft der Menschheit
20. Juni 20251 J. Zitat: Radioaktive Abfälle Hunderttausende Tonnen Atommüll: Suche nach Fässern im Atlantik beginnt Französische Forscherinnen und Forscher beginnen die Suche nach Atommüll-Fässern im Atlantischen Ozean Im Nordostatlantik wurden zwischen den 1950er und 1980er Jahren schätzungsweise 222.732 Fässer mit etwa 114.726 Tonnen Atommüll versenkt. Diese wurden von neun verschiedenen Staaten, darunter auch Deutschland, an 15 Stellen im Meer entsorgt. Die Fässer waren nicht dafür ausgelegt, die radioaktiven Stoffe dauerhaft einzuschließen, und Experten vermuten, dass viele von ihnen bis heute nicht gefunden wurden.
20. Juni 20251 J. 57 minutes ago, Karl Hunsche said: Zitat: Zitieren kann ich auch: Quote [...] In der Regel wird ein Zitat durch eine Quellenangabe oder einen Literaturnachweis belegt, indem sein Autor und die genaue Textstelle genannt werden. [...] https://de.wikipedia.org/wiki/Zitat
21. Juni 20251 J. Ersteller Wenn es fehlt: Bild-Zeitung. ......Aber in allen anderen steht es auch! ......oder so aehnlich. Bearbeitet (21. Juni 20251 J. von MatthiasM)
21. Juni 20251 J. vor 10 Stunden schrieb schwinge: Zitieren ... Quellenangabe ... Aus dem Gedächtnis und nicht unabhängig verifizierbar: Etwa 11-12 jähriges Mädchen im Warteraum. Auf einem Bildschirm läuft ohne Ton der Welt Nachrichtensender. Die Moderatoren, Experten, Politiker im Bild bewegen stumm die Lippen und sind auf ihre Physiognomie reduziert (Stegner! Sofort ein Seminar zur Außenwirkung belegen). Zwischendurch Bilder von zerbombten und brennenden Häusern, Starts und Landungen auf einem Flugzeugträger, fahrende Ambulanzen und ähnliches. Unten rechts der Börsenticker, in der Mitte läuft das Nachrichtenband, gerade ... Bildungsministerin Prien fordert Handyverbot für Schüler ... Ihr empörter Kommentar zur Erwachsenenwelt: "Joaah* ... Handys verbieten aber Krieg ist erlaubt." (* soweit man den Ton in Buchstaben fassen kann)
21. Juni 20251 J. 5 hours ago, magoo said: Ihr empörter Kommentar zur Erwachsenenwelt: "Joaah* ... Handys verbieten aber Krieg ist erlaubt." Laut diesem Zettel hier ist Krieg nicht erlaubt: https://unric.org/de/charta/ So wie es im Sandkasten nicht erlaubt ist, dem anderen Kind die Plastikschaufel über die Rübe zu ziehen. Kinder und Erwachsene sind beide gut darin, Rechtfertigungen zu (er-)finden. Darauf könnte sogar eine 11-jährige kommen. "Der hat Massenvernichtungswaffen!" "Der hat mir meinen Sandkuchen plattgetreten!" "Der will Atombomben bauen!" Oder oder oder. Übrigens, Nachrichten ohne Ton sind zwar besser als zwar Nachrichten mit Ton, aber warum die Leute im Warteraum nicht mit was entspannenderem? Eine Hummel, wie sie über eine Blumenwiese bummelt, von Blüte zu Blüte. Im Hintergrund ein paar Kühe, mit diesen bimmelnden Blechglocken am Hals. Kling, Klong. Ein klares, rauschendes Bachilein. Niemand interessiert sich dafür nicht wer grade wen totschießen will, oder welche Aktien steigen oder sinken. Selbst das Wetter kann man sich heute nicht mehr angucken. Wir verbrennen, ertrinken, ersticken, erfrieren andauernd. Angeblich. Ich guck Kai Zorn Wetter (keine Werbung, nur ne Empfehlung). Quote [...] Wie aus dem »Reuters Institute Digital News Report 2025« hervorgeht, sind in Deutschland noch nie so viele Menschen ganz bewusst Nachrichten aus dem Weg gegangen wie in diesem Jahr. [...] In der Umfrage haben 71 Prozent der erwachsenen Nutzerinnen und Nutzer des Internets angegeben, dass sie mindestens gelegentlich aktiv die Nachrichten vermeiden. [...] Das mit Abstand wichtigste Motiv der Nachrichtenvermeidung stellen demnach die negativen Auswirkungen der Nachrichten auf die eigene Stimmung (48 Prozent) dar. 39 Prozent der Menschen, die Nachrichten vermeiden, geben an, dass zu viel über Kriege und Konflikte berichtet wird und dass sie von der Menge an Nachrichten erschöpft sind. [...] https://www.spiegel.de/kultur/studie-zur-mediennutzung-mehr-als-zwei-drittel-meiden-nachrichten-a-86e33042-2193-4abc-9fac-32c856da8712 Bearbeitet (21. Juni 20251 J. von schwinge)
21. Juni 20251 J. vor 55 Minuten schrieb schwinge: Übrigens, Nachrichten ohne Ton sind zwar besser als zwar Nachrichten mit Ton, aber warum die Leute im Warteraum nicht mit was entspannenderem? Eine Hummel, wie sie über eine Blumenwiese bummelt, von Blüte zu Blüte. Find erstmal eine Hummel. Seit gestern bin ich bei der Hummelzählchallenge, noch nichts vor die Linse bekommen. FunFact: Die einzige Hummel seit zwei Tagen hat mir heute vormittag eine grüne Bundestagsabgeordnete verscheucht. Immer diese Grünen. Gestern abend Spaziergang zum Dorfweiher tümpel (war ja kaum noch Wasser drin), drei einsame Frösche waren am quaken und ein trauriges Glühwürmchen auf Brautschau. Schon echt frustrierend. p.s: Falls wer mitmachen will, zur Hummel-Challenge gehts hier: https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/hummel-challenge Bearbeitet (21. Juni 20251 J. von SeppCx)
21. Juni 20251 J. 13 minutes ago, SeppCx said: Find erstmal eine Hummel. [...] Hummeln kannst du bei mir zählen kommen, Sepp. Im Garten allein zwei Erdnester. Und eins in der Nähe vom Gewächshaus. Vielleicht auch mehr, ich hab viele "wilde Ecken". Wo Lebensräume vorhanden sind (oder geschaffen wurden), werden diese auch genutzt. Weißt du sicher, ich schreibs aber trotzdem: Man muss auch wissen, wo und wann das Viecherzeugs unterwegs ist. Erst recht, wenn man es fotographisch dokumentieren zu gedenkt. Um acht bei meiner morgendlichen Kontrollrunde fliegen sie zB auf dem Klatschmohn rum. Tagsüber seh ich zwar auch Ab- und Anflüge am Nest, da sammeln sie aber woanders.
21. Juni 20251 J. Wer hätte es gedacht. Mehr Mikroplastik in Glasflaschen Getränke aus Glasflaschen können mehr Mikroplastik enthalten als Getränke aus Plastikflaschen. Das ist das überraschende Ergebnis einer Doktorarbeit, welche die französische Behörde für Lebensmittelsicherheit vorgestellt hat. Die Partikel in den Glasflaschen stammen demnach zumeist von der Farbe auf den Kronkorken. Den Ergebnissen zufolge sind in Getränken, die in Glasflaschen angeboten werden, im Schnitt etwa 100 Partikel Mikroplastik enthalten. Dies sind fünf bis 50 Mal mehr als in Getränken in Plastikflaschn oder Metalldosen. https://www.n-tv.de/wissen/Studie-Mehr-Mikroplastik-in-Glasflaschen-als-in-Plastikflaschen-article25848646.html Bearbeitet (21. Juni 20251 J. von Ronald)
22. Juni 20251 J. Zitat Bauernhof, das ist Idyll. Zumindest in einigen Sendungen des NDR. Der öffentlich-rechtliche Sender ist in jüngster Vergangenheit immer wieder durch einseitige Berichte über die Landwirtschaft aufgefallen – und zwar zugunsten des Bauernverbandes und nach rechts tendierender Landwirte. Vorläufiger Höhepunkt ist die zweite Folge des gemeinsam mit dem BR produzierten Formats „Klar“. Sie kann als Werbung für die AfD interpretiert werden. Zitat Die 45-minütige Reportage stammt von einem Team um die Focus-online-Kolumnistin Julia Ruhs, die bekannt wurde auch durch ihre Kritik an „queeren Gaga-Workshops“ oder „woken“ Stellen im Koalitionsvertrag. Die „Klar“-Folge „Der Frust der Bauern“ hätte ähnlich unausgewogen und unkritisch gegenüber der AfD auch bei rechtspopulistischen Sendern wie Nius oder Auf1 laufen können. Zitat Gleich in der ersten Minute bekennt der schleswig-holsteinische Milchbauer Thomas Schneekloth, er habe bei der Bundestagswahl im Februar für die rechtsradikale Partei gestimmt. Danach folgen etliche Minuten Klagen: dass die CDU nach links gerutscht sei, dass die Bauern so viel für die Umwelt leisten müssten, um EU-Agrarsubventionen zu bekommen, dass viele Höfe gefährdet seien. Zitat Auch Landwirte kritisieren dieses journalistische Niveau im Umgang mit Schneekloths Äußerungen. „Die ARD-Sendung unterzieht seine Entscheidung keiner kritischen Betrachtung. Es entsteht der fatale Eindruck, die AfD sei eine legitime Antwort auf agrarpolitische Missstände“, schreibt die Milchbäuerin Kirsten Wosnitza in ihrem Blog. Zitat Für Ottmar Ilchmann, den niedersächsischen Landesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, die kleine und mittlere Höfe vertritt, war die „Klar“-Episode „unterirdisch“. Der Landwirt sieht sie als Teil eines Trends. „Früher hat der NDR auch sehr kritisch berichtet“, erinnert er sich. Nun sei er „insgesamt sehr unkritisch“ geworden. „Es ist krass, wie sehr der NDR jetzt auf Bauernverbandslinie eingeschwenkt ist.“ https://taz.de/Wie-der-NDR-ueber-Bauern-berichtet/!6094183/
22. Juni 20251 J. vor 22 Stunden schrieb schwinge: Kinder und Erwachsene sind beide gut darin, Rechtfertigungen zu (er-)finden. Darauf könnte sogar eine 11-jährige kommen. "Der hat Massenvernichtungswaffen!" "Der hat mir meinen Sandkuchen plattgetreten!" Kann man so sehen. Heißt im Umkehrschluss, dass der Mensch einfach nicht über sein Sandkasten Stadium hinaus kommt. Her mit dem Eimerchen sonst gibts was mit dem Schüppchen ... Beschreibt die Weltlage ja auch recht gut. Andererseits: Die geschätzt 20 Bienchen aus dem benachbarten Klostergarten summen friedlich durch den blühenden Lavendel ohne sich an der Einzelhummel zu stören. Ist halt genug Lavendel für alle da ... Bearbeitet (22. Juni 20251 J. von magoo)
22. Juni 20251 J. Zitat Und auch wer Fast Food isst, hat mehr Schadstoffe, nämlich Pestizide im Blut, als derjenige, der sich von Bio-Nahrungsmitteln ernährt. https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/chemikalien-koerper-104.html
23. Juni 20251 J. 826.000 «Aufstocker»: Staat zahlt sieben Milliarden Euro Zitat Wer zu wenig verdient, kann zusätzlich Bürgergeld bekommen. Erstmals seit Jahren steigt die Zahl der Betroffenen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung hervorgeht. Politisch ist das brisant. Der Staat hat nach Regierungsangaben im vergangenen Jahr rund 826.000 Erwerbstätigen zusätzlich Bürgergeld gezahlt, weil ihr Einkommen nicht zum Leben reichte. Die Kosten lagen bei rund sieben Milliarden Euro. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Cem Ince hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach ist die Zahl der sogenannten Aufstocker erstmals seit 2015 wieder gestiegen. Damals wurde in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn eingeführt, zunächst mit 8,50 Euro die Stunde. Danach sank die Zahl der Aufstocker von gut 1,2 Millionen kontinuierlich auf rund 796.000 Menschen im Jahr 2023. Für 2024 weist die Statistik nun erstmals wieder nach oben. Der Mindestlohn liegt inzwischen bei 12,82 Euro. Derzeit berät die Mindestlohnkommission über mögliche Erhöhungen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine Anhebung auf 15 Euro im Jahr 2026 als erreichbar und wünschbar bezeichnet. Die Arbeitgeber halten das für viel zu viel. «Trotz Arbeit auf staatliche Hilfe angewiesen» Der Linken-Abgeordnete Ince sieht die Zahlen zu Aufstockern als Argument für eine deutliche Erhöhung. «Es kann nicht sein, dass Hunderttausende trotz Arbeit auf staatliche Hilfe angewiesen sind», sagte er der dpa. «Wir unterstützen damit niedrige Löhne und halten die Ausbeutung der Arbeitskraft aufrecht, anstatt in Pflege- und Kitaplätze zu investieren, die vielen Menschen den Weg aus der Teilzeitfalle ermöglichen würden.» Die staatlichen Ausgaben für das ergänzende Bürgergeld wuchsen nach Angaben des Sozialministeriums von 6,19 Milliarden Euro 2023 auf 6,99 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Sogenannte Bedarfsgemeinschaften mit mindestens einem Aufstocker - also etwa Familien oder Paare - wurden 2024 mit insgesamt 11,61 Milliarden Euro vom Staat unterstützt, wie aus den Daten weiter hervorgeht. Aufstocker sehr oft Minijobber Aufstocker sind sehr oft Minijobber, wie die Bertelsmann Stiftung vor einigen Jahren in einer Studie schrieb. Knapp die Hälfte der erwerbstätigen Personen, die zusätzlich Bürgergeld bekommen, seien geringfügig beschäftigt. Rund zwei Drittel der Aufstocker haben einen weit unterdurchschnittlichen Lohn. https://live.vodafone.de/news/nachrichten/inland/826-000-aufstocker-staat-zahlt-sieben-milliarden-euro/13018793
23. Juni 20251 J. Zitat An ihre Ankunft im Klinikum Berlin-Buch erinnert Martina Blankenfeld sich noch gut. Eine Ärztin habe hinter einem Schreibtisch gesessen und Fragen gestellt, die sie nicht verstand. Wann hattest du das letzte Mal Geschlechtsverkehr? Wie heißt dein Freund? Hast du dich schon einmal selbst befriedigt? „Ich bin aus dem Staunen gar nicht mehr rausgekommen“, sagt Martina Blankenfeld heute. Während der Aufnahmeprozedur habe sie andere Patientinnen der Station gegen die vergitterte Tür trommeln hören, dazu hätten sie gesungen: „Wir haben Hunger, Hunger, Hunger, wir haben Durst!“ Zitat „Ich dachte, ich sei in der Klapse gelandet“, sagt Martina Blankenfeld heute. Die „Klapse“ kannte sie, ihre Mutter war dort oft. Aber Station 114 c ist keine Psychiatrie. Sie ist ein Spezifikum der DDR, über das bis heute wenig öffentlich bekannt ist. Auf geschlossene venerologische Stationen kamen Frauen und Mädchen ab 12 Jahren, denen unterstellt wurde, sie könnten sich eine Geschlechtskrankheit zugezogen haben. Venerologie nennt man die Lehre der sexuell übertragbaren Erkrankungen. Zitat Heute weiß man: Der Verdacht war vorgeschoben. Die wenigsten Patientinnen hatten tatsächlich eine Geschlechtskrankheit. Auch Martina Blankenfeld nicht. Zwangseingewiesen wurden Frauen, die als „asozial“ galten. Die DDR nannte sie: „Herumtreiberinnen“, „Bummelantinnen“ oder „Personen mit häufig wechselndem Geschlechtsverkehr“. Auf den geschlossenen venerologischen Stationen sollten sie politisch diszipliniert werden. https://taz.de/Zwangseinrichtungen-in-der-DDR/!6092705/ Zitat Damit überführte sie ein traditionelles und patriarchalisch geprägtes Frauenbild erfolgreich in die sozialistische Arbeitsgesellschaft. Frauen galten als Gefährderinnen und potenzielle Infektionsquelle, als hätten nicht ebenso Männer Frauen anstecken können. Es hat zwar auch Stationen gegeben in der DDR, auf denen Männer behandelt wurden, aber es waren keine geschlossenen Krankenstationen. Zitat „Was ich nie besessen habe, war Unbefangenheit“, sagt Martina Blankenfeld. „Außer in der Familie habe ich auch in der Schule oder im Kindergarten körperliche Übergriffe erlebt.“ Der Krankenhausaufenthalt reiht sich ein in eine Kette von Gewalterfahrungen. Wie erzählt man seinen Mitmenschen, Liebhabern, einem Sohn, dass man sexualisierte Gewalt erlebt hat? „Das war immer ein Teil von mir“, sagt Martina Blankenfeld, „ich habe das nie weggesteckt oder verdrängt. Ich kannte ja den Grund, warum sich manche Dinge bei mir umständlicher äußern oder warum ich keinen geradlinigen biografischen Bewerbungsbogen ausfüllen konnte.“
24. Juni 20251 J. Ersteller Leistung muss sich wieder lohnen: Zitat Superreiche in Deutschland werden noch superreicher Der Boom an den internationalen Aktienmärkten hat die Vermögen der Reichen und Superreichen im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Bei den weniger wohlhabenden Menschen sieht die Lage anders aus. https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/superreiche-in-deutschland-werden-noch-superreicher-a-99fad2be-6757-43a3-8f58-dbddc79ee27c
24. Juni 20251 J. Ihr müsst noch mehr Geld an die Börse bringen und im Internet bestellen dann wird die Situation bestimmt noch besser
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