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Zeitgeschehen

Hervorgehobene Antworten

vor einer Stunde schrieb ajkon1:

Wohnt RalphB im Osten?

Ja, nahe Kyritz an der Knatter (Brandenburg) Arbeit zumindest laut seinen Beiträgen in Berlin.

Bearbeitet ( von Ronald)

vor 51 Minuten schrieb Ronald:

Ja, nahe Kyritz an der Knatter (Brandenburg) Arbeit zumindest laut seinen Beiträgen in Berlin.

Du weist aber auch alles.Kyritz an der Knatter schöner Name.

  • Ersteller
vor 5 Stunden schrieb Ebby Zutt:

Frag mal einen Auweh 3 Schichtarbreiter ( mit Prämie & Zulagen, betrieblich Altersvorsorge dazu, da kommst du in die Nähe). Wenn die dann entlassen nach Arbeit suchen & hören was im Handwerk so gezahlt wird…

Da gab es schon deutliche Fehlentwicklungen.

Ich denken das ist das Problem und  nicht die Ressentiments die man schon wieder aufruft. Meines Wissens nach ist Ralphs Laden mitten in Berlin und da ist es ziemlich zweitrangig ob das mal "Zone" war oder nicht. Wer wuere seinem Kind  heute raten Verwaltungsangestellte(r) oder Handwerkende zu werden? Abgesehen von der Bezahlung ist schon die gesellschaftliche Anerkennung bescheiden. Was natuerlich zur Folge hat, dass jeder der irgendwie die Moeglichkeit hat, versucht in die ober Haelfte zu kommen. Was natuerlich im Handwerk auch gut moeglich ist, aber eben nur wenn man auch nicht schlechter ist als diejenigem die eine Uni besucht haben. Und die sich nicht haben beirren lassen haben meistens schon einen guten Job. 

Die Luecke fuellen inzwischen Migranten. Auf Baustellen ist mindestens jeder Zweite ein Migrant,  der sich eben nicht zu schade ist auch Arbeiten auzufuehren fuer die er ueberqualifiziert ist. Weil es in seiner Blase eben nicht so wichtig ist. 

vor 5 Stunden schrieb Ebby Zutt:

Du wohnst in einer 3 MilleVilla und hast nix zu beißen? 

Da hat er nicht gesagt. Auch ich bin potentiell recht wohlhabend .... wenn ich das Erbe verbrate! Er hat nur die Frage gestellt, wie Menschen die durchaus Besitz haben, steuerlich bewertet werden, obwohl sie bescheiden leben muessen.

Ist keine leichte Aufgabe! Wie unterscheidet man Miethaie, bei der Vermoegenssteuer,  von meinen Schwiegereltern die ein kleines Mehrfamilienhaus haben, aber mehr als bescheiden gelebt haben, weil sie eben zu sehr moderaten Preisen vermietet haben.  

 

Zeitgeschehen:

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vor 3 Stunden schrieb ajkon1:

Du weist aber auch alles.Kyritz an der Knatter schöner Name.

Wir hatten vor kurzem hier festgestellt, dass wir im selben Wahlkreis 56 zu Hause sind. 

vor 5 Stunden schrieb ajkon1:

Wohnt RalphB im Osten?

Ja, und eindeutig Quotewessi.

Wohne in Friedrichshain, Laden auf der Karl Marx Allee und Zweitwohnsitz in Kyritz, genauer in Drewen. Etwas Dekadent, ich weiß.

Ich hoffe unsere Liebe ist jetzt nicht perdu. 

Geboren im übrigen bei Hannover und aufgewachsen in Mont de Marsan - was wiederum meine Liebe zu französischen Fahrzeugen und sogar Rückschlüsse auf den Beruf meines Vaters ermöglicht. 

Genug private Details - @Ronald, bin echt beeindruckt, das Du Dir merkst, was ich so schreibe. 

vor 3 Minuten schrieb Ronald:

Wir hatten vor kurzem hier festgestellt, dass wir im selben Wahlkreis 56 zu Hause sind. 

Stimmt, das war es. Wobei ich da dann ungenau war - ich habe den Erstwohnsitz in Berlin. Noch ein paar  Tage werden es.

vor 15 Stunden schrieb RalphB:

Ja, und eindeutig Quotewessi.

Wohne in Friedrichshain, Laden auf der Karl Marx Allee und Zweitwohnsitz in Kyritz, genauer in Drewen. Etwas Dekadent, ich weiß.

Ich hoffe unsere Liebe ist jetzt nicht perdu. 

Geboren im übrigen bei Hannover und aufgewachsen in Mont de Marsan - was wiederum meine Liebe zu französischen Fahrzeugen und sogar Rückschlüsse auf den Beruf meines Vaters ermöglicht. 

Genug private Details - @Ronald, bin echt beeindruckt, das Du Dir merkst, was ich so schreibe. 

Alles notiert vielen Dank für deine Offenheit.🙂

Thomas Laschyk erzählt euch die großartige Geschichte, wie es dazu kam, dass eine Schulklasse aus dem Westerwald am Jahrestag des D-Day in der Normandie teilnahm. Und welche Rolle die AfD in dem Versuch spielte, das zu blockieren. Und was DU jetzt tun kannst.

 

https://taz.de/Podcast-Behind-the-Bastards/!6107514/

Zitat

Denn es gibt auch Menschen, für die wirklich niemand Sympathien ­hegen kann. Zumindest niemand, der nicht selbst von triefendem Hass gegen andere geprägt ist.

Zitat

Mit diesen nahezu objektiv bösen Menschen, also den richtigen Arschlöchern, den Übelsten der richtig Üblen, beschäftigt sich der englischsprachige Podcast „Behind the Bastards“. 

Zitat

Neben teils bizarren Geschichten wie Saddam Husseins Vergangenheit als Autor trashi­ger Liebesromane liefert „Behind the Bastards“ vor allem gut recherchierte Zeugnisse menschenfeindlicher Ideologien und Biografien. Wie sind tyrannische Diktatoren, korrupte CEOs und faschistische Fußballer zu den Menschen geworden, die sie sind? Von Andrew Tate, Pete Hegseth und P. Diddy in der Gegenwart zu historischen Figuren wie Adolf Eichmann oder Henry Kissinger, all ihre Untaten werden unter die Lupe genommen und mit einer politischen Analyse unterfüttert.

Zitat

Robert Evans und seine Gäste scheren sich dabei nicht um Objektivität. Sie hassen die Personen, deren Biografien sie besprechen. Doch genau die Kombination aus knallharter Subjektivität und klarer antifaschistischer Haltung macht die Gespräche aus. 

 

Zitat

taz: Sie setzen sich mit diversen Aktionen für Umwelt- und Klimaschutz ein und gehen dafür auch in Haft. Wie kam es dazu, gab es ein Schlüsselerlebnis?

Zitat

Poddig: Die Frage wird mir immer wieder gestellt, und nein, es gab kein einzelnes Erlebnis. Ich komme aus einem Ökoaktivmus-Haushalt, ich habe sehr politische Eltern. Schon als Kind war ich auf Demos, in der Anti-Atom-Bewegung, gegen Autobahnen und Müllverbrennung. Für mich war es klar, mich zu engagieren. Mit 12 oder 13 Jahren habe ich Wahlkampf für die Grünen gemacht, bis der Frust kam, weil die auch nicht die Welt retten. Ich war in der BUND-Jugend, dann bei Robin Wood. Mit 17 Jahren habe ich mich an der Blockade einer Militärbasis beteiligt. Ich bin in den Aktivismus reingewachsen.

Zitat

Bei allen NGOs – neben Robin Wood war ich unter anderem bei ausgestrahlt und in großen Verbandsbündnissen – habe ich gesehen, wie kräftezehrend und bestimmend die Debatten um Satzungsfragen, Stellen und Finanzierung sind. Die Vereinsmeierei verhindert Spontaneität und verbraucht Kraft. Für mich war es logisch, mich davon zu lösen. Und tatsächlich sind mir alle Projekte und Aufgaben, von denen ich dachte, ich brauche dafür ein Studium, auch von selbst angeboten worden. 

Zitat

Bei mir gab es nicht mehr viel Vertrauen zu zerstören, mein Glaube an den Staat war schon zehn Jahre früher weg. Aber wie offen in Flensburg sichtbar wurde, dass die Justiz mit zweierlei Maß misst, das war so bilderbuchmäßig, dass es auch anderen Leuten die Augen geöffnet hat. Wir standen vor Gericht, aber die beiden Personen, von denen wir sehr sicher sagen können, dass sie gezielt einen besetzten Baum angesägt haben, wurden nicht einmal vernommen. Die Polizei argumentierte, sie hätten ein Aussageverweigerungsrecht – als ob das jemals die Polizei davon abgehalten hätte, jemand zu vernehmen. 

Zitat

Dann hat sich der Oberstaatsanwalt eingeschaltet und erklärt, das Ansägen der Bäume sei vom Notwehr-Paragraphen gedeckt gewesen. Das heißt, du darfst Menschenleben gefährden, um ein Bauprojekt durchzusetzen, aber einen Baum zu besetzen, um auf die Klimakatastrophe hinzuweisen, soll nicht gerechtfertigt sein? So eine Argumentation lässt Menschen den Glauben an den Rechtsstaat verlieren.

Zitat

taz: Sie kämpfen gegen den Staat – betrachten Sie sich als Staatsfeindin?

Poddig: Das kommt auf die Definition an. Ich meinerseits lehne jeden Staat ab, also bin ich wohl in diesem Sinne eine Staatsfeindin. Andersrum ist es komplexer, denn wer ist schon „der Staat“? Fragen Sie ihn gerne, wenn Sie ihn mal treffen.

Zitat

Es gibt einen Paragraphen in der Strafprozessordnung, der erlaubt, dass bei Straf- und Ordnungswidrigkeiten auch Nicht­ju­ris­t:in­nen als Ver­tei­di­ge­r:in­nen zugelassen werden können. Wenn das Gericht das erlaubt, kannst du wie eine An­wäl­t:in die Akten einsehen, Zeu­g:in­nen vernehmen, die Leute in Haft besuchen und Ähnliches. Vor 15 Jahren gab es haufenweise Bußgeldverfahren wegen Aktionen an Bahngleisen. Damals haben wir mit der Laien­vertretung angefangen, und mit der Zeit haben wir viel Routine entwickelt. Es ist sehr hilfreich, zu zweit auf der Anklagebank zu sitzen.

Zitat

taz: Was ist Luxus für Sie?

Poddig: Ausschlafen können, Cappuccino trinken, genug Zeit haben, mich ziellos treiben zu lassen. Zum Beispiel im Sperrmüll gucken, ob ich etwas Schönes finde oder Salat im eigenen Garten ernten. Nicht eng getaktet funktionieren. Das Wissen darum, dass ich mit wenig auskommen kann, nimmt mir die Angst vor der Zukunft, die ich bei vielen anderen Menschen spüre. Und ich habe die Gewissheit, dass ich in einem solidarischen Umfeld lebe: Es gibt immer Orte, wo ich sein kann.

https://taz.de/Klimaaktivistin-ueber-langen-Atem/!6106725/

Bearbeitet ( von Auto nom)

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/ein-meer-aus-regenbogenflaggen-wahrenholz-solidarisiert-sich,wahrenholz-100.html

Zitat

"Jetzt reicht es uns", gibt sich Helmut Evers kämpferisch. Der Milchbauer aus Wahrenholz (Landkreis Gifhorn) sagt, es herrsche sehr viel Unmut im 3.800-Einwohner-Ort. Denn bereits zum vierten Mal seit Anfang 2024 hätten Unbekannte jüngst eine Regenbogenflagge vom Fahnenmast einer alteingesessenen Familie im Ort gewaltsam abgerissen. Diese habe die Fahne aus Solidarität und Überzeugung am Haus aufgehängt, erklärt Evers. Doch immer wieder verschwand die bunte Flagge. Sie ist Symbol der queeren Community und steht für Toleranz und Weltoffenheit.

Zitat

Der Landwirt hat die Aktion "Wahrenholz zeigt Flagge" ins Leben gerufen. Zusammen mit der Initiative "Bauern gegen Braun" im Landkreis Gifhorn ruft er die Bewohner des Dorfes auf, an diesem Wochenende auf ihren Grundstücken Regenbogenflaggen anzubringen. "Jeder Zweite hier im Dorf hat einen Mast", sagt Evers. "Normalerweise hängen dort andere Fahnen. Zum Beispiel wenn Schützenfest im Dorf ist." Alle seien jetzt aufgerufen, dort jetzt als symbolischen Akt Regenbogenflaggen anzubringen, erklärt Evers. Wer keine eigene hat oder selbst keine im Internet bestellen will, der kann sich eine in Wahrenholz besorgen. Ein Schreibwaren- und Geschenkeladen im Dorf hatte sich mit 50 Flaggen bevorratet und die Flaggen zum Kauf angeboten - bis Freitag waren sie verkauft.

 

Zitat

Einmal musste ich gegen eine obdachlose Frau aussagen, die eine Dose Whiskey-Cola in einem Supermarkt geklaut hat. Der Ladendetektiv hatte sie bei ihrer Flucht festgehalten, sie hatte ihm daraufhin gegen den Arm geschlagen. Der Detektiv war ein großer, breiter Mann, sie war eine kleine Frau. Trotzdem zählte der Schlag als Körperverletzung und in Verbindung mit dem Diebstahl der Getränkedose stellte das Ganze strafrechtlich gesehen einen sogenannten räuberischen Diebstahl dar.

Zitat


Das ist ein schwerwiegenderes Delikt. Da wird dann ein Richter bezahlt, eine Staatsanwältin, ein Protokollführer, möglicherweise eine Dolmetscherin und der Polizeizeuge – nur weil der Supermarktkonzern jetzt um 3,50 Euro ärmer ist. So was ärgert mich, weil es so dermaßen unverhältnismäßig ist. Die obdachlose Frau hat die ganze Zeit geweint.

https://taz.de/Gespraech-mit-einem-Polizisten/!6108289/

vor 16 Minuten schrieb Auto nom:

Mir kommen die Tränen. Hast du ne Ahnung wie viel tagtäglich von irgendwelchen kriminellen in Supermärkten in ganz Deutschland geklaut wird ?

Das ist ein großer Volkswirtschaftlicher Schaden.

Am 5.9.2025 um 08:20 schrieb MatthiasM:

verklickert

Ein Wort aus meinem Jugendslang. Verklickern wird manchmal verwechselt mit dem profanen verkickern, Tischfußball früher in Kneipen, heute nur noch in einigen Hotels vorkommend. Eine ganz andere Hausnummer ist es zu verklinkern - mühsame Arbeit. Einem etwas verklickern, darin steckt der vorweggenommene positive Überzeugungsakt. Seit dem Internetzeitalter ein nicht mehr nachvollziehbarer Vorgang. (Mach' dir keine Sorgen, ich verklicker ihm das). Im Ideal- und machen wir uns nichts vor, im Ausnahmefall lauscht jemand in fremden Gedankenwelten, ohne gleich vor dauerbeleidigtem, angetackertem Meinungsschmerz laut aufzuschreien. Mehr ist nicht drin.

Kein kluger Mensch will heute noch jemanden überzeugen. Die Andersdenkenden sollen nur noch im medizinischen Sinne ansprechbar bleiben, ohne gleich auszuflippen. Alle Absichten außerhalb dieser Bescheidenheit gelten als verhaltensauffälliger - ein grunztief evangelisches Wort- Optimismus, oder sagen wir es knackiger, griffiger als lästig, gar peinlich.

Bearbeitet ( von Steinkult)

Agenda 2030

Die Agenda 2010 unter Schröder war ja auch Soooooo erfolgreich das die Leute Schröder oder münte lynchen wollten. Nun das Gegenstück für die schwatten.

Organisierte Armut Made by German industry lobby.

Bearbeitet ( von Götz Kowalski)

Ein Autofahrer ist am Sonntag um 10.43 Uhr an der Stadtgrenze zwischen Berlin-Lichterfelde und Teltow (Brandenburg) in eine Fußgängergruppe gefahren und verletzte drei Menschen. Anschließend fuhr er einfach weiter und raste nur ein paar Meter entfernt einen Fahrradfahrer tot!

Heute vor fünf Jahren, am 7.9.2020, wurde die belarussische Freiheitskämpferin Maria Kolesnikowa von der belarussischen Diktatur festgenommen. Sie ist bis heute eingesperrt, war 600 Tage in Einzelhaft. Mit ihr schmachten weit mehr als 1150 Menschen aus politischen Gründen in belarussischen Gefängnissen. Freiheit für Maria! Freiheit für alle politischen Häftlinge! Nieder mit Lukaschenka! Nieder mit Putin! Sie gehören für immer ins Gefängnis!

vor einer Stunde schrieb Götz Kowalski:

Heute vor fünf Jahren, am 7.9.2020, wurde die belarussische Freiheitskämpferin Maria Kolesnikowa von der belarussischen Diktatur festgenommen. Sie ist bis heute eingesperrt, war 600 Tage in Einzelhaft. Mit ihr schmachten weit mehr als 1150 Menschen aus politischen Gründen in belarussischen Gefängnissen. Freiheit für Maria! Freiheit für alle politischen Häftlinge! Nieder mit Lukaschenka! Nieder mit Putin! Sie gehören für immer ins Gefängnis!

Dann sattle mal deine Hühner und rette die alle in Belarus,

du alter Tastaturkämpfer ............................

vor 4 Stunden schrieb **HD**:

Dann sattle mal deine Hühner und rette die alle in Belarus,

du alter Tastaturkämpfer ............................

Besser als ignorieren

Zitat

Herzog: Lassen Sie mich zurückgehen zur Sexualpolitik der Nationalsozialisten und schon vorher zur Eugenik. Bereits 1895 veröffentlichte der Arzt Alfred J. Ploetz das Buch „Die Tüchtigkeit unsrer Rasse und der Schutz der Schwachen“. Darin schwärmt er von den Spartanern: Sie setzten kümmerliche Kinder aus und ließen sie sterben. Die restlichen Spartaner sind schön, gesund und gerne nackt. Sie treiben Sport – und praktizieren außerehelichen Geschlechtsverkehr. Die Nazis nahmen Ploetz’ Fantasie vom schönen, starken und gesunden Volk auf, das seine Schwachen abtötet, und entwickelten es weiter.

Zitat

taz: Indem sie die Grausamkeit auf die Spitze trieben?

Herzog: Sie brachten bereits den Kindern bei, gemein gegenüber Schwächeren zu sein. Es war eine Einladung an die Bevölkerung, ein Reich der Schadenfreude zu betreten, in dem enthemmte Gewalt gegen Minderheiten straffrei bleibt.

Zitat

taz: Sie schreiben in Ihrem Buch „Der neue faschistische Körper“, dass wir bereits mitten im Faschismus stecken. Woran machen Sie das fest?

Herzog: Am globalen Aufstieg autoritärer rechter Bewegungen. Ob in den USA, Brasilien oder in Indien, Ungarn oder Russland: Wir erleben seit ein paar Jahren einen Faschisierungsprozess, der Autoritarismus oder illiberale Demokratien produziert. Mit Faschismus meine ich ein Regime oder eine Bewegung, die sich gegen menschliche Werte stellt wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Empathie und Solidarität. Ich würde sagen, wir leben in einem Moment, in dem in sehr vielen Gesellschaften Demokratie und Faschismus nebeneinander koexistieren.

Zitat

taz: Sie leben in New York. Ihre These von der Faschisierung illustrieren Sie mit Kampagnen der AfD in Deutschland. Warum?

Herzog: Besonders im Umgang mit geistiger Behinderung wirkt in Deutschland noch vieles aus der NS-Zeit nach. Die AfD ist so obsessiv behindertenfeindlich wie keine andere rechtslastige Bewegung. Weder in Ungarn noch Brasilien finden Sie dieses Wüten gegen Integration behinderter Menschen, das die AfD in jedem regionalen Parteiprogramm betreibt. Ich habe mich gefragt: Warum will man vor allem geistige Behinderung wieder unsichtbar machen?

https://taz.de/Historikerin-ueber-rechte-Koerperpolitik/!6110952/

Zitat

Für Kritik und Zwischenrufe von Teilnehmerinnen und Teilnehmern sorgte die Rede von Ortsbürgermeister Joachim Hoy (CDU). Er forderte darin, dass im Grenzdurchgangslager Friedland nur noch Geflüchteten mit "Bleibeperspektive" untergebracht werden sollten. Kritiker argumentierten, das Problem sei eher die unzureichende Versorgung von psychisch Kranken.

Zitat

Agnieszka Zimowska vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Südniedersachsen-Harz legte den Fokus auf gewalttätige Männer, die ihre psychischen Probleme nicht behandeln. "Männliche Gewalt, nicht der Pass, ist das Problem", sagte sie und erntete dafür viel Applaus. Weil Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) in den vergangenen Tagen nach einem NDR Interview Morddrohungen erhalten hatte, zog Zimowska Parallelen zum Mord an Walter Lübcke. 

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/nach-tod-von-16-jaehriger-in-friedland-dialog-mit-spannungen,friedland-146.html

"Männliche Gewalt, nicht der Pass, ist das Problem", sagte sie und erntete dafür viel Applaus."

Muttersöhnchen im Patriarchat. Genau.

 

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