5. Oktober 20255. Okt 10 minutes ago, Ebby Zutt said: Hüstel, es kann geholfen werden: https://www.pcwelt.de/article/1958906/windows-11-auf-alten-pcs-installieren.html Ich hab mir früher schon immer angepasste Installationsmedien gebastelt, kann man natürlich machen. Aber was macht der gemeine User, wenn er mit einem solchen Anblick konfrontiert wird wie diesem? Vermutlich wie vorgeschlagen den PC recyclen und einen neuen anschaffen. 1 hour ago, PuckX2 said: Wenn die Rechenleistung weniger Jahre alter PC nicht ausreichend ist, um lediglich ein Betriebssystem zu betreiben, ist 'was faul im Staate Dänemark. ' Das ist zumindest meine Meinung. Alles nur noch 'Kohlemacherei'. Mein PC ist 10 Jahre alt. Das einzige was ich regelmäßig modernisiert habe, ist das Speichermedium auf dem das System installiert ist. Von 128GB auf 1TB (die ist verreckt) und schließlich auf 2TB. Für die nächsten 10 Jahre brauch ich auch nix neues. Die Kiste ist leistungsfähig genug. Windows 10 erinnert mich schon immer an den "Microsoft-Account". Bei Windows 11 wird der afaik zwingend. Warum? Ich will ein lokales Nutzerkonto. Und vor allem: keine Werbung oder andere Nervereien untergejubelt bekommen. 2 hours ago, AndreasRS said: Hier ähnlich. Ich habe mich für Debian mit KDE Plasma entschieden, Ubuntu ist mir zu bunt, sagt ja schon der Name. Derzeit läuft Trixie auf dem Ersatz-PC, erstmal herantasten. Samba-, NTFS- und NFS-Zugriffe funktionieren schon mal. Im Grunde geht es "nur" noch um die Apps, und natürlich muss das Systembackup umgestrickt werden. Ich habe einige Windows-Programme, die vermutlich nicht unter Linux laufen werden. Macht aber nix. Installiert man sich ne Windows-VM auf dem Linux-System. Solange es sich nicht um ressourcenaufwändige Anwendungen handelt. Und wenn diese keinen Internetzugang benötigen, den muss man ja für die VM abgedreht lassen wenn man ein Windows ohne aktuelle Sicherheitsupdates betreibt. Um Backup muss ich mich natürlich auch noch kümmern, sehe da aber eigentlich keine Probleme. Bei mir gehts nur um ein paar Stapel Dateien und Ordner, die auf eine zusätzliche lokale Festplatte und, weniger häufig, auf ein NAS geschrieben werden müssen. Just now, AndreasRS said: Der Umstieg kann einfacher sein, wenn man zuerst unter Windows Anwendungen benutzt, die es auch für Linux gibt. Oder man installiert sich Linux in einer VM unter Windows. Dann kann man sich die ganze Sachlage anschauen. Darf man natürlich keinen Kartoffel-PC haben. Ich habs auf einer eigenen SSD installiert (nicht vergessen für die Installation alle anderen Festplatten idealerweise abstecken), und wähle beim Anschalten das zu ladende System - zumindest solange bis die Umzugsarbeiten alle erledigt sind. Bearbeitet (5. Oktober 20255. Okt von schwinge)
5. Oktober 20255. Okt Moin, der Umstieg auf Linux scheitert ja gerne daran, dass Nutzer MS Office und Photoshop "brauchen" oder denen GIMP zu viel Einarbeitung bedeutet. Das ist aber gar kein Problem mehr, WinBoat lässt MS Office und Photoshop unter fast jedem Linux laufen. WinBoat ist legal: https://www.heise.de/news/Geht-wirklich-Photoshop-unter-Linux-10710828.html Das sollte auch für diese hier gelten: vor 12 Minuten schrieb schwinge: ch habe einige Windows-Programme, die vermutlich nicht unter Linux laufen werden. Viele Grüße Roland Bearbeitet (5. Oktober 20255. Okt von roe)
5. Oktober 20255. Okt Hallo, vor 11 Minuten schrieb schwinge: Oder man installiert sich Linux in einer VM unter Windows. Dann kann man sich die ganze Sachlage anschauen. Darf man natürlich keinen Kartoffel-PC haben. Genau. Winboat ist eine weitere Möglichkeit, Windows-Programme unter Linux zu benutzen. vor 14 Minuten schrieb schwinge: Ich habe einige Windows-Programme, die vermutlich nicht unter Linux laufen werden. Macht aber nix. Installiert man sich ne Windows-VM auf dem Linux-System. Solange es sich nicht um ressourcenaufwändige Anwendungen handelt. Eben. Ich für meinen Teil werde meinen kompletten Windows-PC in eine virtuelle Maschine konvertieren, sodass ich ihn unter Linux weiterbenutzen kann. Weil ich beim Umstieg bestimmt das eine oder andere Programm vergesse, obwohl ich es oft benutze. Der virtuelle Computer kann (und sollte) natürlich dieselben Daten benutzen wie das Linux-System. Und manche Windows-Programme gibt es 1:1 unter Linux. So meine Homebanking-Software Jameica/Hibiscus. Ich habe sie auf dem Linux-Testsystem installiert, das Backup dort eingespielt und hatte alle Daten und Einstellungen. vor 18 Minuten schrieb schwinge: Um Backup muss ich mich natürlich auch noch kümmern, sehe da aber eigentlich keine Probleme. Bei mir gehts nur um ein paar Stapel Dateien und Ordner Für mich besteht ein Systembackup auch aus 1000 Einstellungen in den diversen Programmen. Ich möchte gerne meine Lesezeichen, die Anordnung von Icos innerhalb von Programmen, meine Winamp-Playlists, Belegung die Maustasten uvm. umziehen. E-Mails bestehen nicht nur aus Dateien, da muss man auch gucken, wie man sie umzieht (für mich einfach, da ich bereits Thunderbird verwende, wo man Profile kopieren kann). Wie immer, wenn man etwas ändern will, muss man sich ein wenig mit der Materie beschäftigen. Grüße Andreas
5. Oktober 20255. Okt Just now, roe said: WinBoat Quote WinBoat nutzt eine Kombination aus KVM ("Kernel-based Virtual Machine") und Windows im Docker-Container und virtualisiert das Betriebssystem aus Redmond, um sämtliche Windows-Anwendungen mittels RDP ("Remote Desktop Protocol") unter Linux nutzen zu können. [...] https://www.pcgameshardware.de/Linux-Software-26761/News/WinBoat-fuer-Windows-Anwendung-1483498/ Ein interessanter Ansatz, das lässt Bedienfreundlichkeit und einen geringen Konfigurationsaufwand erwarten.
5. Oktober 20255. Okt vor 55 Minuten schrieb schwinge: Bei Windows 11 wird der afaik zwingend Nö! Hab ich mit ohne, der hustet zwar gern ich möge mich anmelden, arbeitet aber auch ohne - so wie er soll. vor 10 Minuten schrieb schwinge: Ein interessanter Ansatz, das lässt Bedienfreundlichkeit und einen geringen Konfigurationsaufwand erwarten Kannte ich noch nicht; wine ist mir zu lahm. Das AutoCAD schläft mir da regelrecht ein. Deshalb auch noch der windoofsPC.
5. Oktober 20255. Okt Just now, Ebby Zutt said: Das AutoCAD schläft mir da regelrecht ein. WinBoat ist immer noch eine Virtualisierung. Ob man auf die Programme die im virtualisierten Windows laufen nun unter Linux per Remotezugriff zugreift, oder direkt ins virtualisierte Windows reinzappt, das macht was die Performance angeht erstmal keinen Unterschied. CAD ist natürlich eine ressourcenfressende Geschichte, da muss man gucken wo es bremst und ob sich das eventuell wegbügeln lässt. Konfigurationsproblem, oder besser andere Software zur Virtualisierung verwenden, oder die Hardware aufrüsten. Bearbeitet (5. Oktober 20255. Okt von schwinge)
5. Oktober 20255. Okt vor 2 Minuten schrieb silvester31: Wie lautet nochmal der THREADTITEL ? Mutdu lesen .............
5. Oktober 20255. Okt 1 hour ago, silvester31 said: Wie lautet nochmal der THREADTITEL ? Zeitgeschehen.
5. Oktober 20255. Okt vor 6 Stunden schrieb schwinge: Ich will ein lokales Nutzerkonto. Ich hab nur dem "Admin-Profil" ein Microsoft-Konto spendiert. Der "Admin" ist aber nur an der Maschine, wenn es was zu administrieren gibt. Sonst (im Alltag) bin ich als "normaler Nutzer" mit lokalem Konto unterwegs. Da nörgelt nichts.
5. Oktober 20255. Okt vor 6 Stunden schrieb schwinge: CAD ist natürlich eine ressourcenfressende Geschichte Hab vor Jahren mal versucht SolidWorks auf dem Firmen Mac über die Virtuell Maschine laufen zu lassen. Das ging praktisch null. Musste dann auf ne Windose umsteigen. Das war für mich als Mac-User tatsächlich Zeitgeschehen 😁 Bearbeitet (5. Oktober 20255. Okt von Frank M)
6. Oktober 20256. Okt Zeitgeschehen: Diese Woche Schwerpunktkontrolle Handy am Steuer. 20% der Unfälle in D gehen auf Handynutzung am Steuer zurück. Wie blöd sind die Leut, das ist wie Blindflug, selbst mit Freisprech bist du abgelenkt.
6. Oktober 20256. Okt Am 5.10.2025 um 03:57 schrieb schwinge: Für mich zudem die perfekte Gelegenheit, endlich meine 2TB M2 SSD in Verwendung zu bringen, die seit schätzungsweise einem Jahr ungenutzt in meinem PC verstaubt. Wenn ihr nix mehr von mir hört, hab ich mir mit der Linux-Installation meinen PC geschrottet. Ich bin gespannt. Meine letzten Linux-Erfahrungen liegen ungefähr 20 Jahre zurück. Willkommen im Linux-Club! vor 19 Stunden schrieb AndreasRS: Guten Abend, die andere Frage ist, ob man überhaupt bei Windows bleiben will. Das ist ja inzwischen mehr Werbeveranstaltung als Betriebssystem. Und dass die eigenen Daten genutzt (und verkauft) werden und man sich registrieren muss, ist kaum noch zu verhindern. Was Linux angeht, die Qual der Wahl zwischen hunderten Varianten macht es nicht gerade leicht. Ubuntu (basiert auf Debian) ist beliebt, sendet aber – wie Microsoft – Daten an die Entwickler. Genau das, wovon ich weg will. Auf Ubuntu basierend, aber wohl ohne Datenkrake, soll Linux Mint sein. Und dann gibt es noch Linux Mint Debian Edition, das ist Mint "direkt" auf Debian basierend, also ohne Ubuntu dazwischen. Das wäre meine Zeite Wahl gewesen. Der Umstieg kann einfacher sein, wenn man zuerst unter Windows Anwendungen benutzt, die es auch für Linux gibt. Zum Beispiel LibreOffice, Thunderbird und Firefox. Gimp ist ein Ersatz für Photoshop. Einfach mal auf https://alternativeto.net gucken. Grüße Andreas Bei mir läuft Kanotix, das ist ein Debian Derivat, welches nicht nach Hause funkt. Bearbeitet (6. Oktober 20256. Okt von Kugelblitz)
6. Oktober 20256. Okt vor 1 Stunde schrieb Ebby Zutt: Zeitgeschehen: Diese Woche Schwerpunktkontrolle Handy am Steuer. 20% der Unfälle in D gehen auf Handynutzung am Steuer zurück. Wie blöd sind die Leut, das ist wie Blindflug, selbst mit Freisprech bist du abgelenkt. Du glaubst nicht, wie oft ich LKWs sehe, die mit 90 Schlangenlinien über die Standspur fahren. Überholt man dann, sieht man in 80% das Handy oder Tablet. PKW Fahrer sind nicht besser. Das telefonieren ist ja garnicht das Problem. Das ginge ja über Freisprech. Aber heute sind alle sooo wichtig, daß sie just in time Nachrichten lesen und tippen müssen.
6. Oktober 20256. Okt vor 1 Stunde schrieb silvester31: ja über Freisprech Hatte ich selbst, beruflich. Wenns dann was kompliziertes ist ( wie waren die Maße doch gleich…) oder der Kunde motzt, der Geselle kotzt, Na sowas halt, dann hab ich durchaus festgestellt, von der Straße & dem Verkehr hab ich nix wirklich mitbekommen. Das hat dazu geführt, dass ich mich zwar gemeldet habe, allerdings mit der Ansage: Ich fahre und rufe gleich zurück, wenn ich angekommen bin.
6. Oktober 20256. Okt vor 19 Stunden schrieb schwinge: Ich hab mir früher schon immer angepasste Installationsmedien gebastelt, kann man natürlich machen. Aber was macht der gemeine User, wenn er mit einem solchen Anblick konfrontiert wird wie diesem? Flyby11 (Flyoobe) hat schon 2 Mal funktioniert. Herunterladen, starten, entsprechendes Windows 11 auswählen, installieren als Update -> Windows 11 https://www.deskmodder.de/blog/2025/09/04/flyoobe-flyby11-1-5-mit-erweiterten-funktionen-fuer-die-installation/#comments Bearbeitet (6. Oktober 20256. Okt von Ronald)
6. Oktober 20256. Okt Das Ende der NVA: Wie die Bundeswehr die DDR-Volksarmee übernahm Zitat Video: 60 min bis 01.11.25 Am 3. Oktober 1990 war die Nationale Volksarmee Geschichte, so wie die gesamte DDR damals. Die Bundeswehr übernahm an diesem Tag alles noch vorhandene Personal, die Waffen, Ausrüstungen und Liegenschaften der NVA. Seit ihrer Gründung im März 1956 war die Volksarmee eine zuverlässige Stütze des politischen Systems der DDR. Das gesamte Offizierskorps bestand aus SED-Mitgliedern. Über Jahrzehnte war die 180.000 Mann starke Truppe in ständiger Gefechtsbereitschaft, 85 Prozent der Soldaten mussten stets in den Kasernen anwesend sein. Dennoch wurde die NVA während der Friedlichen Revolution 1989 nicht gegen das eigene Volk eingesetzt. Nach dem Mauerfall führte die DDR-Regierung unter Hans Modrow zum ersten Mal Reformen in der NVA durch. Politoffiziere wurden entlassen und 40.000 Soldaten und Unteroffiziere abgerüstet, die Wehrpflicht wurde auf ein Jahr reduziert und ein Wehrersatzdienst eingeführt. Mit der ersten frei gewählten Regierung der DDR wird ein Pazifist und Waffendienstverweigerer, Rainer Eppelmann, Minister für Abrüstung und Verteidigung. Die NVA rüstet weiter ab, verlässt den Warschauer Pakt und viele Offiziere und Unteroffiziere sehen keine Perspektive mehr für sich in der Truppe. Dennoch bestehen Bundeswehr und Nationale Volksarmee relativ autark weiter nebeneinander her bis zum Tag der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Übernahme der NVA 1990 durch die Bundeswehr verläuft ohne Gegenwehr oder Proteste des Offizierskorps. Viele Standorte werden geschlossen, Waffen und Munition verschrottet oder verkauft, nur wenig wird übernommen. Schätzungen gehen von 10.000 ehemaligen NVA-Soldaten aus, die ihren Platz in der Bundeswehr fanden. Nie zuvor verschwand eine so mächtige Armee so unauffällig von der Militärbühne. Doch wie erlebte eine politisch besonders geprägte Gruppe der DDR-Gesellschaft, wie die Offiziere und Unteroffiziere der NVA die Zeit der Wiedervereinigung? Zu welchen persönlichen Herausforderungen und Anpassungen führte das? Und was wurde aus den einstigen Soldaten der NVA? Der Film "Das Ende der NVA" erzählt mit ausgewählten Zeitzeugen die Ereignisse und Erlebnisse beim Übergang von der NVA zur Bundeswehr, schildert ihre Erfahrungen beim Quittieren des aktiven Dienstes oder des Übergangs in eine neue militärische Welt. https://www.ardmediathek.de/video/das-ende-der-nva/das-ende-der-nva-wie-die-bundeswehr-die-ddr-volksarmee-uebernahm/mdr/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kdW5nLzI4MjA0MC81MTg3ODItMzIxMTI1
10. Oktober 202510. Okt Die 2fache Oskar Preisträgerin Jane Fonda gegen das Trumpistische Faschistenpack! Relauncht eine Initiative ihres Vaters Oskar Preisträgers Henry Fondy, damals gegen McCarthy ! die Frau ist 87 und zeigt, wie man mit Faschismus umgehen muss. Bearbeitet (10. Oktober 202510. Okt von Karl Hunsche)
11. Oktober 202511. Okt Nachdem ich schon auf das neue Buch von Götz Aly aufmerksam gemacht habe, möchte ich nun auf das neue Buch von Nachtwey/Amlinger "Zerstörungslust" hinweisen. Ein entlarvendes Werk, das empirisch herausarbeitet, was die Triebkräfte der neuen Faschisten sind und was Menschen motiviert diese zu wählen. Wenn man verstehen will, wer und was unsere Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bedrohen ist diese Buch unbedingt empfehlenswert. Diese Rezension von Beate Meierfrankenfeld fasst sehr gut zusammen und formuliert auch schon einige sehr bedrückende Kernaussagen: "Zerstörungslust" Die beschriebenen Handlungsmuster und Motivationen lassen sich leider auch in manchen Threads hier im Forum wiederfinden. Dazu ein kurzes Bild: Ein Milliardär, ein Arbeiter und ein Migrant sitzen an einem Tisch auf dem 15 Hundert Euro Scheine zur Verteilung liegen. Der Milliardär greift sich sofort 14 Scheine und sagt zu dem Arbeitslosen: "Sieh zu, dass du diesen Ausländer los wirst, sonst ist dein Geld gleich weg!" Dieses Bild beschreibt etwas platt, aber dennoch zutreffend, die Situation, die wir gerade erleben. Natürlich glaubt der Arbeiter, dass es sein gutes Recht ist, den Migranten zu verdrängen. Er fühlt sich dadurch besser und hofft auf den Erfolg, der ihm in den vergangenen Jahren vielleicht versagt geblieben ist. Dass diese Reaktion einfach nur destruktiv ist und keins der heute wirklich wichtigen Probleme löst, sondern ganz im Gegenteil den Rechtsstaat und die Demokratie schwächt bzw. zerstört, interessiert nicht. Er hat das Gefühl als wahrer Demokrat zu handeln und wählt AFD. Dumm an dem Ganzen ist nur, dass die derzeitige Regierung genau mit diesem populistischen Muster arbeitet und z.B. mit ihrer Reform des Bürgergelds genau dem beschriebenen Bild entspricht. Es wird nahezu keine Einsparung geben und natürlich geht von solchen Maßnahmen auch keinerlei Wachstumsimpuls aus. Aber der Bürgergeldempfänger ist in die Position des Migranten am Tisch gerückt.
11. Oktober 202511. Okt vor einer Stunde schrieb xantist: …. Dumm an dem Ganzen ist nur, dass die derzeitige Regierung genau mit diesem populistischen Muster arbeitet und z.B. mit ihrer Reform des Bürgergelds genau dem beschriebenen Bild entspricht. Es wird nahezu keine Einsparung geben und natürlich geht von solchen Maßnahmen auch keinerlei Wachstumsimpuls aus. …. Aus nicht wenigen Jobcentern liegen Berichte vor, dass bis zu 50 Prozent der Termine ausfallen, ohne dass sich die Bürgergeld-Leistungsberechtigten gemeldet hätten um abzusagen, beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen. Das einfach hinzunehmen scheint mir kein guter Ansatz. Die Möglichkeiten für Leistungsminderungen sind mit Einführung des Bürgergelds sehr aufwändig für die Jobcenter-Beschäftigten gestaltet worden, die Leistungsminderungen tendenziell sehr niedrig. Die Bedingungen, um eine 100-Prozent-Sanktion bei wiederholter Verweigerung der Annahme eines konkret vorliegenden Jobangebots aussprechen zu können, waren dermaßen restriktiv gestaltet, dass das so gut wie nie angewendet wurde - da gab es nur eine zweistellige Zahl von entsprechenden Leistungsminderungen. Der jetzt vereinbarte Kompromiss zwischen SPD und CDU/CSU scheint mir sehr vertretbar - unsere Arbeitsministerin ist immerhin im linken Flügel der SPD beheimatet. Wie groß die Einsparungen am Ende sein werden, kann derzeit nicht seriös beziffert werden - die bloße Möglichkeit von Leistungsminderungen hat bereits einen Verhaltenseffekt (sog. Ex-ante-Effekt). Daher ist der Effekt der Gesetzesänderungen deutlich größer als die Summe, die unmittelbar durch Leistungsminderungen eingespart wird. Bearbeitet (11. Oktober 202511. Okt von id_ds)
11. Oktober 202511. Okt vor 34 Minuten schrieb id_ds: Aus nicht wenigen Jobcentern liegen Berichte vor Steht wo, Interesse halber?
11. Oktober 202511. Okt Medienberichterstattung der letzten Jahre. Ich verfolge das Thema beruflich und sehe die Beiträge daher in zwei Medienspiegeln. Sollte aber auch über Google leicht zu finden sein. Edit - ein Beispiel von vielen: https://www.inforadio.de/rubriken/berlin-und-brandenburg/beitraege/2025/08/behoerde-viele-buergergeld-empfaenger-kommen-nicht-zum-termin.html Bearbeitet (11. Oktober 202511. Okt von id_ds)
11. Oktober 202511. Okt vor 4 Stunden schrieb id_ds: Aus nicht wenigen Jobcentern liegen Berichte vor, dass bis zu 50 Prozent der Termine ausfallen, ohne dass sich die Bürgergeld-Leistungsberechtigten gemeldet hätten um abzusagen, beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen. Das einfach hinzunehmen scheint mir kein guter Ansatz. Die Möglichkeiten für Leistungsminderungen sind mit Einführung des Bürgergelds sehr aufwändig für die Jobcenter-Beschäftigten gestaltet worden, die Leistungsminderungen tendenziell sehr niedrig. Die Bedingungen, um eine 100-Prozent-Sanktion bei wiederholter Verweigerung der Annahme eines konkret vorliegenden Jobangebots aussprechen zu können, waren dermaßen restriktiv gestaltet, dass das so gut wie nie angewendet wurde - da gab es nur eine zweistellige Zahl von entsprechenden Leistungsminderungen. Der jetzt vereinbarte Kompromiss zwischen SPD und CDU/CSU scheint mir sehr vertretbar - unsere Arbeitsministerin ist immerhin im linken Flügel der SPD beheimatet. Wie groß die Einsparungen am Ende sein werden, kann derzeit nicht seriös beziffert werden - die bloße Möglichkeit von Leistungsminderungen hat bereits einen Verhaltenseffekt (sog. Ex-ante-Effekt). Daher ist der Effekt der Gesetzesänderungen deutlich größer als die Summe, die unmittelbar durch Leistungsminderungen eingespart wird. Ich komme aus dem Ruhrgebiet, habe 9 Jahre in Duisburg gearbeitet und auch beruflich fast jeden Tag mit Jobcentern und Arbeitsagenturen zu tun gehabt. Hier weiß man, was Arbeitslosigkeit ist und auch was Armut bedeutet. Aber kein Jobcenter hat jemals die von dir genannte Quote gemeldet und hier brennt es wirklich. Die Macher dieser Reform sagen sogar selbst, dass sie im Grunde über 0,7 % der Leistungsbezieher reden. Wer sich hinter dem Begriff Bürgergeldempfänger alles versteckt muss auch erst mal klar gesagt werden. So habe ich z.B. durch meinen Job eine ganze Menge Pflegefachkräfte kennengelernt, die nach 20 Arbeitsjahren schlicht berufsunfähig waren, einfach kaputt und so ins Bürgergeld gerutscht sind. Nur ein ganz kleines Beispiel, aber es sind zum allergrößten Teil keine Menschen, die "unser System ausbeuten". Ein wahnsinniges Spektrum an Schicksalen und Schicksalsschlägen tritt zutage, wenn man sich nur mal etwas damit beschäftigt. Das will natürlich keiner, es ist natürlich auch wesentlich einfacher, sie alle als "Schmarotzer" oder "in der sozialen Hängematte" zu bezeichnen. Leider entwickelst du die gleiche Perspektive und Rhetorik wie unsere Politiker. Als Politiker muss ich mir über die Konsequenzen meiner Rede- und Handlungsweisen im Klaren sein. Das ist hier nicht der Fall, denn diese Reform führt in erster Linie zu einer Stigmatisierung der Menschen, die ohnehin zum großen Teil arm und "abgehängt" sind. Ein völlig falscher Ansatz, der nur durch populistische Symbolpolitik zu erklären ist. Darüber hinaus ist es natürlich eine Drohung an alle, die (noch) in Arbeit sind: Nehmt auch den miesesten Job an, denn sonst geht es euch noch schlechter. Das alles bringt eine Gesellschaft nicht zusammen, sondern zerreißt sie förmlich. Wer da in der SPD noch einem linken oder rechten Flügel angehört, ist völlig egal, denn diese Partei hat ihre Identität längst verloren und gerade dort, wo sie krachend versagt und die Menschen allein gelassen hat (Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, usw.) laufen eben diese Menschen der AFD hinterher, denn die SPD weiß nicht mehr so recht, für wen und für was sie eigentlich steht. Die äußerst ambivalente Haltung von Frau Bas, die ich auch schon persönlich kennenlernen durfte, ist dafür ein deutlicher Beleg: Erst "Bullshit" und jetzt "fairer Kompromiss". Es tut mir wirklich leid, aber Frau Bas ist nun wirklich kein Ausweis für eine nachhaltige und fortschrittliche Sozialpolitik. In der Summe gibt es hier keinerlei ökonomischen Vorteil, nichts was den Menschen helfen würde, es wird nur eine weitere Lunte gelegt. Zu den Migranten kommen jetzt noch die Bürgergeldempfänger dazu, damit auch der letzte Depp kapiert, gegen wen man seine Aggression und seine destruktive Energie lenken muss. Meine Zynik hier bitte ich zu entschuldigen.
11. Oktober 202511. Okt Meiner Erinnerung nach gab es auch im Ruhrgebiet Jobcenter, bei denen zwischen einem Drittel und der Hälfte der Termine nicht wahrgenommen wurden. Beim schnellen Googeln: Jobcenter EN: Immer mehr Klienten lassen Termine sausen. Und wenn man NRW über das Ruhrgebiet hinaus betrachtet: Bürgergeld: Bleiben mehr Menschen arbeitslos? Darin: "Bei den Arbeitslosen unter 25 Jahre in Essen folgten nur noch 39 Prozent der Einladung ihrer Arbeitsvermittler." Nochmal Berlin: Berliner Jobcenter-Chef spricht über Tricks: Bis zu 50 Prozent Ausfall bei Terminen. Pforzheim: https://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Pforzheimer-Jobcenter-Chefin-Bei-40-Prozent-der-Termine-erscheinen-Leistungsbezieher-nicht-weil-e-_arid,2259226.html. Ich hatte bewusst von "bis zu 50 Prozent" der Termine geschrieben und von "nicht wenigen Jobcentern" - selbstverständlich ist das nicht überall der Fall. Dass der jetzt gefundene Kompromiss "in erster Linie zu einer Stigmatisierung der Menschen" führt, sehe ich nicht - im Gegenteil sehe ich die Chance, dass damit der Stigmatisierung entgegengewirkt werden kann. Meinungsumfragen zeigen das klare Bild, dass die Mehrheit der Menschen in diesem Land der Meinung sind, dass beim Bürgergeld die Balance zwischen Fördern und Fordern nicht mehr hinreichend gegeben ist. Selbstverständlich kann man das auch anders sehen - aber den jetzt gefundenen Kompromiss als Populismus einzustufen, da bin ich definitiv anderer Auffassung. Sei's drum, beim Thema Xantia liegen wir sicher näher beieinander. Und wir leben ja zum Glück in einem Land, in dem man problemlos unterschiedlicher Auffassung sein kann. Bearbeitet (11. Oktober 202511. Okt von id_ds)
Erstelle ein Konto, um zu kommentieren