3. Februar3. Feb vor 50 Minuten schrieb Ebby Zutt: 2X kräftig ins Leder gepumpert und er hat mich gleich wieder erkannt 😎 Wegfahrsperre ?
3. Februar3. Feb Eine interessante Studie zum alten Thema "Lasst die Rechtsextremen doch einfach mal in Regierungsverantwortung kommen, die werden sich dann schon blamieren und wieder verschwinden". Heike Klüver hat 1.237 Regierungen in 57 Demokratien über 50 Jahre ausgewertet. Die Schlüsselfrage: Werden Rechtsextreme „entzaubert“, wenn sie mitregieren? https://osf.io/preprints/socarxiv/3mtxs_v1 Hadmar von Wieser schreibt dazu: Zitat Auf diese Studie habe ich lange gewartet: Das Ergebnis ist überraschend klar. Zum Umgang mit rechtsextremen Parteien gibt es ja viele Strategien – und typischerweise werden sie im Brustton der Überzeugung behauptet, meistens auch voll Angst und Wut. Oft ganz ohne Beispiele, wo das funktioniert haben soll, und wenn, dann meistens mit nur einem anekdotischen Beispiel. Hauptsächlich wird mit Schlagworten diskutiert (die wie der Name sagt eher Kraftausdrücke sind als Argumente): cordon sanitaire, Brandmauer, ausgrenzen, canceln, entzaubern, inhaltlich stellen, undemokratisch, unfair. Typische Argumente für Beteiligung: Rechte in einer Regierung müssen Kompromisse eingehen. Das verärgere Teile ihrer Wählerschaft. Man könne ihre Inkompetenz sehen. Das desillusioniere ihre Anhänger. Ein häufig genanntes Beispiel ist die FPÖ, bei der das anscheinend (Betonung auf anscheinend) zweimal wirklich funktioniert hat. Aber bei weiterer Suche bleibt das auch das einzige Beispiel. Fakt: Eine andere Studie aus 2022 zeigt, dass Rechte als Juniorpartner einer Koalition häufiger Stimmen verlieren. Typische Argumente für Ausgrenzung: Regierungsbeteiligung verschaffe Rechtsextremen Sichtbarkeit, Legitimität und Normalisierung. Eine Behauptung, die plausibel, aber schwer überprüfbar ist. Vorneweg noch ein persönliches Geständnis: Ich bin zu diesem Thema sehr gespalten. Ich baue seit Jahrzehnten große Simulationen, in denen Hunderte, wenn nicht Zehntausende zusammen spielen, lernen, erleben können. Und natürlich gibt es immer auch Störenfriede, Querulanten, Trolle, Wutbürger, Griefer, Bullys, Arschlöcher. Mein Prinzip ist: Ich versuche Jeden oder Jede mitspielen zu lassen. Auch die, die es physisch nur begrenzt können, intellektuell, moralisch oder charakterlich. Obwohl ich weiß, dass das meistens mehr Energie kostet als es dem Spiel bringt. Aber letztlich sind wir fast Alle gar nicht so gute Mitspielende. Daher versuche ich auch in der Realität immer, Rechte politisch einzubinden. Aus Prinzip. Ich kann ja auch nicht ausschließen, dass sie zwischen all dem Unsinn einmal etwas Sinnvolles beitragen. Außer wenn sie von einem unabhängigen Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich identifiziert wurden. Dann ist eine schnelle und klare Ausgrenzung Vorschrift und Pflicht. Aber anscheinend haben gar nicht so viele Länder einen unabhängigen Verfassungsschutz … Nun endlich zur Studie: Prof. Heike Klüver (Politisches Verhalten an der Humboldt-Universität zu Berlin) hat 2025 mit einer Mitarbeiterin einen umfangreichen Datensatz ausgewertet: 1.237 Regierungskabinette in 57 Demokratien von 1976 bis 2023. Jetzt haben wir endlich mal Fakten auf dem Tisch. Über tausend Fälle. 50 Jahre. So geht rationales Denken. „Taming the Far Right?” ist vor allem deswegen wegweisend, weil die Studie statt schwer zu beurteilenden Wirkungen zwei eindeutige Messwerte vergleicht: die Form der Regierungsbeteiligung und die Ergebnisse der nächsten Wahl. Unter den 1.237 untersuchten Regierungen hatten 204 rechtsextreme Beteiligung: 57 als Premierminister (Kanzler, Regierungschef etc.), 136 als Junior-Partner, 17 als Unterstützer einer Minderheits-Regierung. Untersucht wurden auch Fälle, wo Rechtsextreme nur einzelne Ministerposten bekamen. Selbst bei diesen Fällen von „Helfen-lassen“ und „ein-bisschen-Mitspielen“ tritt der folgende Effekt auf. Das Ergebnis: Wenn rechtspopulistische oder rechtsextreme Parteien an der Regierung beteiligt wurden, schwächte sie das nicht. Und zwar praktisch in allen Fällen - obwohl es etliche gab, wo das Ergebnis Null war. Im Gegenteil: Solche Parteien erzielten bei der nächsten Wahl durchschnittlich 6% mehr der Stimmen. Die Einbindungsstrategie stärkte sie besonders, wenn sie den Ministerpräsidenten stellten, oft auch wenn sie eine herausgehobene Position im Kabinett bekleideten. Bei den Wahlergebnissen werden die aller rechten Parteien im Land zusammengefasst; das ist dort nötig, wo mehr als eine rechtsextreme Partei antritt (z.B. Ungarn, Italien). Ich weise auf diesen Punkt hin, weil spezielle Deutsche dazu neigen, allenfalls auf Österreich und Niederlande zu achten, aber Situation wie Ergebnisse anderer Staaten zu ignorieren. Wie in der Wissenschaft üblich, werden zahlreiche andere Faktoren (z.B. Bruttonationalprodukt, Arbeitslosigkeit, Migration) überprüft, um auszuschließen, dass diese für die Ergebnisse die plausiblere Erklärung sind. Sprich: Wenn du nun erwidern willst „Aber das könnte ja auch an XXX liegen“ – ja, guter Einwand. Selbstverständlich wissen Experten das auch und haben es bereits ausgeschlossen. Auch interessant: Die Parteien behalten typischerweise auch während der Regierungszeit ihre Popularität. Natürlich gibt es auch Fälle, wo die Beliebtheit einbricht. Aber der Durchschnitt ist erschreckend stabil. Die Professorin folgert sogar, dass die eigentliche Regierungsarbeit keine nennenswerte Wirkung auf die Popularität hat. Noch einige Anmerkungen: Darf man Rechte ausschließen? Das hängt von der Verfassung ab: Grundsätzlich darf jeder Staat jene in ihren Grundrechten einschränken, die andere in ihren Grundrechten einschränken (wollen) – das ist die übliche Definition von extrem. Solange eine Partei sich an die demokratischen Regeln hält (radikal oder populistisch), darf sie mitmachen. Aber selbstverständlich gehört zur Freiheit auch, dass Andere sagen dürfen: mit denen nicht. JEDE Koalition ist ein Bündnis gegen andere. Man einigt sich auf das, was man gemeinsam hat, und hofft, dass man die Gegensätze beiseite lassen kann. Dass Rechte so laut „unfair!“ schreien, wenn sie wieder einmal nicht an einer Regierung beteiligt werden, ist ironisch, weil ihnen Fairness ja sonst weitgehend egal ist. Zumindest Fairness für Alle. Fairness für einen gewissen Teil der Bevölkerung schreiben sie sich ja auf die Fahnen – aber das geht immer auf Kosten von Minderheiten, die ausgeschlossen werden. Kurz: Rechte mögen es gar nicht, wenn man sie so behandelt wie sie Andere behandeln. Sind das Nazis? Viele, die mitdiskutieren, bezeichnen pauschal alle, vor denen sie Angst haben, als „Nazis“. Gerne werden auch Parteien aus verschiedenen Staaten pauschal als solche bezeichnet. Selbst Rechte beklagen bisweilen, sie würden mit Nazi-Methoden verfolgt. Nazi ist für Viele zu einem Kraftausdruck geworden: Feminazis, Grammar Nazis, Klima-Nazis, Gender Nazis. Politologie benutzt diesen historischen Begriff nicht. Sie spricht von far-right. Unterschieden wird zwischen populistisch, radikal an der Wurzel ansetzend), was meist als noch demokratisch verstanden wird, extrem am äußersten), was bereits verfassungsfeindlich sein kann, und extremistisch (die zugehörige Ideologie, die bewusst und explizit extrem und verfassungsfeindlich ist). Dieses Studie hat mich überzeugt: Der Versuch, die Spielverderber ins Spiel zu bringen, ist nicht gut für das Spiel - nur für die Spielverderber. Schade. Ich habe wieder etwas dazu gelernt. Schau dir das Video im 1. Kommentar an (2 Minuten): Es kommt nicht oft vor, dass eine Expertin so sachlich spricht und dabei einen solchen Durchbruch an Erkenntnis präsentieren kann. Wenn du mehr über die Expertin wissen will – 2. Kommentar Das wirklich Spannende: Sie ist nicht nur Analystin - sie entwickelt auch konkrete Strategien, wie wir die Ergebnisse umsetzen können. Theorie und Praxis. Link zur Studie und Zusammenfassung derselben – 3. Kommentar. Danke an Anja Muthesius fürs Finden. https://www.facebook.com/hadmarwieser
3. Februar3. Feb vor 27 Minuten schrieb Ronald: Warum hat Polen keinen Euro? Dazu brauch ich keine konservative deutsche Gazette, ich fragte die Nachbarn, Bekannten, Kolleginnen schon 2004/5: Nach dem EU Beitritt waren overnight die Preise in bestimmten Bereichen (Z.B Baumarkt) zackig gestiegen. Des weiteren wäre den Eingeborenen der Wechsel zum € nicht vermittelbar gewesen. Einer der Effekte waren die von Banken massiv verkauften Kredite auf Basis des Schweizer Franken, ohne das Wechselkursrisiko vernünftig zu kommunizieren. (2008 - 2,5 Franken = 1 PLN; 2015 4:1 Das hat echt weh getan). Bei einem Wechselkurs ~4,2 PLN / 1 € ist die Befürchtung nachvollziehbar, dass ( wir erinnern uns an die €-Einführung in D) sich die Preise Xtradynamosch entwickeln. Und, die Kosten der Umstellung wären enorm, also wozu.
3. Februar3. Feb Die AFD hat dich niemanden mit Ausstrahlung und Redegewandtheit. Oder jemanden, der dem Laden Disziplin beibringt. Ala Meloni oder LePen. Dann würde es wirklich eng für die anderen Parteien. Den Untergang der Bundesrepublik sehe ich aber nicht kommen. Am besten bekämpft man die AFD mit vernünftiger Politik.
3. Februar3. Feb vor 25 Minuten schrieb -martin-: Im Gegenteil: Solche Parteien erzielten bei der nächsten Wahl durchschnittlich 6% mehr der Stimmen. Die Einbindungsstrategie stärkte sie besonders, wenn sie den Ministerpräsidenten stellten, oft auch wenn sie eine herausgehobene Position im Kabinett bekleideten. Das ist der Effekt der sogenannten "Märzgefallenen". Die persönliche Schamgrenze läßt sich in der Gruppe und mit der Aussicht das etwas für einen selbst abfällt leichter überwinden. Noch ist es nicht soweit, die meisten Wähler der Undemokraten bleiben unsichtbar. Vielleicht bin ich aber auch nur in der falschen Blase. Zitat Verwendung 1933 Im Verlauf der Machtübergabe an die Nationalsozialisten und hier besonders nach der Reichstagswahl März 1933 kam es zu zahlreichen Eintritten in die NSDAP, nicht zuletzt von Beamten und staatlichen Angestellten, denen die Mitgliedschaft bis dahin verboten war. Viele der Antragsteller erhofften sich vom Beitritt berufliche Vorteile oder befürchteten berufliche Nachteile (z. B. Entlassung), wenn sie nicht NSDAP-Mitglied waren. Diese Neumitglieder, denen „alte Kämpfer“ Opportunismus unterstellten, wurden als „Märzgefallene“ oder Märzveilchen verspottet. Um ihren Einfluss klein zu halten, erließ die NSDAP am 19. April 1933 eine Aufnahmesperre mit Wirkung zum 1. Mai 1933, von der bestimmte Gruppen, so z. B. Mitglieder von SA oder SS, ausgenommen waren. Diese Sperre wurde erstmals nach vier Jahren mit mehreren Änderungen gelockert, es wurde aber eine dreimonatige Parteianwärterschaft eingeführt. Daraufhin kam es zu einer großen Eintrittswelle in die NSDAP. Von Juni 1937 bis Juni 1938 traten 2,1 Millionen Personen in die Partei ein.[1] Endgültig aufgehoben wurde die Sperre am 10. Mai 1939. https://de.wikipedia.org/wiki/Märzgefallene Bearbeitet (3. Februar3. Feb von SeppCx)
3. Februar3. Feb vor einer Stunde schrieb Ebby Zutt: also wozu. Ja wozu eigentlich? Ist ja nur eine Verpflichtung die eingegangen wurde. Was würde uns/mir eigentlich fehlen, wenn Polen nicht mehr in der EU wäre? Bearbeitet (3. Februar3. Feb von Ronald)
3. Februar3. Feb vor 19 Minuten schrieb Ronald: Was würde uns/mir eigentlich fehlen, wenn Polen nicht mehr in der EU wäre? Polen.
3. Februar3. Feb vor 14 Minuten schrieb magoo: Polen. Gab es bereits über ein Jahrhundert lang nicht. https://de.wikipedia.org/wiki/Teilungen_Polens EU-Luftüberwachung und Experten warnen: Polen-Smogwolke über Deutschland Berlin – Kälte und Schnee in Polen, dicke Luft bei uns. Ostwind schaufelt wieder die Abgase der 14 Kohle-Kraftwerke und tausender privater Kaminschlote nach Deutschland. Das EU-Luftüberwachungssystem warnt: 54 Prozent des Feinstaubs in Berlin kommt aktuell aus Polen. Und die nächsten Tage soll der Anteil des Polen-Smogs noch kräftig zunehmen. Dreckluft-Stau über Deutschland! Nach dem Schnee-Intermezzo in Deutschland rasen die Feinstaubwerte wieder nach oben. Hauptgrund laut EU-Luftüberwachungssystem Copernicus und Wetter-Experten: Smog aus Polen. https://www.bild.de/politik/inland/eu-luftueberwachung-und-experten-warnen-polen-smog-ueber-deutschland-6981b887f0e62064809e2e76 Bearbeitet (3. Februar3. Feb von Ronald)
3. Februar3. Feb vor einer Stunde schrieb Ronald: Dreckluft-Stau über Deutschland Das Klima/ die Windrichtung interessiert die Zugehörigkeiten nicht. & das also wozu bezog sich auf die Währungsumstellung. Betreffs der Zugehörigkeit zur EU kannste mal bei deutschen Firmen fragen; für die ist das wichtig. Kleiner Tip: kannste mal mit Startpage gucken, welche deutschen Firmen in PL produzieren ( Tagesschau 2023): Wer im Westen rund um Wrocław, Poznań oder Katowice bauen möchte, muss inzwischen mit größerer Konkurrenz rechnen - unter anderem aus Deutschland. Denn gerade für die deutschen Autobauer ist der gut erschlossene polnische Südwesten mit seiner Nähe zum heimischen Markt, aber auch zu den Werken in Tschechien attraktiv. So wird Mercedes-Benz seine E-Transporter in Niederschlesien bauen. Aber auch Produzenten von Haushaltsgeräten, Elektronik, Möbeln und metall- und kunststoffverarbeitende Unternehmen entscheiden sich laut AHK oft für Polen. Obwohl inzwischen häufig Gehälter erwartet werden, die dem deutschen Markt recht ähnlich sind - Stichwort: Inflation.
3. Februar3. Feb vor 7 Minuten schrieb Ebby Zutt: welche deutschen Firmen in PL produzieren Die gehen nun nach Ungarn und Serbien.
3. Februar3. Feb So könnten unsere Städte nach einem 100%-Sieg der jeweiligen Parteien aussehen: https://dev.landtagswahl.ai/bw
3. Februar3. Feb vor 50 Minuten schrieb Ronald: Die gehen nun nach Ungarn und Serbien. Ah, Man ( AuWeh sowieso), Mercedes etc. machen in PL die Fabriken dicht? Weiß ich nur von Ikea ( aber andersrum), die haben nach PL verlagert. Wenn ich im März rüber fahre kann ich ja Fotos von den unkrautpberwucherten lost places machen. ZB von dem vor paar Jahren eröffneten: https://volkswagen-poznan.pl/de/article/das-volkswagen-werk-in-wrzesnia-und-die-marke-volkswagen-nutzfahrzeuge-feiern-sein-jubilaum-die-produktionslinie-der-fabrik-hat-das-200-000-fahrzeug-verlassen
3. Februar3. Feb Zitat Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete Infantino als "moralisch degeneriert". Sportminister Matwij Bidny sprach von "verantwortungslosen" Äußerungen. Der ukrainische Fußballverband (UFA) ließ wissen, dass der Ausschluss nicht enden dürfe, so lange der Krieg anhält. https://www.sportschau.de/fussball/fifa-wm-2026/ukraine-reagiert-scharf-auf-infantino-vorschlaege-zu-russland,infantino-ukraine-reaktion-russland-wm-100.html
3. Februar3. Feb vor 2 Stunden schrieb Ronald: Gab es bereits über ein Jahrhundert lang nicht. https://de.wikipedia.org/wiki/Teilungen_Polens Ist dir das eigentlich selber neu wenn du so etwas ergoogelst?
3. Februar3. Feb vor einer Stunde schrieb Ronald: Die gehen nun nach Ungarn und Serbien. Hast du das ergoogelt?
3. Februar3. Feb vor 4 Stunden schrieb SeppCx: Das ist der Effekt der sogenannten "Märzgefallenen". Die persönliche Schamgrenze läßt sich in der Gruppe und mit der Aussicht das etwas für einen selbst abfällt leichter überwinden. Noch ist es nicht soweit, die meisten Wähler der Undemokraten bleiben unsichtbar. Vielleicht bin ich aber auch nur in der falschen Blase. https://de.wikipedia.org/wiki/Märzgefallene Und nach dem Krieg waren alle Mitläufer und die besonders stromlinienförmigen Exemplare machten als stramme Nazis Karriere in Justiz, Politik etc. War ja nach 1989 auch nicht anders. Solche wird es immer geben.
3. Februar3. Feb MV Trend: Nur ein Viertel mit praktizierter Demokratie zufrieden Zitat Noch vor zehn Jahren war eine knappe Mehrheit (55 Prozent) mit der Demokratie, so wie sie in der Bundesrepublik praktiziert wurde, im Großen und Ganzen zufrieden. Doch nach Migrationskrise, Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg und dessen Auswirkungen wie Energiekrise, Inflation und Wirtschaftsflaute sei etwas ins Rutschen gekommen, meint Prof. Oliver Decker vom Leipziger Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung. Regelmäßige Vermessung der politischen Einstellungen Seit mehr als 20 Jahren forscht der Sozialpsychologe Decker zu politischen Einstellungen und autoritären Orientierungen. Seit 2002 ist er für die Leipziger Autoritarismusstudie (LAS) verantwortlich. Mit dieser sogenannten Längsschnittstudie wird alle zwei Jahre die politische Stimmung und die dahinter liegenden Einstellungen "vermessen". Rechtsextreme und autoritäre Ressentiments immer schon vorhanden Laut dieser Langzeitstudie waren Ressentiments gegen bestimmte Menschengruppen, aber auch gegenüber den Institutionen der demokratischen Gesellschaft schon immer vorhanden. Schon in den 2000er Jahren belegten die Leipziger Studien, dass knapp ein Drittel der Gesellschaft für rechtsextreme und autoritäre Einstellungen empfänglich ist. Der Unterschied zur Gegenwart besteht laut Decker darin, dass solche Einstellungen früher eher nur in der Anonymität, in Hinterzimmern oder an Stammtischen gepflegt wurden. Heute dagegen seien die Hemmungen, solche Einstellungen auch öffentlich zu äußern, weitgehend gefallen. Glaube an das Aufstiegsversprechen ist verlorengegangen Hoffnungsschimmer: Nur Minderheit wünscht sich autoritäre Regierung Demokratieexperte Decker sieht dennoch hoffnungsvolle Zeichen beim Wahlverhalten: Eine kompetente Regierung, sagte er dem NDR, könne die Schwankungen bei der Demokratiezufriedenheit zumindest in Teilen ausgleichen. Und trotz der generellen Unzufriedenheit wünschten sich laut seiner jüngsten Leipziger Studie nur knapp 18 Prozent der Befragten "eine einzige starke Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert". Wer nach den Ursachen forscht, wird beim Leipziger Kompetenzzentrum fündig. Oder beim "gesunden Menschenverstand", wie Oliver Decker sagt. Wenn die Inflation das Einkommen auffrisst, die Rente im Alter nicht mehr auszureichen droht, die Pflege künftig unbezahlbar scheint - und parallel die Wirtschaft stagniert, das Realeinkommen schwindet und die Teilhabe in den krisengeplagten Unternehmen leidet, dann funktioniere das klassische Aufstiegsversprechen nicht mehr, meint Decker. Das Versprechen lautete: Wenn du gut ausgebildet und fleißig bist, wird es dir besser gehen als deiner Vorgängergeneration. Doch trotz guter Ausbildung, Studium oder Job glauben viele junge Menschen nicht mehr, dass es ihnen später mal besser gehen wird als den eigenen Eltern. Und die älteren Jahrgänge fürchten wegen der Krisen und der chaotischen Debatten um den Sozialstaat um ihren mühsam erarbeiteten Wohlstand. Das belegen verschiedene Studien. Menschen sorgen sich um Lebensstandard und Rente Der aktuelle MV Trend bestätigt diese Interpretation: Immerhin jeder vierte Erwerbstätige (25 Prozent; +7 zu September) in Mecklenburg-Vorpommern Nordosten äußert gegenwärtig Ängste in Bezug auf seinen Arbeitsplatz. Mehr als jeder zweite Wahlberechtigte ist in Sorge, seinen Lebensstandard künftig nicht halten zu können (54 Prozent; +7) beziehungsweise im Alter mit Geldproblemen konfrontiert zu sein (55 Prozent; +2). Ostdeutsche Gemengelage erreicht auch den Westen Noch ist die Unzufriedenheit mit der gelebten Demokratie im Osten Deutschlands besonders ausgeprägt, doch sie erreicht laut Leipziger Autoritarismus-Studie inzwischen genauso den Westen. Die LAS fragt drei Arten der Demokratiezufriedenheit ab: mit der Demokratie als Idee, mit der Demokratie, wie sie in der Verfassung festgeschrieben ist sowie mit dem Funktionieren der Demokratie im Alltag der Bundesrepublik. In allen drei Dimensionen ist seit Jahren ein Rückgang zu verzeichnen. https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/mv-trend-nur-ein-viertel-mit-praktizierter-demokratie-zufrieden,demokratie-116.html
4. Februar4. Feb https://www.tagesschau.de/investigativ/monitor/eu-parlament-lieferkettengesetz-abstimmung-100.html Zitat Es gebe keine Zusammenarbeit mit Rechtsradikalen im EU-Parlament, betont EVP-Chef Weber immer wieder. Doch Monitor-Recherchen zeigen: Für eine Abstimmung organisierten die Konservativen im Vorfeld eine Mehrheit mit dem gesamten rechten Block. Zitat Am 13. November 2025 passierte im EU-Parlament etwas Beispielloses. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte für eine drastische Entschärfung der Lieferkettenrichtlinie - und die Mehrheit kam durch die Stimmen der konservativen EVP und des gesamten rechten Blocks, auch der AfD-Abgeordneten, zustande. EVP-Chef Manfred Weber betonte nach der Abstimmung, die "Brandmauer" habe weiter Bestand, es gebe keine "strukturierte Zusammenarbeit mit rechtsradikalen Parteien". Zitat Nach Monitor-Recherchen war diese gemeinsame Abstimmung zum Lieferkettengesetz jedoch kein Zufall, sondern genau vorbereitet. In einer E-Mail, die dem ARD-Magazin vorliegt, ist die Rede von einem "ursprünglich vereinbarten" Kompromiss zwischen der EVP-Fraktion um Manfred Weber mit dem gesamten rechten Block im EU-Parlament, einschließlich der Fraktion mit der AfD. Die Mail stammt aus dem Inneren der Verhandlungen zur EU-Lieferkettenrichtlinie, geschrieben am 15. Oktober 2025, also Wochen vor der entscheidenden Abstimmung am 13. November im EU-Parlament. Zitat Eine rechte Mehrheit, um die Lieferkettenrichtlinie so drastisch wie möglich abzuschwächen: Diesen Plan verfolgten auch Lobbyisten von Großkonzernen wie dem amerikanischen Öl-Riesen ExxonMobil oder der französischen TotalEnergies. Das legen Strategiepapiere einer global tätigen Lobbyagentur nahe, die Monitor vorliegen. Erhalten hatte sie zuerst die niederländische Menschenrechtsorganisation SOMO.
4. Februar4. Feb vor 16 Stunden schrieb magoo: Ist dir das eigentlich selber neu wenn du so etwas ergoogelst? Das wusste ich bereits, der Link war für Euch. vor 16 Stunden schrieb magoo: Hast du das ergoogelt? Gelesen und in Serbien selbst gesehen.
4. Februar4. Feb https://edition.cnn.com/2026/02/03/media/netflix-wbd-woke-sarandos-senate-hearing-hawley Netflix co-CEO Ted Sarandos on Tuesday faced skeptical lawmakers during a Senate hearing on his company’s pending $83 billion deal to acquire Warner Bros. Discovery’s streaming and studio assets. While many senators grilled Sarandos over antitrust issues, labor concerns and consumer prices, several conservative members focused instead on unsubstantiated accusations that Netflix promotes “woke” content and “transgender ideology.”
4. Februar4. Feb So sieht der Leuchtturm in Sassnitz, Rügen, momentan aus. Der LNG Hafen von Mukran ist auch zugefroren.
4. Februar4. Feb Opfer wurde zunächst wiederbelebt Bei Kontrolle in Rheinland-Pfalz attackiert: Zugbegleiter nach Angriff gestorben https://www.focus.de/panorama/welt/zugbegleiter-will-mann-kontrollieren-der-greift-ihn-an-und-verletzt-ihn-schwer_6d31a72a-d576-453f-a209-6645cdda97ef.html
4. Februar4. Feb Usexit: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/kanada-minnesota-protest-ice-100.html Zitat Seit Wochen fühlen sich Bürger im US-Bundesstaat Minnesota von der Trump-Regierung drangsaliert - nicht zuletzt wegen der brutalen ICE-Einsätze. Dann vielleicht lieber Kanada anschließen? Was hinter dem Protest steckt. Zitat Dieser feige Wehrdienst-Drückeberger muss lernen, dass Minnesota nicht klein beigibt. Dazu hat er sich den falschen Bundesstaat ausgesucht. Jesse Ventura Zitat Minnesota als 11. Provinz Kanadas - das ist schon jetzt eine clevere Protestinitiative. Vermutlich wird es jedoch dabei bleiben. Denn nach dem US-amerikanischen Bürgerkrieg entschied der Oberste Gerichtshof 1869, dass kein Bundesstaat die Vereinigten Staaten von sich aus verlassen darf.
4. Februar4. Feb vor 2 Stunden schrieb phantomas: Der LNG Hafen von Mukran ist auch zugefroren. Nein: www.ndr.de/mecklenburg-vorpommern/eis-im-hafen-zufahrt-fuer-lng-tanker-in-mukran-gesichert,mvregiogreifswald -- vor 2 Stunden schrieb phantomas: So sieht der Leuchtturm in Sassnitz, Rügen, momentan aus. Nein. Das Bild ist von 2018: Atuelles Bild, www.spiegel.de Bearbeitet (4. Februar4. Feb von 15cv)
4. Februar4. Feb Das ist wie mit dem Ölpestvogel, der ploppt auch immer wieder auf. vor 1 Stunde schrieb Ronald: Bei Kontrolle in Rheinland-Pfalz attackiert: Zugbegleiter nach Angriff gestorben Oh Focus! lies doch mal seriös https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/zugbegleiter-kaiserslautern-gestorben-100.html Allerding die blöd hätte da noch ein Interview mit dem Opfer im Koma gebracht…
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