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Zeitgeschehen

Hervorgehobene Antworten

Wenn Du das freiwillig und mit Vorsatz erworben hast, hat es i.d.R. wirtschaftliche Gründe und Vorteile.

Wenn Du es mit Schulden geerbt hast, oder durch andere unvorhergesehene Ereignisse dran gekommen bist, dann kann es natürlich auch den Ruin bedeuten.

schwinge hat das nach eigener Aussage sehr freiwillig erworben. Und seine Mieter werden wohl mindestens die Monatsrate tilgen. Da er neben dem 24/7 Job eines Landwirts offenbar noch jede Menge Zeit hat eigene und fremde Autos zu reparieren - sicher nicht ohne Obolus - dürfte er nicht zu den wirtschaftlich benachteiligten in AfD Land gehören. Dennoch sympatisiert er mit denen. Am Fahne hissen dürfte es nicht liegen..... Das würden selbst Linke und Grüne tolerieren.

Vor 16 Minuten, bx-basis schrieb:

Woher kommt eigentlich der Irrglaube daß Grund- und Immobilienbesitz grundsätzlich wirtschaftlich vorteilhaft seien? Das kann auch nichts weiter als den wirtschaftlichen Ruin bedeuten so etwas zu besitzen, denn es verursacht oftmals Kosten die in keinem vernünftigen Verhältnis zum Ertrag stehen.

Können wir uns darauf einigen das Grund- und Immobilienbesitz in den allerallermeisten Fällen wirtschaftlich vorteilhaft ist ?
Ansonsten gibts jetzt wieder eine Grundsatzdiskussion über die extrem wenigen Ausnahmen ,also meist das berühmte Häuschen von der Oma in Bestlage, die aber auch nur dann entstehen weil Grund- und Immobilienbesitz als Spekulationsobjekt wirtschaftlich lohnenswert ist,
Inwieweit privater Grundbesitz über den persönlichen Wohn- und Lebensbedarf hinaus gut ist sollte mal grundsätzlich überdacht werden.

Bearbeitet ( von SeppCx)

  • Ersteller
4 Stunden her, schwinge schrieb:

Wenn ichs mir aussuchen kann, wähle ich den Weg, bei dem ich stolz eine Flagge tragen kann. Und zwar die unser aller Vaterlandes.
Bezeichnend, zwei Jahrzehnte lang hatte ich nicht den Hauch an Nationalstolz verspürt.
Diese Zeit ist vergangen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass auch andere ähnlich fühlen.

Das interssiert mich jetzt aber! Stolz kann man ja eigentlich nur auf eigene Leistungen sein. Hast Du die Flagge selbst genaeht 😄? Ansonsten sparst Du ja nicht mit geringschaetzigen Worten fuer unsere Vertreter. Auf die scheinst Du also nicht so stolz, obwohl die Du ja hoffentlich auch gewaehlt hast. Also bei mir wuerde es maximal fuer etwas Lokalpatriotismus reichen, auch wenn mein Beitrag fuer die Region, in der ich lebe, relativ gering ist.

Da aber fuer manche Menschen Patriotismus etwas wichtiges zu sein scheint, bekenne ich mich mal zum Verfassungspatriotismus 🙂. Sofern dein Patriotismus, den so aehnlich auch andere Fuehlen, nur der Abrenzung gegen die "Linksgruenen" dient, wo werde ich damit eingruppiert?

4 Stunden her, schwinge schrieb:

Wenn ichs mir aussuchen kann, wähle ich den Weg, bei dem ich stolz eine Flagge tragen kann. Und zwar die unser aller Vaterlandes.

Stolz ist doch eine der Todsünden, sogar die Schlimmste? Also wie kann man dann guten Gewissens "stolz" eine Flagge tragen ? Und zu welchem Zweck bitte dient das Tragen bzw, Zeigen einer Flagge? Mir sind diese Konzepte schon immer negativ suspekt gewesen , also Vaterland und Flagge usw. Das ist für mich alles eine Art Fußballhooligankultur im großen Maßstab. Egal wie das schön das Spiel ist, man trifft sich danach um sich im gegenseitigem Einvernehmen die Schädel einzuschlagen.
Vielleicht kannst du mir erklären was du daran als positiv empfindest, mir erschliesst sich das einfach nicht.

Definition:

Stolz (lateinisch Superbia), oft als Hochmut bezeichnet, gilt in der christlichen Tradition als die Wurzel aller Sünden und die schwerste der sieben Todsünden. Er bezeichnet eine übersteigerte Selbstliebe, Arroganz und die Überheblichkeit, sich über andere Menschen und über Gott zu stellen. Er trennt den Menschen von Gott und ist das Gegenteil von Demut. 

Vor einer Stunde, bx-basis schrieb:

Woher kommt eigentlich der Irrglaube daß Grund- und Immobilienbesitz grundsätzlich wirtschaftlich vorteilhaft seien? Das kann auch nichts weiter als den wirtschaftlichen Ruin bedeuten so etwas zu besitzen, denn es verursacht oftmals Kosten die in keinem vernünftigen Verhältnis zum Ertrag stehen.

Ach ja... Ich dachte mir schon, dass sowas kommt...

Dem Irrglauben unterliege ich grundsätzlich nicht. Wie kommst DU AUF DIESEN GRUNDSÄTZLICHE, STARRE BEHAUPTUNG? In meinem Satz fehlt allerdings ein "u.a".

Schwinge erzählt viel von seiner Situation u schrieb schon z.B., wie u wann er in Rente geht. Ob er lügt, weiß ich natürlich nicht. Gehe ich aber nicht von aus. Ich habe seine finanzielle Situation nach seinen eigenen Ausführungen bewertet.

Und nein, ich sage auch nicht, dass er reich ist. (Das ist eh relativ).

Im Übrigen, wenn immobilien jemanden ruinieren (im tatsächlichen Sinn!!), sollte man sich davon trennen.

Bearbeitet ( von Nitsrekds)

Vor 51 Minuten, SeppCx schrieb:

Stolz ist doch eine der Todsünden, sogar die Schlimmste? Also wie kann man dann guten Gewissens "stolz" eine Flagge tragen ? Und zu welchem Zweck bitte dient das Tragen bzw, Zeigen einer Flagge? Mir sind diese Konzepte schon immer negativ suspekt gewesen , also Vaterland und Flagge usw. Das ist für mich alles eine Art Fußballhooligankultur im großen Maßstab. Egal wie das schön das Spiel ist, man trifft sich danach um sich im gegenseitigem Einvernehmen die Schädel einzuschlagen.
Vielleicht kannst du mir erklären was du daran als positiv empfindest, mir erschliesst sich das einfach nicht.

Definition:

Stolz (lateinisch Superbia), oft als Hochmut bezeichnet, gilt in der christlichen Tradition als die Wurzel aller Sünden und die schwerste der sieben Todsünden. Er bezeichnet eine übersteigerte Selbstliebe, Arroganz und die Überheblichkeit, sich über andere Menschen und über Gott zu stellen. Er trennt den Menschen von Gott und ist das Gegenteil von Demut. 

Ja, obendrein kann man wohl kaum auf einen Zufall, wie den Geburtsort stolz sein.

Vor einer Stunde, MatthiasM schrieb:

Das interssiert mich jetzt aber! Stolz kann man ja eigentlich nur auf eigene Leistungen sein. Hast Du die Flagge selbst genaeht 😄? Ansonsten sparst Du ja nicht mit geringschaetzigen Worten fuer unsere Vertreter. Auf die scheinst Du also nicht so stolz, obwohl die Du ja hoffentlich auch gewaehlt hast. Also bei mir wuerde es maximal fuer etwas Lokalpatriotismus reichen, auch wenn mein Beitrag fuer die Region, in der ich lebe, relativ gering ist.

Da aber fuer manche Menschen Patriotismus etwas wichtiges zu sein scheint, bekenne ich mich mal zum Verfassungspatriotismus 🙂. Sofern dein Patriotismus, den so aehnlich auch andere Fuehlen, nur der Abrenzung gegen die "Linksgruenen" dient, wo werde ich damit eingruppiert?

Ach Matthias....😶‍🌫️

Man kann Stolz darauf sein einer Gemeinschaft anzugehören und deren Werte zu teilen. Diese Gemeinschaft kann auch das Volk eines Staates sein, dann nennt man das Nationalstolz oder Patriotismus. Daß der Patriotismus in Deutschland überwiegend negativ gesehen wird ist eine traurige Realität. Patriotisch zu sein wird in Deutschland direkt mit Rechtsextremismus, Nationalsozialismus, Fremdenfeindlichkeit etc. assoziiert - eigentlich schade für eine Nation mit bewegter Historie die sich selbst ständig auf 12 Jahre davon reduziert.

Vor 5 Minuten, bx-basis schrieb:

Man kann Stolz darauf sein einer Gemeinschaft anzugehören und deren Werte zu teilen. Diese Gemeinschaft kann auch das Volk eines Staates sein, dann nennt man das Nationalstolz oder Patriotismus. Daß der Patriotismus in Deutschland überwiegend negativ gesehen wird ist eine traurige Realität. Patriotisch zu sein wird in Deutschland direkt mit Rechtsextremismus, Nationalsozialismus, Fremdenfeindlichkeit etc. assoziiert - eigentlich schade für eine Nation mit bewegter Historie die sich selbst ständig auf 12 Jahre davon reduziert.

Warum kann man einer Gemeinschaft nicht auch ohne Stolz angehören (wollen) ? Dem stolzem Angehören ist immer eine Abwertung anderer Gemeinschaften und die Xenophobie immanent.
Nein, es geht nicht nur um die berüchtigten 12 Vogelschissjahre. Es geht auch nicht nur um Deutschland. Das ist ein übernationales Symptom, dieser sogenannte Nationalstolz wird immer wieder benutzt um eklige Auswüchse zu rechtfertigen. Siehe momentan die USA. Eine invasive Migrantennation die sich mit ihrem abstrusen Waffenfetisch und quasireligiöser Fahnenverehrung eine Identität zurechtschwurbelt.

Bearbeitet ( von SeppCx)

Vor 48 Minuten, bx-basis schrieb:

Patriotisch zu sein wird in Deutschland direkt mit Rechtsextremismus, Nationalsozialismus, Fremdenfeindlichkeit etc. assoziiert - eigentlich schade für eine Nation mit bewegter Historie die sich selbst ständig auf 12 Jahre davon reduziert.

Nein, wird es nicht.

Und: Nationalstolz und Patriotismus ist nicht das Selbe. Auch wenn der eig. schöne Begriff Patriotismus oft missbraucht wird.

1 Stunde her, Nitsrekds schrieb:

Ja, obendrein kann man wohl kaum auf einen Zufall, wie den Geburtsort stolz sein.

Ist zwar nicht der Sechser im Lotto, aber viele Länder fallen mir nicht ein wo es besser oder gleich wäre. Die anderen Zufälle wie Geschwister, Freunde, Umgebung, Ausbildung, Beruf usw. ergeben dann doch die Lotto-Gewinnquote.

Vor 40 Minuten, Nitsrekds schrieb:

Und: Nationalstolz und Patriotismus ist nicht das Selbe. Auch wenn der eig. schöne Begriff Patriotismus oft missbraucht wird.

Patriotismus ändern wir einfach in geradzahligen Jahren in Matriarchismus um. Dann wirds schon. Also auf ein frohes matriarchisches Jahr des Feuerpferds. 🐎

  • Ersteller
Vor einer Stunde, bx-basis schrieb:

Man kann Stolz darauf sein einer Gemeinschaft anzugehören und deren Werte zu teilen. Diese Gemeinschaft kann auch das Volk eines Staates sein, dann nennt man das Nationalstolz oder Patriotismus. Daß der Patriotismus in Deutschland überwiegend negativ gesehen wird ist eine traurige Realität. Patriotisch zu sein wird in Deutschland direkt mit Rechtsextremismus, Nationalsozialismus, Fremdenfeindlichkeit etc. assoziiert - eigentlich schade für eine Nation mit bewegter Historie die sich selbst ständig auf 12 Jahre davon reduziert.

Wenn es nur diese 12 Jahre gewesen waere. Militarismus, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sind staendige Begleiter unserer Nation. Und die haben den Patriotismus feste im Griff. Aber das ist nicht nur bei uns so, auch in vielen anderen Laendern tragen die Rechtsradikalen den Patriotismus vor sich her. Und zu haeufig wird Patriotismmus auch benutzt um etwas umzusetzen oder zu verschleiern was gerade diesen Patrioten schadet. Krieg zum Beispiel.

Und stolz auf die Gemeinschaft und die Werte? Es sind meistens die "Patrioten", die Politik diffamiert, Anderdenkende "gruenlinks versifft" nennt und staendig den Niedergang beklagen. Auf was sind die eigentlich Stolz? Ich wuerde es eher als den Versuch der Vereinahmung bezeichnen, "echte Deutsche" sind die die unsere(!) Werte teilen ...

  • Ersteller
Vor 9 Minuten, Ronald schrieb:

Ist zwar nicht der Sechser im Lotto, aber viele Länder fallen mir nicht ein wo es besser oder gleich wäre.

"Ihr" seid auf komische Sachen stolz! Ich bin handwerklich ziemlich aktiv. Und wenn mir etwas gut gelingt habe ich schon ein Gefuehl was man mit stolz beschreiben kann. Wenn mir aber etwas zufaellt oder ich mir etwas kaufe, bin ich froh das ich es habe, aber stolz? Ach, du meinst so wie die Autoposer die auf ihre Alus stolz sind? Naja, die habe oft sonst wenig auf das sie "stolz" sein koennen, sei es ihnen gegoennt🙂.

Vor 21 Minuten, SeppCx schrieb:

Patriotismus ändern wir einfach in geradzahligen Jahren in Matriarchismus um. Dann wirds schon. Also auf ein frohes matriarchisches Jahr des Feuerpferds. 🐎

Also mit Sternzeichen hab ichs nicht so, aber wenn.... dann kann ich leider nur mit einer (zugegebenermaßen manchmal) hitzköpfigen Ziege dienen .. (sehr schade, fürs Feuerpferd bin ich mind 12 Monate zu spät geboren) 🔥🐐.

Vor 2 Minuten, Nitsrekds schrieb:

Also mit Sternzeichen hab ichs nicht so, aber wenn.... dann kann ich leider nur mit einer (zugegebenermaßen manchmal) hitzköpfigen Ziege dienen .. (sehr schade, fürs Feuerpferd bin ich mind 12 Monate zu spät geboren) 🔥🐐.

Hat nichts mit deinem Sternzeichen zu tun, laut chinesischem Kalender haben wir gerade ein Jahr des Feuerpferds. Und weil die Weltlage so fröhlich ist, auch in China, war dieses fehlgenähte Stofftier der Verkaufsschlager:
88e615bb-6af4-4250-b1bf-386aa0bceff7_w18

Vor 4 Minuten, SeppCx schrieb:

Hat nichts mit deinem Sternzeichen zu tun, laut chinesischem Kalender haben wir gerade ein Jahr des Feuerpferds. Und weil die Weltlage so fröhlich ist, auch in China, war dieses fehlgenähte Stofftier der Verkaufsschlager:
88e615bb-6af4-4250-b1bf-386aa0bceff7_w18

Hm, ich dachte immer, das chinesische Jahr-Symbol entspricht auch dem Horoskop u das Feuerpferd ist alle 60 Jahre noch ne explizite Variante.

Grad mal ergoogelt.... uuuhhhh Feuerpferde sind ja nicht gerade Glücksbringer 😆

Vor 58 Minuten, Ronald schrieb:

Ist zwar nicht der Sechser im Lotto, aber viele Länder fallen mir nicht ein wo es besser oder gleich wäre. Die anderen Zufälle wie Geschwister, Freunde, Umgebung, Ausbildung, Beruf usw. ergeben dann doch die Lotto-Gewinnquote.

Richtig👍 Besser geht immer.

Ich schätze mich glücklich in D geboren zu seinu über einen Lottogewinn würde ich mich freuen, aber stolz bin und wäre ich auf keins von beiden.

  • Ersteller

Neues von der Gesundheitsreform! Von den Sparmassnahmen profitiert eigentlich nur der Bund. Die Buergergeldempfaenger werden weiter von den Versicherten getragen, dafuer kuerzt der Bund die Zuschuesse. Anhebung der Bemessungsgrenze und Ende der Mitversicherung wird nicht wenige freiwillig Versicherte davon ueberzeugen, sich privat zu versichern = weniger Geld. Was wohl auch so beabsichtigt ist.

Das wird noch mehr Dumme davon ueberzeugen, das Falsche zu waehlen.

Vor 8 Minuten, MatthiasM schrieb:

Neues von der Gesundheitsreform! Von den Sparmassnahmen profitiert eigentlich nur der Bund. Die Buergergeldempfaenger werden weiter von den Versicherten getragen, dafuer kuerzt der Bund die Zuschuesse. Anhebung der Bemessungsgrenze und Ende der Mitversicherung wird nicht wenige freiwillig Versicherte davon ueberzeugen, sich privat zu versichern = weniger Geld. Was wohl auch so beabsichtigt ist.

Das wird noch mehr Dumme davon ueberzeugen, das Falsche zu waehlen.

Also jetzt mal ne Detailfrage und ich bin gesetzlich versichert: das mit dem privat versichern, ist es nicht so, dass da auch jede Person einzeln versichert und bezahlt werden muss??

ja.

4 Stunden her, bx-basis schrieb:

Man kann Stolz darauf sein einer Gemeinschaft anzugehören und deren Werte zu teilen. Diese Gemeinschaft kann auch das Volk eines Staates sein, dann nennt man das Nationalstolz oder Patriotismus. Daß der Patriotismus in Deutschland überwiegend negativ gesehen wird ist eine traurige Realität. Patriotisch zu sein wird in Deutschland direkt mit Rechtsextremismus, Nationalsozialismus, Fremdenfeindlichkeit etc. assoziiert - eigentlich schade für eine Nation mit bewegter Historie die sich selbst ständig auf 12 Jahre davon reduziert.

Deine Verbindung teile ich nicht: sie (die 12 Jahre) sind ein Teil unserer Kultur, genauso wie der Kolonialismus oder die Unterdrückung von Frauen, Fremdenfeindlichkeit, Überheblichkeit und Begriffe wie Herrenrasse oder Untermenschen. Heute immer noch bei diversen Familientreffen ausgiebig genutzt. Das ist genauso ein Teil "unserer" Identität, wie die Familie Mann, Herr Siemens, Kant oder Luxemburg, Bismark oder Klara und Ulrike von nebenan. Bach, Nitsche, Kant und Hegel nicht zu vergessen.

Erst das systematische Weglassen wesentlicher Dinge schafft bei mir Unbehagen und Ablehnung. Auch ist "Dein" Nationalstolz und Patriotismus (besser der von Dir zitierte) leider sehr häufig mit der Erhöhung der eigenen Identität oder Herabstufung anderer Gesellschaften/Menschen verbunden - das macht es für mich zum Problem.

Womit ich auch ein Problem habe ist, Stolz auf etwas zu sein, für das ich sehr, sehr wenig beigetragen habe. Das hat schon neurotische Züge und eher ein Ausdruck der Erhöhung anderen Menschen gegenüber und der Versuch darüber einen eigenen Wert zu definieren. Es hat halt schwer Bestand zu behaupten, dass man besser als der Nachbar sei - der Gegenbeweis folgt doch recht schnell; die Juden sind keine Menschen, wir sind die bessere Rasse, ist da deutlich das einfachere Mittel. Sich selbst einen Wert zu verpassen, sich über andere Menschen zu stellen. Der Beifall der sich selbst nicht schätzenden Menge, ist einem Gewiss - aber der Glaube, dass der Beifall der Menge einen Beweis für meinen Wert ergeben würde, ist Blödsinn. Genauso, dass das Treten nach unten irgend etwas verbessern würde.

Worauf bist Du exakt Stolz? Auf den sehr weitgehenden Einfluß jüdischen Lebens auf unsere Kultur? Oder den noch stärkeren christlichen Einfluß? Den liberalen und weltoffenen Einfluß vieler deutscher (haben sie sich so verstanden?) Philosophen und Wissenschaftler auf unsere Gesellschaft?

Ich bin froh in diesem Land leben zu können. Trotz allen Gemecker. Aber stolz bin ich nicht. Stolz bin ich auf das, was ich selbst gut gemacht habe, dass ich mir fast immer treu geblieben bin, das ich kein Schwein bin - zumindest ich mich nicht so sehe.

Ja, man kann auch stolz darauf sein, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Werte zu haben und diese zu teilen. Aber wieso soll ich Stolz auf eine Gemeinschaft sein, die ich nicht mehr überblicken kann? Oder anders gefragt, warum soll ich Stolz sein, ein Deutscher zu sein und mich mit Menschen gleichsetzen, die keinen Stolz empfinden Europäer oder Weltbürger zu sein? Menschen, die den Stolz deutsch zu sein als Ausdruck der Verachtung anderen gegenüber benutzen?

"Mitunter wird der Stolz in zwei Formen unterteilt: eine gesunde und eine kranke, das heißt neurotische Form .... Neurotischer Stolz kann es sein, wenn man stolz auf etwas ist, was man nicht selber geschaffen hat; es kann auch neurotisch sein, stolz zu sein auf destruktive Leistungen gegen Menschen (zum Beispiel Stolz, möglichst viele Leute betrogen zu haben).
Stolz auf eine Leistung, die man für sich oder andere erbracht hat (beispielsweise Ablegen einer Dissertation, Abitur), gilt als legitim.
Wikipedia

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4 Stunden her, 15cv schrieb:

ja.

Tja dann...

5 Stunden her, Nitsrekds schrieb:

Also jetzt mal ne Detailfrage und ich bin gesetzlich versichert: das mit dem privat versichern, ist es nicht so, dass da auch jede Person einzeln versichert und bezahlt werden muss??

Würde die private Krankenversicherung sich an den Kosten für die Finanzierung der Krankenhäuser und an den Kosten für die Bürgergeld- / Grundsicherungsempfänger beteiligen, wäre diese Scheiß-Versicherung so teuer, dass niemand privat versichert wäre. Bis auf den Anteil der Bevölkerung, der so stinkreich ist, dass er mit seinem antisozialen Lebensstil den Planeten zu Grunde richtet.

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