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Zeitgeschehen

Hervorgehobene Antworten

Über den Tellerrand 🤔:

https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(25)01201-2/abstract

The global context has shifted dramatically since publication of the first EAT–Lancet Commission in 2019, with increased geopolitical instability, soaring food prices, and the COVID-19 pandemic exacerbating existing vulnerabilities and creating new challenges. However, food systems remain squarely centred at the nexus of food security, human health, environmental sustainability, social justice, and the resilience of nations. Actions on food systems strongly impact the lives and wellbeing of all and are necessary to progress towards goals highlighted in the Sustainable Development Goals, the Paris Agreement, and the Kunming–Montreal Global Biodiversity Framework. Although current food systems have largely kept pace with population growth, ensuring sufficient caloric intake for many, they are the single most influential driver of planetary boundary transgression. More than half of the world's population struggles to access healthy diets, leading to devastating consequences for public health, social equity, and the environment. Although hunger has declined in some regions, recent increases linked to expanding conflicts and emergent climate change impacts have reversed this positive trend. Obesity rates continue to rise globally, and the pressure exerted by food systems on planetary boundaries shows no signs of abating…

nächster Halt Panzerschokolade....

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Hegseth kündigt Testosteron-Test für Soldaten ab 30 an

Um die Leistungsfähigkeit von Soldaten sicherzustellen, ordnet das US-Verteidigungsministerium Testosteronuntersuchungen an. Pentagonchef Pete Hegseth legt fest: Bei einem Defizit werde eine Behandlun

Ein Soldat ist nicht viel wert, wenn er nicht kämpfen kann.

tagesschau.de
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Mehr Gemüse statt Fleisch - wie das die Landwirtschaft ve...

Das aktuelle Ernährungssystem belastet Klima, Umwelt und Gesundheit. Was würde eine globale Umstellung auf eine gesündere, nachhaltigere Ernährung für die Landwirtschaft bedeuten? Das hat eine Studie

Planetary Health Diet: Mehr Pflanzen, weniger tierische Produkte. Laut EAT Lancet Kommission - ein internationales Expertengremium, das wissenschaftliche Grundlagen für eine gesunde, nachhaltige und gerechte globale Ernährung formuliert - könnten durch diese Ernährungsweise weltweit jedes Jahr bis zu 15 Millionen vorzeitige Todesfälle vermieden werden.

Dieser wissenschaftlich fundierte Speiseplan schützt demnach nicht nur die menschliche Gesundheit, sondern auch die des Planeten. Denn das derzeitige Ernährungssystem verursacht der EAT Lancet Kommission zufolge rund ein Drittel der globalen Treibhausgasemissionen. Hinzu kommt: Etwa ein Drittel der produzierten Lebensmittel gehe weltweit zwischen Acker und Teller verloren oder lande im Müll, während rund die Hälfte der bewohnbaren Erdoberfläche landwirtschaftlich genutzt wird - vor allem für Viehhaltung und den Anbau von Futtermitteln.

Die Verschiebung von tierischer zu pflanzlicher Produktion würde auch die globale Landnutzung verändern. Bis 2050 würde die landwirtschaftlich genutzte Gesamtfläche im Transformationsszenario um etwa sechs bis sieben Prozent gegenüber 2020 sinken. Besonders deutlich wäre der Rückgang beim Weideland: minus rund 10 Prozent, was etwa 274 Millionen Hektar entspricht. Die Autorinnen und Autoren ordnen das als den größten absoluten Flächenrückgang der Landwirtschaft seit über 2.000 Jahren ein.

Ein Teil der freiwerdenden Flächen könnte laut Lotze-Campen für Wiederaufforstung und den Erhalt der Biodiversität genutzt werden. Damit würden zusätzliche Kohlenstoffsenken entstehen und Lebensräume für Pflanzen und Tiere zurückgewonnen.

7 Stunden her, SeppCx schrieb:

nächster Halt Panzerschokolade....

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Hegseth kündigt Testosteron-Test für Soldaten ab 30 an

Um die Leistungsfähigkeit von Soldaten sicherzustellen, ordnet das US-Verteidigungsministerium Testosteronuntersuchungen an. Pentagonchef Pete Hegseth legt fest: Bei einem Defizit werde eine Behandlun

Dass die USA momentan regierungsmässig, oder um es etwas weiter zu fassen, in der politischen Administration vom Kopfe her stinkt, ist ja nun nichts neues.

Mehr Sorge habe ich darüber, was Europa alles nicht kann. Denn da hilft auch keine Panzerschokolade, denn die hilft nur, solange klar ist, wo es lang geht.

Damit das nun wieder nicht mit Gewalt falsch verstanden wird: Es gilt, die Demokratie zu erhalten und zu stärken. Das in einer Situation, in der es nach vielen in der Beziehung paradiesischen Jahrzehnten wieder weltpolitische Zwänge gibt, um die man unabhängig davon, was auf dem Regierungsetikett steht, nicht umhin kommt. Aufrüstung zum Beispiel. Das erfolgt nicht primär aus Militarismus, sondern weil Russland kolonial expansionistisch ist (und seit 1917 oder länger zurück nie anders war!) und die USA andere Probleme haben. Die sollen etwa auch Taiwan beistehen, Südkorea oder anderen. Es ist weniger so, dass die USA ein ernsthaft unzuverlässiger Partner sind. Das sind die Wirren eines noch nie geistig gesunden Präsidenten, dessen Senilität die Situation nicht besser macht. Wenn uns das schon aus dem Konzept bringt, dann wirds aber so oder so Zeit, sich mal umzusehen, und die Deviation des moralischen Kompasses zu prüfen. Fakt ist, wir haben uns stabil seit dem Ende des zweiten Weltkriegs drauf verlassen, und verlassen können, dass die USA unsere Interessen vertritt oder zumindest teilt.

Was nach dem zweiten Weltkrieg eine zwingende Logik hatte, nämlich dass Europa nicht zur Selbstverteidigung gegen den russischen Expansionismus in der Lage war, gilt heute nicht mehr ohne weiteres. Seit 1945 sind mehr als 80 Jahre vergangen, in denen Westeuropa aufblühte. Es ist nicht ganz so weit her geholt, wie man das in Europa meint, dass die USA nach langen Jahrzehnten der Vorwarnung und Ermanung an Europa, aufzurüsten um seine Interessen selber wahrnehmen zu können, nun leider nicht mehr anders können, als sich weltpolitisch-militärisch nicht mehr eurozentriert zu verhalten. Das ergibt sich aus der globalen politischen Grosswetterlage und hängt nicht von einem verrückten, und nun auch senil werdenden Präsidenten in USA ab.

Es geht nicht darum, interventionistisch, wie bisher die USA, überall hin in die Welt Soldaten zu schicken, wo uns etwas nicht passt. Es geht darum, dass man weltpolitisch anders wahrgenommen wird, wenn man eine zumindest verteidigungsfähige Armee mit verteidigungsbereiten Soldaten und meinethalben auch Soldatinnen hat, als wenn man buchstäblich unbewaffnet in die Mündugen russischer Geschütze guckt. Ist man verteidigungsbereit und verteidigungsfähig, ist man in dem Sinn sicher, als der Gegner einsehen muss, dass es zu teuer kommt, einzumarschieren, oder damit auch nur ernsthaft zu drohen. Das nicht nur mit Blick auf Russland, sondern auch auf China, welches, im Westen fast unkommentiert und damit unbemerkt, massivst und quasi mit Siebenmeilenstiefeln aufrüstet.

Das kombiniert mit einer wesentlich geschickteren Diplomatie als Russland sie je haben wird, wäre allein schon Grund aufzuwachen, denn es erklärt das Verhalten der USA, wenn man die Trumpschen Stürme im Wasserglas mal wegfiltert. Da geht es nicht drum, sich von Europa abzuwenden. - Es geht einfach nicht mehr anders, wenns in Taiwan brodelt, man Nordkorea im Blick halten muss, in Russland ein Schmalspurstalin stabil herrscht und China immer stärker wird, in allen Belangen, die global von Bedeutung sind; und der Nahe Osten vom Pulverfass zum Flächenbrand mutiert.

Vor diesem Hintergrund schreckt nicht der Gedanke an Soldaten auf Steroiden an sich, sondern mehr die offensichtliche Inkompetenz der Administration, die über die Aufgaben dieser Soldaten entscheidet. Man muss kein Militarist sein, um daraus Indikationen für auch militärische Erfordernisse Europas nicht mehr übersehen zu können. Es geht zum Beispiel nicht, dass sich Europa vor diesem Hintergrund auf Patriot-Flugabwehrsysteme verlässt, für die die USA nicht mehr als in etwa zwei (sic!) Geschosse am Tag produzieren und keine Lizenzen erhältlich sind, um mehr erhältlich zu machen. Da muss es möglich sein, eigene gleichwertige oder bessere Systeme zu haben, und das nicht erst in dreissig Jahren. Nur so als Beispiel. Denn ohne Luftabwehr lacht Putin zu Recht über Europa.

Es geht da um reine Verteidigungsfähigkeiten, die wir einfach mal nicht haben. Auf Jahre oder JAhrzehnte nicht! Hätten wir die, könnten wir Trumps Hirnfürzen gelassener gegenüber stehen. Und so muss man auch in allen anderen Bereichen denken. Wie ein guter Pilot, oder ein guter Autofahrer, der zumindest nach Kräften versucht, sich nie in eine Situation zu bringen, wofür es keinen Plan B gibt. Und ich meine keinen Militärpiloten.

Das alles muss unabhängig von der tagespolitischen Geschmacksrichtung in Berlin, Paris, Rom, Ankara und Brüssel gelingen, denn an solchen strategischen Grunderfordernissen und langfristigen Perspektiven hängt unser aller Zukunft.

Schüsse auf Motoren von Schmuggelbooten? Das könnte zumindest nach dem Willen europäischer Strafverfolger bald zum Standardrepertoire im Kampf gegen Kokain gehören - wie ein vertrauliches Dokument zeigt, das NDR, WDR und SZ vorliegt.

Es ist ein Video wie aus einem Action-Film. In der Nacht des 17. Oktober 2025 verfolgt ein Helikopter der französischen Marine ein Speedboot, Hunderte Kilometer vor der europäischen Küste. Als das hochmotorisierte Schiff auch nach Aufforderung nicht hält, nimmt ein Scharfschütze die Motoren ins Visier und feuert.

Kurze Zeit später kommt das Boot zum Stehen. Schließlich können Sicherheitskräfte die Crew festnehmen und 2,3 Tonnen Kokain sicherstellen. Es ist einer der seltenen Erfolge von Sicherheitsbehörden im Kampf gegen ein wachsendes Problem, dem Zoll und Polizei zunehmend machtlos gegenüberstehen.

https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/kokain-drogen-schmuggel-100.html

Bearbeitet ( von Auto nom)

3 Stunden her, bluedog schrieb:

Mehr Sorge habe ich darüber, was Europa alles nicht kann.

Es geht nicht darum ... überall hin in die Welt Soldaten zu schicken, wo uns etwas nicht passt ... wenn man eine zumindest verteidigungsfähige Armee ... hat.

Ich bin so frei und picke das mal raus weil es gerade den Unterschied von Europa und den anderen Big-Playern des Planeten ausmacht. Es ist nicht die eine Nation, die sich durch welche Strömung auch immer autokratisch entwickeln könnte und mit Vormachtsansprüchen auf die Welt blickt sondern eine Gemeinschaft vieler Länder. Wenn sich hier die Nationalisten irgendwo durchsetzen, dann schwächt es die Gemeinschaft international. Weshalb unsere Nationalisten ja auch von China, Russland oder anderen die ein schwaches Europa wünschen unterstützt werden. Ironischerweise haben so ausgerechnet die selbsternannten Patrioten kein Problem sich vom (feindlichen?) Ausland aushalten zu lassen und unterwürfigst deren Positionen zu vertreten.

Wir hätten in Deutschland also einerseits das gemäßigt liberale Bürgertum, das seine Söhne nicht hergibt (R.Mey) und Pseudopatrioten, die dem Aggressor sowieso freundlich gesinnt sind. Spricht nicht für sonderliche Resilienz. Geld für Rüstung ist vielleicht nicht das einzige Problem ...

Komplexes Thema natürlich. Was verteidigt man überhaupt? Haltung? Freiheit? Territorium? Wohlstand? anderes mehr?

Und: Heißt das "uns" in deinem Beitrag, dass du deine Schweiz mit einbeziehst in die europäische Verteidigung?

Bearbeitet ( von magoo)

CHIP
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Ab 3.000 Euro schon ein Ausweis nötig: Das bedeuten die n...

Die EU setzt neue Regeln für Barzahlungen und die greifen bald auch in Deutschland. Wo das Maximum liegt und ab wann Sie sich ausweisen müssen.

Warum ist Palantir umstritten?Trotz des großen Nutzens für Ermittler steht die Software weltweit und intensiv in der Kritik von Datenschützern:Gläserner Bürger: Die automatisierte Analyse durchsucht auch Daten unbeteiligter Personen (wie Zeugen oder Opfer), was laut Kritikern das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung gefährdet.Blackbox-Algorithmen: Da der Quellcode ein streng gehütetes Geschäftsgeheimnis ist, können Gerichte und Betroffene oft nicht unabhängig nachprüfen, wie ein konkreter Verdacht zustande kam.Abhängigkeit: Behörden begeben sich in eine starke technologische Abhängigkeit eines privaten US-Rüstungskonzerns. Zudem wirft die politische Ausrichtung des Gründers Peter Thiel immer wieder geopolitische Debatten auf.

🤔 was hat der Chipartikel mit Palantir am Hut? Ah, Nix. Dafür erst mal Alarm, um dann abzuwinken

( ich zitier mal daraus):

…Privatpersonen sind von den neuen Regelungen eher in Ausnahmefällen betroffen. Im Netz kursieren zwar Aussagen, dass Barzahlungen über 10.000 Euro in der EU mit den neuen Regeln generell illegal werden, das ist aber schlicht nicht der Fall…

Chip ist auch nicht mehr, was es mal war; eine Computerfachzeitschrift. Gehören die jetzt auch zu Springer oder Ippen?

Bearbeitet ( von Ebby Zutt)
Ergänzt

"Zunächst schauen wir aber immer auf den Menschen. Nicht auf die Drogen", sagt Nuno Capaz, einer der Leiter der Einrichtung in Lissabon.

Gesellschaften müssten bereit sein, anders auf Drogen zu blicken, meint Capaz. Er nennt ein Beispiel: Es gebe Leute, die jeden Tag fünf Tafeln Schokolade essen. Es sei völlig klar, dass sie sich damit schaden. Es sei aber auch klar, dass man sie deshalb nicht vor Gerichte zerre, sondern sie beraten und ihnen helfen müsse. Warum solle man das bei Drogen anders machen, fragt er.

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/portugal-drogenpolitik-100.html

Vor einer Stunde, magoo schrieb:

Was verteidigt man überhaupt? Haltung? Freiheit? Territorium? Wohlstand? anderes mehr?

Interessante Frage. Die Impliziert, dass Verteidigung Aktion ist. Und ich Dummerchen ging davon aus, dass Verteidigung immer nur da stattfinden muss, wo Angriff oder zumindest Bedrohung schon sind. Natürlich nicht auf Bestellung der Verteidiger.

Wenn Verteidigung aber eben in dem Sinn Reaktion ist, dann muss auch nicht mehr gefragt werden, was verteidigt wird. Nimm das Grundgesetz. Das gilt nur, wo Deutschland ist. Seine Grundrechte sind also spätestens da zu Ende, wo Deutschland aufhört. Wird also das Staatsgebiet bedroht, ist es dort auch die Freiheit, die verteidigt wird. Und wenn der Angreifer erklärter Antidemokrat ist, dann wird auch die Haltung zu verteidigen sein.

Wohlstand wird eine reine Verteidigungsarmee nicht verteidigen können. Das müssen Parlamentarier und Diplomaten können. Krieg ist immer Wohlstandsverlust. Und wenn Krieg in der Strasse von Hormuz geführt wird, um hier den Wohlstand zu sichern, dann bin ich mir sicher, dass es kein klassischer Verteidigungskrieg ist. Weil weder D noch CH vom Iran angegriffen wurden, und keins der beiden Staatsgebiete auch nur in die Nähe der Strasse von Hormuz reicht.

Anderes mehr: Im Prinzip ja einfach das, was angegriffen oder bedroht wird. Wenn da danach gefragt wird, was man verteidigt, dann hat man entweder den Angriff nicht bemerkt (bei hybrider Kriegsführung ist das schon vorgekommen) oder das bedrohte Andere mehr ist der Verteidigung nicht wert.

1 Stunde her, magoo schrieb:

Und: Heißt das "uns" in deinem Beitrag, dass du deine Schweiz mit einbeziehst in die europäische Verteidigung?

Auf Polemik gehe ich nicht ein. "Meine Schweiz" Als wär ich da mehr als ein - noch dazu armer - Normalbürger! Merkst Du solche Provokationen eigentlich noch? Ich meine das weder angriffig noch als rhetorische Frage. Merkst Du das noch, oder ist der Umgangston hier nicht nur dermassen rau, sondern auch dermassen gedankenlos, dass das schon gar nicht mehr auffällt?

Weisst Du, meinetwegen können wir (und hier ist Europa, und zwar nicht nur die EU, gemeint) auch alle Armeen in Europa abschaffen. Dienst tun will da verständlicherweise sowieso kaum einer. Nur muss dann Trump noch viel verkrampfter bei Laune gehalten werden als jetzt. Oder alternativ Putin oder der chinesische Bonze. Ich wünsche mir aber ein Europa, das da nicht jeden Tag eine neue Notfallübung wegen eines Diktatoren-Hirnfurzes starten muss. Die Kohle dafür gibt man besser für Sozialwerke aus. So gesehen, sorgt eine Armee im Zweifel auch für soziale Sicherheit. Nicht weil sie sonderlich stark ist, sondern einfach nur weil sie da ist und von aussen ernst genommen wird.

Eigentlich bin nicht ich der, der sich da zu rechtfertigen hat. Die Schweiz hat noch ein paar Panzer ausm kalten Krieg. Da man sich im Klaren drüber ist, wie lang die Beschaffung im Notfall dauert, und wie teuer und schwierig das in einem Binnenland werden kann, hat man vorhandene, für die das Budget nicht mehr reichte, eingemottet. Deutschland hat die seinen nach der Wiedervereinigung verschrottet. Das hätte wohl die ersten hundert Milliarden oder so gespart, wenn man stattdessen eingemottet hätte.

Bei all dem bilde ich mir nichts auf die Armee ein. Klar kann jedes andere Europäische Land ab etwa der halben Grösse der Schweiz deren Armee überrollen. Nur: Damit das passieren würde, müsste das jemandem den Preis dafür wert sein. - Und was hätte man von einer besetzten Schweiz? Sogar Hitler war klug genug, die Schweiz nicht zu besetzen. Obschon das der Wehrmacht kaum mehr als ein paar Tage Kopfschmerzen bereitet hätte. - Wäre aber keine Armee dagewesen, Hätte der ganz anders Fuhrwerken können...

Bildlich gesprochen, ist eine Armee sowas wie ne Politesse, die Knöllchen schreibt. Wenn die fehlt, hat Falschparken halt keine Konsequenz. Und die Politesse lässt sich nicht dadurch verschrecken, dass die Falschparker in der Überzahl sind und sie locker überwältigen könnten. Wenn also die Armee fehlt, dann kann eben jeder kommen, einmarschieren und mit dem dann gewesenen Staat machen, was er eben will. Ist eine Armee da, bestimmen deren Fähigkeiten den Preis einer feindlichen Übernahme und damit den Preis, den einer wie Putin zahlen müsste, um Grundrechte abzuschaffen und die Demokratie bestenfalls noch als hohle Zombiefassade zu erhalten.

Vor 8 Minuten, bluedog schrieb:

Merkst Du solche Provokationen eigentlich noch?

Was bin ich doch für ein Unsensibelchen. Ich bitte gnädig um Verzeihung, wollte deinen Beitrag keineswegs madig machen sondern interessiert diskutieren.

Die Frage stellt sich m.E. von selbst: Was unterscheidet Europa (als Gemeinschaft von Nationen darunter zahlreiche Ex-Imperialisten) von den angenommen oder tatsächlich feindlichen Großmächten durch die es sich bedroht fühlt? Wer sind wir wenn wir uns verteidigen? Kriegen wir alle unter einen Hut? Ist das überhaupt nötig? Ist es vielleicht sogar eine europäische Stärke, dass wir darauf angewiesen sind unterschiedliche Interessen abzuwägen und auf einen Nenner zu bringen?

Vor 5 Minuten, magoo schrieb:

Was bin ich doch für ein Unsensibelchen. Ich bitte gnädig um Verzeihung, wollte deinen Beitrag keineswegs madig machen sondern interessiert diskutieren.

Die Frage stellt sich m.E. von selbst: Was unterscheidet Europa (als Gemeinschaft von Nationen darunter zahlreiche Ex-Imperialisten) von den angenommen oder tatsächlich feindlichen Großmächten durch die es sich bedroht fühlt?

Reisen bildet. Ich war zwar nie in Russland, habe aber im Sommer 1996 die Ukraine live erlebt. Die Frage, was uns im Westen von der ehemaligen UdsSR unterscheidet, hat sich da ganz Augenfällig selbst beantwortet. Vom Strassenzustand bis zu Hochhäusern, die oberhalb des achten Obergeschosses ohne Wasser auskommen mussten, über durchgerostete Busse und Reiche, die per eigentlich illegalem Blaulicht eingebaute Vorfahrt über jede rote Ampel genossen.

Von funktionierenden Aufzügen über eine bessere Grundversorgung bis hin zu einem um Kategorien höheren Lebensstandard.

Irgendwas muss an Rechtsstaat und Demokratie dran sein, was das Leben einfach um ein vielfaches schöner, komfortabler, sicherer und sauberer macht.

Es geht nicht darum, dass da Ex-Kolonialisten dabei sind. Wir in Europa haben mehr Gemeinsames als Unterschiede. Das mit dem unter einen Hut bringen, überlasse ich dem Feind, in der Hoffnung, den nie erleben zu müssen.

Wenn Du aber harte Fakten willst, dann befasse Dich mal mit der NATO und deren Bündnisfall. Wir, das sind die NATO-Staaten. Auch wenn die Schweiz nicht dazu gehört. Und die können sich nicht mehr drauf verlassen, dass die USA die Drecksarbeit machen.

Vorher aber noch: Wer wir sind, sieht man im Zweifel am Uniformwappen. So einfach ist das. Weils keine europäische Armee gibt. Ein Staat, welcher der Mühe nicht wert ist, muss ja nicht verteidigt werden. Um den Preis, dass dann andere bestimmen, welche Regeln gelten. - Kann man machen. Will man aber vielleicht nicht immer, je nach dem, wer dann bestimmen würde.

Vor 36 Minuten, magoo schrieb:

…, wollte deinen Beitrag keineswegs madig machen sondern interessiert diskutieren.

So hatte ich dich auch verstanden. Da war keine Spur von Polemik.

Vor einer Stunde, Auto nom schrieb:

Auch andere Arten sterben durch zu hohe Wassertemperaturen – zum Beispiel Insekten

Stimmt, ich muss viel weniger von der Frontscheibe kratzen.

1 Stunde her, bluedog schrieb:

Nimm das Grundgesetz. Das gilt nur, wo Deutschland ist. Seine Grundrechte sind also spätestens da zu Ende, wo Deutschland aufhört. Wird also das Staatsgebiet bedroht, ist es dort auch die Freiheit, die verteidigt wird

Man merkt, dass du du BW nicht kennst. Wir sprachen schon in den 1970er von der Vorwärtsverteidigung. Denn hast du schlechte Stellungen und kannst durch Vorwärtsbewegung das Überleben der Truppe verbessern, dann ab dafür.

Und wir sprachen schon von dem, was man heute im Donbas beobachten kann: die Leere des Gefechtsfelds, die zwingende Notwendigkeit Standorte schnell zu wechseln, hoch flexibel in kleinsten Einheiten zu agieren.

Vor einer Stunde, bluedog schrieb:

Die Frage, was uns im Westen von der ehemaligen UdsSR unterscheidet, hat sich da ganz Augenfällig selbst beantwortet.

Ja. Das war aber nicht meine Frage. Ich will auf den Unterschied hinaus zwischen dem vereinten Europa und den mehr oder weniger imperialistisch auftretenden Großmächten USA, China und - zumindest aus seiner eigenen Sicht - Russland. Die europäischen Staaten haben ihre imperialistischen und gegenseitigen Feldzüge hinter sich gebracht und bilden eine in sich friedliche Zone (was Zankereien nicht ausschließt). Das heißt, es gibt eine gemeinsame Erfahrung von erfolgreichem Miteinander im Vergleich zum zerstörerischen Gegeneinander. Da lohnt sich auch mal die Überlegung, was Europa kann das andere nicht können.

Wir stimmen in dem Punkt überein, dass Europa von den USA (mit oder ohne Trump) nicht mehr erwarten sollte, dass es unsere (oder überhaupt) demokratische Freiheit verteidigt. Irgendwie hat sich das "wir im Westen" anscheinend erledigt. Über ein "wir in Europa" würde ich mich daher sehr freuen.

(Falls wir nicht übereinstimmen, dann irre ich mich halt. Ich habe das aber nicht als Affront geschrieben. Ansonsten: Teile gerne aus wenn dir danach ist. Mit mir geht das ... ))

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  • Ersteller
17 Stunden her, schwinge schrieb:

Ein Soldat ist nicht viel wert, wenn er nicht kämpfen kann.

Na, so lange er dafür nicht geimpft werden muß, .....

Krank kann keiner kämpfen. Selbstverständlich werden Soldaten geimpft.

Vor 57 Minuten, schwinge schrieb:

Krank kann keiner kämpfen. Selbstverständlich werden Soldaten geimpft.

gegen was?

3 Stunden her, Ebby Zutt schrieb:

Man merkt, dass du du BW nicht kennst. Wir sprachen schon in den 1970er von der Vorwärtsverteidigung. Denn hast du schlechte Stellungen und kannst durch Vorwärtsbewegung das Überleben der Truppe verbessern, dann ab dafür.

Auch die Vorwärtsverteidigung setzt doch aber einen gegnerischen Angriff voraus? Sonst ist es keine Verteidigung. Und wenn das so ist, dann ist bereits definiert, was verteidigt wird.

2 Stunden her, magoo schrieb:

Wir stimmen in dem Punkt überein, dass Europa von den USA (mit oder ohne Trump) nicht mehr erwarten sollte, dass es unsere (oder überhaupt) demokratische Freiheit verteidigt. Irgendwie hat sich das "wir im Westen" anscheinend erledigt. Über ein "wir in Europa" würde ich mich daher sehr freuen.

So gehts mir auch.

Vor 6 Minuten, bluedog schrieb:

Auch die Vorwärtsverteidigung setzt doch aber einen gegnerischen Angriff voraus? Sonst ist es keine Verteidigung. Und wenn das so ist, dann ist bereits definiert, was verteidigt wird.

Es gibt da ein bekanntes Beispiel um 05:45…

Und ein Bundespräsident wurde aus dem Amt geekelt, weil er darüber sprach, warum die BW tatsächlich in Afghanistan war.

Bearbeitet ( von Ebby Zutt)

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