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Zeitgeschehen

Hervorgehobene Antworten

Vor 35 Minuten, silvester31 schrieb:

Richtig. Deswegen sind solche Beiträge auch völlig sinnfrei.

Nein. Der Vergleich zeigt, dass die hier implizit postulierte Alternative zim Beitritt unrealistisch gewesen wäre. Hätte man den Beitritt Übernahme genannt und so gesehen, dann wär das immer noch besser gewesen, als auf eine Wiedervereinigung zu verzichten.

Vor allem für die DDR, aber auch für den Westen. Es ist eben nicht so, dass es die DDR weiter gegeben hätte, wenn die Volkskammer den Beitritt zur BRD nicht beschlossen hätte. Dann wär die DDR halt so kollabiert, wie etwa ein Jahr später die UdsSR. Millionen hätten dann genauso wie dort, gehungert oder erstmal ein paar Jahre nur wegen des eigenen Gartens überlebt. Ich war 1996 in der Ukraine. Ich habe gesehen, dass dort die Busse, die die Menschen von A nach B brachten, über Schlaglochpisten, riesige Rostlöcher und durchweg verschlissene Kupplungen hatten. Ich hab die LKW gesehen, die neben den Strassen um die Schlaglöcher rumkurvten und bergab den Motor ausmachten, um Sprit zu sparen. Ich hab an den Strassenrändern einzelne angekettete Kühe gesehen, die Ihre Eigentümer mit Milch versorgten... Ich hab mit Menschen geredet, und mir erklären lassen, wie Rentnerinnen von umgerechnet 40 Mark oder so monatlicher Rente überleben konnten. Weil sie arbeiteten und Garten hatten!

Ich hab auch die Autobahnen gesehen, auf denen zwischen den Betonplatten das Gras durch die Fugen wuchs. Ich hab in einem Hochhaus gewohnt, wo der Fahrstuhl derart ausgelutscht war, dass man beim Betreten der Kabine am Boden die Zentimeter tiefen Taschen sah, da wo die Träger eben nicht stützten. Ich habe mich selber davon überzeugt, dass es in den oberen, genau deshalb auch nicht fertig ausgebauten Stockwerken kein fliessend Wasser gab.

Ich war auf dem Markt, hab gesehen, wie da Fleisch ungekühlt verkauft wurde, weils keine funktionierenden Kühlanlagen gab. Ich hab gesehen, dass der Joghurt aus Westeuropäischen Grossmolkereien kam, zu Preisen, die sich die meisten nicht leisten konnten.

Ich hab gesehen, dass die PKW noch aus Sowjetzeiten stammten. Ich hab gesehen, dass die nicht gefahren wurden, weil die Menschen drängendere Probleme hatten, als den Tank zu füllen.

Ich war dabei, als sich die, die Geld hatten, mit Blaulicht Vorfahrt verschafften an Kreuzungen und den wenigen Ampeln, dies gab.

So hätte die DDR ohne Wiedervereinigung geendet. In der Ukraine gesehen. Keine Spekulation.

Nichts daran wäre besser gewesen, als die Wiedervereinigung.

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Kryptokrieg - Wie Putin uns mit Bitcoins bekämpft - hier...

Wie hält Russland trotz scharfer westlicher Sanktionen seine Kriegsmaschinerie am Laufen? Und welche Rolle spielen Kryptowährungen dabei? Die investigative ARD-Dokumentation begibt sich auf eine riska

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/juristen-afd-verbot-100.html

Mehr als 1.000 Juristen unterstützen einen Aufruf für ein AfD-Verbot, darunter Anwälte, Richter und Staatsanwälte. Dies teilte der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV) mit, der schon Mitte Juli einen offenen Brief an die Bundesregierung und den Bundestag gerichtet hatte.

Damals hatten sich den Angaben zufolge gut 500 Juristen hinter den Appell gestellt, inzwischen sei die Zahl auf 1.051 gestiegen. Die Unterstützer sähen es als "Pflicht, uns für die Menschenwürde aller Menschen einzusetzen"", erklärte der RAV. "Dazu gehört, dass wir eine Partei wie die AfD, die zentralen Grundwerten unserer Verfassung widerspricht, entschieden bekämpfen."

3 Stunden her, bluedog schrieb:

Und so jemand darf es arrogant nennen, wenn ich mich zu deutscher Politik äussere!

Ja, genau so jemand darf das.

3 Stunden her, bluedog schrieb:

Wie schonmal gesagt: Niveau sieht nur von unten aus, wie Arroganz. Ich bin nicht arrogant; ich weiss es wirklich besser.

😎👍

3 Stunden her, bluedog schrieb:

Was hier versucht wird, ist Geschichtsrevisionismus.

Dein gekränktes Ego hat es nicht begriffen. Es geht doch nicht um Geschichtsrevisionismus, sondern WIE die Wende bei den Ostdeutschen gesellschaftlich vollzogen worden ist und wie sie es zur damaligen Zeit empfunden haben und heute. Mir geht es zum Teil halt auch um Ursachenfindung, warum die Ostdeutschen so massiv einer rechtsradikalen Partei hinterherdackeln. Dieser Trend ist ja mittlerweile weltweit zu beobachten,aber in Ostdeutschland, finde ich, ist es krass.

Das Wort Übernahme ist mit Gänsefüsschen versehen, warum wohl? Nein, bitte keine Antwort.

Der ganze Satz mit 'Übernahme' und 'Arroganz' ist nicht in Stein gemeißelt. Die Beiträge von @Nitsrekds und @silvester31 fand ich sehr interessant und aufschlußreich. Die Ostdeutschen wollten den Westen mit seinen vermeintlichen Reichtum und den Kapitalismus, da kann man nicht nur von einer 'Übernahme' sprechen.

Der gesamte staatliche, politische, historisch belegte Vorgang der Wiedervereinigung ist mir schon geläufig, ist aber für die eigentliche Thematik uninteressant. Das die DDR tot war und nicht mehr lebensfähig ist auch bekannt, außer bei heutigen Verschwörungsanhängern. Deswegen waren ja die 'Gedankenspiele' in der Wendezeit, man könne ja noch für eine gewisse Zeit zwei Staaten bestehen lassen, von vorne herein Totgeburten. Aber es gab halt, einige Vorschläge und Zukunftsgedankenspiele, nichts von alledem wurde jemals ernsthaft aufgegriffen.

Inwieweit hätte man bei der Wiedervereinigung irgendetwas anders machen können, das wir heute nicht diese Ausgangslage mit 40 Prozent für Neonazis hätten.

Hat es einen Punkt gegen, wo man falsch abgebogen ist?

"Ja! RECHTS!"

Okay, ernsthaft jetzt.

3 Stunden her, bluedog schrieb:

So ist das eben, wenn statt der neuesten Gehirnfürze Infantinos ne Doku als Hintergrundgeräusch läuft...

Ach Gottchen, sei brav. Dann gibt's auch wieder 'Lekkerli'.

Hier paar Zahlen zur Demokratie inkl. Vergleich Ost/ West. Warum nicht Nord/Süd?

tagesschau.de
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Jeder Fünfte offen für autoritäre Ideen

Deutschland befindet sich im Wandel. Bei vielen Menschen löst das Verunsicherung und Skepsis aus - vor allem in strukturschwachen Regionen im Osten. Bundesweit gibt es laut Deutschland-Monitor Zuspruc

Vor 25 Minuten, PuckX2 schrieb:

Inwieweit hätte man bei der Wiedervereinigung irgendetwas anders machen können, das wir heute nicht diese Ausgangslage mit 40 Prozent für Neonazis hätten.

Hat es einen Punkt gegen, wo man falsch abgebogen ist?

Ich habe zunehmend Mühe damit, dass man die Geschehnisse um die Wende mit dem Nazi-Problem im Osten in Verbindung bringt. Das kommt, leicht abgerundet, von Rostock Lichtenhagen, und greift viel zu kurz. Erstens, weil der Höhenflug der AFD kein Ost-Phänomen mehr ist, zweitens aber auch, weil man da weiter zurück muss. Wenn Du Dir zum Beispiel die blauen FDJ-Uniformen anguckst. Das sind die HJ in blau, quasi 1:1. Da war der Staat qua ordre de Moufti antifaschistisch und damit wars getan. Eben nicht. Aber es gab im realen Sozialismus, diesem Paradies auf Erden, eben quasi per Dekret keine Nazis. Und die Stasi sorgte dafür dass das so blieb. Nicht, weils so war, sondern weil die öffentliche Erwähnung des Gegenteils Unruhepotential hätte haben können. Da wars viel leichter, den Totalitarismus buchstäblich auf links zu drehen, und ihn für eigene Zwecke zu nutzen.

Nicht nur waren Nazis nie weg - der Staat baute auf ihre Mittel auf, und brauchte die je näher dem Untergang, umso dringender. Plakativ ausgedrückt: Solange die Hemden blau statt braun waren, und die Liedtexte sozialismusgenehm, wurde nicht nur nichts gegen die Pest getan, sondern man pflegte deren Kultur der Ausgrenzung weiter. Zum Wohl der abgehackten Hände, oder Stalins, oder.... Hey Hony, ...

Das gepaart mit dem gelernten DDR-Bürger, der seinem Staat spätestens irgendwann nach Schulabschluss innerlich kündigte, und allem was vom Staat kam, die Glaubwürdigkeit - damals zu recht - absprach, ergibt, wenn erstmal die Euphorie der Demokratie verflogen ist, ein Klima, in dem man eben im Zweifel in alte Muster zurückfällt. Der Staat und dessen Politiker können mich mal. Kriegens eh nicht auf die Reihe,

Was machen solche Leute mit Ihrem Frust, wenn man denen den Wahlzettel gibt? Sie machen ihr Kreuz irgendwo, Hauptsache nicht da, wo es dem Staat hilft. Zudem kennt man das totalitäre besser, als man sich klar ist, und das mit dem gelernten DDR-Bürger, der eben die USA verteufelt, und den Grossen Bruder im Osten gewohnheitsmässig positiv sieht, hält noch für Generationen vor. - Im Zweifel reichts schon, dass ja nicht alles schlecht war. Und schon hat man den nächsten Frust. Dass das Gute von damals nämlich auch nicht überlebt hat. - Na warte, "denen geb ichs jetzt aber.

Letztlich muss man mit der Freiheit umgehen können, muss auch Frustrationstolerant sein in einer Demokratie. Mal verliere ich, mal gewinnen die anderen, oder so. So ist das eben, wenn gewählt oder abgestimmt wird. Und das konnte sich nicht entwickeln. Man hat vielmehr eine antiinstitutionale Protestkultur, weil ja auf dem Dienstweg kaum je was zu erreichen war. Der Staat kann mich mal! Der ist nicht erhaltenswert. Und das sitzt so tief in der Gesellschaft drin, dass das heute noch nicht unerheblich ist.

Ich glaube nicht, dass es um einfache Lösungen geht. Man hält Gegenrede nicht aus, ist Kompromisse nicht ghewohnt, und will die auch nicht, weil man grundsätzlich antistaatlich geprägt ist und den Teufel tun wird, diesen Staat, der sich grundsätzlich um seine Bürger nicht schert - das kann sich eben auch in einer Demokratie so anfühlen, wenn man nicht gewonnen hat - auch noch zu fördern. Das ist keine wirklich bewusste Haltung. Eher ist das so, wie beim Autofahren. Man selbst kommt immer zuerst, und macht nie was falsch. Merkt man gar nicht, aber es erklärt den Krieg auf den Strassen.

Bis da einmal das leben und leben lassen eines echten Demokraten in Fleisch und Blut übergegangen ist, dauert das nochmal 50 Jahre. Wenn man die denn hat.

Und wenn während der Zeit immer noch eine diffuse, unbewusste Parole die ist, dass Russland Bruderstaat ist, dann kann da Putins hybrider Angriff besser wirken, als im Westen, wo man Sowjet-Logik erkennt und nie wirklich gut fand.

Falsch abgebogen? Ja. Ging nachm Krieg aber nicht anders, da von Moskau vorgegeben, und wirkt bis heute nach. Stalinismus kennt kein Hinterfragen des eigenen Standpunktes, und Geschichtsaufarbeitung fand bestenfalls via Gulag statt. Woher soll da eine Kultur der Reflexion kommen könnnen? Woher der Mut, auch mal falsch zu liegen in Kauf zu nehmen?

Ne, neh, Schuld sind die Andern. Und nun such Dir eine Partei aus, die die 5%-Hürde schafft, und zu dem passt. Klar: AFD. Oder BSW, aber man will seine Stimme ja nicht begraben...

Der Gedanke will noch kein Ende finden:

Folgefrage: Ist die Frage, wo der Osten falsch abgebogen ist, die richtige? In dem Sinn, dass sie uns sagt, wie wir zu einer Lösung kommen, oder gekommen wären.

Man kann sich ja auch genauso gut fragen, ob nicht der Westen falsch abgebogen ist. Naja, abgebogen nicht, aber von falschen Prämissen ausgegangen.

Ich meine, mit einem Nazistaat wäre man nach der Wiedervereinigung anders umgegangen, als mit den "neuen Bundesländern". Aber man hat die Nazis in rot-blau eben nicht erkannt. Gut, das sind auch keine Nazis. Aber genauso totalitär geprägt. Und dem wurde nicht adäquat begegnet.

Kein Demokratielehrgang, keine Hinterfragung von Werten, etc.

Vor einer Stunde, bluedog schrieb:

Ich habe zunehmend Mühe damit, dass man die Geschehnisse um die Wende mit dem Nazi-Problem im Osten in Verbindung bringt. Das kommt, leicht abgerundet

Das sind keine Wendeprobleme, die sind viel älter. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, das braune Gedankengut war nie weg. Guck mal hin, wieviele Nazis nach 45 stramme SED Sozialisten wurden. Das waren nämlich die, welche am besten vernetzt waren. ( die Amis haben den Nützlichen auch keine Fragen gestellt).

Auch in der BRD war der ganze Juristenzirkus fest in deren Hand.

Wir Trümmerkinder haben uns als junge Erwachsene intensiv mit dem Teil der Geschichte beschäftigt.

Soeben, Ebby Zutt schrieb:

Das sind keine Wendeprobleme, die sind viel älter. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, das braune Gedankengut war nie weg. Guck mal hin, wieviele Nazis nach 45 stramme SED Sozialisten wurden. Das waren nämlich die, welche am besten vernetzt waren. ( die Amis haben den Nützlichen auch keine Fragen gestellt).

Auch in der BRD war der ganze Juristenzirkus fest in deren Hand.

Wir Trümmerkinder haben uns als junge Erwachsene intensiv mit dem Teil der Geschichte beschäftigt.

Wo früher die NSDAP gewählt wurde, wird heute die AfD gewählt, haben Forscher errechnet. Solche Studien sind wichtig – und politisch gefährlich.

https://taz.de/Studie-vergleicht-NS--und-AfD-Hochburgen/!5577189/

12 Stunden her, Ebby Zutt schrieb:

Das sind keine Wendeprobleme, die sind viel älter. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, das braune Gedankengut war nie weg. Guck mal hin, wieviele Nazis nach 45 stramme SED Sozialisten wurden. Das waren nämlich die, welche am besten vernetzt waren. ( die Amis haben den Nützlichen auch keine Fragen gestellt).

Auch in der BRD war der ganze Juristenzirkus fest in deren Hand.

Wir Trümmerkinder haben uns als junge Erwachsene intensiv mit dem Teil der Geschichte beschäftigt.

Ja. Genau. Es war nie weg. Wir hatten immer Nazis auch im Westen. In den Menschen hat es immer gesteckt. Aber es war nie so stark und so tief in der Politik vertreten seit dem Krieg wie heute.

Dazu brauchte es dann doch den kalten (Ost-)Wind.

Und das hat schon, glaube ich, mit der DDR Vergangenheit zu tun. Demokratie, Freiheit und die entsprechende Selbstverantwortung (auch zur Informationsversorgung) sollte nach 36 Jahren eigentlich doch langsam eine Selbstverständlichkeit sein, aber es hat sich wieder gedreht.

Es wird im Osten wieder nach der starken Hand gerufen z.b. bzgl. Immigranten. (Aber wenn die dann mal das eigene Leben betrifft (Regeln und Gesetze) ist auch wieder falsch).

Vor einer Stunde, Nitsrekds schrieb:

Es wird im Osten wieder nach der starken Hand gerufen

Unsinn, der Ruf kommt auch von west.

Teile der Bevölkerung sind demnach offen für autoritäre Ideen. So stößt etwa die Forderung nach einer Einheitspartei, einem starken Anführer ohne parlamentarische Zwänge und der Diktatur als Staatsform bundesweit bei etwa jedem Fünften auf Zustimmung, in Ostdeutschland sympathisiert damit sogar jeder Vierte.

Konkret stimmten im Durchschnitt knapp zwei Prozent folgenden gebündelten drei Aussagen voll zu: "Unter bestimmten Umständen ist eine Diktatur die bessere Staatsform", "Entscheidungen sollten von einer politischen Führungspersönlichkeit getroffen werden - ohne Rücksicht aufs Parlament" und "Deutschland braucht eine einzige starke Partei". 21 Prozent der Befragten sind zumindest empfänglich für ein autoritäres Weltbild.

Sympathien für das "Modell Diktatur"?

Die Einzelaussage, dass politische Entscheidungen von einer "starken Führungspersönlichkeit" ohne Rücksicht auf das Parlament getroffen werden sollen, unterstützen bundesweit 11 Prozent, weitere 21 Prozent sagen: teils/teils.

Auch hier ist die Quote in Ostdeutschland höher: 15 Prozent bejahen das voll (in Westdeutschland: 10 Prozent), weitere 22 Prozent teilweise (in Westdeutschland: 20 Prozent). Die These "Unter bestimmten Umständen ist eine Diktatur die bessere Staatsform" tragen bundesweit 4 Prozent ganz und weitere 7 Prozent teilweise mit. In Ostdeutschland findet dies bei 6 Prozent der Befragten volle Zustimmung (in Westdeutschland: 3 Prozent), weitere 12 Prozent sagen teils/teils (in Westdeutschland: 6 Prozent).

tagesschau.de
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Jeder Fünfte offen für autoritäre Ideen

Deutschland befindet sich im Wandel. Bei vielen Menschen löst das Verunsicherung und Skepsis aus - vor allem in strukturschwachen Regionen im Osten. Bundesweit gibt es laut Deutschland-Monitor Zuspruc

Und die Rechten führen es grade wieder schön vor. Die Spanier sind schuld, was wählen die auch keine Rechtsregierung.

Vor 56 Minuten, Ebby Zutt schrieb:

Und die Rechten führen es grade wieder schön vor. Die Spanier sind schuld, was wählen die auch keine Rechtsregierung.

Das wäre alles kein Problem, ließen sich alle anderen nicht vorführen. Für Spanien kann ich es nicht beurteilen, lebe ja nicht in der Schweiz..., aber in Deutschland springen sämtliche anderen Parteien schön über das Stöckchen, das die Rechten hinhalten.

Wie war das mit dem Rückrat im Energiewendefaden?!

Ich packe es Mal hier rein. Es wird ja ständig Bürokratie abgebaut.

Ich wollte meinem Mitarbeiter (Ukrainer) helfen. Er hat ein Schreiben vom Jobcenter bekommen, mit 3 Formularen, wo er seinen Verdienst von Jan. bis Juni nachweisen soll.

Das gleiche habe ich ihm vor ca. 4 Wochen schonmal ausgefüllt. Auch schon komplett unnötig, weil er jeden Monat seinen Lohnzettel hinschickt. Da ich nicht einsehe alles doppelt zu machen, habe ich in dem Laden angerufen, die Fallnummer genannt und mein Anliegen.

"Sie haben keine Vollmacht, ich kann ihnen nichts sagen." Ich wolle keine Inhalte oder sonst was wissen, sondern nur, ob die von mir ausgefüllten Formulare vorliegen. "Das kann ich ihnen nicht sagen, ich darf keine Auskunft geben. Das muss Herr Xxx selbst machen." Ja, womöglich scheitert das an den Sprachfähigkeiten und ich wollte nur helfen.

"Da muss Herr Xxx dann einen Dolmetscher zu Hilfe ziehen. Ich kann ihnen nicht helfen."

Schönen Dienst nach Vorschrift habe ich dann gewünscht.

Muss mich sehr zurückhalten, keinen Molotow Cocktail zu basteln. Idiotenpack.

Vor 19 Minuten, silvester31 schrieb:

Ich packe es Mal hier rein. Es wird ja ständig Bürokratie abgebaut.

"Sie haben keine Vollmacht, ich kann ihnen nichts sagen." Ich wolle keine Inhalte oder sonst was wissen, sondern nur, ob die von mir ausgefüllten Formulare vorliegen. "Das kann ich ihnen nicht sagen, ich darf keine Auskunft geben. Das muss Herr Xxx selbst machen." Ja, womöglich scheitert das an den Sprachfähigkeiten und ich wollte nur helfen.

Muss mich sehr zurückhalten, keinen Molotow Cocktail zu basteln. Idiotenpack.

Das ist aber eigentlich normal und auch sinnvoll, auch wenns manchmal situationsbedingt unsinnig erscheint. Lass Dir eine Vollmacht geben. Funktioniert auch beim Jobcenter. Molly ist nicht nötig, macht nur unnötigen Ärger ;-)

Death from Above:

https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-legionellen-in-basel-mehrere-menschen-erkrankt-ein-mann-gestorben-100.html

Jetzt sei diese Quelle gefunden, heißt es weiter. Das Kantonale Laboratorium hat in den vergangenen Tagen an unterschiedlichen Orten Proben entnommen. Von den zehn untersuchten Kühlanlagen überschritten acht den Grenzwert für Legionellen. In zwei dieser Anlagen wurde die Legionellenart Legionella pneumophila in erhöhter Menge festgestellt. Diese Legionellenart war für die meisten der Infektionen verantwortlich.

Die beiden Kühlanlagen befinden sich auf dem Dach eines Bürogebäudes. Dort in der Nähe sind besonders viele Menschen erkrankt. Die betroffenen Anlagen sind mittlerweile ausgeschaltet. Bei den anderen sechs verseuchten Kühlanlagen wurden bisher nur andere Legionellenarten festgestellt, die für den Menschen ungefährlich sind.

1 Stunde her, silvester31 schrieb:

"Sie haben keine Vollmacht, ich kann ihnen nichts sagen.

Die Reaktion war vollkommen korrekt. Datenschutz! Mit gutem Grund. Da fragt man dann nach der Adresse oder Mailadresse, wo die Vollmacht hin muss, schickt da einen notfalls Notizzettel mit schriftlicher Vollmacht und Unterschrift des Vollmachtgebers hin, und kann helfen, soviel man möchte.

Ich hab das in meinem Job fast täglich so machen müssen. Machst Du es anders, ist das Dein Risiko und das des Arbeitgebers. Und das war die Privatwirtschaft, wo keiner was von Grundrechten weiss, im Normalfall.

Aber stell Dir vor, wenns anders wäre. Dann kann da jeder anrufen und irgendwas fragen. Der wütende Ex-Freund, der unbekannte Stalker, der nächste Arbeitgeber, der nur mal den Background abcheckt, um zu sehen, wie tief er beim Lohnangebot einsteigen kann... Der KGB, der NDB, der frustrierte Gläubiger auf Adresssuche. Der Identitätsdieb...

Da willst Du nicht für grade stehen müssen. Also Vollmacht einholen, dann ist das legal.

Schön ist dann auch noch, dass es dann Leute gibt, die erst recht auf stur schalten, und misstrauisch werden. Da muss man dann erklären, dass so eine Vollmacht jederzeit widerrufbar ist. Hilft das nicht, muss man eben stur bleiben. Da würde auch die Flasche mit Benzin und Zündquelle nichts dran ändern. Die zieht dann nur das Interesse der zuständigen Ermittlungsbehörden auf sich. Ist kein Antragsdelikt, wenn ichs recht erinnere. - aber hey; Jeder wie ers haben möchte.

2 Stunden her, silvester31 schrieb:

Das gleiche habe ich ihm vor ca. 4 Wochen schonmal ausgefüllt. Auch schon komplett unnötig, weil er jeden Monat seinen Lohnzettel hinschickt. Da ich nicht einsehe alles doppelt zu machen, habe ich in dem Laden angerufen, die Fallnummer genannt und mein Anliegen.

Hast du das kopiert, für den Fall es geht unter im JC? Haben wir beim Bildungsträger immer gemacht. Im Zweifel als Einwurfeinschreiben. Die Fallmanager sind sehr unterschiedlich. Wegen meinen afghanischen Azubi hatte ich einen Termin gemacht und wir sind gemeinsam hingefahren. Danach gab’s keine Probleme mehr ( ich hatte mein Kundengesicht aufgesetzt - ich Verkauf dir die Küche zum doppelten Preis für das Lächeln müssen).

2 Stunden her, bluedog schrieb:

Die Reaktion war vollkommen korrekt. Datenschutz! Mit gutem Grund. Da fragt man dann nach der Adresse oder Mailadresse, wo die Vollmacht hin muss, schickt da einen notfalls Notizzettel mit schriftlicher Vollmacht und Unterschrift des Vollmachtgebers hin, und kann helfen, soviel man möchte.

Ich hab das in meinem Job fast täglich so machen müssen. Machst Du es anders, ist das Dein Risiko und das des Arbeitgebers. Und das war die Privatwirtschaft, wo keiner was von Grundrechten weiss, im Normalfall.

Aber stell Dir vor, wenns anders wäre. Dann kann da jeder anrufen und irgendwas fragen. Der wütende Ex-Freund, der unbekannte Stalker, der nächste Arbeitgeber, der nur mal den Background abcheckt, um zu sehen, wie tief er beim Lohnangebot einsteigen kann... Der KGB, der NDB, der frustrierte Gläubiger auf Adresssuche. Der Identitätsdieb...

Da willst Du nicht für grade stehen müssen. Also Vollmacht einholen, dann ist das legal.

Schön ist dann auch noch, dass es dann Leute gibt, die erst recht auf stur schalten, und misstrauisch werden. Da muss man dann erklären, dass so eine Vollmacht jederzeit widerrufbar ist. Hilft das nicht, muss man eben stur bleiben. Da würde auch die Flasche mit Benzin und Zündquelle nichts dran ändern. Die zieht dann nur das Interesse der zuständigen Ermittlungsbehörden auf sich. Ist kein Antragsdelikt, wenn ichs recht erinnere. - aber hey; Jeder wie ers haben möchte.

Klugsch.....

Vor 5 Minuten, silvester31 schrieb:

Klugsch.....

Lieber ein Klugscheisser als einer ohne Manieren. Das meine Ansicht dazu. Du musst selbst wissen, wie Du öffentlich wahrgenommen werden willst.

Was hab ich Dir denn getan; sag an.

Wie Du hier im öffentlichen Forum wahrgenommen wirst, hast Du aber schon mitbekommen !?

Viele verstecken sich hinter Datenschutz - spart Arbeit. Da ist es gut wenn man genau den Gesetzestext zitieren kann ...bei angedachter Faulheit des Gegenüber

Vor 1 Minute, Kroack schrieb:

Viele verstecken sich hinter Datenschutz - spart Arbeit. Da ist es gut wenn man genau den Gesetzestext zitieren kann ...bei angedachter Faul

Im Berufsalltag findet das nicht statt. Ich hab das Recht einzuhalten. Wer von mir was will, hat entweder damit kein Problem oder es ist dann halt nicht meins. Ich werde nicht dafür bezahlt, anderen deren Ego zu streicheln. Die vom Fach kennen das Recht selber. Alle anderen können zumindest Google bedienen. Wer nett fragt, kriegt auch den Artikel genannt, wenn er mich nicht schon zu sehr aufgeregt hat. Ich bin ja Kundenfreundlich - zu freundlichen Kunden. Warum aber sollte ich zitieren, was jede Suchmaschine in 2s ausspuckt? - Kann ja sein, dass das ein Rechtsanwalt macht, der dann die Rechnung für den Aufwand stellt... Ich kriegs nicht bezahlt, und mein Arbeitgeber auch nicht. Der Anwalt füllt Dir auch simple Formulare aus, wenn Du willst. Kost ab ca.180.-/h. Googeln ist billiger, aber wer mags schon billig, wenn er sich wichtig machen kann.

Ich hab zu viel zu tun, um jedem entgegen zu kommen, der sich sein Mütchen daran kühlen muss, mir doof zu kommen. Für jeden der das so macht, hab ich 30 Dossiers aufm Tisch, wo mir keiner blöd kommt, nur damit blöd gekommen ist.

Wer mir zu blöd kommt, landet erstmal unten aufm Stapel. Ist ja nicht so, dass nicht genug anderes zu tun ist. Da geht dann die Mail nie unter Tage raus, sondern immer erst abends, bevor der Rechner herunterfährt. Mach ich sowas nämlich morgens, beschäftige ich micht den ganzen Tag nur mit einem Kunden, statt mit 10 oder so. Mir dann auch egal, wie das ankommt. Trifft ja nur die, denen das ihrerseits auch gleichgültig ist.

Die Faulheit des Gesetzgebers kann ich grad nicht nachvollziehen. Was ist damit gemeint?

p.s.: Nochmal gelesen. Ja, zitieren kann man den Gesetzestext. Wenn Du das als Rechtsgelehrter machst, kommt ab und an die etwas freche Antwort, dass man wie ein blutiger Anfänger schreibe. Man nennt, wenn überhaupt das Gesetzeskürzel, Artikel und Absatz. Den Text nachlesen kann das Gegenüber selber. Wenn denn gewollt.. Wenn denn, zitiert man ein hilfreiches Gerichtsurteil zur Thematik. Das zeigt erstens, dass man sich im Thema auskennt, und macht ausserdem mehr Eindruck. Man überlegts sich dann zweimal, ob man sich noch querstellt und es auf eine gerichtliche Lösung ankommen lässt. Oder man legt, ganz ohne Nummern, die eigene Rechtsauffassung dar, und wartet dann auf Antwort. Wer widersprechen will, soll sich halt die Mühe machen, bei Bedarf die Argumentation zu prüfen. Wenn ich die Rechtsgrundlagen nenne, kost das ja auch schon wieder Zeit, die ich nicht bezahlt bekomme. Mache ich also nur, wenns die Angelegenheit im Sinne meiner Kundschaft befördert. Hab ich einen Profi vor mir, kann ich mir den Aufwand in der Regel sparen.

Bearbeitet ( von bluedog)

taz.de
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Krise der Demokratie: AfD-Wählen als Triebabfuhr

Egal, was passiert, es spielt den Rechtsextremen in die Hände. Warum? Weil es nicht um die Sache geht, sondern um einen Bruch, der Macht verleiht.

Es sieht so aus, als könne die AfD derzeit machen, was sie will, es ändert nichts an ihren Zustimmungswerten. Man kann Nazi-Parolen wiedergeben, sich in Korruptionsfälle verwickeln, auf Parteitagen in die Wolle kriegen, man kann Schlägertrupps anheuern, sich gegenseitig Posten zuschieben, gegen Queerness hetzen, während man selbst in einer lesbischen Beziehung lebt, man kann so dreist lügen, dass es jedem Kind auffallen müsste.

Donald Trump hat einmal behauptet, er könne auf die Straße gehen und irgendjemanden erschießen, einfach so aus Spaß, und die Leute würden ihn trotzdem lieben. Marine Le Pen kann EU-Gelder veruntreuen und wird doch geliebt; Xavier Milei kann einen diplomatischen Eklat mit dem wichtigsten Handelspartner seines Landes auslösen. Im Umfeld von Giorgia Meloni häufen sich Korruptions- und andere Skandale. Ihre Mehrheit im Wahlvolk bleibt bestehen.

Warum können sich die Rechten alles erlauben, warum können sie dem demokratischen Staat und der liberalen Zivilgesellschaft alles, wirklich alles zumuten? Ganz einfach, weil sie selbst die Zumutung sind. Sie können jede Regel brechen, logisch, moralisch, juristisch, weil sie der Regelbruch sind. Sie können lügen, weil sie die Alternative zum Realismus sind.

Deswegen kann man einem AfD-Wähler oder einer AfD-Wählerin auch noch so schlüssig erklären, dass sie gegen ihre eigenen Interessen handeln, man muss sich nur die wirtschafts- und sozialpolitischen Programmpunkte „ihrer“ Partei ansehen oder das, was unter antidemokratischen, rechten Regierungen mit dem Lebensstandard der Mehrheit geschieht. Es wird nicht ankommen.

„Der Faschismus ist kein Betriebsunfall der Geschichte, sondern die logische Weiterentwicklung des liberalen Kapitalismus im Monopolstadium“, erkannte Max Horkheimer. Was erklärt, warum eine Fraktion der ökonomischen Elite so tatkräftig die rechtsextremen Parteien unterstützt, und was auch erklärt, woher das Geld kommt, das sie und ihre Entourage zur Verfügung haben.


Das alles interessiert ihn nicht, den Onkel Ernst. Er fühlt sich beleidigt, gekränkt, missachtet, und er will es „denen“ heimzahlen. Er will, dass etwas kaputt gemacht wird, woran er nicht genügend Anteil bekommen hat. Dafür haben ihm ja die AfDler die Augen geöffnet, und dafür spürt er noch einmal so etwas wie Macht. Das Kreuz, das er irgendwo anders machen würde, das wäre mehr oder weniger egal. Es ginge doch nur immer so weiter. Das Kreuz bei der AfD aber, das tut „denen“ weh, das bringt sie aus der Ruhe. Nein, er ist kein „Protestwähler“, der Onkel Ernst, er will, dass „alles in Trümmer fällt“, wie es in einem Lied heißt, das er schon beinahe vergessen hatte.

Hinterher, da ist sich Onkel Ernst jetzt schon sicher, wird er von allem nichts gewusst haben. Er wird sagen, dass man ihn nicht genug gewarnt habe, dass die anderen schließlich auch, und überhaupt kann man ihm ja nichts nachweisen. Onkel Ernst hat sich einfach nur ein bisschen Triebabfuhr gegönnt. Dazu sind Wahlen doch da, oder?

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