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Zeitgeschehen

Hervorgehobene Antworten

Die Fortsetzung von All-Parteien-Koalitionen könne die Demokratie möglicherweise stärker beschädigen als eine einzelne Landesregierung der AfD, sagte der Niedersachse. „Auch die Sozialdemokratie muss raus aus solchen Koalitionen“.

Wir erleben eine Destabilisierung und Gefährdung der liberalen Demokratie, wie wir sie bisher nicht kannten“, so Gabriel weiter. Essenziell für den Aufstieg der in Teilen rechtsextremen Partei sei laut Gabriel die Flüchtlingskrise der Jahre 2015/2016 gewesen. „Jedes Attentat eines Asylbewerbers auf Menschen in Deutschland befeuert das neu. Für die allermeisten AfD-Anhänger wird diese Zeit als das zentrale Beispiel für Staatsversagen in Erinnerung bleiben“.

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„Das ist das eigentliche Problem“: Sigmar Gabriel kritisi...

Insbesondere das Bürgergeld habe aus Sicht des ehemaligen SPD-Vorsitzenden viel Schaden angerichtet. Es gebe in Deutschland einen „wachsenden Angstüberschuss“, den die AfD sich zunutze mache.

In dem Interview hat er auch diesen Satz gesagt:

„Wer über Abschläge und längeres Arbeiten redet, muss bedenken, wie das auf Menschen wirkt, die nach 45 Versicherungsjahren körperlich erschöpft sind, zum Beispiel Kassiererinnen oder Altenpflegerinnen.
Viele haben den Eindruck, dass solche Entscheidungen von Menschen getroffen werden, die sich eine Durchschnittsrente von 1200 Euro gar nicht vorstellen können und die in bequemen und gut bezahlten Jobs leben.

Sorry, aber so ein Satz aus dem Mund eines erfolglosen stinkreichen überversorgten Politrentners ist doch ein Tritt in die Eier eines jedes Arbeitersozis (Frauen und alles ander included). Kein Wunder das die alle von der SPD davonlaufen.

Passt aber zur Schnarchnasen SPD.

Vor 50 Minuten, SeppCx schrieb:

In dem Interview hat er auch diesen Satz gesagt:

Sorry, aber so ein Satz aus dem Mund eines erfolglosen stinkreichen überversorgten Politrentners ist doch ein Tritt in die Eier eines jedes Arbeitersozis (Frauen und alles ander included). Kein Wunder das die alle von der SPD davonlaufen

Was soll an diesem Satz falsch sein?

„Wir erleben eine Destabilisierung und Gefährdung der liberalen Demokratie, wie wir sie bisher nicht kannten“, so Gabriel weiter. Essenziell für den Aufstieg der in Teilen rechtsextremen Partei sei laut Gabriel die Flüchtlingskrise der Jahre 2015/2016 gewesen. „Jedes Attentat eines Asylbewerbers auf Menschen in Deutschland befeuert das neu. Für die allermeisten AfD-Anhänger wird diese Zeit als das zentrale Beispiel für Staatsversagen in Erinnerung bleiben“.

Wow!

Nicht jedes Attentat befeuert das! Jedes danach hochgepuschte "hinter jedem Attentat steht ein Asylbewerber" befeuert das. Jedes der AFD voraus eilend hysterisches Getue macht das. Ein Mensch stirbt und bevor irgend etwas klar ist, steht die Frage nach der Religion und des Namens des vermeindlichen Täters im Raum. Jedes Attentat, wo das Opfer nur dann als Opfer gilt, wenn der Täter ein Asylbewerber, zumindest ein Ausländer, oder hoffentlich wenigstens einen Opa aus dem Ausland hatte, befeuert das. Kein Wort über die Frauen, die jedes Jahr von ihren arischen Männern ermordet werden, kein Wort darüber, das rechte Gewalt deutlichst mehr Opfer fordert, kein Wort darüber, dass die Täter meistens aus dem familieren Umfeld kommen und sie eine Gemeinsdamkeit haben: es sind Männer - Opfer, die nicht zählen, weil sie nicht von den richtigen Tätern ermordet wurden. Das befeuert die Destabilisierung!

Und die Täter, die Asylbewerber sind: keinen Plan, keine Prävention, noch nicht einmal das Einhalten der eigenen Gesetze zur Vermeidung dieser Taten - nur ein Gedanke: Abschieben, alles - scheiß auf Humanität, scheiß auf die Nichttäter, scheiß auf Versprechen, scheiß auf wirkliche Problemlösung. Grenzkontrollen lassen den Schwanz halt ein letztes Mal anschwellen - scheiß auf Sinnhaftigkeit, Effizenz und geltende Regeln und Gesetze.

Auch kein Wort darüber, dass über jahrzehnte gebrochene Versprechen das befeuern. Rente ist sicher, Klima ist temporär, Russland in den Arsch kriechen ist supi, Energie kommt aus der Steckdose, Krankenkassenbeiträge, da geht noch was - dieses dahinwurschteln, keine Verantwortung übernehmen und die Gier nach der nächsten Wahl - das befeuert das.

Destabilisierung und Gefährdung der liberalen Demokratie erleben wir, weil die Sozis alles gegen Umweltschutz taten, was irgend wie ging. Wenn der Wald brennt, in den Städten 40°C Dauertemperatur herrschen; dann gibt es die Idee eines Aktionsplanes. Ich kann alleine diese Worte nicht mehr hören. Schiebt euch die Aktionspläne quer in den Arsch. Destabilisierend ist eine CDU, die absolut keine Vorstellung von Morgen hat - irgendwie irgendwas Bewahren. Das, was gestern zwar nicht funktionierte, aber irgendwie noch verdeckt werden konnte. Destabilisierend ist, wenn eine der wenigen Politiker mal wirklich Probleme angeht und ungemüdliche Wahrheiten benennt, sich der größte Teile der Presse und der politischen Klasse einig in einem sind: den sägen wir ab, das darf nicht sein, das lassen wir nicht zu.

Destabilisierend ist die Ungerechtigkeit, die systematische Ungerechtigkeit: ein von und zu erbt ein Vermögen, blöd wie Toast von hinten und macht Karriere. Aus eigener Hände Kraft erschaffenes Vermögen.... da lacht ja die Koralle. Bei den Steuern warte ich immer noch auf die Umsetzung des Vorschlages der einzigen wirklichen Spaßpartei (wenn sie nicht so abgrundtief peinlich wäre): Bierdeckel und fertig. Ich sehe schon die "Leistungsträger" kotzen, weil sie mal Steuern zahlen müssen und nicht jeden Gärtner im Park als steuerentlastend gelten machen können. Das ist destabilisierend, Herr Gabriel. Das weniger als 5% der Menschen mehr als 60% des Wohlstandes besitzen. Tendenz steigend.

Destabilisierend ist das Prinzip der Miete bis zum da geht noch was: Große Aktiengesellschaften kaufen Wohnungen und danach wird verdient, bis das Koks die letzte Windung vernebelt hat. Das Ganze wird als "freier Markt", der reguliert sich schon von selbst, verkauft. Herr Gabriel: wenn Ihre Kumpels sich darin mit bereichern und diesen Machenschaften Tür und Tor öffen; was glauben Sie, was jetzt destabilisiert? Das Wahlplakat "der Mietenwahnsinn endet jetzt" ist doch das beste Beispiel für Ihre Verlogenheit und Unfähigkeit - Herr Gabriel, Ihre Partei ist seit Jahrzehnten hier in Berlin an der Macht, mal als Partner, mal als Bürgermeisterpartei. Und jetzt so tun, als ob sie damit exakt garnichts zu tun haben? Kann irgend etwas in Ihrem Kopf noch verstehen, dass Sie, Ihre Partei und die anderen so wirkenden Parteien, exakt das sind: destabilisierend und gefährdend für unsere liberale Demokratie.

Die AfD war lange Zeit einfach nur eine Partei, in der Rechtsextreme zunehmend die Macht übernommen hatten. Die Größe, ihre heutige Stärke kommt nicht aus ihr selbst, aus ihren Ideen oder weil sie tolle Sachen macht oder denkt. Ihre Stärke kommt, weil Politiker wie Sie, mit Unterstützung der meisten Medienschaffenden, bewusst oder aus Unfähigkeit, sie zu der Bedrohung gemacht haben, die sie heute ist. Sie haben die Büchse der Pandora geöffnet, wissentlich geöffnet. Ihr Spiel mit dem Feuer ist mit Ansage voll nach hinten losgegangen. Also hören Sie auf mir ein Ohr abzukauen und rum zuheulen.

Vor 19 Minuten, Kronberger schrieb:

Was soll an diesem Satz falsch sein?

Welcher Satz? Den, den ich kursiv zitiert habe?
An dem ist nichts falsch. Falsch ist die Person die ihn sagt. Wenn ihn jemand wie Gabriel sagt dann geht das komplett in die Richtung: "Sollen sie doch Kuchen essen......"

Vor 20 Minuten, Kronberger schrieb:

Was soll an diesem Satz falsch sein?

Man müsste es mal "nachrechnen": Im Niedriglohnsektor werden Löhne gezahlt, für die die Rentenpunkte über 45 Jahre keine auskömmliche Rente (< Grundsicherung) ergeben.

Die Aufwertung geringer Rentenansprüche aus langjähriger Beitragszahlung sichert den Beschäftigten regelmäßig eine Rente über der Grundsicherung. Mit der neuen Grundrente ergeben sich auf Basis der Werte für Januar 2026 nach 45 Jahren Arbeit in Vollzeit, zum gültigen gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro, rund 1.154 Euro Rente (nach Sozialbeiträgen). Ohne die vorgesehene Grundrente wären es nur 869 Euro.

https://www.dgb.de/service/ratgeber/grundrente/

Vor 15 Minuten, Kronberger schrieb:

Was soll an diesem Satz falsch sein?

Leider ziemlich alles

  • Es verkennt und verneint die Probleme, die einfach da sind - wir werden immer älter und das Rentensystem geht, so wie es ist, nicht davon aus.

  • die, "zum Beispiel Kassiererinnen oder Altenpflegerinnen", sind nicht diejenigen, die früher in Rente gehen. Sie können es sich schlicht und einfach nicht leisten. Abschlagsfrei heißt nicht ausreichende Rente! Entweder sind Menschen vorher nicht mehr in der Lage zu arbeiten - und dafür gibt es keine Lösung. Oder die Arbeitnehmer haben genug Kapital, und sind somit definitiv nicht die immer wieder beschworene Gruppe der hart Arbeitenden, die nicht mehr können. Das ist ein Fakt, den Gabriel durchaus kennt.

Dieses Gequatsche von der Rente mit 63 für die, die sich kaputt gearbeitet haben, ist bullshit und geht an den Menschen, die es betreffen müsste, komplett vorbei. Klingt halt toll - wen interessiert die Wirklichkeit

Vor 19 Minuten, SeppCx schrieb:

Welcher Satz? Den, den ich kursiv zitiert habe?
An dem ist nichts falsch. Falsch ist die Person die ihn sagt. Wenn ihn jemand wie Gabriel sagt dann geht das komplett in die Richtung: "Sollen sie doch Kuchen essen......"

Finde ich nicht. Er meint und sagt doch das Richtige.

Wenn das nen Rentner als ehemaliger Kohlekumpel aus dem SPD-Ortsverein "Bottrop-Kirchhellen-Süd“ bei der Versammlung in der Kneipe “Zum alten Stollen" sagt, kriegts doch keiner mit.

Spitzenpolitiker, auch ehemalige, sind doch alle reich. Ist doch gut, wenn er dafür eintritt, wenns sonst keiner tut. Er kann ja deswegen nicht vorher sein Geld verschenken.

Den Kuchenvergleich halte ich inhaltlich und der Intention wegen für völlig konträr. Damit sollte ja genau das Gegenteil von Gabriels Worten gesagt werden.

Bearbeitet ( von Nitsrekds)

Vor 18 Minuten, RalphB schrieb:

Leider ziemlich alles

  • Es verkennt und verneint die Probleme, die einfach da sind - wir werden immer älter und das Rentensystem geht, so wie es ist, nicht davon aus.

  • die, "zum Beispiel Kassiererinnen oder Altenpflegerinnen", sind nicht diejenigen, die früher in Rente gehen. Sie können es sich schlicht und einfach nicht leisten. Abschlagsfrei heißt nicht ausreichende Rente! Entweder sind Menschen vorher nicht mehr in der Lage zu arbeiten - und dafür gibt es keine Lösung. Oder die Arbeitnehmer haben genug Kapital, und sind somit definitiv nicht die immer wieder beschworene Gruppe der hart Arbeitenden, die nicht mehr können. Das ist ein Fakt, den Gabriel durchaus kennt.

Dieses Gequatsche von der Rente mit 63 für die, die sich kaputt gearbeitet haben, ist bullshit und geht an den Menschen, die es betreffen müsste, komplett vorbei. Klingt halt toll - wen interessiert die Wirklichkeit

Das ist alles richtig. Es ging aber jetzt speziell um den kursiv zitierten Satz. Und der ist richtig und nicht falsch, und das ist eben wie von Sepp getan nicht an der Person Gabriel festzumachen.

Mich würde eher interessieren wie die SPD raus aus den demokratieschädigenden All-Parteien-Koalitionen kommen will.

The winner takes it all?

https://de.wikipedia.org/wiki/Mehrheitswahl

  • Ersteller
Vor einer Stunde, SeppCx schrieb:

Wenn ihn jemand wie Gabriel sagt dann geht das komplett in die Richtung: "Sollen sie doch Kuchen essen......"

So weit wuerde ich nicht gehen, aber wenn gerade einer wie Gabriel das beklagt was seine Partei vorher angerichtet hat, kann es noch so richtig sein ...

Die SPD hat doch jeder Glaubwuerdigkeit verloren. Von guten Vorsaetzen in Parteiprogrammen oder solchen Erklaerungen kann sich niemand etwas kaufen. Gabriel hat zwar nicht ganz so dreist wie Schroeder seine politischen Funktionen als Vertreter der Wirtschaft zu versilbern, aber irgendwie ist es schwer zu vermitteln das er die Interessen der Arbeitnehmer vertritt oder vertreten hat.

Es sind auch nicht alle Politiker "reich", das ist fuer mich eine demokratiezersetzende Haltung. Mein persoehnlicher Held ist Weselsky , der sich nicht hat kaufen lassen. Frau Merkel ist, trotz ihrer herausragenden Bedeutung, auch eher bescheiden, dass sie wohlhabend ist, der Leistung durchaus angemessen. Leider beide CDU... und es gibt noch viele andere die gut mit ihrem angemessenen Salaer auskommen.

Bearbeitet ( von MatthiasM)

Wundert sich noch jemand?:

tagesschau.de
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Anteil junger Menschen ohne Job oder Ausbildung steigt

Etwa jeder zehnte junge Mensch im Alter zwischen 20 und 24 Jahren ist in Deutschland ohne Job, Bildungs- oder Ausbildungsplatz. Der Anteil steigt seit Jahren, liegt aber noch unter dem EU-Durchschnitt

schon Mitte der 80er war klar, es gibt einen erheblichen Prozentsatz junger Menschen, welche mit dem deutschen Lern/ Lehrsystem nicht zurecht kommen. Bis in die 2010er hat zB. das Land Hessen entsprechend Projekte gefördert. Da wo ich ausbildete hatten wir 90% Übergang in Betriebe, wurden als Modellprojektwissenschaftloch begleitet, bis es aus einmal keine benachteiligten Jugendlichen in Hessen mehr gab.

An Bildung und Jugendarbeit ist leicht sparen.

und wer ist schuld?

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AfD steigt in Umfragen: Studie erschüttert häufigste Erkl...

Bei Rentendiskussionen fehlt mir, ganz systemunabhängig, immer das grundsätzliche, was ein Rentensystem zu leisten hat. Aus der Perspektive gibts dann meist eher wenig zu meckern.

Man muss das mal so sehen: Ohne Rentensystem gibts für die, die nicht arbeiten können nichts. - Die gehen dann betteln oder werden von Angehörigen durchgefüttert. So wars Jahrhunderte lang. Das ist Elend.

Eine Rente, die zum Überleben reicht, ist ein riesen Fortschritt. Keiner muss betteln, und Angehörigen für etwas danken, was schlicht existenznotwendig ist. Man hat ein wohlerworbenes Recht auf ein Auskommen, das die Existenz sichert.

Das ist kein Luxus und wird wohl oft als Elend empfunden. Aber es gibt ein Dach überm Kopf, ne Krankenversicherung und man kann, wenn auch ohne Luxus, den Kühlschrank füllen.

Das konnten zig Generationen alter Leute alles nicht. - Einfach nicht. Man hat gearbeitet, bis man in die Grube fiel, oder ist verhungert. Wobei man nicht immer hungers starb. Bei einseitiger Mangelernährung kann das auch ein Erkältungsvirus sein.

Renten, die kleiner Grundsicherung sind, sind solange kein Problem, wie sie ergänzt werden, so dass man durchkommt.

Da ist nicht die Rede davon, als Rentner im Expeditionsmobil auf Weltreise zu gehen. Aber man hat sein bescheidenes kleines Leben, und das ohne grosse Existenzsorge bis zum Schluss. Ziel erreicht.

Wenn das nicht möglich ist, dann erst muss man nachbessern.

Vor 7 Minuten, bluedog schrieb:

Renten, die kleiner Grundsicherung sind, sind solange kein Problem, wie sie ergänzt werden, so dass man durchkommt.

Warum soll der Steuerzahler für den Geiz der Arbeitgeber zahlen?

2 Stunden her, Nitsrekds schrieb:

Finde ich nicht. Er meint und sagt doch das Richtige.

Wenn das nen Rentner als ehemaliger Kohlekumpel aus dem SPD-Ortsverein "Bottrop-Kirchhellen-Süd“ bei der Versammlung in der Kneipe “Zum alten Stollen" sagt, kriegts doch keiner mit.

Spitzenpolitiker, auch ehemalige, sind doch alle reich. Ist doch gut, wenn er dafür eintritt, wenns sonst keiner tut. Er kann ja deswegen nicht vorher sein Geld verschenken.

Den Kuchenvergleich halte ich inhaltlich und der Intention wegen für völlig konträr. Damit sollte ja genau das Gegenteil von Gabriels Worten gesagt werden.

Ich kann mich nicht erinnern daß er in seiner aktiven Zeit sich besonders für die Rentenreform eingesetzt hätte. Jetzt aus dem Schaukelstuhl heraus die Fehler seiner Nachfolger zu kritisieren ,die auch und besonders auf seiner aktiven Minusperformanz beruhen, ist einfach menschlich nicht in Ordnung. Diese Alphamännchen kennen einfach keine Selbstkritik.

Vor 1 Minute, SeppCx schrieb:

Ich kann mich nicht erinnern daß er in seiner aktiven Zeit sich besonders für die Rentenreform eingesetzt hätte. Jetzt aus dem Schaukelstuhl heraus die Fehler seiner Nachfolger zu kritisieren ,die auch und besonders auf seiner aktiven Minusperformanz beruhen, ist einfach menschlich nicht in Ordnung. Diese Alphamännchen kennen einfach keine Selbstkritik.

Das stimmt auf jeden Fall. Ich bezog mich nur auf Deine Aussage, dass er als begüterter Spitzenpolitiker sich dazu besser nicht äußern sollte bzgl. der ärmeren Rentnerklientel. Dass er sich als leider erfolgloser Politiker sich nicht über seine Nachfolger äußern sollte steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.

Das konnte ich aus Deinen Worten nicht herauslesen, weil dann auch der Kuchenvergleich noch weniger gepasst hätte. Denn der ging ja ursprünglich gegen eine arme Bevölkerungsschicht und nicht gegen Politiker.

Vor einer Stunde, MatthiasM schrieb:

So weit wuerde ich nicht gehen, aber wenn gerade einer wie Gabriel das beklagt was seine Partei vorher angerichtet hat, kann es noch so richtig sein ...

Die SPD hat doch jeder Glaubwuerdigkeit verloren. Von guten Vorsaetzen in Parteiprogrammen oder solchen Erklaerungen kann sich niemand etwas kaufen. Gabriel hat zwar nicht ganz so dreist wie Schroeder seine politischen Funktionen als Vertreter der Wirtschaft zu versilbern, aber irgendwie ist es schwer zu vermitteln das er die Interessen der Arbeitnehmer vertritt oder vertreten hat.

Es sind auch nicht alle Politiker "reich", das ist fuer mich eine demokratiezersetzende Haltung. Mein persoehnlicher Held ist Weselsky , der sich nicht hat kaufen lassen. Frau Merkel ist, trotz ihrer herausragenden Bedeutung, auch eher bescheiden, dass sie wohlhabend ist, der Leistung durchaus angemessen. Leider beide CDU... und es gibt noch viele andere die gut mit ihrem angemessenen Salaer auskommen.

Ich schrieb von Spitzenpolitikern. Diese sind alle reich nach meinem Verständnis von Reichtum. Es sei denn sie sind es erst 4 Wochen o.ä.

Vor 18 Minuten, Ronald schrieb:

Warum soll der Steuerzahler für den Geiz der Arbeitgeber zahlen?

Ronald, was hat das mit dem Geiz von Arbeitgebern zu tun?

Wenn jemand, warum auch immer, nicht in das Rentensystem eingezahlt hat (oder nur wenig eingezahlt hat), dann bekommt die Person eine kleine Rente oder eben auch Keine. @bluedog spricht doch einen nicht unwesentlichen Punkt an: die Erwartung an die Rente ist grundlegend eine andere, als noch vor 100 Jahren. Gleichzeitig ist die Erwartungshaltung, was "der Staat" für einen machen muss, deutlich gestiegen. Und die Menschen werden deutlich älter. Die Erwartungen und Bedingungen haben sich verändert - das Grundprinzip des Rentensystems aber nicht. Es ist im Kern 140 Jahre (!) alt.

Es fehlt genau um diese Punkte eine Diskussion und eine gesellschaftliche Übereinkunft. Was wollen wir für eine Rente, wie wollen wir sie bezahlen, was ist uns was Wert?

Deinen Klassenkampf in Ehren - aber das was ich zahlen kann, haben trotzallem meine Mitarbeiter (und ich) vorher erwirtschaftet. Und zur Zeit wird deutlich mehr für jeden Rentner ausgegeben, als dieser (incl. Arbeitgeberanteil) im Leben eingezahlt hat. Wenn eine Gesellschaft beschliesst, dass das Rentensystem so bleibt wie es ist, aber zu geringe Renten aufgestockt werden sollen, dann ist das eine klassische Aufgabe des Staates. Also zahlst Du und ich für die zu geringe Rente durch unsere Steuern die Aufstockung.

Vor 44 Minuten, Ronald schrieb:

Warum soll der Steuerzahler für den Geiz der Arbeitgeber zahlen?

Das ist eine konzeptionelle Frage. Da hätt ich ganz andere Kaliber auf Lager, wenn man denn auf dem Niveau ansetzen will.

Warum sollen Renten über Lohnnebenkosten finanziert werden? Als man mit Renten anfing, war das logisch, denn es gab keine andere Bemessungsgrundlage für Beiträge. Heute könnte man das auch über Energiesteuern machen. Das hätte den Vorteil, dass Arbeit nicht noch teurer wird, als eh schon, und dass das, womit heute wirklich Geld verdient wird, besteuert wird. Maschinen. Maschinen, die sonst nichts kosten.

Auch aus der Klimadebatte heraus wäre sowas sinnvoll: Strom deutet auf Ressourcenverbrauch hin. Ressourcen sind endlich und sollten daher sparsam eingesetzt werden.

Arbeit zu besteuern hingegen macht keinen Sinn. Da muss man nicht lenkend und limitierend eingreifen. Sie sollte Steuerfrei sein, wenns geht. Je mehr Arbeitsplätze, umso besser.

Arbeitsfreies Einkommen könnte man auch besteuern. Und deckeln also die Rente, dass klar ist, aus der Rentenkasse gibt es eine Obergrenze. Dann gehören noch grundsätzlich Alle in das System.

( Da kommt dann eigentlich die Frage der Moral - nein, nicht Sexualforschung- ins Spiel, der Verantwortlichkeit für Gemeinschaft etc.)

Bearbeitet ( von Ebby Zutt)

Was halt leider viel zu kurz gesprungen ist, ist die Flüchtlingskrise für das Erstarken der AfD zu bezeichnen. Die Flüchtlinge sind und waren nie das Problem ! Das Problem war und ist, daß die althergebrachten Parteien weder Willens waren, noch spendabel genug eine adäquate Integration anzubieten. Heute ist plötzlich für alles Geld da ("Sondervermögen"). Wären damals und in den Folgejahren doppelt oder dreimal soviel Gelder in die Integration geflossen und könnten die althergebrachten Parteien ein für den Wähler akzeptables Programm bieten, spräche kaum einer über die Nazi-Partei. Die wären bei 5-10%, die restlichen würden weiterhin CDU wählen, oder kämen am Wahltag gar nicht erst aus ihrer Bude.

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