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Zeitgeschehen

Hervorgehobene Antworten

vor 9 Stunden schrieb -martin-:

16. März 1945, heute vor 81 Jahren: Nach einem Todesurteil wird der Soldat Walter Gröger erschossen. Verurteilt wurde er von Hans Filbinger, der nach dem Krieg in Stuttgart Ministerpräsident von Baden-Württemberg wurde und /bis 2007/ Ehrenvorsitzender der CDU Baden-Württemberg war.

Im Jahr 2002 wurde Walter Gröger rehabilitiert, da die damalige Rot-Grüne Regierung ein Gesetz verabschiedet hat, das die Urteile gegen im Dritten Reich wegen Desertion verurteilten Menschen aufgehoben hat.

Jedoch:

Zitat

2002 wurde mit dem Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege das NS-AufhG in der Weise geändert, dass nun auch die Urteile gegen homosexuelle Männer, die auf §§ 175, 175a Nr. 4 des Reichsstrafgesetzbuches beruhten und auf bestimmten Vorschriften des Militärstrafgesetzbuches, unter anderem wegen Desertion, Feigheit oder unerlaubter Entfernung ausdrücklich in die Liste der Regelbeispiele aufgenommen und damit kraft Gesetzes aufgehoben wurden. Nr. 26 der Anlage zu § 2 Nr. 3 NS-AufhG wurde entsprechen erweitert, Nr. 26a neu eingefügt.[9] Eine Einzelfallprüfung durch die zuständige Staatsanwaltschaft war in diesen Fällen nicht mehr erforderlich.

Im Bundestag wurde die Gesetzesänderung beschlossen mit den Stimmen der Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und PDS bei Gegenstimmen der Fraktionen von CDU/CSU und FDP.

 

Die Kirchen mal wieder. Vor allem die Katholen. Realsatire?   

Zitat

Gläubige in Bayern;
Die Kirchen verzeichnen knapp 124 000 Austritte
Seit Jahren beklagen die katholischen Bistümer und die evangelische Kirche in Bayern einen Mitgliederschwund. Wie hat sich die Lage zuletzt entwickelt?

In Bayern sind im vergangenen Jahr 81 852 Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Das sind etwa 5300 weniger als noch 2024, wie aus Zahlen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) hervorgeht. Der evangelischen Landeskirche (ELKB) kehrten rund 42 000 Menschen den Rücken – das ist ein Anstieg im Vergleich zu 2024, als es 39 486 Austritte gab.

Beide großen Kirchen verzeichnen somit knapp 124 000 Austritte. Die Mitgliederzahl der Landeskirche ist im Vergleich zu 2024 unter die Zwei-Millionen-Marke gerutscht. Die katholische Kirche kommt im Freistaat noch auf mehr als 5,3 Millionen Mitglieder. Nicht nur die Austritte machen den Kirchen zu schaffen, sondern auch die Tatsache, dass mehr Mitglieder sterben als Menschen neu getauft werden.

Die sinkenden Austrittszahlen seien kein Grund zur Entwarnung, aber ein Hinweis darauf, dass die Aufarbeitung und Aufklärung der Missbrauchsfälle und die damit verbundenen Reformprozesse in der Kirche wahrgenommen und anerkannt werden, sagte der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-kirche-glaeubige-austritte-katholiken-protestanten-li.3453739

vor einer Stunde schrieb SeppCx:

Ist Eigengewächs eigentlich ein Euphemismus für 'wunderbares Inzuchtsprodukt'?

https://www.heinrichs-verlag.de/2024/03/03/ein-eigengewächs-aus-der-diözese/

Immerhin eine schicke Farbe, die Hedwig Gössl da trägt: https://webecho-bamberg.de/herwig-goessl-wird-als-neuer-erzbischof-ins-amt-eingefuehrt/

Die Deals der Kirchen

Wirtschaft • Reportage • hintergründig • 22 min S02 • 19.12.2025 • ZDF

Die beiden großen Kirchen in Deutschland besitzen ein Milliardenvermögen, das niemand so genau zu kennen scheint. Wofür brauchen sie dann noch die Kirchensteuer? DEALS folgt der Spur des Geldes.

https://www.zdf.de/play/reportagen/wiso-deals-mit-deinem-geld-100/die-deals-der-kirche-100

Das besondere Kirchgeld in Limburg oder was passiert wenn man versucht sich von der kirchlichen goldenen Badewanne zu distanzieren.😧

Zitat

....Einer Caritas-Beraterin wurde wegen ihres Austritts aus der katholischen Kirche gekündigt – obwohl einige ihrer Kollegen gar nicht erst Mitglied waren. Nun hat sich das höchste europäische Gericht dazu geäußert.
....

Kirche sieht in Austritt schweres Vergehen

Die Kirche argumentierte, dass ein Austritt nicht damit zu vergleichen sei, dass jemand nie Mitglied war. „Aus der Kirche austreten ist ein bewusster Akt der Distanzierung“, erklärte deren Vertreter und Bonner Professor für Arbeitsrecht, Gregor Thüsing. Bei katholischen Arbeitnehmern stellt das aus Sicht der Kirche einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Loyalitätspflicht dar. Der Kirchenaustritt gehört nach kanonischem Recht, also den Rechtsnormen der römisch-katholischen Kirche, zu den schwersten Vergehen gegen den Glauben und die Einheit der Kirche.

Die gekündigte Mitarbeiterin betonte, dass sich an ihrer Haltung zu christlichen Werten und ihrem Glauben nichts geändert habe. „Ich wollte gar nicht austreten. Ich war und bin ein sehr gläubiger Mensch“, teilte sie mit. Grund sei das sogenannte besondere Kirchgeld gewesen, das die Diözese Limburg erhebe. Die Abgabe betrifft Kirchenmitglieder, deren Ehepartner eine andere Religionszugehörigkeit haben oder konfessionslos sind. Sie wird nach dem gemeinsamen Einkommen berechnet, sodass die Sozialpädagogin selbst in Eltern- und Teilzeit nach ihren Angaben mehr als 2000 Euro pro Jahr hätte zahlen müssen.

Ehemann trat wegen Luxusskandal im Bistum Limburg aus

Dabei sei ihr Ehemann wegen der Finanzaffäre im Zusammenhang mit dem Luxussitz des früheren Bischofs von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst, aus der katholischen Kirche ausgetreten, erklärte die Betroffene. Er wollte dafür kein Geld zur Verfügung stellen – auch nicht indirekt, indem er das Kirchgeld für sie mittrage.

Die zuständige Generalanwältin am EuGH hatte in ihrem Gutachten in der Kündigung eine Diskriminierung gesehen. Wenn die Kirchenmitgliedschaft für den Job nicht erforderlich sei und der betreffende Arbeitnehmer nicht offen in einer Weise gehandelt habe, die dem Ethos dieser Kirche zuwiderlaufe, sei die Ungleichbehandlung mit den anderen Angestellten nach der EU-Gleichbehandlungsrichtlinie nicht zu rechtfertigen, erklärte sie.

https://www.sueddeutsche.de/politik/kirchenaustritt-kuendigung-urteil-eu-eugh-li.3454106

Es geht ja noch weiter, also erneut vors Bundesarbeitsgericht.

Zitat

Nach Auffassung des EuGH ist nicht ersichtlich, dass die Kirchenmitgliedschaft für die Tätigkeit einer Schwangerschaftsberaterin „wesentlich“ ist. In einer solchen Situation scheine der Austritt an sich das Ethos oder das Recht des Vereins auf Selbstbestimmung nicht infrage zu stellen, heißt es in der Mitteilung zum Urteil. Letztlich müsse aber das Bundesarbeitsgericht im konkreten Fall entscheiden, teilte das Gericht mit.

Wird die Frau somit weiter bezahlt?

vor 39 Minuten schrieb SeppCx:

Das besondere Kirchgeld in Limburg oder was passiert wenn man versucht sich von der kirchlichen goldenen Badewanne zu distanzieren.😧

Zitat

Als eine Bekannte Geschäftsführerin eines evangelischen Krankenhauses werden wollte (und auch wurde) kam im Gespräch die Frage auf die Kirchenmitgliedschaft und den notwendigen Eintritt. Die Bekannte stimmte zu, unter der Bedingung, dass die Kirchensteuer auf das vereinbarte Salär draufgeschlagen wird. 

vor 12 Minuten schrieb Auto nom:

Als eine Bekannte Geschäftsführerin eines evangelischen Krankenhauses werden wollte (und auch wurde) kam im Gespräch die Frage auf die Kirchenmitgliedschaft und den notwendigen Eintritt. Die Bekannte stimmte zu, unter der Bedingung, dass die Kirchensteuer auf das vereinbarte Salär draufgeschlagen wird. 

"Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt."
Früher für den Petersdom, dann für güldene Wannen und jetzt zur Finanzierung der Abwehr der Entschädigungsforderungen von Missbrauchsopfern.  

vor 18 Minuten schrieb SeppCx:

"Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt."
Früher für den Petersdom, dann für güldene Wannen und jetzt zur Finanzierung der Abwehr der Entschädigungsforderungen von Missbrauchsopfern.  

Religion, das genialste Geschäftsmodell ever. 

Banksy durch Journalisten enthüllt
Ist das Recherche oder kann das weg?

 

Zitat

 

Kommentar von Lilly Schröder

Nach 20 Jahren Anonymität haben Reuters-Journalisten Banksy enttarnt. Das ist aber kein Erkenntnisgewinn, nur ein zerstörtes Geheimnis eines Künstlers. 

Endlich ist das Geheimnis gelüftet, wer hinter dem Pseudonym Banksy steckt. Und jetzt? Macht das seine Kunst besser? Schlechter? Spannender? Nö. Aber sein Leben als Künstler ist zerstört. Mission accomplished.

Es ist nicht die angeblich endgültige Enthüllung von Banksys Identität, die Schlagzeilen machen sollte, sondern die drei Männer, die monatelang ihre Zeit mit einer derart sinnlosen und unmoralischen Jagd vergeudet haben: Simon Gardner, James Pearson und Blake Morrison. Nachdem es Banksy über zwei Jahrzehnte lang gelang, seine Identität geheim zu halten, rühmen sich nun die drei Reuters-Journalisten, womöglich das geschafft zu haben, woran die Presse seit Jahren gescheitert ist: den Graffiti-Künstler gegen seinen Willen zu enttarnen.

Die Streetart-Kunst von Banksy erlangte Anfang der 2000er Jahre erstmals größere Bekanntheit, als seine Schablonen-Graffiti in London von Medien und Kunstszene entdeckt wurden. Die Werke sind eine scharfsinnige Gesellschafts- und Systemkritik: der Krieg in der Ukraine, Guantánamo, Nahostkonflikt, Brexit, moderne Sklavenarbeit, Umgang mit Flüchtlingen, Umweltverschmutzung.

Am Markt prallt Banksys Kapitalismuskritik ab: Seine Kunst wird gestohlen, privatisiert oder verkauft. Sein „Balloon Girl“ wurde aus der Hauswand eines Geschäftslokals herausgetrennt und für 560.000 Euro versteigert. „The Devolved Parliament“ – das britische Unterhaus besetzt von Schimpansen – brachte 2019 bei Sotheby’s, einem der bekanntesten Auktionshäuser der Welt, rund 11 Millionen Euro ein.

Gegen die Vermarktung

Der Künstler selbst wollte immer anonym bleiben und hat sich stets gegen die Vereinnahmung seiner Kunst gewehrt. 2005 schmuggelte er etwa eine scheinbar prähistorische Höhlenmalerei – allerdings mit einem Menschen, der einen Einkaufswagen schiebt – in eine Ausstellung im British Museum. 2018 ließ er das „Girl with Balloon“ bei einer Auktion von Sotheby’s direkt nach der Versteigerung im Rahmen schreddern.

Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, das sich Banksy, Medien und Kunstmarkt lieferten. Die obsessive Suche nach seiner Identität offenbart eine gesellschaftliche Unfähigkeit, Unwissen auszuhalten. In Zeiten, in denen jeder Star auf Instagram minutiös verfolgt werden kann und alles kontrollierbar scheint, wird das Unerreichbare als störend empfunden. Dabei liegt genau darin der Wert: Unverfügbarkeit ermöglicht Fantasie, Respekt und Distanz – alles Dinge, die die allgegenwärtige Transparenz der digitalen Welt zerstört.

Die Reuters-Journalisten inszenieren sich als Aufklärer im Dienst der Öffentlichkeit. Trotz einer Warnung von Banksys Anwalt, der betonte, dass seine Anonymität die Meinungsfreiheit des Künstlers schütze, veröffentlichten sie die Identität unter Verweis auf ein angeblich großes öffentliches Interesse. Nur: Welches soll das sein?

Große öffentliches Interesse gibt es an der Veröffentlichung von Namen von Tätern, etwa aus den Epstein-Files – nicht aber von Künstler*innen, die ihre Kunst für sich sprechen lassen wollen. Banksys Streetart bleibt gleich, auch nach Offenlegung seiner Identität. Vorteile gibt es keine; die Enthüllung könnte im Gegenteil das Ende seiner Karriere bedeuten. Rechtlich betrachtet gelten seine Arbeiten als Sachbeschädigung und Vandalismus – nun droht ihm möglicherweise strafrechtliche Verfolgung.
Karriere beenden

Die Reuters-Recherche lässt an einen anderen Fall denken: Die Schriftstellerin Elena Ferrante beendete ihre Karriere, nachdem ein internationales Journalisten-Team mithilfe von Methoden der Steuerfahndung und der Kriminalpolizei nach monatelanger Recherche ihre Identität enthüllte. Ferrante hatte zuvor gewarnt, ihre Arbeit einzustellen, sollte ihre Identität offengelegt werden. Später veröffentlichte sie dennoch weitere Arbeiten.

So traurig es ist: Banksy wäre gut damit beraten, seine Karriere zu beenden. Es wäre nur konsequent.

 

https://taz.de/Banksy-durch-Journalisten-enthuellt/!6163029/

Bearbeitet ( von Ronald)

Na sowas aber auch. 😂  

Zitat

Wirtschaftsforscher werfen Koalition Zweckentfremdung beim Sondervermögen vor

Ein Jahr lang hatte die Regierung die Möglichkeit, ein Sondervermögen für Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz auszugeben. Zwei Institute rechnen nun vor: Das Geld wurde hauptsächlich genutzt, um Haushaltslöcher zu stopfen.

Ein Jahr nach Verabschiedung des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) durch den Bundestag ziehen gleich zwei Institute eine ernüchternde Zwischenbilanz. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat errechnet, dass 2025 rund 86 Prozent der neu aufgenommenen Schulden nicht für zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur eingesetzt worden wurden, das Münchner Ifo-Institut kommt sogar auf ‌95 Prozent. »Union und SPD hatten die Chance, den Investitionsstau aufzulösen«, sagte IW-Forscher Tobias Hentze der Nachrichtenagentur Reuters. »Sie haben sie bislang nicht genutzt.«

In gleichem Tenor äußert sich Ifo-Präsident Clemens Fuest. »Wir haben festgestellt, dass die Politik die schuldenfinanzierten Mittel nahezu vollständig für andere Zwecke, also zum Stopfen von Haushaltslöchern, genutzt hat«, sagte der Ökonom. »Das ist ein großes Problem.« Dabei sollte das Geld für zusätzliche Investitionen eingesetzt werden, die das Wirtschaftswachstum langfristig stützen.

Der Ifo-Analyse zufolge ist die Schuldenaufnahme 2025 im Rahmen des SVIK um 24,3 Milliarden Euro erhöht worden. Die tatsächlichen Investitionen des Bundes seien gegenüber 2024 aber nur um 1,3 Milliarden Euro angestiegen. Damit ergebe sich eine Lücke von ⁠23 Milliarden Euro an neuen ⁠Schulden, die nicht in zusätzliche Investitionen geflossen seien.

......



https://www.spiegel.de/wirtschaft/iw-und-ifo-wirtschaftsforscher-werfen-koalition-zweckentfremdung-beim-sondervermoegen-vor-a-2428a8fe-8ece-439f-9c2f-6d965ae3a2b1

vor 1 Stunde schrieb SeppCx:

Politisch ist das mit den aktuellen Mehrheiten nicht weg zu bekommen. Da hilft mal wieder nur klagen, wie es die Grünen jetzt machen:

Zitat
  • Der von der Koalition im Bundestag beschlossene Haushalt 2025 ist verfassungswidrig. Zwei Gutachten bestätigen klare Verstöße gegen grundgesetzliche Regelungen im Bundeshaushalt 2025.
  • Aber: Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse ist uns der Weg der Normenkontrollklage verschlossen. Die Gutachten bestätigen, was wir vermuteten, der Weg über einen sogenannten Organstreit ist keine gute Alternative, hat wenig Aussicht auf Erfolg und hilft nicht unser Ziel - mehr Investitionen in die Zukunft - zu erreichen.
  • Deshalb werden wir die Gutachten nutzen, um nun gemeinsam mit der Zivilgesellschaft und allen, denen die Zukunft und unser Planet am Herzen liegt, Verfassungsbeschwerden in Karlsruhe auszuloten und voranzutreiben.

https://www.gruene-bundestag.de/unsere-politik/fachtexte/die-haushaltspolitik-der-koalition-ist-verfassungswidrig/

 

https://www.tagesschau.de/investigativ/schweinemast-spanien-deutschland-100.html

Zitat

Verweste Schweinekadaver, eiternde Bisswunden, handballgroße Beulen am Bauch: Ein spanischer Hof lieferte Tiere an ein Unternehmen, das auch für Aldi Nord Schinken produziert.

Zitat

Bereits vor fünf Jahren hatte der ehemalige spanische Minister für Verbraucherschutz, Alberto Garzón, bemängelt, Schweinefleisch aus spanischer Massenzucht sei häufig minderwertig und stamme von misshandelten Tieren.

Zitat

Seine Warnung wurde zum Politikum. Was erlaube sich dieser linke Politiker?, schäumten die Konservativen. Der sozialdemokratische Ministerpräsident Pedro Sánchez sah sich schließlich genötigt, zu erklären, wie gern er samstags ein Stück Fleisch in der heimischen Pfanne habe.

Zitat

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch warnt jedoch davor, aus Deutschland den erhobenem Zeigefinger auf Spanien zu richten. Der Sprecher Andreas Winkler sagt: "Auch bei uns leiden Schweine massenhaft an Krankheiten. Auch bei uns landen Millionen Schweine jedes Jahr im Müll. Sie schaffen es gar nicht erst in die Supermarkttheke, weil sie vorher schon bei der Mast sterben."

Schlimmer als im Mittelalter.

Bearbeitet ( von Auto nom)

https://www.deutschlandfunk.de/musikerin-bettina-koester-ist-tot-102.html

Zitat

Die Musikerin Bettina Köster ist tot. Die prägende Stimme der Berliner Post-Punk-Band „Malaria!“ starb im Alter von 66 Jahren in Italien.

Zitat

Bekannt wurde sie zunächst mit der Band „Mania D“, aus der später „Malaria!“ hervorging. Mit Stücken wie „Kaltes klares Wasser“ prägte die Gruppe die internationale Post-Punk- und New-Wave-Szene.

Zitat

Köster bezeichnete sich als nicht-binär und war eine frühe Ikone der Queer-Bewegung. Eine Todesursache wurde nicht genannt.

 

Im Mittelalter war den Haltenden der Wert jedes einzelnen Viechs bewusst. Und da wurde auch von der Schnauze bis zum Ringelschwanz jedes nochsokleine Fitzelchen nach bester Möglichkeit verwertet.
Die Massentierhaltung ist eines der großen Übel unserer Zeit. Die Schweinefleischindustrie in Spanien stellt da keine Ausnahme dar: https://www.aktion-agrar.de/industrielle-tierhaltung-in-spanien/
Und "wir" picken uns dazu die Rosinen raus und verschachern die Überbleibsel in die weite Welt.

Hier eine tagesschau-Meldung aus 2023: https://www.tagesschau.de/investigativ/tierschutz-spanien-schweinefleisch-campofrio-greenpeace-100.html

Die Problematik ist bekannt, interessiert aber scheinbar niemanden.

vor 8 Minuten schrieb schwinge:

Die Problematik ist bekannt, interessiert aber scheinbar niemanden.

Doch doch, das findet breites Interesse. Leider in die falsche Richtung: 

 

 

2 hours ago, SeppCx said:

Doch doch, das findet breites Interesse. Leider in die falsche Richtung: 

Jagut. Genausowenig wie unser aller Alice mag ich mir mein Schnitzel auch nicht wegnehmen lassen. Das Schnitzel ist ja auch nicht das Problem.

Bearbeitet ( von schwinge)

vor 1 Minute schrieb schwinge:

Das Schnitzel ist ja auch nicht das Problem.

Das Schwein sieht das vermutlich anders. 

Ich will nicht wissen, wies grad meinem Pflücksalat geht wenn er hört dass jemand wie jeden Morgen die Gewächshaustür aufschiebt um sich reinzuschleichen und ein paar Blätter abzuzupfen.
Das Schwein sieht nix, nachdem die Betäubungszange *zapp* gemacht hat.

vor 10 Stunden schrieb SeppCx:

Doch doch, das findet breites Interesse. Leider in die falsche Richtung: 

 

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Conni wusste das nicht und hat es trotzdem gemacht... :D

 

Die Macht der schrillen Töne: Was Trump, Weidel & Co. so erfolgreich macht
 

Zitat

 

Populisten sprechen gezielt nicht die Vernunft an, sondern die oft kindlichen Gefühle von Machtlust oder Angst. Empörung als Gegenmittel reicht da nicht aus.

Am 4. September 2023 sagte die AfD-Politikerin Alice Weidel in einer Rede auf dem Gillamoos-Volksfest im bayrischen Abensberg:

„Sie wollen uns die Heimat kaputt machen. Sie wollen uns die Schweinshaxe, die Bratwurst … das Schnitzel verbieten! Und ich kann euch sagen, ich lasse mir nicht mein Schnitzel wegnehmen. Niemand geht an mein Schnitzel! Wir werden von Wahnsinnigen regiert! Und von Idioten! Liebe Freunde!“

Diese Aussage schaffte es bis in die Satiresendung „heute-show“ und wurde dort verspottet. Viele machten sich über Weidel lustig, die da ganz offensichtlich Unfug erzählte. Niemand will der Politikerin ihr Schnitzel wegnehmen. Aber die promovierte Volks- und Betriebswirtin ist nicht dumm. Sie weiß, was sie tut. Sie kennt die Macht der populistischen Rede. Und diese Passage kann als mustergültig betrachtet werden. Denn sie enthält viele wichtige Zutaten des Populismus.

Es gibt ein „wir“, das sind hier die „Heimat“ und die „lieben Freunde“, kurz „das Volk“ (lateinisch populus). Und es gibt „die Elite“, also die „Wahnsinnigen und Idioten“, von denen das „Volk“ regiert wird. Außerdem gibt es eine konkrete Bedrohungslage. In diesem konkreten Fall soll „uns die Schweinshaxe“ verboten werden.
Das erzeugt einen inneren Konflikt

Diese Worte richten sich nicht an die Vernunft. Sie richten sich an das moralische Empfinden und die Emotionen. Viele Menschen essen gerne Fleisch, oft gehört es von Kindesbein an zur lokalen Identität. Auf der anderen Seite wissen wir heute ziemlich genau, dass Massentierhaltung für Milliarden von Tieren Leid bedeutet, ökologisch schädlich und ökonomisch fragwürdig ist. Das erzeugt einen inneren Konflikt. Es ist wunderbar entlastend, diesen Konflikt aus dem eigenen Inneren nach außen zu verlagern und nicht mit sich selbst, sondern mit dem „linksgrün versifften Mainstream“ auf Kriegsfuß zu stehen. Nicht ich selbst will mir etwas verbieten, sondern „die da oben“.

Populisten wie Weidel haben das gut verstanden. Die gleiche Technik lässt sich auf Themen wie Migration anwenden. Man muss keine Schuldgefühle gegenüber Menschen haben, die ihre Heimat verlassen müssen, wenn sich diese doch nur auf unsere Kosten bereichern und sich nicht an unsere Werte halten wollen. So ist man selbst das Opfer, nicht die von Krieg, Terror oder Hunger bedrohten Menschen aus Syrien, Afghanistan oder der Sub-Sahara.

Solche Botschaften greifen gerade dann gut, wenn man sie besonders schrill formuliert: Migranten aus Haiti essen Hunde und Katzen (Donald Trump), die Eliten planen einen ethnischen Austausch der nationalen Bevölkerung durch Flüchtlinge (zum Beispiel Giorgia Meloni) oder Impfungen gegen das Coronavirus erinnern an die Menschenversuche der Nationalsozialisten (Björn Höcke).

Diese Lügen und krassen Übertreibungen lassen sich argumentativ oft gut widerlegen oder kontern, aber darin liegt nicht ihre Schwäche, sondern ihre Stärke. Denn je mehr sich die Öffentlichkeit an den Reden über „alimentierte Messermänner“ oder „verbotene Schnitzel“ abarbeitet, desto mehr werden die plakativen Behauptungen verbreitet und desto mehr erscheint die empörte Gegenseite als Feind des angeblich gesunden Volksempfindens. Denn populistische Reden sprechen gezielt nicht die Vernunft an, sondern die oft kindlichen Gefühle von Ohnmacht, Machtlust, Angst und Rachsucht.

Es sind gefühlte Wahrheiten. Sie wirken umso überzeugender, je weniger ein Mensch die Chance hatte, sich selbst kennenzulernen und zu reflektieren. Und je schlechter es ihm geht.

Die sozialen Medien fördern und verbreiten Äußerungen, die populistisch und in Bezug auf Fakten und Quellen ignorant (also „postfaktisch“) sind. Die meisten Likes lassen sich durch Empörung, Wut, Angst oder Triumphgefühle erzielen, also durch Emotionen. Schlimmer noch: Laut dem Politikwissenschaftler Giuliano da Empoli ist die Verbreitung von Falschinformationen im Internet um 70 Prozent wahrscheinlicher als die Verbreitung einer richtigen Information. Lügen sind ihm zufolge meist origineller, erzeugen mehr Reibung, werden häufiger geklickt und dann durch die Algorithmen stärker verbreitet. Wer zum Ausbau seiner Macht also auf Desinformation setzt, hat es leichter.

 

https://www.berliner-zeitung.de/open-source/die-macht-der-schrillen-toene-was-trump-weidel-co-so-erfolgreich-macht-li.2272052

 

Die CDU paktiert ein weiteres Mal mit den Faschisten:

Zitat

Rechtsextremismus in Thüringen - CDU streicht Bündnis gegen rechts die Gelder

Der Kampf gegen Rechtsextremismus fällt im neuen Haushalt von Weimar dem Rotstift zum Opfer. Der Beschluss wurde auch auf Betreiben der Union gefällt.

...

Der Weimarer Stadtrat hat dem „Bündnis gegen Rechtsextremismus“ am Mittwochabend die jährliche Förderung in Höhe von 30.000 Euro gestrichen. Die Entscheidung im Kommunalparlament der viertgrößten Stadt Thüringens fiel mit 19 gegen 18 Stimmen bei einer Enthaltung knapp aus. Den Antrag auf Streichung der Gelder hatten die Fraktionen von CDU und „Weimarwerk Bürgerbündnis“ eingebracht. Wenig überraschend votierte die Rechtsaußen-Fraktion „Freies Bündnis Weimar“ – eine AfD-Abspaltung – für die Vorlage.

https://taz.de/Rechtsextremismus-in-Thueringen/!6164097/

 

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