12. August 201610 J. Sicherheitsforscher haben die Funkfernbedienungen für Autos von 15 Herstellern geknackt. Betroffen sind über 100 Millionen Autos ab dem Baujahr 1995. In einem zweiten Teil ihrer Untersuchungen beschäftigten sich die Sicherheitsforscher mit einem Chip des Herstellers NXP aus den Niederlanden. Dessen Verschlüsselungstechnik „Hitag2“ setzen zahlreiche Autobauer ein. Die Forscher konnten Sicherheitslücken bei Modellen von Alfa Romeo, Citroën, Dacia, Fiat, Ford, Lancia, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot und Renault feststellen. Hier muss ein Angreifer mindestens vier unterschiedliche Funksignale des Originalschlüssels abfangen, um die kryptographische Passphrase zu reproduzieren. Dieses Problem sei seit 2009 bekannt. Eine technische Abhilfe ist kaum möglich, da neben einem möglichen Softwareupdate am Fahrzeug auch zwingend der Tausch der Fahrzeugschüssel notwendig wäre.Die Sicherheitsforscher stellen die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit in der Studie „Lock It and Still Lose It – on the (In)Security of Automotive Remote Keyless Entry Systems“ auf der Usenix-Konferenz im texanischen Austin vor. Der Text siehe:https://www.usenix.org/system/files/conference/usenixsecurity16/sec16_paper_garcia.pdf Anmerkungen: Während bei VW das einmalige Auffangen des Funksignals ausreicht, müssen bei PSA-Modellen vier Funksignale aufgefangen werden, so dass das nicht so kritisch zu sehen ist. Man kann das Auffangen vermeiden, wenn man die Tür mechanisch verschließt oder öffnet. Mit den abgefangenen Funksignalen kann nur das Auto geöffnet und dann evtl. ausgeraubt oder z. B. Airbag oder Multimediaanlage ausgebaut werden; ein Starten des Autos und Wegfahren ist aber nicht möglich.Die Meldung siehe: sicherheitsluecken-bei-funkschluesseln-forscher-knacken-funkcodes und sicherheitsluecke-bei-funk-tueroeffner-an-autos-vw-audi-seat-skoda-betroffen
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