12. Dezember 20169 J. ... die langen winterabende ... ich gehs mal gründlich an und habe mir dazu die sitzbank in den keller geholt. produkte eines bekannten herstellers der mit "leder" beginnt in folgender reihenfolge: - reinigung mit "reiniger mild" - zartes einölen mit "softener" (soll das rel. harte leder weicher machen) mit bis zu 5-7 arbeitsgängen - reinigen um den öligen softener von der oberfläche zu bekommen - pflege mit "lederprotector" zum schutz der oberfläche werde berichten, ob sich die mühe lohnt, ich hätte es gerne etwas "geschmeidiger" ... die frontsitze wollte ich dazu eigentl. auch demontieren, aber ich glaube die mühe (mit evtl. festgerosteten schrauben) spare ich mir. hat das jemand mit der lederpflege schon so durchexerziert? tipps? grüße, volker
12. Dezember 20169 J. vor 2 Stunden, vb cx20tre sagte: hat das jemand mit der lederpflege schon so durchexerziert? Schon sehr oft, wenn auch nicht am CX-Gestühl. (Das seht aber demnächst an...) Wichtig ist es die Oberfläche in Etappen zu reinigen, also nicht versuchen, den Dreck in einem Arbeitsgang komplett herauszubekommen , sondern Schicht um Schicht. Die Nähte und Keder können dabei per Zahnbürste gereinigt werden. Dabei empfiehlt es sich den gut aufgeschäumten Reiniger mit Schwamm ohne zu rubbeln aufzubringen und den gelösten Schmutz mit möglichst hellen Frotteehantüchern aufzunehmen, um den Abtrag zu kontrollieren. Je nach Intensität der Reinigung kommt sehr viel Feuchtigkeit ins Leder. Die sollte vor der Versiegelung (oder bei Bedarf Nachtönung) gut trocknen,evt. über Nacht. Der Leder-Softener ist ganz gut, ich verwende seit einigen Jahren Lederöl von Effax noch lieber und behandle auch hierbei die Nähte intensiver. Ach hier gilt, dass das Öl lieber in vielen dünnen Schichten aufgetragen wird, immer nur soviel, dass die Flächen gerade beginnen zu glänzen. Dann die Ausstattung "ruhen " lassen bis das Leder wieder trocken aussieht. Das dauert u.U. mehrere Tage... Das Öl wird also nicht mehr per Reiniger entfernt! Ganz zum Schluss kann man den Oberflächen noch etwas Fett als Schutz gönnen, aber auch hier sollten die Flächen nicht speckig glänzen. Eine wirkliche Aufarbeitung kann sich durch längere Ruhezeiten fürs Material 2 Wochen hinziehen. Danach genügt aber regelmässige Pflege, die idR in 1-2 Std. erledigt ist Bearbeitet (12. Dezember 20169 J. von timmS)
13. Dezember 20169 J. Lederpflege nach der Anleitung eines Leder-Profis (Michael Fuhrberg, mein Kumpel Micha für die die ihn schon kennen). Die Reinigung sollte dann schon gemacht sein. Zitat Eine kleine Menge Lederfett mit viel Vaseline (säurefrei) mischen und damit das Leder walgen. Walgen heisst soviel wie durchkneten, einmassieren, und zwar solange, bis das Gemisch eingezogen ist. Hartes Leder wird damit wieder so weich und geschmeidig wie ein Babypopo. Ein einfacher Sitz (Fahrer, Beifahrer) wird aber schon ein paar Stunden dauern. Generell gilt: Leder ist Haut, also packt da nichts drauf was ihr nicht auch auf eure eigene Haut schmieren würdet. Und was für die eigene Haut gut ist und sie weich und geschmeidig macht, ist für Leder nicht verkehrt. Viele von den sogenannten Pflegemitteln zerstören das Leder langsam, damit man immer mehr braucht und immer öfter danach greift. Gruß René
13. Dezember 20169 J. Das Walken des Leders ist o.k. und auch Vaseline kann man zum "Verlängern" nehmen ( in Lederpflege-Produkten ist dies tw. auch enthalten) aber die Ausage, dass man Hautpflege auch als Lederpflege nutzen kann, ist nicht richtig. Leder ist nun mal keine lebendige Haut mehr, sondern durch den Gerbprozess verändert und stabilisiert. Deshalb sollte man z.B. Mitel vermeiden, die verderblich sind, was bei Körpercremes eigentlich immer der Fall ist. Bearbeitet (13. Dezember 20169 J. von timmS)
13. Dezember 20169 J. Gut, da habe ich es wohl etwas falsch formuliert, ich bezog mich auf die Vaseline. Haut-/Körpercremes nutze ich grundsätzlich gar nicht, auch kein Labello oder solchen "Schrott". Und du hast recht, man sollte auf Verderbliches verzichten, allein schon weil es anfängt zu stinken. Gruß René
12. Februar 20179 J. Ersteller so, arbeit beendet und rückbank wieder montiert. fazit: ich habe bank und lehne mit kopfstützen wie oben beschrieben behandelt (u.a. 8 x geölt!) und dabei ca. 150ml softener verbraucht. das ergebnis ist schön, aber nicht umwerfend. liegt aber wohl auch daran, dass das leder auch vorher schon rel. gut gepflegt war und dann der unterschied nicht so krass ausfallen kann. denke aber schon, damit der austrocknung in den nächsten jahren gut vorgebeugt zu haben. riechen tuts gut ps, wenn wer was von den o.g. mitteln brauchen kann, ich habe zu viel gekauft und könnte was "weiterverticken"
12. Februar 20179 J. Was die Produktreihe der Fa. Lederpflege in punkto Wiederherstellung der ursprünglichen Geschmeidigkeit nicht (bzw. nur unzureichend) geschafft hat, gelang schlussendlich nach mehrmaliger Anwendung mit Hirschtalg. Da ist er, der "Softener" meiner Wahl. Einsprühen mit Ballistol als Zwischendurch- Pflegeprodukt erwies sich ebenso als zielführend.
13. Februar 20179 J. Mensch, das ist toll - danke für den Tip! Ich habe auch alles mögliche versucht vor vielen Jahren um das durchgehärtete Citroen-Spar-Billig-Leder weichzukriegen. Effekt war entweder dass meine Versuchsflüssigkeiten nicht eingezogen sind oder wenn doch, dann zumindest die Kleidung unverwechselbar mit ihrem Eigengeruch infiziert haben. Wo auch immer man dann auftrat hieß es - "Na, biste wieder mim CX da?" - "Ja, haste gesehen?" - "Nee man riechts." Am Ende war ich so entnervt, dass der Sattler kurzerhand das Geld bekam, das zuvor in Mittelchen, Wunderflüssigkeiten und Weichmacher geflossen war. Original ist in machen Fällen nach 30 Jahren auch mal fatal...
14. Februar 20179 J. Mit den o.g. Lederölen und-softenern kann man wieder viel aus dem Alt-Leder herausholen, obwohl die CX-Lederqualität eher mittelmässig ist. Allerdings besser im Vergleich zu dem was bei aktuellen deutschen Mittelklassemodellen als "Leder" verkauft wird . Ich arbeite gerade auch eine CX-Ausstattung auf, die Vordersitze bekamen bessere Federkerne und der Sattler musste einige seitlichen Nähte nacharbeiten, Trockenbrüche oder gar Risse gab es noch nicht. Nun sind alle Nähte und Oberflächen gereinigt und das Leder bekommt die nächsten Tage einige Softener-Behandlungen.
14. Februar 20179 J. Die Öle wirken viel besser, wenn sie eingewalkt werden. Bin mir nicht sicher, aber ich meine im Lederzentrum einen Handgriff mit Inlinerrolle gesehen zu haben. Damit kann man das Leder sehr gut "bewegen" und die Öle einarbeiten. Und dann in´s Auto damit und "besetzen"...
15. Februar 20179 J. vor 7 Stunden, wackelpudding sagte: Die Öle wirken viel besser, wenn sie eingewalkt werden. Vollkommen richtig. Oder man lässt Ihnen viiiel Zeit, falls man die hat.
15. Februar 20179 J. Ersteller vor 17 Stunden, wackelpudding sagte: Die Öle wirken viel besser, wenn sie eingewalkt werden. Bin mir nicht sicher, aber ich meine im Lederzentrum einen Handgriff mit Inlinerrolle gesehen zu haben. Damit kann man das Leder sehr gut "bewegen" und die Öle einarbeiten. Und dann in´s Auto damit und "besetzen"... hab ich brav gemacht - mit einer schmalen tapeten-andrück-schaumrolle vom baumarkt. ging gut - schön längs und quer und diagonal und und und ... obs was gebracht hat, kann ich nicht sagen - der softener hat immer ca. 4 tage zum einziehen gebraucht. gruß, volker
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