25. Juli 20206 J. Ich bin den e-208er im Winter Probe gefahren. Hab ich hier berichtet, kann mich nicht an viel davon erinnern, außer dass der Touchscreen und das Bediensystem eher unterdurchschnittlich waren - wenige und komplizierte Funktionen. Ansonsten ein sehr agiles Fahren, aber eben doch klein mit begrenztem Rundumblick.
25. Juli 20206 J. vor 11 Stunden schrieb JörgTe: Fährt niemand den e208 zur Probe? Der Konfigurator ist so irrsinnig schlecht, dass ich gern erstmal wüsste, ob es sich lohnt, da durchzuquälen. Ich hatte es vor, mein (Cit- Pug- und DS-)Händler hat aber bis heute keinen bekommen. Ich werde Anfang August einen Verbrenner fahren, um zu sehen, ob ich mich mit dem Auto überhaupt anfreunden kann. Den Konfigurator finde ich sehr übersichtlich, ich habe zuletzt etliche Peugeot-Fahrzeuge konfiguriert - vom 208 bis zum 508, weil ich demnächst einen Nachfolger für meinen C5 kaufen möchte. Der E-Mobilität stehe ich - obwohl ich bis vor kurzer Zeit fest von den ökologischen Vorteilen überzeugt war - inzwischen wegen des CO2-Ausstoßes kritisch gegenüber, wie ich zuletzt mehrfach begründet habe, aber es scheint hier niemanden zu interessieren. Schade eigentlich, ich bin von guten Argumenten durchaus zu überzeugen. Belege mir doch mal bitte jemand, dass die Argumente in meinem zuletzt verlinkten Focus-Artikel falsch sind, ich bin ja kein Dogmatiker ... fl.
26. Juli 20206 J. vor 9 Stunden schrieb fluxus: Der E-Mobilität stehe ich - obwohl ich bis vor kurzer Zeit fest von den ökologischen Vorteilen überzeugt war - inzwischen wegen des CO2-Ausstoßes kritisch gegenüber, wie ich zuletzt mehrfach begründet habe, aber es scheint hier niemanden zu interessieren. Schade eigentlich, ich bin von guten Argumenten durchaus zu überzeugen. Belege mir doch mal bitte jemand, dass die Argumente in meinem zuletzt verlinkten Focus-Artikel falsch sind, ich bin ja kein Dogmatiker ... fl. Es stimmt halt nicht, dass es keinen interessiert, nur haben wir das hier schon mehrfach breit diskutiert. Die Argumente des Focus-Artikels bleiben einfach falsch. Schon das Fazit erledigt eigentlich den Rest der Argumente: "Der Umstieg auf die E-Mobilität bringt demnach keine Emissionsminderung, wenn der zusätzlich entstehende Bedarf durch konventionelle, Emissionen verursachende Technologien bedient werden muss." Selbst bei 100% Kohlestrom, brauche ich für 100km im E-Auto gut und gerne 60% weniger Primärenergie, als wenn ich Öl ineffizient vorher Energie aufwändig aufbereite und um die halbe Welt transportierte und dann ineffizient verbrenne - mit einer im übrigen schlechteren Emissionsbehandlung, als das große moderne Kraftwerke mit ihren Filtern und verbreiteter Kraft-Wärme-Kopplung können. Nebensatz dazu: Wo glaubst du könnte CO2 zukünftig besser industriell abgeschieden und einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden (Stichwort CCS)? Bei einer Million Dieselautos oder einem zentralen Kohle- oder Gaskraftwerk? Also es stimmt schon mal das Grundargument einfach nicht. Weiter stimmt auch nicht, dass Erneuerbare nicht zur Grundlast beitragen können - gerade nachts laufen die alpenländischen Speicherkraftwerke in der Regel auf Hochtouren, weil in Deutschland zuviel Windstrom erzeugt wird. Wenn ein Elektroauto mehr nachts am Netz hängt, gibt es einen weiteren Abnehmer für diesen Strom. Es ist auch eine falsche Annahme, dass E-Autos alle gleichzeitig geladen werden. Gerade wer eine PV-Anlage am Dach hat, achtet tunlichst darauf seinen Eigenverbrauch durch das E-Auto zu optimieren. Aber ja es stimmt, nachts im Winter ist die CO2-Bilanz des E-Autos aktuell wohl schlechter, als tagsüber im Sommer. Nur kann man das eben nicht so exakt sagen, welchen Strom man wann genau zur Verfügung hat, darum muss man sich am Strommix orientieren. Man rechnet ja auch beim Verbrenner das standardgemäße Szenario, ohne die Herkunft des Öls, den jeweiligen Transportwege, das Alter des Motos etc. zu berücksichtigen. Sonst dürfte man nur noch Autos mit nagelneuem Motor fahren und sie nur an Tankstellen betanken, die mit heimischem Öl beliefert werden. Kümmert sich da jemand darum? Und was die Grundlast betrifft - dass die Grundlast nicht zu 100% aus Kohlestrom besteht, zeigt schon allein die Tatsache, dass die Kohlekraftwerksleistung geringer ist, als die übliche Grundlast, die in Deutschland benötigt wird. Auch die Netzbetreiber selbst sagen im Übrigen, dass eine Belieferung mit 100% Kohlestrom defacto zu keinem Zeitpunkt physikalisch möglich ist, solange irgendwo unterwegs auch nur ein anderer Einspeiser liegt. Andere Tatsachen kann man ignorieren, muss man aber nicht: Potenzial von importierten Energieabhängigkeiten wegzukommen, lokale Emissionsfreihheit, Speicherfähigkeit der E-Autos eben genau für jenen Überschussstrom, den man heute nicht für Grundlast nützen kann, weniger Verschleiß und damit auch weniger Ressourcenverbrauch im Betrieb, etc. https://igembb.wordpress.com/2017/05/30/100-kohlestrom-fakten-rund-um-einen-mythos/ https://ecomento.de/2020/03/30/studie-elektroauto-umweltvorteil-universitaeten-exeter-cambridge-nijmegen/ https://futurezone.at/science/trotz-kohlestrom-e-autos-viel-gruener-als-verbrenner/400824848 Bearbeitet (26. Juli 20206 J. von grojoh)
26. Juli 20206 J. Hier übrigens ein paar wissenschaftlichere Argumente dafür, warum Elektromobilität nicht die Grundlast zusätzlich belastet. Bei über 3 Millionen E-Autos steigt die durchschnittliche Grundlast um ca. 1,5GW - gesamt liegt sie in Deutschland bei ca. 70GW. Von dieser Grundlast lässt sich der Großteil intelligent so verlagern, dass sie eben nicht mit den Lastspitzen zusammenfällt und dadurch sogar eine optimalere Nutzung der bereits installierten Erneuerbaren möglich ist, als das heute ohne Elektroautos der Fall ist. Das Gegenteil ist also der Fall - E-Autos unterstützen die Ökostrom-Nutzung. https://www.ffe.de/publikationen/veroeffentlichungen/543-belastung-der-stromnetze-durch-elektromobilitaet
26. Juli 20206 J. Auch bei Fraunhofer sieht man das so. https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse/2019/presseinfo-07-elektroautos-klimabilanz.html "Teilweise werden in Studien auch die stündlichen THG-Emissionen des Grenzkraftwerks zur Bewertung der THG-Emissionen für BEV angesetzt (siehe beispielsweise Dallinger 2012; Jochem et al. 2015). Kritisch hieran ist, dass die Wahl der Anwendung, die die letzte nachgefragte stündliche Kilowattstunde Strom nachfragt, stark Annahmen getrieben ist. Jede der Anwendungen, die dann diese letzte Kilowattstunde nachfragt, schneidet schlecht ab, weil, wie in Abschnitt 4.1 dargestellt, das Grenzkraftwerk i.d.R. ein fossiles Kraftwerk ist und damit höhere THG-Emissionen aufweist als der durchschnittliche Strommix der jeweiligen Stunde. Ein Illustrationsbeispiel: Sagt man, dass die Wärmepumpen bis 2030 einen hohen Anteil an der Stromnachfrage haben und untersucht dann die THGEmissionen für BEV, dann schneiden diese als "Grenznachfrager" schlecht ab, die Wärmpumpen hingegen gut. Dreht man es um und lastet zuerst die BEV in das Stromsystem ein und untersucht anschließend die Effekte der Wärmepumpe, dreht sich das Ergebnisse gerade andersherum. Zur Illustration siehe Abbildung 5. Diese zeigt, dass Veränderungen der Gesamtstromnachfrage sowie der Systemlast bis zum Jahr 2030 durch eine Reihe an neuen Nachfragern verursacht ist. Deshalb wird dieser Ansatz verworfen. Stellenweise wird argumentiert, dass, solange Braunkohlekraftwerke (oder andere Kohlekraftwerke) noch in Betrieb sind, die zusätzliche Stromnachfrage aus BEV gegen diese zu bilanzieren sind. Auch hier kommt die Frage auf, welche neue Stromanwendung, z. B. BEV, neue IKT-Anwendungen, Wärmepumpen, Bahnstrom, Klimaanlagen etc. die letzte neue Nachfrage bilden (siehe auch die Diskussion in Kapitel 4.6 und die dort aufgezeigten Änderungen in den Anwendungen, die künftig Strom nachfragen). Dies kann wissenschaftlich nicht beantwortet werden. Weiterhin geht die Nachfrage nach Strom aus klassischer Weißer Ware (Kühlschränke, Waschmaschinen...) eher zurück (siehe Abbildung 5) und man müsste die Frage beantworten, welche neue Anwendung die entstehende Lücke füllt. Zusätzlich ist zu bedenken, dass die Ausbauziele in Deutschland – und auch der EU18 – für EE-Strom keine absoluten, sondern relative Ziele darstellen (BMUB 2016); d. h. eine erhöhte Stromnachfrage durch Elektromobilität führt zu einem entsprechenden höheren Ausbau an EE-Strom, wenn man ein Erreichen der politischen Ziele unterstellt. Dass nur der Strom aus Braunkohlekraftwerken für die Herstellung von Strom für BEV unterstellt wird, ist auch aus einer anderen Perspektive kaum begründbar. Braunkohlekraftwerke sind typische Grundlastkraftwerke, die fast das ganze Jahr über konstant laufen. BEV haben hingegen eine sehr volatile Nachfrage mit Nachfragespitzen in den Abendstunden, sofern ungesteuert beladen wird. Eine andere Frage, die in Stahl (2019) aufgeworfen wird, ist, ob man nicht lieber eine Kilowattstunde EE dazu verwenden sollte, eine Kilowattstunde Braunkohlestrom zu substituieren oder ein BEV zu betreiben. In dem Beitrag von Stahl (2019) wird berechnet, dass die Braunkohlestromsubstitution zu einer höheren CO2-Einsparung führt und deshalb BEV heute als Klimakiller zu bezeichnen seien (Stahl 2019). Der Beitrag lässt drei wesentliche Aspekte außer Betracht. Zum einen geht es nicht um ein entweder oder. Zur Erreichung ambitionierter Klimaschutzziele muss aus der Braunkohleerzeugung ausgestiegen werden (oder zumindest eine CO2Abscheidung und Speicherung bei Kohlekraftwerken vorgesehen werden) und es müssen BEV (oder andere auf emissionsfreien Quellen basierende Antriebssysteme für Pkw) eingeführt werden. In diesem Punkt sind sich alle relevanten nationalen und internationalen Studien zu Klimaschutzzielen einig (siehe z. B. BDI 2018). Eine sukzessive Vorgehensweise – erst das Abschalten von Braunkohlekraftwerken und dann die Einführung von BEV – ist wegen den Zeitkonstanten und der Marktdiffusionsgeschwindigkeit notwendiger Technologien nicht zielführend. Aus der Braunkohle wird man aus Gründen der Versorgungssicherheit, des Strukturwandels und der sozialen Gerechtigkeit schrittweise aussteigen. Neue Technologien wie die Elektromobilität hingegen brauchen Jahrzehnte, bis relevante Marktanteile erreicht werden. Vergleichbar lässt sich auch gegen andere Substitutionsansätze argumentieren, beispielsweise ob nicht lieber erst Öl bei der Hauswärmerzeugung durch EE, z. B. eine Wärmepumpe, substituiert werden sollte. Die zweite Argumentation betrifft die Frage, ob erneuerbar erzeugter Strom tatsächlich Braunkohlestrom substituiert. Da EE-Strom in Deutschland überwiegend aus Wind- und Sonnenenergie und damit fluktuierenden Quellen bereitgestellt wird, stellt sich die Frage, ob sich damit tatsächlich Braunkohlestrom substituieren lässt. Aus einer rein technischen Sichtweise wird man Braunkohlekraftwerke nur in seltenen Fällen schnell herunterfahren, wenn mehr EE-Strom aus fluktuierenden Quellen eingespeist wird. Bestehende Braunkohlekraftwerke müssen mit einer bestimmten Minimallast gefahren werden (ca. 60 %), weisen relativ hohe Wirkungsgradverluste bei Teillast auf, haben einen vergleichsweise schlechten Lastgradienten (dieser gibt die Geschwindigkeit der Leistungsab- oder -zunahme über die Zeit an) und haben lange Anfahrzeiten, bei einem Heißstart ca. sechs Stunden und bei einem Kaltstart ca. zehn Stunden (siehe zu diesen Angaben Wietschel et al. 2015). Es gibt eine Reihe an wissenschaftlichen Studien, die sich mit den Effekten der Einsparung von Treibhausgasemissionen durch die Erzeugung von EE-Strom detailliert auseinandergesetzt haben (siehe z. B. Klobasa et al. 2016; Memmler et al. 2018). Im Wesentlichen werden durch die erneuerbare Stromerzeugung Emissionen aus Steinkohle- und Gaskraftwerken substituiert, die von ihren technischen Eigenschaften gesehen besser regelbar sind und einen signifikant niedrigeren Beitrag an den THG-Emissionen haben – im Vergleich zu Braunkohlekraftwerken. Die dritte Argumentation betrifft die Frage, wenn man bei der Stromerzeugung die aus Emissionssicht schlechteste Kraftwerkstechnologie wählt, müsste man dann nicht auch die schlechteste Option bei der Herstellung von Benzin und Diesel wählen? Öl ist ein Weltmarktprodukt und die relevanten Ölquellen mit der schlechtesten Treibhausgasbilanz sind die sogenannten Ölsande oder die Ölproduktion aus Fracking. Heute schon haben diese sogenannten unkonventionellen Quellen einen Anteil an der Weltmarktproduktion, der aufgrund der hohen Vorkommen bei gleichzeitiger Abnahme der konventionellen Ölproduktion künftig den relevanten Prognosen nach weiter steigen wird. Bei den Ölsanden ist der Energieverbrauch ca. achtfach höher als bei der konventionellen Öl-/Gasförderung. Hierbei gehen etwa 15 % der Energie aufgrund der aufwendigeren Produktionsverfahren verloren. Pro Barrel Öl werden zwischen 80,8 und 122 Kilogramm CO2 freigesetzt. Dieser Wert ist drei- bis fünfmal so hoch wie bei der konventionellen Ölförderung (Greenpeace 2015). Damit umfassen die CO2-Emissionen pro Liter an der Tankstelle nicht 10 bis 20 Gramm, sondern 60 bis 100 Gramm, was die Treibhausgasbilanz der konventionellen Pkw deutlich verschlechtert. Bei der Schieferölproduktion in den USA werden zusätzlich große Mengen an Erdgas in die Atmosphäre ausgestoßen. Methan (CH4) als Hauptbestandteil des Erdgases hat pro Menge einen deutlich höheren Treibhauseffekt als CO2 (Deutscher Bundestag 2007).
26. Juli 20206 J. Zitat Autos mit Elektroantrieb können wesentlich mehr Strom verbrauchen, als der Bordcomputer anzeigt. Denn Verluste beim Ladevorgang zum Beispiel zeigt dieser oft nicht an, wie der ADAC herausgefunden hat. München (dpa/tmn) - Die Bordcomputer von E-Autos zeigen an, wie viel Strom beim Fahren verbraucht wird. Allerdings informieren sie nicht unbedingt über den gesamten Energiebedarf. Dieser kann nach Angaben des ADAC um bis zu rund einem Viertel höher liegen. Zu seiner Einschätzung kommt der ADAC nach einem Vergleich von 15 E-Autos. Dabei wichen die Verbrauchsangaben des Bordcomputer um rund 10 bis rund 25 Prozent von dem an der Ladesäule ermittelten Verbrauch ab. Neben sonstigen Ungenauigkeiten könnten die Systeme der Autos Ladeverluste nicht erkennen - diese entstehen beim Aufladen in der vorgelagerten Elektroinstallation und der Ladestation, im Ladegerät an Bord und in der Batterie für den Antrieb, erklärt der Autoclub. Im Vergleich wies der Kia E-Niro (64 kWh) mit 9,9 Prozent die geringste Verbrauchsabweichung ab und blieb als einziger unter der 10-Prozent-Marke. Dahinter folgen BMW i3 (120 Ah) und Kia E-Soul (64 kWh) mit jeweils 12,2 Prozent. Um fast ein Viertel (24,9 Prozent) wich der getestete Tesla Model 3 LR ab. Auch bei Seat Mii Electric (20,8 Prozent) und Renault Zoe (19 Prozent) war die Diskrepanz hoch. https://de.nachrichten.yahoo.com/e-autos-stromverbrauch-höher-bordcomputer-114644318.html
26. Juli 20206 J. vor 2 Stunden schrieb grojoh: Es stimmt halt nicht, dass es keinen interessiert, nur haben wir das hier schon mehrfach breit diskutiert. Vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe wenig Lust und keine Zeit, die vielen über Jahre im Tesla-Thread und hier zusammengetragenen Seiten zu lesen, und ich habe mich erst in den letzten Wochen mit dem Thema ernsthafter befasst. Außerdem: Die öffentliche Debatte geht ja - nicht zuletzt angesichts der Entwicklung der Energiewende - weiter. Ich antworte ausführlicher, wenn ich mehr gelesen habe, Deine Argumente sind ja diskutierenswert. Kennst Du die folgende österreichische Quelle? https://sedl.at/Elektroauto/Stromherkunft fl.
26. Juli 20206 J. vor 10 Stunden schrieb fluxus: Kennst Du die folgende österreichische Quelle? https://sedl.at/Elektroauto/Stromherkunft fl. Kenn ich - der Autor macht sich durchaus kritische Gedanken zu allerlei Themen aus dem Bereich Naturwissenschaft und Technik. Beim Thema Ökostrom und dem dadurch substituierten Thema Elektroauto kommt für mein Verständnis ein zu starkes Schwarzweißdenken durch - nach dem Motto: "Etwas zu tun bringt erst dann was, wenn schon alles getan ist". Nur wenn die komplette Stromerzeugung umgestellt sei, würde sich der Einstieg in die Elektromobilität erst auszahlen. Warum das Quatsch ist, siehe oben. Erneuerbaren Ausbau und Umstellung auf E-Mobilität gehen Hand in Hand - Stromversorger sehen in der E-Mobilität neue Wachstumschancen und die politischen Zielsetzungen unterstützen das. Wäre es denn wirklich wünschenswert, dass wir uns jetzt erst mal weitere 30 Jahre ausschließlich um die Umstellung der Stromerzeugung kümmern, bevor wir uns Gedanken darüber machen, wie wir diese Umstellung auch im Verkehrsbereich zustandebringen können? Zu sagen, Elektromobilität zahlt sich erst bei 100% Erneuerbaren aus, schließt übrigens automatisch auch alle anderen Antriebsformen ein, die auf erneuerbare Energie setzen - Wasserstoff, E-Fuels, Bio-Fuels, Bio-Gas etc. - es würde also bedeuten, dass wir beim Verkehr erst dann etwas an der fossilen Verbrennung ändern, wenn die Kapazitäten für die erneuerbare Energieerzeugung vollständig aufgebaut sind. Ist das zielgerichtet und realistisch? Warum sollten Energieerzeuger massive Überkapazitäten aufbauen, wenn nicht gleichzeitig die schrittweise Umstellung der relevanten Sektoren bereits erfolgt? "Baut mal schön zusätzliche 30GW an erneuerbarer Anlagenleistung und erst wenn ihr wirklich damit fertig seid, beginnen wir die Verkehrsinfrastruktur und die Fahrzeugproduktion umzustellen" - das ist doch kein gangbarer Ansatz!? Die Gleichzeitigkeit von Energie- und Verkehrswende ist unerlässlich, anders kann es nicht funktionieren. Nicht nur wegen wirtschaftlichen Aspekten, sondern auch wegen technologischen Aspekten - Stichwort Vehicle-to-Home / Vehicle-to-Grid - optimale Synergien und Wirtschaftlichkeit können erst dann entstehen, wenn auch entsprechende Marktdimensionen erreicht werden. Kein Energieversorger kümmert sich ernsthaft um Lade- und Lastmanagement, solange die E-Auto-Quote irgendwo bei 0-0,X Prozent liegt. Bearbeitet (26. Juli 20206 J. von grojoh)
26. Juli 20206 J. vor 43 Minuten schrieb grojoh: Erneuerbaren Ausbau und Umstellung auf E-Mobilität gehen Hand in Hand - Stromversorger sehen in der E-Mobilität neue Wachstumschancen und die politischen Zielsetzungen unterstützen das. Wäre es denn wirklich wünschenswert, dass wir uns jetzt erst mal weitere 30 Jahre ausschließlich um die Umstellung der Stromerzeugung kümmern, bevor wir uns Gedanken darüber machen, wie wir diese Umstellung auch im Verkehrsbereich zustandebringen können? Zu sagen, Elektromobilität zahlt sich erst bei 100% Erneuerbaren aus, schließt automatisch auch alle anderen Antriebsformen ein, die auf erneuerbare Energie setzen - Wasserstoff, E-Fuels, Bio-Fuels, Bio-Gas etc. - und würde bedeuten, dass wir beim Verkehr erst dann etwas an der fossilen Verbrennung ändern, wenn die Kapazitäten für die erneuerbare Energieerzeugung vollständig aufgebaut sind. Ist das zielgerichtet und realistisch? Ja, hier kann ich Dir folgen. Man kann den Umbau des Verkehrssystems sicher nicht auf einen Schlag leisten wenn jegliche Energieerzeugung nicht-fossil und nicht-atomar ist, denn selbstverständlich muss es eine wohl durchdachte Steuerung bis hin zum annähernden Idealzustand geben. Mir geht es doch auch nicht darum, die E-Automobilität jetzt zu verteufeln. Ich möchte aber eine transparente und ehrliche Bilanz des aktiven Tuns sehen wenn man E-Autos fährt. Hier sollte man sich einfach mal eingestehen, dass man nicht so CO2-neutral fährt, wie nur allzu oft suggeriert wird. Aus dem, was ich zuletzt gelesen habe, schlussfolgere ich, dass bei ehrlichen Berechnungen immer der Marginalstrom-Mix berücksichtigt werden muss. Ergo bedeutet eine Zunahme des Stromverbrauchs, egal durch welchen Verbraucher und wann und wo auch immer eine Inanspruchnahme nicht-erneuerbarer Energie. Eigentlich ein ganz einfacher Gedanke, den auch der zitierte Sedlat inkludiert, und Du bestätigst das zunächst: vor 12 Stunden schrieb grojoh: Braunkohlekraftwerke sind typische Grundlastkraftwerke, die fast das ganze Jahr über konstant laufen. BEV haben hingegen eine sehr volatile Nachfrage mit Nachfragespitzen in den Abendstunden, sofern ungesteuert beladen wird. Eine andere Frage, die in Stahl (2019) aufgeworfen wird, ist, ob man nicht lieber eine Kilowattstunde EE dazu verwenden sollte, eine Kilowattstunde Braunkohlestrom zu substituieren oder ein BEV zu betreiben. In dem Beitrag von Stahl (2019) wird berechnet, dass die Braunkohlestromsubstitution zu einer höheren CO2-Einsparung führt und deshalb BEV heute als Klimakiller zu bezeichnen seien (Stahl 2019). ... um dann mit kritischer Wendung zu fragen, vor 12 Stunden schrieb grojoh: .... ob erneuerbar erzeugter Strom tatsächlich Braunkohlestrom substituiert. Da EE-Strom in Deutschland überwiegend aus Wind- und Sonnenenergie und damit fluktuierenden Quellen bereitgestellt wird, stellt sich die Frage, ob sich damit tatsächlich Braunkohlestrom substituieren lässt. Aus einer rein technischen Sichtweise wird man Braunkohlekraftwerke nur in seltenen Fällen schnell herunterfahren, wenn mehr EE-Strom aus fluktuierenden Quellen eingespeist wird. Bestehende Braunkohlekraftwerke müssen mit einer bestimmten Minimallast gefahren werden (ca. 60 %), weisen relativ hohe Wirkungsgradverluste bei Teillast auf, haben einen vergleichsweise schlechten Lastgradienten (dieser gibt die Geschwindigkeit der Leistungsab- oder -zunahme über die Zeit an) und haben lange Anfahrzeiten, bei einem Heißstart ca. sechs Stunden und bei einem Kaltstart ca. zehn Stunden (siehe zu diesen Angaben Wietschel et al. 2015). Es gibt eine Reihe an wissenschaftlichen Studien, die sich mit den Effekten der Einsparung von Treibhausgasemissionen durch die Erzeugung von EE-Strom detailliert auseinandergesetzt haben (siehe z. B. Klobasa et al. 2016; Memmler et al. 2018). Im Wesentlichen werden durch die erneuerbare Stromerzeugung Emissionen aus Steinkohle- und Gaskraftwerken substituiert, die von ihren technischen Eigenschaften gesehen besser regelbar sind und einen signifikant niedrigeren Beitrag an den THG-Emissionen haben – im Vergleich zu Braunkohlekraftwerken. Letzteres - ich meine das Ergebnis diverser Studien - ist umstritten, wenn ich das rekapituliere, was ich jetzt gelesen habe, aber es umkreist den Kern meiner kritischen Fragen. Die vielen Studien habe ich noch längst nicht alle gelesen, aber sie bleiben, so mein Eindruck, in letzter Zeit nicht ohne Widerspruch. Die Frage ist halt immer: Welche Studie ist wie und u. U. warum interessegeleitet, welche Auftraggeber werden mit welchen Erkenntnissen gefüttert? Danke noch einmal dafür, dass Du mir so ausführlich geantwortet hast. fl.
27. Juli 20206 J. Ersteller Am 23.7.2020 um 21:46 schrieb Ronald: https://videos.winfuture.de/21632.mp4 Der Polestar 2 ist der erste vollelektrische Wagen des Herstellers Polestar. ... Er basiert aber auf einer Verbrennerplattform, was einem spätestens dann bewusst wird, wenn man den ebenso sinnfreien wie dicken Kardantunnel im Fond entdeckt.
28. Juli 20206 J. vor 6 Stunden schrieb -albert-: Er basiert aber auf einer Verbrennerplattform, was einem spätestens dann bewusst wird, wenn man den ebenso sinnfreien wie dicken Kardantunnel im Fond entdeckt. Kannst ja den Mitteltunnel samt Inhalt ausbauen und Fahrradpedale einbauen Bearbeitet (28. Juli 20206 J. von jozzo_)
28. Juli 20206 J. vor 7 Stunden schrieb -albert-: Er basiert aber auf einer Verbrennerplattform, was einem spätestens dann bewusst wird, wenn man den ebenso sinnfreien wie dicken Kardantunnel im Fond entdeckt. Vielleicht ist das aber auch ein Kabel- und Batterietunnel? https://elektrowoz.pl/auta/polestar-2-cena-od-39-900-euro-172-tys-zl-bateria-78-kwh-zasieg-500-km-wltp/ Gernot
28. Juli 20206 J. vor 46 Minuten schrieb Gernot: Vielleicht ist das aber auch ein Kabel- und Batterietunnel? https://elektrowoz.pl/auta/polestar-2-cena-od-39-900-euro-172-tys-zl-bateria-78-kwh-zasieg-500-km-wltp/ Gernot Es sind die Batterien drin, deswegen hab ich so lachen müssen als Albert den Tunnel als sinnfrei bezeichnet hat. Bearbeitet (28. Juli 20206 J. von jozzo_)
28. Juli 20206 J. Ersteller Hallo, danke für diesen link! Das Design wäre für ein neuentwickeltes BEV schon ungewöhnlich. Der Mitteltunnel scheint für die Kabelführung überdimensioniert zu sein. Vielleicht hat man ja dort tatsächlich weitere Batteriemodule untergebracht. Ansonsten konzentrieren sich die Batteriezellen unterhalb der Rückbank und der Vordersitze. Für die Füße der Fondpassagiere gibt es Fußtaschen wie beim Taycan. Mit einem Skateboarddesign, das heute bei neukonstruierten BEV bevorzugt wird, hat das nicht mehr viel zu tun. Nachfolgend die Skateboardplattform des Model S: Bearbeitet (28. Juli 20206 J. von -albert-)
28. Juli 20206 J. Reale Crashszenarien und Unfälle mit Batteriebrand werden das in Zukunft zeigen, was da besser ist. Ich fahre allenfalls zu zweit im Auto und ein Tunnel in der Mitte stört mich nicht. Die Plattform des Polestar 2 muß halt auch Hybridautos bedienen und da soll die Batterie vielleicht den Kofferraum nicht eingrenzen. Dann macht man das so hochkant in der Mitte, was ja auch ein sehr sicherer Platz für eine Batterie ist. https://en.wikipedia.org/wiki/Compact_Modular_Architecture_platform Gernot Bearbeitet (28. Juli 20206 J. von Gernot)
28. Juli 20206 J. PSA hat eine neue Plattform für Elektro- bzw. Hybridfahrzeuge vorgestellt. Laut Mutmaßung von argus.fr, soll sie zuerst 2023 für den Peugeot 3008 verwendet werden.
28. Juli 20206 J. Ersteller vor einer Stunde schrieb Gernot: Reale Crashszenarien und Unfälle mit Batteriebrand werden das in Zukunft zeigen, was da besser ist. Ich fahre allenfalls zu zweit im Auto und ein Tunnel in der Mitte stört mich nicht. Die Plattform des Polestar 2 muß halt auch Hybridautos bedienen und da soll die Batterie vielleicht den Kofferraum nicht eingrenzen. Dann macht man das so hochkant in der Mitte, was ja auch ein sehr sicherer Platz für eine Batterie i.... Hallo, bei der Skateboardplattform der Teslamodelle sitzen die Batteriezellen zwischen den Achsen. Sie engen den Kofferraum nicht ein. Im Kofferraum des Model S gibt es einen Unterboden, in dem wir auf Reisen zwei ausgewachsene Trolleys unterbringen. Der Unterboden des Model 3 ist geringfügig kleiner. In den Crashtests erreichten die Teslamodelle bislang die höchsten Punktzahlen. https://www.google.com/amp/s/teslamag.de/news/crash-sicherheit-zwei-von-drei-modellen-von-tesla-sind-klassensieger-26441/amp Gruß, Albert
28. Juli 20206 J. vor 3 Stunden schrieb Aakim: PSA hat eine neue Plattform für Elektro- bzw. Hybridfahrzeuge vorgestellt. Laut Mutmaßung von argus.fr, soll sie zuerst 2023 für den Peugeot 3008 verwendet werden. Damit ist dann wohl auch geklärt, dass es bis mindestens 2023 kein elektrisches PSA-Plattformmodell mit mehr als 50kWh geben wird - ebensowenig wie einen vollelektrischen C5/C6 Nachfolger?
28. Juli 20206 J. vor 15 Minuten schrieb grojoh: Damit ist dann wohl auch geklärt, dass es bis mindestens 2023 kein elektrisches PSA-Plattformmodell mit mehr als 50kWh geben wird Verstehe ich nicht. Die eCMP und die neue eVMP bieten max. 50KWh. Was soll dann ab 2023 größer als 50 KWh sein? Zitat Starting in 2019, Groupe PSA will be able to manufacture the latest generation of electric vehicles on CMP. They will be equipped with a 100kW (136hp) electric motor, a 50kWh lithium-ion battery pack and a high-performance heat pump.
28. Juli 20206 J. Ersteller vor 10 Minuten schrieb Ronald: Verstehe ich nicht. Die eCMP und die neue eVMP bieten max. 50KWh. Was soll dann ab 2023 größer als 50 KWh sein? In der Beschreibung der eVMP steht: 50 kWh/m. Wenn es im Jahr 2023 beispielsweise einen elektrischen C6 mit einem Radstand von 3 Metern geben sollte, so könnten seine Batterien eine Energiemenge von 150 kWh aufnehmen.
28. Juli 20206 J. vor 1 Stunde schrieb grojoh: ebensowenig wie einen vollelektrischen C5/C6 Nachfolger? So klingt das für mich auch. Da der neue C5 2021 kommen soll, wird er vermutlich den gleichen Antriebsstrang wie der Peugeot 508 bekommen, also Verbrenner und Hybride. Ein reines Elektroauto auf EMP2-Basis wäre zwar auch denkbar, SpaceTourer&co machen es ja vor. Unter einer Limousine wird aber wahrscheinlich nicht genug Platz für eine ausreichend große Batterie sein. Bearbeitet (28. Juli 20206 J. von NonesensE)
28. Juli 20206 J. vor 3 Stunden schrieb NonesensE: Unter einer Limousine wird aber wahrscheinlich nicht genug Platz für eine ausreichend große Batterie sein. Beim neuen C4 klappt das aber doch auch. fl.
28. Juli 20206 J. vor einer Stunde schrieb Gernot: Was, wenn der C5 gar nicht als Limousine kommt? Unterm Doppelwinkel sollte man eher fragen: Was, wenn der C5 gar nicht erst als Kombi kommt? fl.
28. Juli 20206 J. vor einer Stunde schrieb fluxus: Beim neuen C4 klappt das aber doch auch. fl. Der steht aber auf der CMP, nicht auf der EMP2. Die Frage ist, ob die EMP2 einer Limousine genug Platz für eine zumindest einigermaßen ausreichend große Batterie bietet. Kann gehen, muss nicht.
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