5. Juni 20179 J. Neulich wurden hinten die Beläge gewechselt da die Bremse hinten beim eher leichtem Bremsen vernehmlich quietschte. Das Quietschen war seither auch weg. Nun war ich das erste mal eine längere Strecke auf der Autobahn und nun ist die linke hintere Bremsscheibe entweder krumm oder sitzt schief. Bei ganz langsamer Fahrt macht es quiek-quiek-quiek (je Radumdrehung 1x). Ich hatte das Rad runter und die Scheibe schleift ungleichmäßig an den Belägen. Vollbremsungen habe ich keine gemacht und überhaupt nur aus mäßigen Geschwindigkeiten abgebremst (unterwegs in CH und F). Wie kann da die Scheibe krumm werden? Möglich dass die Scheibe runtergenommen wurde, aber wenn sie (wegen Schmutz/Rost) schief aufgesetzt worden wäre, wäre das ja von Anfang an aufgefallen, oder nicht? Grüße, Patrick
5. Juni 20179 J. Hallo Patrick, ein bekanntes Problem beim Xantia sind schiefe hintere Bremssatteln. Dieses ist gegeben durch die Oxidation zwischen Sattel und Schwingarm. Schaue nochmal nach, ob nicht eher das dein Problem ist und nicht die Bremsscheiben wie du vermutest. Sollte es so sein, melde dich nochmal.
5. Juni 20179 J. Genau! Sieh erstmal nach, ob die Scheibe wirklich an den Belägen schleift oder nicht doch eher (auf der Innenseite) am Bremssattel.
5. Juni 20179 J. Ersteller Hm also wie gesagt sind die Beläge neu. Vorher gab es ein leichtes Quietschen bei sachtem Bremsen. Danach war erst alles bestens. Nach bzw. während der Urlaubsfahrt fing es nun an. Ich hab es erstmals nach dem Abbremsen vor einem Stauende und dem dahinrollen im Stau bemerkt (war wie gesagt weit entfernt von einer Vollbremsung) Ich bin im Regen hier angekommen, die Scheibe hatte tags drauf entsprechend die normalen Rostflecke. Beim Drehen der Scheibe bei abbem Rad verschwanden diese Rostflecke etwa auf 2/3 der Scheiben auf 1/3 blieben sie unbeeindruckt. Der ungleichmäßige Widerstand beim Drehen ist beim Durchgang dieses Drittels durch den Sattel am größten. Aber wenn ihr meint schaue ich nachher nochmal ob der Sattel schleift. Danke schonmal, Patrick
5. Juni 20179 J. auch schon erlebt: nach über 20 jahren schichtrost auf der nabe an der auflagefläche der scheibe...
6. Juni 20179 J. Ich behaupte auch ganz frei, dass die Bremssättel schief sitzen! Eindeutiges Anzeichen dafür die nur zu 2/3 abgeschliffenen Scheiben! Wenn die Bremsscheiben nicht in der Werkstatt gelöst wurden, was zum Belagswechsel auch nicht nötig ist, dann wüsste ich auch nicht, wie da auf einmal was dahinter kommen sollte Gruß Thorsten Bearbeitet (6. Juni 20179 J. von Speedy7782)
6. Juni 20179 J. Ersteller Bin gestern nicht mehr dazu gekommen mir das nochmal genauer anzusehen. Heute morgen schien es deutlich besser (am Ende leichtes Quietschen beim seichten Bremsem, aber kein rythmisches Quieken je Radumdrehung). Allerdings bin ich nicht weit gefahren und es ist vergleichsweise kalt (die Bremse hat immer erst nach ein paar km so richtig zu quietschen begonnen). Aber kann es sein dass die Bremsscheibe da aufgrund von Korrosion/Dreck an ihr selbst bzw. der Auflage an der Nabe ein bisschen "kippelt", je nachdem wie man die Radbolzen anzieht? Fest waren sie alle und ich habe nichts weiter gemacht als das Rad runterzunehmen ein bisschen an der Bremsscheibe zu drehen und dann das Rad wieder festzuschrauben. Wollte eigentlich heute bei der ausführenden Werkstatt vorbeischauen, tendiere aber gerade dazu heute abend bei einer etwas längeren Fahrt nochmal zu prüfen ob es wirklich besser ist. Grüße, Patrick
6. Juni 20179 J. Ersteller Ok quietscht weiter, braucht nur etwas länger (wohl weil heute relativ kühl). Habe mir das nochmal angesehen, kann aber optisch keinen Schiefstand des Bremssattels erkennen - an der Scheibe schleifen tut er auf jeden Fall nicht: Hätte mich auch gewundert - vielleicht um das nochmal deutlich zu schreiben mit den 1/3 zu 2/3 meinte ich über den Umfang nicht etwa radial. Mir wäre unklar wie das ein wie auch immer schiefstehender Bremssattel schaffen könnte. MMn muss dafür die Scheibe schief bzw. "achtig" sein, oder nicht? Grüße, Patrick
6. Juni 20179 J. Hallo Patrick, die Fotos sind gut gemacht. Ich kann keine Schiefstellung der Bremssatteln erkennen. Ein anderen Grund warum die Bremsen hinten quietschen ist Stickstoff im hinteren Bremskreis. Wann würden die Bremsen hinten das letzte Mal entlüftet? Sicherlich nicht beim Belagwechsel...es sind keine LHM Spuren um den Entlüftungsnippel. Wie verhält sich der Wagen bei starkem Bremsen? Bleibt er waagerecht oder hebt sich das Heck? Beim Loslassen des Druckes am Bremspedal, hörst du noch so ein leichtes "Nachquietschen"? Bearbeitet (6. Juni 20179 J. von ACCM Claude-Michel)
6. Juni 20179 J. Ersteller Hallo Claude-Michel, Ja wenn es erstmal richtig angefangen hat (wohl abhängig von der Temperatur). Dann quietscht es auch bei losgelassener Bremse und zwar bis ich so mind 50km/h erreicht habe. Es quietscht dabei im Rhythmus der Radumdrehung quiek...quiek...quiek. Ich kann mir halt nur zwei Ursachen vorstellen: Scheibe verzogen Scheibe steht schief (vielleicht mitsamt Nabe?) Entlüftung ist ca. 1 Jahr her. Wurde damals gemacht eben weil er beim Bremsen hinten immer etwas abgesackt ist. Ist seither in Ordnung (nur Gelegentlich kann er sich an einer Ampel, insbes. wenn die Fahrbahn nicht ganz gerade ist, nicht entscheiden: hoch-runter-hoch... - manchmal sieht man erstaunte Blick im Auto dahinter oder daneben). Werde nun auf jeden Fall morgen mal die Werkstatt kontakten...
7. Juni 20179 J. Also lasse Mal entlüften. Wagen in Höchststellung dann entlüften. Ich entlüfte unsere 3 Xantias mindestens 1 x pro Jahr. Gut wäre gewesen, beim Belagstausch die Kolben maximal rauszufahren, unter dem Gummibalg zu putzen und mit etwas LHM zu benetzen. Ich habe fast den Eindruck die Kolben wurden mit dem trockenen Dreck reingedückt und klemmen jetzt etwas. Und wenn du danach bremst, drücke richtig auf's Pedal. Nicht sanft, sonst kommen die hinteren Bremsen nie richtig zum Bremsen.
12. Juni 20179 J. Ersteller Mit deiner zweiten Mutmaßung lagst du glaube ich richtig. Ich habe die Bremsbeläge nochmal rausgenommen, die Kolben ausgefahren und gereinigt, da das offensichtlich vorher nicht gemacht wurde - es waren schwarze Krusten drauf, die sich mit einem Lappen auch nicht ganz einfach wegrubbeln ließen (lag aber auch an der schlechten Zugänglichkeit (ohne Demontage des Sattels) und meinen Wurstfingern. Nachdem ich übers WE nochmal eine längere Fahrt gemacht habe scheint es wohl i.O. zu sein. Vielen Dank und viele Grüße, Patrick
13. Juni 20179 J. Super, freut mich, dass es geklappt hat. Falls du die Bremssatteln auseinander genommen hast: entlüften nicht vergessen. Kleiner Tipp fürs nächste Mal: nachdem die Belägen weg sind, baue die dünne Länge Schraube wieder dran. Sie hält die zwei Bremssatteln zusammen. Dann kannst du die zwei große Schrauben öffnen ohne LHM Verlust. Übrigens: Ich empfehle jedem Ca. 1 x im Jahr hinten zu Entlüften. Geht ganz schnell beim Reifenwechsel Sommer/Winter. Auch alleine: mit einem Stück Besenstiel zwischen Bremspedal und Lenkrad.
13. Juni 20179 J. Ersteller Ans Entlüften werde ich mich demnächst auch nochmal dranmachen - man bekommt ja so langsam Übung :-) Ich hielt jetzt aber Luft für den unwahrscheinlicheren Grund und habe deshalb erstmal das andere versucht. Aber ohne den Sattel und die Bremsscheibe abzunehmen. Ich habe vorher keinen Termin mehr in der Werkstatt bekommen, die die Bremsen gemacht hatte, wollte aber so nicht nochmal 600km fahren... Zum Entlüften ist wahrscheinlich ein durchsichtiger Schlauch in passender Größe praktisch, wenn man nicht alles einsauen will(?) Welchen Durchmesser muss der haben? Ich denke der den ich für meine hydraulische Fahrradbremse habe ist wohl zu dünn... Grüße, Patrick
13. Juni 20179 J. ... was hältst du von dem Entlüftungsschlauch vom LHM-Fass? Bearbeitet (13. Juni 20179 J. von Silvercork)
13. Juni 20179 J. Ich benütze ein kurzen durchsichtigen Schlauch den ich auf den Entlüftungsnippel stopfe. Das LHM fließt in ein Glaß am Boden. _ Zu erst wird aber der Entlüftungsnippel mit einer 8er Nuß gelöst und wieder leicht zugedreht _ Stück Besenstiel zwischen Bremse und Lenkrad fixieren _ Schlauch aufstopfen _ Entlüftungsnippel mit Gabel oder Ringschlüssel öffnen bis keine Luft/Stickstoff mehr kommt. _ Mit Nuß etwas fester als mit Schlüssel zudrehen. Aber nicht zu fest sonst ist das Gewinde kaputt.
Erstelle ein Konto, um zu kommentieren