14. Juni 20179 J. Hallo Gemeinde, habe vorgestern den Bericht im RTL - Nachtjournal gesehen, wer noch? Hier wird über eine Firma aus Witten, Ruhrpott, berichtet, die einen neuen "Partikelfilter" mit Steuerung entwickelt hat, der den Schadstoffausstoß der verschrieenen Dieselfahrzeuge immens und vor allem auch im Realbetrieb reduziert. Ein Vorführmodell eines VW's auf 1/3 der Werksangaben und auf die Hälfte der zukünftig für Euro 6 vorgeschriebenen Werte, so wie ich es verstanden habe. Der Preis für alles soll sich auf ca. 1.500,-- € belaufen und es wird wohl schon fleißig umgerüstet. Hauptsächlich wird wohl mit reinem Ammoniak gearbeitet, welches so wie AdBlue arbeiten soll. Ich bin da kein Experte, kann nur wiedergeben, wie ich es verstanden habe. Auf jeden Fall wohl für viele, die Ihren Diesel auch in Zukunft wie bisher nutzen möchten wohl eine adäquate Lösung. Mit einem Seitenhieb auf die deutsche Dieselfahrzeugindustrie wurde darauf verwiesen, dass es diese Technik wohl schon länger gäbe und es auch in den Vorstandsetagen bekannt sei, eine Mogelsoftware wäre aber wohl günstiger, als Menschen vor dieser realen, nicht notwendigen Luftverschmutzung zu schützen. So ist die Industrie halt gestrickt. Profit egal was es kostet und egal auf wessen Kosten. Also wird's wohl wieder am Endverbraucher liegen, ob er bereit ist, diesen Mehrbetrag für sein Wunschauto auszugeben. Wer den Beitrag auch gesehen hat, kann ja evtl. einmal den Namen der Firma hier benennen. Der Firmeninhaber wurde persönlich interviewt und machte doch einen sehr kompetenten Eindruck. Vor allem, dass die Werte im Realbetrieb so erzielt werden können, ist doch dann mal ein echter Fortschritt. Wobei es das System wohl schon länger gibt, laut meiner Kugel Recherche. Guckst Du: http://www.epo.org/news-issues/press/releases/archive/2016/20160609e_de.html Also dann viel Erfolg beim Umrüsten, wenn es das so auch für PSA Diesel Motoren geben sollte. Einfach einmal nachfragen und evtl. hier berichten. Gruß vom Hochrhein Rainer
14. Juni 20179 J. Hat der Herr Zetsche doch Recht mit seiner Äußerung, dass die Dieseltechnologie sauber und in ihrer Entwicklung noch nicht am Ende ist? Gruß Otto
14. Juni 20179 J. vor 4 Stunden, DJ Ray sagte: Hallo Gemeinde, habe vorgestern den Bericht im RTL - Nachtjournal gesehen, wer noch? Hier wird über eine Firma aus Witten, Ruhrpott, berichtet, die einen neuen "Partikelfilter" mit Steuerung entwickelt hat, der den Schadstoffausstoß der verschrieenen Dieselfahrzeuge immens und vor allem auch im Realbetrieb reduziert. Ein Vorführmodell eines VW's auf 1/3 der Werksangaben und auf die Hälfte der zukünftig für Euro 6 vorgeschriebenen Werte, so wie ich es verstanden habe. Der Preis für alles soll sich auf ca. 1.500,-- € belaufen und es wird wohl schon fleißig umgerüstet. Hauptsächlich wird wohl mit reinem Ammoniak gearbeitet, welches so wie AdBlue arbeiten soll. Ich bin da kein Experte, kann nur wiedergeben, wie ich es verstanden habe. Auf jeden Fall wohl für viele, die Ihren Diesel auch in Zukunft wie bisher nutzen möchten wohl eine adäquate Lösung. Mit einem Seitenhieb auf die deutsche Dieselfahrzeugindustrie wurde darauf verwiesen, dass es diese Technik wohl schon länger gäbe und es auch in den Vorstandsetagen bekannt sei, eine Mogelsoftware wäre aber wohl günstiger, als Menschen vor dieser realen, nicht notwendigen Luftverschmutzung zu schützen. So ist die Industrie halt gestrickt. Profit egal was es kostet und egal auf wessen Kosten. Also wird's wohl wieder am Endverbraucher liegen, ob er bereit ist, diesen Mehrbetrag für sein Wunschauto auszugeben. Wer den Beitrag auch gesehen hat, kann ja evtl. einmal den Namen der Firma hier benennen. Der Firmeninhaber wurde persönlich interviewt und machte doch einen sehr kompetenten Eindruck. Vor allem, dass die Werte im Realbetrieb so erzielt werden können, ist doch dann mal ein echter Fortschritt. Wobei es das System wohl schon länger gibt, laut meiner Kugel Recherche. Guckst Du: http://www.epo.org/news-issues/press/releases/archive/2016/20160609e_de.html Also dann viel Erfolg beim Umrüsten, wenn es das so auch für PSA Diesel Motoren geben sollte. Einfach einmal nachfragen und evtl. hier berichten. Gruß vom Hochrhein Rainer Hallo Rainer, da ist aber einiges durcheinander geraten . Die Firma heisst TWINTEC, innerhalb der BAUMOT-Gruppe platziert und für einige tolle Produkte bekannt. Auf die Schnelle: es geht um die "Bekämpfung" der Nox-Abgase und nicht der Rußpartikel. Diese werden auch in Euro5-Fahrzeugen gut von den DPF in Schach gehalten... Die Idee: man nehme einen "Standard-Adblue-Tank" (Reservereifen-Mulde) aus dem VW-Regal, erhitze das darin enthaltene Adblue bis es in den "Aggregatzustand" Gas gelangt und führe dieses Gas einem modifizierten Diesel-Kat (ebenfalls VW) zu. Der Kat bildet zwar zusammen mit dem DPF meist eine Einheit, sind aber 2 Paar Schuhe. Da die AdBlue Technologie gut funktioniert (wenn genug Adblue eingespritzt wird) , werden auch die Nox-Anteile ordentlich neutralisiert (reduziert). Die Gasform hat zusätzlich den Vorteil, dass das ganze nach wenigen Hundert Metern bereits greift. Ergebnis: von 80 mg NOx / Kilometer (strenge Euro6-Grenze) bleiben ca. 40 übrig.Das ist ein bis dato unerreicht niedriger Wert! Und das im Strasseneinsatz. Gruß Bearbeitet (14. Juni 20179 J. von DerSchweber)
14. Juni 20179 J. vor 37 Minuten, DerSchweber sagte: Hallo Rainer, da ist aber einiges durcheinander geraten . Die Firma heisst TWINTEC, innerhalb der BAUMOT-Gruppe platziert und für einige tolle Produkte bekannt. Auf die Schnelle: es geht um die "Bekämpfung" der Nox-Abgase und nicht der Rußpartikel. Diese werden auch in Euro5-Fahrzeugen gut von den DPF in Schach gehalten... Die Idee: man nehme einen "Standard-Adblue-Tank" (Reservereifen-Mulde) aus dem VW-Regal, erhitze das darin enthaltene Adblue bis es in den "Aggregatzustand" Gas gelangt und führe dieses Gas einem modifizierten Diesel-Kat (ebenfalls VW) zu. Der Kat bildet zwar zusammen mit dem DPF meist eine Einheit, sind aber 2 Paar Schuhe. Da die AdBlue Technologie gut funktioniert (wenn genug Adblue eingespritzt wird) , werden auch die Nox-Anteile ordentlich neutralisiert (reduziert). Die Gasform hat zusätzlich den Vorteil, dass das ganze nach wenigen Hundert Metern bereits greift. Ergebnis: von 80 mg NOx / Kilometer (strenge Euro6-Grenze) bleiben ca. 40 übrig.Das ist ein bis dato unerreicht niedriger Wert! Und das im Strasseneinsatz. Gruß Noch am Rande: Das ganze zielt auf den riesigen Markt der durch das update verpfuschten EA189-Motoren im VW-Umfeld, welche nach dem update immer noch echte Dreckschleudern sind (zwischen 380 und 900 mg Nox /km). Wenn man dadurch den Wagen wieder ordentlich betreiben kann und er auch noch sauber wird, sind 1500 Euro aus meiner Sicht ok. Nur leider bezahlen es die Konsumenten und nicht VW !!!
14. Juni 20179 J. Ersteller Hallo Schweber, vielen Dank für die Erklärung. Sagte ja, das ich es nur "grob" verstanden hatte, aber es eben eine wirklich interessante Technologie ist, von einem, der damit jetzt auch einmal in die Öffentlichkeit geht, der aus meiner ehemaligen Nachbarstadt stammt. Das Traurige ist halt immer, im Gegensatz zu den USA, dass die Lobby hier in der EU soviel Macht hat, dass so gut wie keine Entschädigungszahlungen für den Bockmist, den die nicht nur deutschen Autohersteller verzapft haben, gezahlt werden muss und eine wirklich effiziente Schadstoffreinigung bleibt wie immer hier beim Endverbraucher Kosten mäßig hängen. Nicht nur dafür dürfen wir uns bei unserer Regierung bedanken. Ich dachte immer, schlimmer als Ramsauer geht nicht mehr...ach wie man sich täuschen kann. Es grüßt vom Hochrhein und wünscht einen angenehmen Feiertag Rainer
14. Juni 20179 J. vor 1 Stunde, DJ Ray sagte: Es grüßt vom Hochrhein und wünscht einen angenehmen Feiertag Rainer Danke, danke. Nur ist es mit dem morgigen Feiertag so eine Sache: er gilt nicht in allen Bundesländern - so einige mir persönlich bekannte Forianer (z.B. aus dem Harz) werden morgen arbeiten müssen Ich schlafe aus! Roman
15. Juni 20179 J. Wieviel literDiesel kann man denn mit soeiner 6 Kubikmeter fassenden "Amoniakbombe" stickoxidfrei verbrennen? oder anders gefragt wieviel km etwa hält dat Ding. Wird wohl nirgends erwähnt - oder hab ich was überhört??
15. Juni 20179 J. 6 m³ Adblue reichen für 120 m³ Diesel. Der Verbrauch beträgt ca. 5% vom Kraftstoff. Ronald
15. Juni 20179 J. hier mal schriftlich und wie es funktioniert: https://www.epo.org/learning-events/european-inventor/finalists/2016/johannessen_de.html
15. Juni 20179 J. Oh, da war ich auch falsch. Twintec: Nachrüstung mittels SCR-Kat und Einspritzung von vorgewärmten Adblue Amminex: SCR-Kat mit Ammoniakeinspritzung und Salzspeicher Strontiumchlorid Ronald
15. Juni 20179 J. vor 6 Stunden, Ronald sagte: 6 m³ Adblue reichen für 120 m³ Diesel. Der Verbrauch beträgt ca. 5% vom Kraftstoff. Ronald Ist die Volumetrische Gleichsetzung von wässrigem ad blue und Amonjakgas in der Reinigungswirkung nicht ziemlich verkehrt??. Ich denke man muß wenn , dann ein Molvergleich anstellen - oder?. Also wieviele Amonjakmoleküle (1Mol = 6x10 23 Moleküle) sind in etwa erforderlich um zB 100mg Stickoxid im Katalysator zu "neutralisieren". Wieviele Mole NH3 sind in 6 cbm NH3 Gas bei Temp 20°C. Wieviele Mol NH3 lassen sich aus zB1 Liter Ad Blue generieren. So müsste sich doch eine Abschätzung machen lassen, wie weit man mit 6cbm Amonjakgas kommt. Mein Chemieunterricht ist leider etwas lange her, aber vielleicht liest ja ein "Hobbychemiker" mit.
16. Juni 20179 J. Das für die SCR-Reaktion benötigte Ammoniak wird nicht direkt, d. h. in reiner Form, verwendet, sondern aus der Reaktion einer 32,5-prozentigen, wässrigen Harnstofflösung gewonnen. Hydrolyse der Harnstoff-Lösung: Thermolyse: (NH2)2CO → NH3 + HNCO (Isocyansäure) Hydrolyse: HNCO + H2O → NH3 + CO2 Reduktion der Stickoxide: 4 NH3 + 4 NO + O2 → 4 N2 + 6 H2O („Standard SCR“) 2 NH3 + NO + NO2 → 2 N2 + 3 H2O („Fast SCR“) 8 NH3 + 6 NO2 → 7 N2 + 12 H2O („NO2 SCR“) https://de.m.wikipedia.org/wiki/Selektive_katalytische_Reduktion "1 mol Harnstoff liefert 2 mol Ammoniak 60g Harnstoff liefern 34g Ammoniak 500g Harnstoff dann 283,3g Ammoniak" http://www.chemikerboard.de/topic,13575,-harnstoff-und-ammoniak.html Ronald Bearbeitet (16. Juni 20179 J. von Ronald)
16. Juni 20179 J. Ersteller Also Jungs... Chapeau, was Ihr hier wieder aus dem Thema herausholt. Angewandte Chemie für den Laien. Mit ging's eigentlich nur darum, den evtl. "Bedürftigen" einen Weg und eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie man mit den neuen, zu erwartenden Umweltauflagen mit seinem, selbst wenn gerade erst neu angeschafften Diesel, klar kommen kann. Hierbei bemühe ich einmal das bekannte Zitat unseres Altbundeskanzlers: "Wichtig ist, was hinten herauskommt." Also das System beweist seine Funktionalität im Realmodus, also während des realistischen Betriebs und somit könnte sich kein TÜV dagegen wehren, eine entsprechende Plakette erteilen zu müssen. Ist zwar noch einmal ein weiterer Kostenfaktor, aber bevor ich mein Auto mit großem Verlust verkaufe, eine wirklich adäquate Lösung, oder? Gruß vom Hochrhein Rainer
16. Juni 20179 J. Ersteller ...im Übrigen soll das wohl für Benziner mit Direkteinspritzung ebenso gelten. Also alle "neueren" Modelle, die eben im Realmodus mehr Schadstoffe ausstoßen, als für diese neu geplante Plakette zulässig, selbst mehr als so mancher bereits jetzt gereinigter Diesel. Nur einmal so am Rande. Ich fahre ja zu 99,5% auf LPG (Gas) und habe das in "unserem Gasforum" gelesen, dass das Einfahrverbot für die neuen, zu erwartenden Zonen nicht für LPG Fahrzeuge gelten soll. Gruß Rainer
16. Juni 20179 J. 6 m³ Adblue reichen für 120 m³ Diesel. Der Verbrauch beträgt ca. 5% vom Kraftstoff. Ronald Adblue ist aber eine wässrige Harnstofflösung, kein Ammoniak. Die Volumenverhältnisse zu Dieseltreibstoff können gänzlich abweichen. War im Film nicht davon die Rede, dass die Kartusche an einem Omnibus erst nach 100.000 km erneuert werden muss? Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk P.S. J Jetzt sehe ich es erst: Die Diskussion ging ja noch weiter...[emoji52]
16. Juni 20179 J. vor 4 Stunden, -albert- sagte: Jetzt sehe ich es erst: Die Diskussion ging ja noch weiter... Ich bin nur zu faul weiter zu rechnen : Adblue enthält 32,5% Harnstoff, 500g Harnstoff(Dichte 1,32g/cm³) liefert 283,3 g Ammoniak. Wieviel Ammoniak wird benötigt, um die selbe Wirkung wie 5%Adblue erzielen? Ronald
17. Juni 20179 J. Am 14.6.2017 at 21:39 , DJ Ray sagte: Das Traurige ist halt immer, im Gegensatz zu den USA, dass die Lobby hier in der EU soviel Macht hat, dass so gut wie keine Entschädigungszahlungen für den Bockmist, den die nicht nur deutschen Autohersteller verzapft haben, gezahlt werden muss Den schaden hat ja erstmal auch nicht der pkw besitzer, der hat ein fz. das einwandfrei funktioniert, warum sollte man den entschädigen?? Aber die umwelt und die gesellschaft hat einen schaden, wenn sich der hersteller nicht an umweltschutz vorgaben hält und da wäre eine ordentlich enschädigunggszahlung, die vllt. direkt an gemeinnützige sozial- oder umweltschutzorganisationen geleitet werden angesesagt,
22. Juni 20179 J. Am 06/16/2017 at 20:04 , Ronald sagte: Ich bin nur zu faul weiter zu rechnen : Adblue enthält 32,5% Harnstoff, 500g Harnstoff(Dichte 1,32g/cm³) liefert 283,3 g Ammoniak. Wieviel Ammoniak wird benötigt, um die selbe Wirkung wie 5%Adblue erzielen? 5% Abblue- Verbrauch entsprechen 1,625% Harnstoff- Verbrauch (32,5% von 5%) Der Ammoniakverbrauch entspricht somit 0,921% vom Dieselverbrauch. ( = (1,625% x 283,3g)/500g) Ronald Bearbeitet (22. Juni 20179 J. von Ronald)
22. Juni 20179 J. vor 52 Minuten, Ronald sagte: 5% Abblue- Verbrauch entsprechen 1,625% Harnstoff- Verbrauch (32,5% von 5%) Der Ammoniakverbrauch entspricht somit 0,921% vom Dieselverbrauch. ( = (1,625% x 283,3g)/500g) Dichte nicht beachtet: 1l Harnstoff wiegt 1,32kg, d.h. aus einem Liter Harnstoff entstehen 748g Ammoniak. (=283,3g x 1320g)/500g) Flüssigdichte von Ammoniak: 0,681kg/l, Dichte: 0,234kg/l Die o.g. 748g entsprechen 3,2 Liter gasförmigen Ammoniak, flüssig 1,10 Liter. Dann wäre der Ammoniakbedarf bei 2% (Gas) bzw. 0,7 %.(Flüssig) Ronald Bearbeitet (22. Juni 20179 J. von Ronald)
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