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Xantia Super oder Super+

Hervorgehobene Antworten

Hm, ich fasses auch nicht, WIEVIEL Unsinn hier zum wiederholten Mal wegen Oktanzahl und den mental spürbaren Unterschieden steht, so von wegen "läuft fühlbare 3 km schneller". Die technische Auslegung ist bei allen aktuellen C-Benzinern auf 95 Oktan, wenn Super gefordert ist. Wer mehr Geld ausgeben will - seine Sache. Soll ja Leute geben, die noch zu wenig Benzingeld ausgeben.....

Wer allerdings weniger ausgeben will mit Normalbenzin, braucht sich nicht zu wundern, wenn allmählich die Ventile sich totgekokelt haben, gelle. Der Einsatz der Klopfsensoren wegen Minderwertigkeit des Kraftstoffs - das ist in diesem Fall der Einsatz von Normalbenzin - führt mitnichten zu einer dauerhaften Umstellung des Zündkennfeldes in der Motronik. Im Gegenteil. Die Motronik versucht in kurzen Abständen immer wieder, an die originale Kennfeldlinie heranzukommen. Das passiert übrigens zeitgesteuert ca. 10 Mal je Minute !!! Und dann klopft es wieder mal ein bischen, es wird wieder zurückgestellt, dann wieder herangeführt, dann wieder geklopft etcetc.. Und bloß nicht glauben, dass man das Klopfen hört, das ist ganz selten der Fall !!! Wenn Du also, lieber Sebastian, als geldloser Student, meinst, daran Dich gesundsparen zu können, kannst Du schon mal die nächsten Semesterferien für einen Kellnerjob oder JobamBau vorsehen. Meines total unmaßgeblichen Wissens ist die Ventilreparatur (und evtl. noch mehr) deutlich teurer als die Einsparung am falschen Benzin über vieleviele Kilometer. Kannst es ja mal selber ausrechnen. Ich finds auch immer wieder nur merkwürdig, wie mit angeblichem Wissen "auf Bildzeitungsniveau" die Herstellervorgabe einfach ignoroiert wird und sich selber seine Bildung gebastelt wird; das nennt sich dann Einbildung. Dein Geschreibsel über den Druckanstieg ist, gelinde gesagt, einfach nur Käse. Es ist nicht der Druckanstieg, sondern die Flammfrontgeschwindigkeit, die den Unterschied ausmacht. Deshalb konnte man früher mit einfachem Zurückstellen des Zündverteilers das Klingeln vermeiden, wenn man minderwertigen Kraftstoff getankt hatte. Mit dem späteren Zünden des Gemisch konnte die an sich schnellere Verbrennung dann doch nicht durch die noch geöffneten Einlassventile schlagen. Nur so am Rande.....

Wie gesagt, ich fasses nicht .....

Gruß von P.

Hallo Peter,

wo du Recht hast hast du Recht. Und..."Meines total unmaßgeblichen Wissens" schreib nicht sowas.. hab deine Beiträge immer gern gelesen und fand sie auch immer fachlich korrekt. Nur wollte ich gestern nicht noch mehr schreiben.. auch wenn das Thema und die nötigen Zusammenhänge sicher noch sehr viel mehr hergeben. Weiterhin möchte ich also auch keinem empfehlen Normalbenzin zu tanken wenn Super vorgeschrieben ist, wenn er sich nicht gut genug mit dem Thema auskennt.

Und jetzt also doch etwas genauer:

Zum Thema Flammfrontgeschwindigkeit: Sie hängt vom Anfangsdruck und der Anfangstemp. zum Zündzeitpkt. ab. Da spielen also der Lastzustand, die Drehzahl und die Verdichung die größte Rolle. Mit der Benzinsorte hat das schonmal vorerst nichts zu tun.. soweit so gut.

Meine (übrigens nicht bildgewachsene) Meinung zu der Sache ist aber, dass die Selbstentzündungszeit den Unterschied macht. Denn die ändere ich mit anderem Benzin.

Beim Zünden steigen Druck und Temp. im Zylinder stark an... je früher gezündet wird desto höher steigen sie. Liegt die Zeit die die Flammfront bis zum Erreichen der letzten Ecke des Brennraumes benötigt über der Zeit die der Kraftstoff in diesen letzten Ecken benötigt um sich (unter den sich rapide ändernden Umgebungsbed. - Druck und Temp. stiegen wie wild) selbst zu entzünden, entstehen neue Flammfronten die der Hauptfront entgegeneilen und zu extremen Druckspitzen (z.T. weit weit über 200 bar) führen. Diese Druckspitzen können einem schonmal die Ringstege aus dem Kolben brechen oder die Kolbenoberfläche beschädigen! (hab ich beides in verschiedener Ausprägung selber schon gesehen).

Diese Selbstentzündung braucht also eine gewisse Zeit, welche hauptsächlich davon abhängt wie groß Temp. und Druck im Zylinder sind und welcher Kraftstoff getankt wurde.

Tritt nun Klopfen ein kann man es vorzugsweise beim Beschleunignen mit Volllast aus niedrigen Drehzahlen (sehr große Klopfneigung) heraus gut hören. Bei hohen Drehzahlen und Volllast geht das Geräusch im hohen Lärmpegel unter... klopfen kann´s trotzdem! Leichtes klopfen hört aber nur der Klopfsensor.

Mit späterem Zündzeitpkt. (wegen schlechtem Sprit) verlagert sich der gesamt Prozess nach hinten. Beim Öffnen des Auslassventils strömt da also sehr heißes (wenn nicht sogar noch brennendes) Gas durch... was zugegebenermaßen nicht gerade gut ist und einem das Ventil mehr oder weniger schnell zerstört! Wenn´s allerdings noch brennt zum Zeitpunkt des öffnens oder schließens der Einlassventile dann verstehe ich irgendwas nicht so richtig... da kläre mich bitte auf wie das gemeint ist...

Mein Fazit ist also, wenn ich Normalbenzin fahre dann nur wenig Gas geben also wenig Last (also geringer Verbrennungsspitzendruck) und daran hat man sich erst recht bei niedriger Drehzahl zu halten. Diese Fahrweise senkt zum einen den Verbrauch und, dass man dann auch noch billigeren Sprit nehmen "kann" (oder halt nicht) macht´s halt noch billiger. Wobei ich ehrlich schon zugeben muss: bei 3mal Tanken 5 Euro zu sparen ist sicher nicht der Bringer ;-)... schongarnicht wenn ich bewusst meine Kolben und Ventile riskiere. Es riskiert halt jeder was anderes.

Grüße Sebastian

Ich ahb die alten unterlagen gefunden, mit Super+ lag der Verbrauch auf 2000 km im Schnitt um 0,3 bis 0,5 Liter niedriger als auf den 2000 km danach, die wieder mit einfachem Super gefahren wurden.

Da die diversen sonstigen Einflüße nicht erfassbar sind ist die Aktion zumindest von den Kosten eine Nullnummer.

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