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mika2cv

Motordiagnose / Ausbau Jumpy HDI 2007

Empfohlene Beiträge

mika2cv

Hallo,
unseren "lumpy" hat es erwischt. Meine Frau fährt mit den Kids durch die Stadt, hört dann plötzlich ein lautes rhytmisches Klopfen/Schlagen, denkt es könnte der Auspuff sein, fährt rechts ran, lässt den Motor laufen - der Auspuff ist es nicht sondern irgendwas aus dem Bereich Motorraum - will wieder einsteigen - und der Motor geht aus.

Und geht auch nicht mehr an. Genauer gesagt, der Anlasser dreht nicht. Also den Abschlepper angerufen und das Gefährt nach Hause transportiert.

Ich hatte ja noch die Idee/Hoffnung, dass es der Anlasser in Kombination mit einer schwachen Batterie sei -denn bei den Anlassversuchen ging die ganze Spannung weg. Nach Aufladen der Batterie und Ausbauen und Prüfen des Anlassers mit erneutem Test im Auto (diesmal wurde nur alles deutlich dunkler..) ist klar, dass sich der Motor nicht dreht.
Der Anlasser spurt ein - dreht sich aber keinen mm - und zieht dabei derart viel Strom, dass das Licht ausgeht.

Ich habe noch nicht weiter analysieren können, was es denn nun ist - ein Hoffnungschimmer wäre noch ein defektes ZMS bei dem sich ein Teil gelöst hat und jetzt klemmt. Aber auch am Motor könnte sich etwas festgesetzt haben und blockieren.

Bis dahin lief der Gute sorgenfrei (ca. 240tsnd km, ZMS bei 180tsnd gewechselt) - und jetzt das..

Ein paar Fragen hätte ich..
Getriebe bekomme ich nur zusammen mit dem Motor raus?
Kann man das Ganze nach oben/vorne ausbauen?

Oder aber - was würdet ihr prüfen um näher an das Problem zu kommen / habt eventuell ähnliche Erfahrungen gemacht?

Vielen Dank und schönen Gruß
Michael

 

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silvester31

Als Erstes mal die Abdeckung vom Zahnriemen runter und kucken wie der aussieht, bzw. ob der überhaupt noch da ist.

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bx-basis

Injektorschaden mit darauffolgendem kapitalen Motorschaden könnte so klingen...

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mika2cv

Kapitaler Motorschaden wäre nicht so lustig..

Nach vorsichtigem Zurückschieben im 6ten Gang (und ein wenig hin und her.. mit einem leichten "Klonk" am Ende) lässt sich der Motor anscheinend wieder drehen. Ich habe einen kurzen (mutigen...) Startversuch unternommen - Anlasser dreht - mehr passiert nicht..

Werde morgen mal den Zahnriemen freilegen und schauen, wie ich mir die Nockenwellen ansehen kann (gebrochene Kipphebel--?)

Ich habe einen Motor (sollte es denn nötig sein..) in Aussicht.

Meines Wissens (muss ich morgen früh verifizieren) habe ich einen DW10BTED4 (RHR) - Angeboten wird mir ein 10DYUW (RHR) aus einem Scudo. Dachte die hätten den gleichen Motor - aber da scheint es Unterschiede zu geben? Finde dazu leider auch im Netz nichts - vielleicht weiss hier jemand mehr?

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bx-basis

Wenn RHR drauf steht dann sind die Motoren auch gleich, die Bezeichnung 10DYUW ist sicherlich nicht der Motortyp sondern irgendeine Nummer die zufällig draufsteht. Mit hin- und herschieben im 6. Gang kann man einen veklemmten weil gebrochenen oder verschmolzenen Kolben eher frei bekommen als mit dem Anlasser...

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mika2cv

so, geht ein wenig weiter mit der Geschichte - leider mit noch ein paar Problemen und Fragen.

Aus Zeitmangel bin ich jetzt erst dazu gekommen, mich wieder um den Wagen zu kümmern. Zwischenzeitlich habe ich einen gebrauchten (identischen) Motor gekauft (60tsnd gelaufen, komplett mit Getriebe) und den erst mal zur Seite gestellt. Die Idee dahinter war, eine Art Verjüngungskur (der "alte" hatte 272tsnd km runter) zu machen - also Motor und Gertiebeeinheit tauschen und nachher, wenn denn ein wenig mehr Muße ist den Fehler am ausgebautem Motor zu suchen.  Jetzt war es endlich soweit - also vorne alles abmontiert, die alte Einheit mit einem Hubwagen rausgeschoben und die neue / gebrauchte Einheit (nach Austausch Zahnriemen und Wapu) eingebaut. Was sich hier so leicht anhört hat den einen oder anderen Denkprozess erfordert - ging aber dann doch.

Die alte Steuerung ist drin geblieben - da sie jetzt aber auf andere Injektoren zugreift (die aus dem Austauschmotor) mit der Lexia im entsprechenden Unterpunkt dies angemeldet. (Eintragen musste ich dort nichts - der Hinweis in der Lexia besagte, dass das Anlernen bei den folgenden Fahrten geschieht).

Der Motor sprang dann nach Entlüften auch an und lief nach einigem Nageln später deutlich runder.

Dann Probefahrt - mit der Ernüchterung, dass sich der Wagen fährt, als ob so recht kein Turbo mithilft. Kein Schub bei 1800 sondern eher Hochdrehen bis 3000 damit etwas passiert. Ich bin dann trotzdem damit zur Arbeit gefahren (2*35 km) - letztendlich stand der Motor ja auch ein wenig länger und musste vielleicht an der einen oder anderen Stelle erst wieder in "Schwung" kommen .. - laufruhig ist der Motor, nur halt keine Kraft. Während der Fahrt hatte ich auf der Hinfahrt ein/zwei Ruckler (ähnlich Zündaussetzern) - auf der Rückahrt dann noch ein paar mehr.

Zuhause habe ich dann gesehen, dass Luft in der Spritleitung ist. Habe dann den Dieselfilter gewechselt - jetzt weniger Luft - aber dafür auch im Leerlauf diese Aussetzer (eher sporadisch). In der Diagnose habe ich P2562 mit dem Text "Signal Rückmeldung Position Ventil Turbo Wert niedriger als Sollwert" und P0299 mit dem Text "Signal Ladedruck zu niedrig" gefunden - was auf die fehlende Leistung hindeutet. Daraufhin habe ich alle Druckschläuche und elektrischen Anschlüsse an den Ventilen auf korrekten Sitz kontrolliert - jedoch nichts gefunden was nicht passen wollte. Es war auch schon wieder recht dunkel und kalt - also wieder Pause und heute weiter.

Heute habe ich mir dann noch mal ein Herz gefasst und bin mit dem Wagen wieder zur Arbeit gefahren. Leider immer noch nicht mehr Leistung (hätte ja sein können, dass ich einen der Stecker jetzt ohne Wackler drauf habe..) - und das Ruckeln wurde auch immer stärker. Das Ganze war mir dann schon ein wenig mulmig - aber Luft im Ansaugsystem habe ich nicht mehr gesehen - daher habe ich es dennoch versucht.

Auf der Rückfahrt wurde das Ruckeln dann noch stärker - bis dann der Motor anfing zu Vibrieren und die Fehlermeldung "Abgassystem defekt" kam. Im Notlaufprogramm bin ich die restlichen 3 Km nach Hause gefahren - mit einer Menge Frust im Bauch...

Die Diagnose mit der Lexia brachte wieder die bekannten 2 Fehler im Bereich Turbolader - und zusätzlich den Fehler P0203 "Steuerung Einspritzventil Zylinder 3 Einspritzzeit nicht korrekt". Inzwischen ist es so, dass letzter Fehler sofort anliegt, sobald ich den Motor anmache - also nichts mehr mit sporadisch.. die Kiste läuft dann praktisch auf 3 Töpfen.. :-(

Ein paar Fragen dazu:

Die Fehler um den Turbo herum hätte ich gerne näher eingegrenzt - wenn da jemand Tipss hat - immer gerne. Ist aber leider wohl nicht das Hauptproblem..

Den Fehler im Bereich Einspritzsystem muss ich als erstes beheben.

Zu P0203 gibt es eine Menge zu finden - allerdings nie etwas wie "Zylinder 3 Einspritzzeit ist nicht korrekt" sondern eher "Fehler in der Ansteuerung". Ist es so, dass es zu den Fehlercodes weitergehende Beschreibungen gibt - also dass es für den P0203 einmal die Zusatzaussage mit der Einspritzzeit und in einem anderen Fall die Zusatzaussage mit dem Fehler in der Ansteuerung gibt? D.h. beides könnte in der Lexia auftauchen? Oder ist das die Beschreibung, mit der in der Lexia der Fehler P0203 beschrieben wird?

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann kann das ein Fehler in der Ansteuerung (Kabelbruch etc) sein oder ein Fehler im Injektor. Würde ein verstopfter Injektor eine solche Fehlermeldung produzieren - oder wäre das eher ein Fehler im Bereich der Spulen die das Ventil im Injektor steuern? (Für mich wäre das vermutlich einfacher zu lösen - dann würde ich das Oberteil mit einem der Injektoren aus dem anderen Motor tauschen ..(?)). Hat jemand Tipps wie ich da am besten vorgehen kann? Aus meiner Sicht könnte - da erst seltene, dann immer häuiger auftretende Aussetzer da waren - es durchaus etwas im Bereich der Ansteuerung sein - oder würde eine sich anbahnenede "Verstopfung" sich genauso äußern? Auf "gut Glück" den Injektor zu tauschen funktioniert bei meinem bisherigen Glückspotential nicht so recht - zumal das auch nicht so mal eben ist. Ich habe da schon ordentlich Respekt vor - und auch nicht das richtige Werkzeug um das mal anzugehen.

Wäre schön, wenn der eine oder andere eine Idee hätte, was ich mir noch anschauen sollte - oder wie ich am geschicktesten weitermache.

Vielen Dank!

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mika2cv

Ein paar weitere Infos habe ich heute morgen gesammelt.

Die Ansteuerleitungen für die Injektoren scheinen ok zu sein - zumindes haben sie alle ähnliche Werte, wenn man die Pinne gegen Masse misst (Widerstand). Ohne jetzt die interne Beschaltung der Steuerung an dem Punkt zu kennen, vermute ich daher, dass es nicht an der Steuerun, dem Kabelbaum oder einem Wackler im Stecker liegt.

Ich habe dann noch den Widerstand der Spulen im Injektor gemessen - 3 zeigten gleiche Werte (200kOhm..?), besagter Injektor 3 ca die Hälfte. Hier hätte - wenn es denn wiklich nur Spulen sind zwar einen deutlich niedrigeren Widerstand vermutet (ist auch beim "verpolten" Messen der gleiche..) - aber zumindest sieht man einen Unterschied zwischen den Injektoren. Habe die Messung dann auch an den Injekoren von meinem alten Motor gemach - auch allen im Bereich 200kOhm.

Bei einer defekten Spule hätte ich allerdings eher mit einem eher unendlichem Widerstand gerechnet - vielleicht eher ein Leitungsschluss?

Andere Ideen?

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baustromverteiler

Warum nicht probeweise den 'verdächtigen' injektor gegen einen aus dem alten Motor wechseln, mit lexia eincodieren und schauen ob die Sache dann runder läuft?

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mika2cv

da hast du prinzipiell recht. Wenn Du einen Tip hast, mit welchem Werkzeug ich das am besten angehen sollte würde ich das auch mal angehen. Im eingebauten Zustand sind im Jumpy vielleicht noch 15-20cm Platz über dem Injektor - bin mir nicht sicher, ob das für einen Schlaghammer reicht (den ich auch noch nicht habe - und den ich auch am Injektor verbinden ...).

Wenn jemand eine Empehlung hat - immer gerne - raus wird der Injektor wohl müssen...

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baustromverteiler

So ein ausziehwerkzeug für injektoren gibt's für 50-100 Eur in der Bucht, über die Qualität kann ich aber nix sagen ... 

 

diesel-injector-puller-psa-2-0hdi-4927-e

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mika2cv

Moin :-)

also - er äuft wieder :-)

Kurze Zusammenfassung:

=> Injektor getauscht - dazu einen Draht oder festen Kabelbinder unter den Düsenvorsprung gelegt, eine Gleithammer aus Gewindestange und Gewichten gebastelt und nach kurzer Zeit ließen sich die Düsen am neuen und alten Motor ausbauen (hab es erst am alten Motor getestet - ging erstaunlich gut - und das nach 270tsnd km... da habe ich anderes befürchtet).

Im Motorraum ist das ein wenig eng - aber geht auch. Dann den Schacht gereinigt (auch der war erstaunlich sauber und ließ sich mit einem Baumwolltuch (ausrangiertes T-Shirt) gut reinigen. Neuen Dichtring drauf und Injektor eingebaut. Motor lief dann wieder rund :-)

Leider immer noch ohne Leistungsunterstützung. Mit Lexia, ein paar Tipps von hier und dem NAAN-Forum dann den Fehler auf die Unterdruckversorgung des Turbos eingekreist. Defekt war bei mir das Ventil, das oben am Motor für die Einstellung des Unterdrucks am Turbo / die Schaufelverstellung vorgesehen ist. Riss im Plastikgehäuse und in dem abgehenden Stutzen. Da scheine ich beim Motor - wiedereinbau etwas kaput gemacht zu haben. Dieses getauscht (gut wenn man einen Ersatzmotor im Haus hat :-) ) - mit der Lexia gesehen, dass Soll- und Istwert der Turboposition jetzt gleich sind und dann eine Probefahrt gemacht.

Läuft wieder wie früher - oder eher besser - keine Vibrationen zwischen 1800 und 2000 wie nach dem 2-Massenschwungradwechsel beim :-) - sondern Laufruhe und Kraft. So macht das Spass :-) (habe das obere Stützlager erneuert - das alte hatte Risse - kann sein, dass es daher jetzt besser ist als vorher).

Jetzt bekommt er noch eine neue Düse spendiert - die 3 Kumpels haben mit 60tsnd km ja 210tsmd km weniger "runter" und in der Lexia kann man ganz gut sehen, dass die Ersatzdüse aus dem alten Motor deutlich von den anderen 3 abweicht (Leerlaufregelung).

Danke Euch für Eure Tipps, die Anregungen und Unterstützung

 

Schönen Gruß

Michael

  • Danke 1

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