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TheIvy

Hallo zusammen,

 

ich bin neu hier und brauche mal eure Hilfe, gaaaaaaaaanz dringend! Wir haben letztes Jahr im Februar beim Citroen Händler einen C4 Picasso Grand gekauft. Die Garantie ist Ende März abgelaufen, die Gebrauchtwagengarantie bereits Ende Februar. Das Fahrzeug ist 43 000 Kilometer gelaufen. Seit Anbeginn an ruckelte er beim hochschalten und wenn er untertourig gefahren wurde. Deswegen waren wir auch dreimal in der Werkstatt. Der beste Kommentar des Mechanikers war auf den Hinweis, dass mich das Auto buchstäblich zurückzieht: "Ich glaube Sie meinen den Gurtstraffer, der nach hinten zieht". Ach so.... ich bin ja eine Frau und offenbar ein bisschen blöd *Kopfschüttel*. Er ist dreimal damit gefahren und hat dreimal nichts gefunden. Wir haben damals ehrlicherweise zwei Fehler gemacht: Konsequent dem Händler auf den Füßen zu stehen bis der Fehler behoben ist und 2. wir mussten Ende Januar/Februar zur Inspektion. Wir haben ein kleines Kind und ich habe tatsächlich nicht die Dringlichkeit bei einem so neuen Fahrzeug und die möglichen Konsequenzen gesehen. Der Inspektionstermin war aber tatsächlich dann doch für gestern vereinbart, leider mussten wir darauf auch ein bisschen warten.

 

Es kam wie es kommen musste, unser Auto ist vor 1,5 Wochen dann auf der Autobahn mit einem heftigen Ruckeln in den Notlauf und mit der Kompression war es dann auch erledigt. Er lief also nur noch auf zwei Pötten. Noch gehofft auf Zündspule, Lambdasonde, eine andere Sonde oder ähnliches.

 

Die Werkstatt in Weinheim wohin er geschleppt wurde hat wohl nur festgestellt, dass da keine Kompression mehr ist, dann aber die Zündkerzen gewechselt und dann einen Motorschaden diagnostiziert. War alles ein bisschen konfus, da die Werkstatt 60 km von uns entfernt ist. Werde am Freitag mal vorbeifahren und mir das nochmals erklären lassen. Nach Nachfragen war es wohl so, dass ein abgelöstes Teil der Zündkerze dazu geführt hat, dass ein Zylinder kaputt gegangen ist. Heißt: Motorschaden mit ca. 11.000 Euro Kosten. Die Werkstatt hat wohl einen "Kulanzrechner" dazu befragt und Citroen würde sich dann mit 35 % beteiligen aufgrund der fehlenden Inspektion. Nur wenn man sich die Wartungsleistungen anschaut und eine unabhängige Werkstatt befragt, so wären auch keine Zündkerzen gewechselt worden. Der Händler, bei dem wir das Auto gekauft haben, wollte uns auch nicht helfen. Die Chefin meinte, dass damals ja nichts festzustellen war und sie wüssten nicht, was sie für uns tun kann? Hallo?! Verkaufen geht immer und wenn es darauf ankommt, dann wird man im Stich gelassen. Ich bin mega enttäuscht über dieses Geschäftsgebahren. Aber das hat man wohl überall.....

 

1. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

2. Was können wir tun? Der Händler, bei dem wir das Fahrzeug gekauft hat, hat vorgeschlagen Citroen direkt zu kontaktieren. DIe lassen einen nicht "im Regen stehen". Also die hoffentlich wenigstens nicht. Haben wir da Chancen?

3. Gibt es eine Chance den Hersteller der Zündkerzen rechtlich dafür zu belangen?

4. Kennt jemand einen guten Motorenbauer oder macht das keinen Sinn?

 

Ich wäre über jeden Rat und Kommentar dankbar!!!!

 

LG Yvonne

 

 

 

 

 

 

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ACCM Peter D.

Hallo Yvonne,

zunächst mal meine herzliche Anteilnahme für die Motorhavarie.

Leider kann ich selbst Dir wahrscheinlich gar nicht helfen, aber um es anderen zu ermöglichen, wäre es ganz gut zu wissen, welchen Motor genau Euer Picasso hat. Dann wäre auch interessant zu wissen, was genau kaputt ist, um zu beurteilen, ob ein kompletter Motortausch wirklich notwendig ist. Ggf. kann auch eine Reparatur möglich sein. Das bei einer zerbröselten Zündkerze gleich zwei Zylinder gehimmelt werden, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Wer hat die Zündkerze denn eingebaut? Ist das noch die "Werksausstattung"? Mit der genauen Beschreibung des Defektes (Loch in einem/zwei Zylindern, gebrochene Kolbenringe, kaputte Ventile, Laufbuchse hinüber oder Ähnliches?) kannst Du auch bei Motoreninstandsetzern (eine aussterbende Spezies habe ich den Eindruck) anfragen, was die für eine solche Reparatur nehmen würden. Es muß nicht zwangsläufig auf einen neuen Motor hinauslaufen.

Der Hersteller der Zündkerze wird sich vermutlich darauf berufen, dass die Zündkerze nicht fachgerecht montiert war, bzw. durch falsche Verbrennungsparameter kaputt gegangen ist - da würde ich mir also wenig Hoffnung machen.
Was Citroen und Kulanz angeht, sind die Erfahrungen hier im Forum auch eher (positiv formuliert) durchwachsen. Ich mußte bei einem Lackierfehler, den ich innerhalb der Garantiezeit gemeldet hatte, der aber außerhalb der Garantiezeit erst durch den Händler behoben werden konnte (Termine...), mit Citroen in Köln diskutieren, da die den Händler auf den Kosten sitzen lassen wollten. Letzten Endes haben sie dann zwar doch gezahlt, allerdings fand ich das Ganze schon ziemlich befremdlich (und ich hatte alle Wartungen peinlich genau eingehalten). Bei mindestens vier Monaten überzogener Wartung kann ich mir gut vorstellen, dass sich der Hersteller da fein raushält. Aber fragen würde ich in jedem Fall - bei der Schadenshöhe.

Was den "Gurtstraffer" angeht: Ist die Zugkraft des Gurtes auf der Fahrerseite anders als auf der Beifahrerseite? Ist die (verstellbare) Umlenkung des Gurtes auf beiden Seiten (Fahrer und Beifahrer) auf der gleichen Höhe? Normalerweise hat man eher das Problem, dass die Rückholkraft der Gurte mit der Zeit nachläßt, als das sie zu hoch wäre. Einstellen kann man da m.W. nichts. Im Gurtaufroller ist eine Bandwickelfeder, die beim Herausziehen des Gurtes gespannt wird. An der kann man nichts ändern. Und man sollte es auch nicht versuchen, sonst gibt es scharfkantigen Bandsalat...

 

Schöne Grüße

Peter

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Thomas Hirtes

Wenn die Zündkerze noch Erstausrüstung ist (Wartungsintervall m.W. 60 tkm) und diese tatsächlich den Motorschaden ausgelöst hat, würde ich zunächst dem verkaufenden Händler als Vertragspartner und parallel Citroën hier sehr deutlich auf die Füße treten.

Alles schriftlich festhalten, Beweise sichern (Zündkerze!). Insbesondere die Reklamation des Ruckelns während der Garantie kann ggf hilfreich sein.

bearbeitet von Thomas Hirtes

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Gernot

Ich wette, daß ist ein Puretch 130 und der Hersteller der Kerzen ist Bosch. Das Thema ist leider nicht unbekannt und den Wartungstermin nicht einzuhalten, es gibt da SW Updates und u.U. wären die Kerze da auf Herstellerkosten getauscht worden, war äußerst unklug. Bosch kann sicherlich auf eine perfekte Produktion der Kerzen verweisen und schiebt die Sache auf den Hersteller des Motors, der auf die inkorrekte Wartung verweist.

Man kann sich nun vor Gericht streiten, wobei Juristen in der Vergangeheit Motorschäden bei weniger als 50.000 km auch schon als normal eingestuft haben.

Klüger wäre es, sich auf eine Kostenteilung der Reparaturkosten zu einigen. Da geht im Hinblick auf den verpaßten Wartungstermin nicht viel, aber vielleicht mehr als nichts und ewige Streitereien vor Gericht.

Gernot

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Thomas Hirtes
vor 2 Minuten schrieb Gernot:

Ich wette, daß ist ein Puretch 130 und der Hersteller der Kerzen ist Bosch. Das Thema ist leider nicht unbekannt und den Wartungstermin nicht einzuhalten, es gibt da SW Updates und u.U. wären die Kerze da auf Herstellerkosten getauscht worden, war äußerst unklug. Bosch kann sicherlich auf eine perfekte Produktion der Kerzen verweisen und schiebt die Sache auf den Hersteller des Motors, der auf die inkorrekte Wartung verweist.

Dann wäre es am verkaufenden (Vertrags-?)Händler gewesen, beim Verkauf in 2017 mit SW-Update und Kerzentausch tätig zu werden. Allerspätestens jedoch bei der Kundenreklamation „ruckeln und stottern“.

 

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TheIvy

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

 

Es ist ein 1,2 Benziner. Die Kerzen sind tatsächlich Bosch Kerzen. Habe mir das von der Werkstatt zeigen lassen. Das ist wohl schon häufiger aufgetreten, dass die Kerzen Probleme gemacht haben, schon Teildefekt waren etc. Wir hatten dann einfach Pech, dass da ein Stück abgebrochen ist. Auf das ruckeln während der Garantie wurde ja nicht eingegangen und das Autohaus hat jegliche Ansprüche mit der Argumentation abgelehnt, dass die ja damals nichts gefunden haben. Aber wenn das Problem offenbar öfters auftritt, hätte man ja mal die Zündkerzen checken können. Gelernt habe ich, dass man tatsächlich immer allen direkt auf den Füßen stehen muss und auf gar keinen Fall die Inspektion überschreiten darf.

 

Bisher muss ich eine Lanze für die Citroen Kundenhotline brechen. Ich habe noch nie so einen jemanden engagierten und freundlichen Mitarbeiter erlebt wie diese Dame. Sie hat sich gleich mit dem Autohaus in Verbindung gesetzt wo er steht und mich innerhalb weniger Minuten zurückgerufen.

 

Ein Kulanzantrag wird gestellt, evtl. werden 65 % übernommen. Evtl. auch nicht weil wir die Inspektion um ein paar Wochen verlegt haben. Nächste Woche bekommen wir Bescheid. Es gibt wohl auch generalüberholte Motoren, die dann ein bisschen günstiger sind.

 

Ich melde mich mit Ergebnissen.

bearbeitet von TheIvy

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Gernot

Es ist mit Sicherheit auch unklug bei Aussetzern beim kräftigen Beschleunigen mit dem Puretech Turbo auf dem Gas zu bleiben. Dann können diese "Kerzenverbrenner" passieren, wobei die abgeschmolzenen Bruchstücke der Kerzen an der Zylinderlaufbahn anhaften und sie beschädigen.

Immer gleich kurz das Gas loslassen, dann hören die Aussetzer sofort auf und man kann dann wieder beschleunigen. Die neue Software verbessert das Problem erheblich, trotzdem können Fehlzündungen durch Ablagerungen im Brennraum bei einem Direkteinspritzer immer passieren.

Gernot

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Pillhuhn

Bezüglich des Schadens würde ich noch eine andere Werkstatt deines Vertrauens aufsuchen. Heutzutage wird ja alles mögliche gern auch mal falsch diagnostiziert, ich habe da kein Vertrauen mehr in die Fachwerkstätten. Zumal 35% von ggf. anstehenden 11.000€ eben auch noch allerhand wären.

Da hier schon der Hinweis auf ggf. bekannte Probleme dieses Motors kam würde ich mich auch darauf konzentrieren und gucken, ob Citroen oder der Werkstatt, wo du die Probleme mehrfach ansprachst, hier ein Versäumnis oder Fehler nachgewiesen werden kann. Wenn das SW-Update den Fehler beheben sollte, wäre dies natürlich zu prüfen sowie die anderen erforderlichen Arbeiten, wie der angesprochene Kerzenaustausch. Weiterhin gibt es für Innungswerkstätten eine Schiedsstelle, wo man angeblich unabhängig und unentgeltlich Streitigkeiten prüft und entscheidet.

Bei dieser Laufleistung darf ein neuer Motor einfach nicht kaputt gehen, außer man hätte kein Öl drin oder sonst alles falsch gemacht. Die neueste Rechtsprechung kenne ich nicht, aber bei solch einem Urteil wie oben angesprochen sollte man den Richter auch mal bezüglich seiner Befangenheit und Klüngelei mit der Autoindustrie überprüfen. Das erscheint erstmal völlig weltfremd. Aber der Einzelfall entscheidet natürlich.

Bei Toyota gab es mal eine Umtauschaktion auch Jahre später wegen erhöhten Ölverbrauchs des Motors - null Kosten für den Besitzer! So wurde bei meiner Celica  2007 nach 6,5 Jahren und 112 Tkm der Motorblock ausgetauscht! Denen war es offensichtlich noch peinlich, etwas Unausgereiftes oder Fehlerhaftes auf die Straße gebracht zu haben.

 

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Thomas Hirtes

Wie ist das ausgegangen?

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