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Manson
vor 10 Minuten schrieb Activator:

Frage zum Stabilisator: Der sorgt doch eigentlich dafür, dass die Querbeschleunigungskräfte besser auf beide Räder einer Achse verteilt werden.... wenn ich jetzt einen weicheren Stabi einbaue dann werden weniger Kräfte verteilt... sprich das eine Kurvenäußere Rad wird noch stärker belastet .... nach meiner Rechnung müsste das Rad doch dann noch schneller an Grip verlieren und anfangen zu rutschen weil es mit den Kräften die wirken überfordert ist.....*grübel*

Falsch - Ein weicherer Stabi verteilt mehr Kräfte und sorgt dafür das beide Räder am Boden bleiben. Die Belastung aufs Kurvenäußere Rad entsteht durch die Fliehkraft und die ändert sich genausowenig wie die Belastung dieses Rads ;)

Bei einem harten Stabi hebt sich ab einer gewissen Geschwindigkeit das Kurveninnere Rad vom Boden, der Grip verringert sich und die Belastung am äußeren Rad steigt, das allein kann aber dann die Spur nicht mehr halten und die Front schiebt nach außen.

Weniger Luft erhöht die Bodenhaftung, mehr Luft erhöht die Spurtreue und verbessert das Handling - der Trick ist das Optimale Ergebnis zu erzielen ....für mich persönlich sind das 3,2bar in allen Reifen an allen meinen Autos

bearbeitet von Manson

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Activator

Das mit dem weichen Stabi habe ich schon öfter irgendwo gelesen .. nur warum?

Der Stabi verhindert dass ein Fahrzeug zu stark wankt...nichts anderes macht das AFS im Activa ... wenn jetzt aber wanken gut ist für den Grip in Kurven und die daraus resultierende Kurvengeschwindigkeit....warum gibt es dann überhaut das AFS System im Activa?? ... Einfach maximal die Karre wanken lassen und man kann mit 200 Sachen um die 90Grad Kurve. Das stimmt ja nun auch nicht.... die Xantia MIT AFS haben ein höhere Querbeschleunigung als die Xantias OHNE AFS .... das passt für mich irgendwie alles nicht zusammen.

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Kugelblitz

AFS im Activa verhindert das Wanken. Damit haben theoretisch die Reifen immer die gleiche Auflagefläche. Dadurch bleibt die Haftung besser. :)

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EntenDaniel

Ein Stabi ist dafür, daß erstmal auf der kurvenäußeren Seite der Reifen mit mehr Druck auf die Straße gedrückt wird. Um so dicker der Stabi, umso stärker wird das Rad gegen den Boden gedrückt. Das Fahrzeuggewicht durch die Fliehkraft wird so schneller auf die Räder geleitet, statt in der Einfederenergie zu verpuffen.  Gleichzeitig wird ab einem gewissen Druck auch das Kurveninnere Rad gegen den Boden gedrückt, da ein Teil der Druckenergie vom kurvenäußerem zum kurveninneren Rad geleitet wird. Bei dünneren Stabis, wird nicht so viel Druck rübergeleitet= die Kraftenergie muß allein das kurvenäußere Rad abfangen. Nicht umsonst hat z.B.ein BX Sport dickere Stabis als z.B. ein BX16. 

Bei den A-Modellen ging Citroën einen anderen weg. Da ist die Radaufhängung vorne-hinten verbunden. Bei einer Kurve wird durch die Fliehkraft das Fahrzeuggewicht auf die Räder geleitet,die sich  gegenseitig auf die Straße pressen, während die inneren Räder entlastet werden. Durch den ewigen Federweg, bleiben sie aber auf den Boden und dienen (wie nennt man das?) der passiven Fahrzeugführung, damit des Heck nicht rumkommt. 

Unser Fahrlehrer hat uns das mal erklärt, bekomm das aber grad nicht richtig wiedergegeben.

bearbeitet von EntenDaniel

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spätActiva

Der Stabi sorgt dafür, dass das innere Rad einfedert, obwohl es entlastet wird. Es wird also von der Straße gezogen und hebt im Extremfall ab (wie Manson schon schrieb). Das Auto neigt sich weniger, weil aber das äußere Rad alles alleine machen muss, wird der Grenzbereich enger.

Der große Vorteil eines harten Stabis bzw. des AFS ist nicht die reine Kurvengeschwindigkeit, sondern

  • das Unterdrücken des Überschwingens bei Wechselkurven,
  • das Dämpfen des Reinschwingens bei sportlich gefahrenen Kurven (meinen EV 1 tct muss ich deutlich "runder" einlenken als den X1 tct Break ... und den X1 tct Activa erst ;) )
  • und zu guter Letzt auch das Halten des Schwerpunktes über der Mittelachse (der EV 1 auf den Alpenpässen ... :D )

Das mit dem höheren Luftdruck in der von Kugelblitz zitierten Liste hat mich auch gewundert, womöglich ist der Bezug aber ein Druck, bei dem die VR in der Kurve zu stark wegknicken. Dann  ist mehr natürlich besser, bis es irgendwann wegen der kleiner werdenden Aufstandsfläche den Grip ruiniert. Wie oben schon steht, gilt es hier die reifenspezifische Balance zu finden. Die gängigen Straßenreifen haben sehr weiche Karkassen und brauchen relativ viel Druck, ein Sportreifen/Semislick ist deutlich stabiler und braucht daher weniger Druck. Alex, hatte ich schon die Semis für die VA ins Gespräch gebracht :rolleyes: 

  • Danke 1

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Activator

Nein, für Semis fehlen mir die notwendigen Eier... ich bin schon Semis gefahren .... das ist nix für den Alltag.

Und Unterschiedliche Bereifung an einem Fahrzeug mal gleich gar nicht.

Gut also mit dem einfedern des Kurveninneren Rades gehe ich mit. Aber wenn eh kein Anpressdruck auf dem Rad vorhanden ist... dann kann es auch keine Querkräfte übertragen.

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ACCM Claude-Michel
Am 9.7.2018 um 11:08 schrieb MatthiasM:

Die einfachste Möglichkeit die Lenkung zu beeinflussen, ist die Spur. Bei den Familienkutschen mit Frontmotor ist die normalerweise Null oder leicht negativ. Das bewirkt ein leichtes Untersteuern. Stehen die Räder vorne etwas enger (positive Vorspur) neigt das Fahrzeug zum Übersteuern.

Möchte den thread von Activator benützen weil gerade Fahrwerkskenner hier lesen und eventuell Antwort geben können.

Wenn ich das was Matthias schreibt richtig verstehe, wenn eine Negative Spur vorgesehen ist, sollten die Rädern an ihrer vorder Seite mehr auseinander stehen als an ihrer hinteren Seite.Wie Z.B: für unser C4:

Geometrie C4

Ich war der Meinung, die vorderen Rädern sollten immer "spitz" zueinander eingestellt werden und habe es auch so gemacht. Z.B. nach dem Wechsel der Lenkungsgelenken.

Kann es sein, dass die Räder dann flattern bei  ca.120 km/h wenn die Spur positiv anstatt negativ ist?

Am Xantia, ist die Spur positiv:

Geometrie Xantia

bearbeitet von ACCM Claude-Michel

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Wurzelsepp

Wer hier eine Achsmessbühne, eine Teststrecke, Ahnung, zu viel Geld für Reifen und Fahrwerksteile, und zu viel Zeit hat, der kann gerne weiter schreiben.

Ich klinke mich jetzt aus.

Warum ?

Weil hier wieder mal alle schreiben, die was wissen oder mal was gehört oder gelesen haben. Wenige davon haben praktische Erfahrung. Dabei gebe ich gern zu, meine ist auch schon Jahrzehnte alt.

Dann werden hier Hecktriebler und Fronttriebler bunt durcheinandergewürfelt, was übehaupt keinen Sinn macht. 

Irgendwelche Ergebnisse, seien sie jetzt positiv oder negativ, wie auch immer der Fahrer dies bewertet, sind beim nächsten Wagen, sogar aus der selben Serie schon wieder Käse.Wie viel Geld und Zeit versenken denn Rennteams oder Zubehöroptimierer in einzelnen Projekten ?

Gib den Wagen in wissende Hände und akzeptiere die Kosten. Alles andere ist Kinderkram und hat auf der  öffentlichen Straße nichts zu suchen.

Nicht umsonst hat bei Porsche der Walter Röhrl lange die Endabstimmungen der Fahrzeuge "vorgenommen" und dieses war bestimmt nicht für 5.-€ die Stunde.

PS: Glücklich war er in seiner letzten Zeit damit auch nicht, da alles zu weich gespült wurde, damit alle damit "fahren" können. (O-Ton)

bearbeitet von Wurzelsepp
  • Danke 2

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Manson
vor 13 Minuten schrieb Wurzelsepp:

Wer hier eine Achsmessbühne, eine Teststrecke, Ahnung, zu viel Geld für Reifen und Fahrwerksteile, und zu viel Zeit hat, der kann gerne weiter schreiben.

Ich klinke mich jetzt aus.

Mist, du warst schneller - ich schließe mich an

  • Danke 1

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MatthiasM
vor 4 Stunden schrieb ACCM Claude-Michel:

 

Ich war der Meinung, die vorderen Rädern sollten immer "spitz" zueinander eingestellt werden und habe es auch so gemacht. Z.B. nach dem Wechsel der Lenkungsgelenken.

Kann es sein, dass die Räder dann flattern bei  ca.120 km/h wenn die Spur positiv anstatt negativ ist?

Nein, immer "Spitz" ist sicher falsch. Ich finde eine positive Spur beim Xantia schon erstaunlich.

Das mit der Spur ist nicht schwer zu verstehen.

Wenn man einlenkt, verschiebt sich der Schwerpunkt zum kurvenausseren Rad, das ist bei positiver Spur schon stärker eingeschlagen als das kurveninnere Rad: das Fahrzeug uebersteuert.

Bei negativer Spur ist es umgekehrt, das Kurveraeussere steht bei leichtem Einschlag noch "geradeaus": das Fahrzeug untersteuert.

Bei Fahrzeugen wie dem Kaefer, der keine Last auf der Vorderachse hat, ist ein Uebersteuern gewünscht. Früher diente die Vorspur auch noch dazu Flattern der Lenkung, durch das Spiel der Bauteile, zu verhindern. Heute kann man auch auf Null stellen. Fahrzeuge mit Last auf der Vorderachse werden meist leicht Negativ eingestellt um eine gutmütig, ruhiges Fahrverhalten zu erreichen.

Wenn deine Räder flattern, würde ich mal die Spurstangenköpfe tauschen, die sind beim C4 etwas anfällig. Wenn sie schon getauscht sind wird es schwierig, es gibt im C4 Forum einen sehr langen Thread ueber das Thema. Ich bin mit meinem C4 davon nicht betroffen.

 

bearbeitet von MatthiasM

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Tim Schröder
vor 12 Stunden schrieb ACCM Claude-Michel:

Am Xantia, ist die Spur positiv:

Geometrie Xantia

Das stimmt nicht. Die Angabe muss falsch sein. Sowohl in meinem deutschen als auch englischen Datenbuch ist die Spur vorne mit 0 bis -3 mm angegeben, also Nachspur.

 

  • Danke 1

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spätActiva

Das habe ich auch:

Xantia-Spur.jpg.b68bdab5c1eebfb569804b9a75b93613.jpg

Ist ja hart: Das gleiche Dokument in französisch und in deutsch ... :o

bearbeitet von spätActiva

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Tim Schröder

...und Englisch. Nur ist hier die Kopie (Übersetzung) ausnahmsweise mal zutreffender als das Original.

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ACCM Claude-Michel

Danke für den Hinweis. Ich habe diese "carnets de poche" von 1999, 2000 und 2001. Da mein Xantia von 2000 ist hatte ich den von 2000 genommen. Jetzt habe ich alle drei angeschaut: 1999 und 2000 ist kein Vorzeichen vor dem Einstellwinkel der Spur. Bei 2001 ist ein -.

Ich möchte meine Wagen nicht tunen ode was auch immer. Nur richtig einstellen.

Nochmal danke für die Erklärungen.

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ACCM Claude-Michel
Am 12.7.2018 um 23:49 schrieb MatthiasM:

Wenn deine Räder flattern, würde ich mal die Spurstangenköpfe tauschen, die sind beim C4 etwas anfällig. Wenn sie schon getauscht sind wird es schwierig, es gibt im C4 Forum einen sehr langen Thread ueber das Thema. Ich bin mit meinem C4 davon nicht betroffen.

Hallo Matthias,

ja, unsere beide C4 sind von diesem Flattern betroffen. Räder sind ausgewuchtet, Spurstangenköpfe sind getauscht. Die Inneren sowie die Aüsseren. Die Diskussion in den C4 Foren kenne ich auch. Da wird auch davon gesprochen, dass an dem Gleitstück der Lenkung, etwas Spiel rausgenommen werden soll. Dazu ist ein 18er Schlüssel notwendig. Ausserdem ist die zu drehende Mutter aus Kunststoff und scheint etwas schwergängig zu sein. Wahrscheinlich oxidation des Alugehaüses. Ich habe angst sie zu zerstören.  

 

bearbeitet von ACCM Claude-Michel

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Tim Schröder
vor 16 Stunden schrieb ACCM Claude-Michel:

Ich habe diese "carnets de poche" von 1999, 2000 und 2001. Da mein Xantia von 2000 ist hatte ich den von 2000 genommen. Jetzt habe ich alle drei angeschaut: 1999 und 2000 ist kein Vorzeichen vor dem Einstellwinkel der Spur. Bei 2001 ist ein -.

Vorspur von bis zu 3mm hat der Xantia niemals, das ist ein Druckfehler. Auch meine Reparaturanleitungen von Citroen sagen für den Xantia (sowohl X1 als auch X2, auch Activa) 0 bis -3mm Nachspur. 

Und auch der C4 bekommt Nachspur, was heißt, dass die Räder einer Achse vorne weiter auseinander stehen als hinten.

Wenn Du da Vorspur eingestellt hast, ist es möglich, dass die Räder flattern, da sich der Wert während der Fahrt noch in Richtung Vorspur vergrößern kann. Die Antriebswellen drücken die Räder vorne ein wenig zusammen. 

bearbeitet von Tim Schröder

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Jürgen
Am 9.7.2018 um 07:42 schrieb spätActiva:

Heul nicht rum,

Klasse! Hier spricht noch ein echter Mann, der nicht weiß. was Gendersternchen sind. Ich reiche in solchen Fällen immer ein Tempo rüber und muß verständnisvoll gucken.

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