9. Juni 20197 J. Guten Tag, ich wünsche ein schönes Pfingstwochenende. Außerdem möchte ich mich vorstellen. Ich bin Mercutio, nein Quatsch, Guido aus Berlin. Seit mehr als einem Jahrzehnt habe ich einen PleinAir, Bj 1984. Leider steht er seit mittlerweile 9 Jahren unbewegt in trockener Garage, weil er bei der letzten Fahrt an einer Ampel am Brandenburger Tor von jetzt auf gleich Unmengen hellweissen Rauchs/Qualms ausgestossen hatte. Man hatte mir wild Lichthupe gegeben und ich hatte ihn unmittelbar an der nächsten Möglichkeit am 17. Juni abgestellt. Motorhaube auf, aber nichts gesehen. Startversuch und nichts. Motor drehte nicht. Ich habe ihn dann abschleppen lassen. Der Anschleppunternehmer hatte ihn zu seinem Hof gebracht, wo er ein paar Tage stand. Bevor ich ihn mit dem Hänger abgeholt habe, sagte der Abschlepper, dass er den Motor an der Kurbelwelle frei drehen konnte, also offenbar kein Fresser. Leider habe ich den PleinAir dann nur noch in die trockene Garage verbracht und seit Jahren nichts mehr mit ihm veranstaltet (sträflich!!). Irgendwer sagte mir mal, dass so extrem hellweisser Rauch/Qualm von einer defekten Membran des Bremskraftverstärkers kommen und Bremsflüssigkeit angesaugt worden und verbrannt sein könnte. Kann da was dran sein? Nach den vielen Jahren würde ich meinen PleinAir gern wieder fahrtüchtig machen, zumal die 30 Jahre längst voll sind und man ohne Plakette in die Städte dürfte. Könnte tatsächlich Bremsflüssigkeit in den Ansaugtrakt geraten und für den Qualm/Rauch verantwortlich gewesen sein? Ich wäre für jeden Hinweis dankbar. Beste Pfingsgrüsse MercutioBerlin
9. Juni 20197 J. Hallo Guido, willkommen im Forum. Also generell kann man sagen: Weißer Qualm =Wasser Blauer Qualm = Öl Ohne jetzt den Motor zu kennen, Bixer oder 4-Zylinder. Bin nicht der Megaauskenner, aber kann es eventuell sein das der Zylinderkopf gerissen ist und so größere Mengen Kühlwasser in den Brennraum gelangen konnte ? Würde auch erklären warum er sich nicht mehr starten lies.
9. Juni 20197 J. Der Plein Air hat den Zylinder vom 11RE mit 50PS. Für mich hört es sich auch nach Zylinderkopf, bzw. - Dichtung an. Dürfte für eine Werkstatt die sich mit älteren Autos auskennt kein Hexenwerk sein, da kann auch ein versierter Hobbyschrauber helfen. Teile sollten auch noch zu bekommen, der Motor war nicht nur im Visa verbaut. Viel Erfolg wünscht Uli
10. Juni 20197 J. Hi,würde auch auf Zylinderkopfdichtung tippen.Es handelt sich wohl um einen sogenannten Wasserschlag. Wasser kann man nicht kompemieren,deshalb das Blockieren des Motors.Wenn die Kerzen drausen sind,der Motor durchgedreht wird,schiest wahrscheinlich Wasser durchs Kerzenloch.VG,Rainer
10. Juni 20197 J. Ersteller Hallo, na das ging ja schnell. Vielen Dank für das Feedback. Einen Wasserschlag schließe ich eigentlich aus, denn ich mußte die Kreuzung räumen und noch am russischen Mahnmal vorbei, um dann eine Parklücke am 17. Juni zu finden. Bis zum Abstellen lief der Motor noch "normal", bis auf den extremen Qualm eben. Keine besonderen Geräusche. Er ist nicht von selbst ausgegangen. Gruß ans Forum.
10. Juni 20197 J. vor 20 Minuten schrieb MercutioBerlin: Bis zum Abstellen lief der Motor noch "normal", Danach konnte sich das Wasser im Brennraum sammeln . Dreh doch mal die Kerzen raus . Wenn die Nass sind, weißte Bescheid. Oder ohne Kerzen anlassen. Wenn dann Wasser aus den Kerzenschächten spritzt, weißte auch bescheid Hat auf jeden Fall was mit dem Zylinderkopf/Dichtung zu tun.
10. Juni 20197 J. ich will ja nicht schwarzmalen, aber wenn tatsächlich vor 9 Jahren Wasser in den Motor gekommen ist, wird der das nach der langen Zeit kaum unbeschadet überlebt haben. Gruss Andreas
10. Juni 20197 J. vor 1 Minute schrieb AStrunk: ich will ja nicht schwarzmalen, aber wenn tatsächlich vor 9 Jahren Wasser in den Motor gekommen ist, wird der das nach der langen Zeit kaum unbeschadet überlebt haben. Gruss Andreas Auch, leider, wahr
10. Juni 20197 J. Jedenfalls suboptimal da 9 Jahre nix zu machen. Damals wäre das kein Akt gewesen. Jetzt droht Motortod durch innere Korrosion. Aber Versuch macht klug oder so: Kopf runternehmen und gucken ( lassen ). Und vergiss den Quatsch mit dem Bremskraftverstärker.
10. Juni 20197 J. Ersteller Ok, die Geschichte mit der Bremsflüssigkeit vergesse ich. Klar ist es nicht gut, ein Auto 9 Jahre zu vergessen. Shame on me. Gibt es solche Motörchen eigentlich noch zu angemessenen Preisen zu bekommen?
11. Juni 20197 J. Wurde den damals mal geschaut ob Wasser fehlt beziehungsweise müsste er ja jetzt auch Kompressionsdruck in das Kühlsystem schaffen sprich deutliche Blasenbildung im Ausgleichsbehälter wenn er so stark weiß genebelt hat.
12. Juni 20197 J. Ersteller Nein, es wurde nichts mehr überprüft. (Ja ich weiß, sträflich). Doch ein paar Tage später kam mein Neuwagen, dessen Wartezeit ich für ein paar Monate mit dem PleinAir überbrückt hatte. Nach dem Defekt mußte er einfach vom Appschlepphof in die Garage verfrachtet werden und mangels Zeit (und auch Lust), wurde der Wagen dort "vergessen" mit Ausnahme zufälliger Besuche dort, wo sich die Garage befindet, und immer nur kurz geschaut, ob er weiterhin trocken stand. Weil diese Fahrzeuge so selten sind, hätte ich nun aber Lust, ihn wieder auf die Straße zu bekommen.
12. Juni 20197 J. Ersteller Um prüfen zu können, ob Kompressionsdruck jetzt ins Kühlsystem gelangt, müßte man wohl erstmal das Öl wechseln und auch die Kerzenlöcher mit Öl versorgen, bevor man den Motor mal dreht oder drehen ließe.
12. Juni 20197 J. Visas gibt es doch noch günstigst. Einfach einen anderen Motor reinhängen und fertig. Der Umbau dauert komplett ohne Nebenarbeiten einen Vormittag also wirklich niocht die Welt.
12. Juni 20197 J. Nach 9 Jahren Standzeit ist der Motor doch ohnehin nur noch eine von vielen Baustellen...
12. Juni 20197 J. vor 39 Minuten schrieb bx-basis: Nach 9 Jahren Standzeit ist der Motor doch ohnehin nur noch eine von vielen Baustellen... bestechendes Argument
12. Juni 20197 J. Ersteller vor 5 Stunden schrieb bx-basis: Nach 9 Jahren Standzeit ist der Motor doch ohnehin nur noch eine von vielen Baustellen... Kann sein, das ist mir klar.
12. Juni 20197 J. Wenn er wirklich trocken stand würde ich mir da gar keine Sorgen machen. Ich habe schon manches Auto wiederbelebt das länger als 15 Jahre stand ohne endlose Baustellen zu werden.
13. Juni 20197 J. Ich habe auch mehrere Fahrzeuge, die tw 20 Jahre standen. Bremsen komplett, Kühler(die waren ziemlich zugekalkt oder die Kühlflüssigkeit hatte auskristalisiert), grooossser( Öle, Filter usw) Service. Es waren R 16, Peugeot 404 und ein Rodeo. Bei einem R 16 ist mir eine Zündkerze abgerissen, da musste halt der Kopf runter, ansonsten sind die Zylinderkopfdichtungen nicht angerührt worden. Man kann Glück oder Pech haben.
17. Juli 20197 J. Am 12.6.2019 um 06:20 schrieb MercutioBerlin: Nein, es wurde nichts mehr überprüft. (Ja ich weiß, sträflich). Doch ein paar Tage später kam mein Neuwagen, dessen Wartezeit ich für ein paar Monate mit dem PleinAir überbrückt hatte. Nach dem Defekt mußte er einfach vom Appschlepphof in die Garage verfrachtet werden und mangels Zeit (und auch Lust), wurde der Wagen dort "vergessen" mit Ausnahme zufälliger Besuche dort, wo sich die Garage befindet, und immer nur kurz geschaut, ob er weiterhin trocken stand. Weil diese Fahrzeuge so selten sind, hätte ich nun aber Lust, ihn wieder auf die Straße zu bekommen. Mach das doch! Plein Air sind schön und selten. Der Motor (Euromotor, Flachmotor) wurde in diversen Talbot-, Citroen, Peugeot-Modellen und sogar im Renault 14 angeboten. Mein schönster BX (14RE "selection") hatte diesen Motor, den hat man fast nicht gehört - entspanntes Schweben. Aufpassen: Anlenkung Schaltgestänge und Öleinfüllstutzen waren auf die jeweiligen Fahrzeuge abgestimmt. Ab 1980 geb es modifizierte Zylinderköpfe, die für spürbar geringere Verbräuche sorgten. Viel Erfolg!
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