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Konkurrenz für C3 und C2?

Hervorgehobene Antworten

Ich kann es nicht lassen und nehme die Verantwortung auf mich! Ein kleiner Text aus FACTS, einer Zeitschrift, die in Deutschland durchaus eine grössere Verbreitung verdient hätte!

Gruss Jürg

FACTS 22/2004, 27.5.04

Tests

26.05.2004

Bad Vibrations im Smart

Smart Forfour 1,3, ab 20 750 Franken.

Ohne Zweifel: Die Designer haben sich Mühe gegeben beim Smart Forfour. Die Verwandtschaft zum kleineren Bruder, dem Smart Fortwo, ist deutlich zu erkennen. Seit 1998 bereichert der kleine Smart das Strassenbild europäischer Städte – zunächst mit eher zaghaftem Verkaufserfolg, seit rund vier Jahren mit steigenden Stückzahlen. Die gaben den Verantwortlichen bei DaimlerChrysler den Mut, das Erfolgsrezept nach oben hin auszuweiten. Hier steht er also, der viertürige Smart, und soll sein Glück versuchen.

Pausbäckig treten die hinteren Kotflügel hervor, die bunten, leicht austauschbaren Kunststoff-Beplankungen sind um die silberne Sicherheitszelle herumgeschraubt. Das Smart- Konzept sucht Kunden, die mehr Platz brauchen. Doch auf den neu designten Wagen lauert bereits die etablierte Konkurrenz: Der Smart Forfour 1,3 ist zum Beispiel 160 Franken teurer als ein VW Polo 1,4, hat zwanzig Pferde mehr unter der Haube und wiegt 150 Kilo weniger; er ist fünfzehn Zentimeter kürzer, drei Zentimeter breiter und eineinhalb Zentimeter niedriger. Der Smart Forfour ist nur ein Kleinwagen unter vielen – die Qual der Wahl wird da zu einer Frage des Geschmacks.

Nach einigen Kilometern im Forfour macht sich Ernüchterung breit. Das Armaturenbrett aus sorgfältig verarbeitetem grauem Weichplastik kann man gelungen finden oder nicht – immerhin sieht es interessanter aus als das der meisten Klassenkollegen. Doch die Federung ist hart und bockig, der Motor klingt dünn und hohl, Windgeräusche umsäuseln ab Tempo 80 die Fahrertür. Untermalt wird der Singsang des Fahrtwinds durch Abrollgeräusche aus dem Fahrwerk. Die Reifen rauschen, die Stossdämpfer poltern. Enttäuschend für ein neu konstruiertes Auto des Modelljahres 2004. Zackig umrundet der Smart die Kurven, knackig und problemlos schaltet sich das Fünfganggetriebe, doch richtiger Fahrspass kommt nie auf: Je länger man fährt, desto deutlicher verströmt der Smart das Flair eines Billigautos.

Warum nur rüstet die Firma einen kräftigen, leichten 95-PS-Wagen mit einem dünnen Plastiklenkrad aus, das einem immer wieder durch die Finger zu rutschen droht? Und wieso sitzen die Schalter für die Fensterheber versteckt neben der Handbremse, dass man sich jedes Mal ärgern muss, wenn man nach ihnen fummelt? Bei so vielen Bad Vibrations vermag die bunte Lichtshow von Tacho und Drehzahlmesser kaum zu trösten. Die Zeiger der Instrumente bestehen aus rot leuchtenden Neonröhren, die des Nachts und bei Tunnelfahrten feurig schön über die Skalen huschen. Nein, zwischen Billigmobilen aus Indien oder Südkorea sticht dieser Smart nur durch zwei Dinge wirklich hervor: das hübschere Design und die dreistere Aufpreisliste.

Unser durchaus bodenständig ausgestatteter Testwagen trug Zubehör im Wert von 4400 Franken mit sich. Zum Basispreis von 20 750 Franken hätte Smart den Wagen ohne Radio, ohne Klimaanlage, ohne höhenverstellbaren Fahrersitz, ohne die hübschen Alufelgen und mit nur zwei Sitzen auf der Rückbank ausgeliefert. Smart-Forfour-Käufer, die der Aufpreispolitik von Smart widerstehen, erkennt man an hässlichen Radabdeckungen über den Stahlfelgen, an der schwarz statt silbern lackierten Sicherheitszelle und an den Türfarben Weiss, Schwarz, Rot oder Blau. rak

Smart Forfour 1,3

Vierzylindermotor

Hubraum: 1332 cm3

Leistung: 95 PS

Leergewicht: 970 kg

Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h, 0–100 km/h in 11 s

Verbrauch (Werksangabe): 6,0 l/100 km

Import: DaimlerChrysler Schweiz AG, Bernstr. 55, 8952 Schlieren

www.smart.ch

© Tamedia AG » Fenster schliessen

Immerhin erhält dieser Benz nur 2 von 5 möglichen Punkten ("mässig"). Benz -> Aufpreis.

"Facts" ist für mich wie Focus; wird beim Coiffeur gelesen. Heute wurde er an der Uni verteilt, deshalb kann ich ausnahmsweise mal mitreden.

Das komische Ding ist aus meiner Sicht überflüssig. In Bezug auf das Fahrverhalten bestätigt der Bericht außerdem, dass DC im Kleinwagenbau keine Tradition und somit auch kein Marktgespür hat. Langfristig betrachtet kann auch der "Swatch-Touch&Look" nicht darüber hinwegtäuschen.

Gruß

Holger

coupespace postete

Das komische Ding ist aus meiner Sicht überflüssig.

dem ist absolut nichts mehr hinzuzufügen.

*grins* Kleinwagenbau hat keinerlei Tradition in Süddeutschland... Retsina!!.....

Gruß

Markus

(P.S.:für alle Norddeutschen: im SWR läuft zur Olympiasaison eine wunderbare serie über einen Griechischen Bauunternehmer Zementidis und dessen Helfer Korruptidis)

>> Korruptidis?????????<<

KOMPLIZIS!!!!!!!!

achso - der andere war ja der von der Baubehörde

Sorry!

...iss gut Papa!

  • 2 Wochen später...

trotz allem, FACTS ist besser als locus. gruß der bachmayer

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