30. Mai 200422 J. Brandbrief? Um niedrige Abgaswerte bei Diesel-Pkw zu erreichen, ist laut VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder ein Rußfilter nicht zwingend notwendig. Schriftlich appellierte er an SPD-Chef Franz Müntefering, ein geplantes Filter-Fördergesetz zu kippen. Es würde ausländischen Marken, die die Technik längst einsetzen, Käufer zutreiben! VW und andere deutsche Autohersteller fürchten, dass das beabsichtigte Steuergeschenk ausländischen Herstellern wie Peugeot und Citroën, die eine aufwendige Filtertechnik schon seit Jahren serienmäßig auch in kleineren Modellen einsetzen, weitere Käufer zutreibt. Vor allem die Wolfsburger Autobauer setzen darauf, künftige EU-Abgasgrenzwerte preiswerter durch eine ausgeklügelte Verbrennung ("innermotorische Maßnahmen") erfüllen zu können - zumindest bei den Massenfabrikaten Golf und Polo. Über die Vorgaben für eine verschärfte Abgasnorm (Euro 5), die den Filter zwingend machen würde, wird zurzeit auf EU-Ebene diskutiert. Da sage ich nur Frohe Pfingsten.
30. Mai 200422 J. Äähm, es gab da aber auch andere Zeiten: Bis Ende der 80er / Anfang 90er wehrte sich gerade der PSA-Konzern gegen die Ausrüstung der Fahrzeuge mit Katalysator. Damals wollte man bei PSA auch mit "innermotorischen Maßnahmen" die Abgasvorschriften einhalten und versuchte die Einführung schärferer Grenzwerte hinauszuzögern bis man soweit ist (wer diese Begründung glaubt...). Es gab allerdings durchaus Erfolge: Der BX 16 TRI (1,6 l mit 102 PS) war beispielsweise trotzdem er GARKEINEN Kat hatte zeitweise steuerbefreit, da er die Grenzwerte für steuerbefreite Autos einhielt. Soweit ich weiß hat das nur der PSA-Konzern geschafft (Alle anderen brauchten mindestems einen U-Kat). Peugeot experimentierte damals auch mit dem sog. Pulsar oder Pulsair-System. Naja, die Abgasgrenzwerte wurden dann doch wie geplant abgesenkt und es führte kein Weg am Katalysator vorbei... Gruß Klaus
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