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BX Laufleistung Benziner

Hervorgehobene Antworten

Hallo liebe BX Spezies!

Nachdem ich mich nun nach Bx umsehe um einen Alltagswagen (8000-10.000 km/anno) mit Schwebegefühl wieder mein eigen zu nennen, stelle ich mir folgende Frage:

Wie stehts mit der Haltbarkeit der Benzinmotoren? Ich hatte bereits einige Citroen/Peugeot Diesel die alle klaglos dtl. über 200.000 liefen bevor dann der Rost oder defekte Mechanik das Ende herbeiführten.

 

Aktuell interessiere ich mich für einen 1.9 / 109 PS sowie einen 1.4 / 75 PS , beide offenbar gut gewartet (das soll aber hier garnicht Inhalt der Diskussion sein), beide über 190.000.

Angebote von BX über 200.000 gibt es so gut wie garnicht. Ich habe aktuell einen 1.4 mit 340.000 gefunden, ansonsten liegen alle Angebote so zwischen 120.000-160.000. 

Wie sind da Eure Erfahrungen mit den BX-Benzinern, was können die bei guter Wartung (ordentliches Öl inclusive) und sorgsamer Fahrweise denn auf den Zähler bringen, bzw. womit bzw. Mit welchen Problemen/Reparaturen muss man ggfs. rechen? Eine Kopfdichtung kann ja auch nicht ewig halten, oder?

Würde mich freuen, wenn Ihr Eure Erfahrungen/Einschätzungen schreibt.

Die Motoren sind eigentlich alle ziemlich unkritisch, bei angemessener Pflege sollten wenigstens 300-400Mm drin sein. Nur beim 16V habe ich gelegentlich gehört, dass der bei artgerechter Haltung manchmal etwas früher die Flügel streckt. Aber im Normalfall ist auch beim 16V irgendwas anderes Ursache dafür, dass ein BX verschrottet wird.

Mit BXe im Speziellen kenne ich mich nicht aus, die Motore aus dieser Bauzeit können bei guter Behandlung lange halten.

Wie lange so ein Motörchen taugt, hängt stark von der Nutzung ab: Anteil Kurzstrecke, Wartung (Ölwechsel, Kühlung, Luftfilter), und Behandlung (hohe Drehzahlen, besonders wenn nicht warmgefahren). Bei der Besichtigung nach offensichtlichen Problemen schauen: Öl/Kühlmittel/Luftfilter. Laufgeräusch. Kompression messen. Bei einem alten Motor muss man dann auch schonmal neue Dichtungen (Ventildeckel, Ölwanne, Ventilschaft, Simmerringe etc) einplanen. Kann man aber alles günstig selber machen.
Für peace of mind nach Anschaffung eines Fahrzeugs kann man sich noch einen guten Ersatzmotor hinlegen.

BXe waren früher von der Allgemeinheit gering geschätzte Verbrauchsautos. die wurden runtergeritten bis irgendein kleinscheiß (leitungen undicht, Schwingenlager defekt, Schiebedach undicht etc etc) und eine Reparatur unwillige Werkstätte genug Motivation zum frühzeitigen wegschmeißen gegeben haben. Das ist der Grund warum es verhältnismäßig wenige Exemplare mit hohen Laufleistungen gibt. Die meisten exemplare hatten schlicht nicht die Chance zu zeigen wie dauerhaft die Motoren eigentlich sind... (Motorschäden aufgrund Ölmangel wegen verschlissener Ventilschaftdichtungen bei den XUs Mal außen vor, aber auch das ist primär ein wartungsproblem....)

PS. Kilometer stände aktuell:

16V: 220.000, läuft....

GTI Nr 1: 140.000, leider vom ZF 4Hp14 sabotiert

Tri 16: 160.000, trotz kurzer Getriebeübersetzung

Bearbeitet ( von AX furio)

  • Ersteller

Na da klingt doch erfreulich. Einen AX Benziner habe ich mal im jugendlichen Leichtsinn (Freundin wohnte 80 km weiter, also immer -natürlich auch kalt- Vollgas auf der Autobahn) frühzeitig zum Kopfdichtungswechsel getrieben. Im Alter wird man ja bekanntlich weiser und weiß die Dinge oft mehr zu schätzen.

Wie checkt man denn eine Kopfdichtung? Kühlwasserbehälter aufschrauben bei laufendem Motor und schauen/hören ob es blubbert? Bin da doch wenig erfahren, also steinigt mich nicht gleich wenn ich daneben liege...

 

Da gibts viele mögliche Fehlerbilder, einzeln oder als Kombination.

Ölundichtigkeit nach außen oder ins Kühlsystem. Kühlmittel in den Brennraum oder ins Öl. Kompressionsdruck ins Kühlsystem oder Austausch zwischen benachbarten Zylindern.

Bei ordentlicher Wartung sind 300.000km weder für den 1.4er TU noch für den 1.6/1.9 XU ein ernsthaftes Problem.

Die XUs sterben i.d.R. daran dass sie mangels Öl ein Pleuel durch den Block schmeißen. Das kann man wirksam verhindern durch regelmäßige Ölstandskontrolle und rechtzeitigem Austausch der Ventilschaftdichtungen. Der 16er von meinem Vater hat mit gut 300.000km unter 0,1l/1000km Ölverbrauch gehabt, Schaftdichtungen sind bei rund 200.000km erneuert worden. Was auch gelegentlich zum Tod des XU führt sind weggefaulte Kopfdichtungen durch Uralt-Kühlwasser. Das Wasser sickert dann leider häufig zu den Kopfschrauben durch und verbindet diese unlösbar mit dem Motorblock. Das knackt dann beim Lösen ein Mal schön und man holt nur noch eine halbe Kopfschraube raus. Typisches Fehlerbild bei defekter Kopfdichtung am XU ist Überdruck im Kühlsystem.

Bei den TUs ist auch Ölverbrauch durch defekte Schaftdichtungen ein Dauerthema, ebenso der typische Ölverlust vorne an der Kopfdichtung. Beides mit vergleichsweise geringem Aufwand instandzusetzen, diese Reparatur kann man je nach Fahrweise alle 150 bis 200tkm einplanen. Außer dem Ölverlust nach außen drückt es das Öl auch gelegentlich mal ins Kühlsystem, aber gerade beim TU ist der Wechsel der Kopfdichtung ja ein Kinderspiel.

Zu den Langzeiterfahrungen hat BX Basis ja schon geschrieben. Zu den etwas höheren KM Leistungen kann ich ein paar beitragen. Wir hatten ein Berlin-Bodenseetaxi in der Kundschaft (irgendwo hier im Forum war er Auch mal). Der fuhr wirklich viel km. Sein letzter BX war ein 16TRS den hat er uns mit glaube 420tkm hingestellt weil er einen XM wollte. Wir haben das Auto dann an einen Jugoslawischen Autohändler verkauft und dachten bei der Ankunft in Jugo wird der dann Auch nur 100tkm auf dem Tacho haben. Aber weit gefahlt der Handler war ein ehrlicher und kam alle Jahr wieder mit disem BX zu uns um andere zu kaufen. Beim ersten Mal haben wir ihn gefragt warum er den selber fährt und die Antwort war einfach wieso nicht der ist nichts mehr wert weil alle Angst vor den km haben aber er fährt top weil alles in Top-Zustand ist. Ich weiss nicht wie weit er ihn getriebn hat ich meine ihn das letzte Mal mit Knapp unter 600tkm gesehen zu haben. Der gleiche Taxifahrer hatte vorher einen TRD der ging mit Knapp 900tkm gen Osten Davor hatte er CXe die alle über eine Million gingen.

Der klare Beweis ein Auto geht nicht durchs fahren kaputt. Ok der Mann stand alle 2-3 Wochen in der Werkstatt aber nicht wegen Pannen sondern wegen Kundendienst. Wochenfahrleistungen bei 2 Fahrern in dem Bereich deiner Jahresfahrleistung. 

BX 16v: 

hab ich mit 210.00km 2016 gekauft 

Hat nun knapp 250.000 auf dem Tacho. Momentan gelegentlich MKL an. Ist halt viel Technik drum im Vergleich zu den anderen. 

 

14er Motor: 

Hab einen mit 170.000 gekauft (stand 7 Jahre in der ecke), alle Lager neu gemacht neue Kolben Ringe gemacht. War nicht nötig, aber wenn schon mal ausgebaut kann man den auch ganz frisch machen. Hab dann Problemlos 15.000 abgespult, bis ich das Auto abgestellt habe. 

Anderer 14er hat sich als Kopfdichtungsschaden herausgestellt. Man hörte es gelegentlich Blubbern aber du hast anfangs keine Bläschen gesehen. Ruckelte dann vermehrt und irgendwann waren auch Minimalste Bläschen und Abgasgeruch im Kühlwasser. 

 

Kopfdichtungskiller sind natürlich die Kühler. Wenn der zu ist, was über die Jahre gerne mal passiert, kann die Warnlampe angehen,  und mit pech ist es dann zu spät. Hab dadurch 3 Kopfdichtungen verblasen, weil der Kühler sich anfühlte als wäre er ok....dachte da stimmt Zündung o.ä. Nicht :D

 

Bearbeitet ( von CIEHT-DROËN)

 

Mein 14 er Picknik BX hat nun 230.000 KM aufm Tacho und läuft gut. :) und 2006 gekauft.

Für zu testen, ob die Zylinderkopfdichtung OK ist haben die Werkstätten doch so ein Testmittel, das durch Farbumschlag anzeigt, wenn CO2 (aus den Abgasen) im Kühlwasser ist. 

 

Keine Ahnung, wie das heißt, und wie man da rankommt. 

29 minutes ago, michel051 said:

[...] testen, ob die Zylinderkopfdichtung OK [...]

https://www.hazet.de/de/produkte/spezialwerkzeuge/motor-diagnose/21998/kuehlerpumpe-und-adapter?number=de_4800-41&c=23767

Genaugenommen testet man damit lediglich, ob Verbrennungsgase ins Kühlsystem gelangen, oder nicht. Die Kopfdichtung kann trotzdem anderweitig undicht sein.

Genau das habe ich gemeint.

 

Klar erkennt das nicht, wenn, wie hier schon beschrieben, die Dichtung zwischen zwei Zylindern kaputt ist, und das Kühlsystem nicht beteiligt ist. 

Aber bei Abgasen im Kühlsystem soll dieser Test sehr aussagefähig sein. 

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