30. Juni 200422 J. Im letzten AMS stand eine kurze Notiz, dass sich die Autohersteller (welche eigentlich?) jetzt darauf geeinigt hätten, die 42V Bordelektrik und die Dynastart-Technik (kombinierter Anlasser-Generator an der Schwungscheibe) jetzt doch nicht weiter zu entwickeln. Warum eigentlich nicht? Weiß jemand näheres? >>Grüße, Jürgen
30. Juni 200422 J. Kostet auch auf längere Sicht mehr als konventionelle Technik, ohne dass es am Markt honoriert wird. (Aussage eines Zulieferers schon vor 2-3 Jahren)
30. Juni 200422 J. Die hohe Spannung war geplant um den Strom zu den vielen Verbrauchern zu senken. (Leistung = Spannung * Strom). Da aber zur Zeit die Bustechnologie auchzu den Verbrauchr geht, wird die elektr. Leistung annähernd konstant bleiben. Zweites Problem ist die Umrüstung der 12V Geräte auf 24V. Es wird sicherlich schwerer wir damals von 6V auf 12V. Grüße René
30. Juni 200422 J. ...bin der Elektrotechnik durchaus eng verbunden. In dieser Industrie hat man sich von der 42V-Technik natürlich neuen Umsatz versprochen, mancher tut es sicher auch weiterhin. ...aber 42V machen nur Sinn, wenn mehr hohe Leistung verlangende Komponenten auf elektrische Versorgung umgestellt werden, also Servolenkung, Bremse usw. Diese Komponenten sind ja auch bereits verfügbar. Sie haben jedoch gegenüber den hydraulischen deutliche Nachteile. Hydraulik hat bei vergleichbarem Aufwand (=Preis) Vorteile beim spezifischen Leistungsgewicht und ist kompakter. Sehr logisch war sicher die Kombination der Hydrauliksysteme bei Citroën, wäre heute auch ganz weit verbreitet, wenn da andere mitgemacht hätten und billige, zuverlässige Komponenten in wirklicher Großserie entwickelt worden wären. Ich denke, wir werden noch länger mit dieser Mischung fahren: für die Beleuchtung und einige Aggregate - z.B. Lüfter, Fensterheber, Sitzverstellungen - elektrische Energie bei 12V, auch für den Anlasser (ab gewisser Leistung mit 24V -> LKW) und andererseits Hydraulik für Bremsen, Kupplungsbetätigung, Lenkhilfe. Neue Systeme müssen sich ganz nebenbei an der hohen Zuverlässigkeit der aufgezählten messen lassen. frohes Citroën-Fahren
30. Juni 200422 J. die 42V Technik bringt zudem auch das Problem der Sicherheit mit sich. Üblicherweise muss man am Erzeuger (Batt. / Generator) mit höherer Spannung starten , um die Leitungsverluste aufzufangen. Dadurch kommt man an die Grenze der Kleinspannungsschutzklasse ( ~50V) . Dies wiederum verlangt nach VDE stärkerer Isolation etc. also mehr Schutz. Und das treibt die Kosten wieder nach oben, die man durch geringere Leiterquerschnitte eigentlich einfahren wollte. Warum man aber nicht den Zwischenschritt auf 24V macht verstehe ich nicht. Die meisten Aggregate gibts schon durch die Trucks. Dort ist die Technik schon ausgereift ( mehr oder weniger, wie alle am Auto... :-))
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