12. Juli 20206 J. War das ein Sch... Schrauberwochenende. Um die vergammelten Querlenker bei meinem 16 Jahre alten C3 Pluriel zu erneuern, schaute in in die CitDoks. So wie da steht, ist es ein Kinderspiel: Achsschenkelgelenk unten am Achsschenkel "ausbauen", dann die beiden Schrauben fahrschemelseitig lösen, neuen Querlenker in umgekehrter Reihenfolge einbauen - und fertig. Bei einem Neuwagen in der Fabrik vielleicht! Rechts ließen sich bei Schrauben nach reichlich Zuspruch (Rostlöser, Wärmebehandlung, Röstlöser, Gewalt) lösen, links tut sich bislang gar nichts. Nächste Woche versuche ich es mit Elefantenwerkzeug der örtlichen Landmaschinenwerkstatt. Aber diese Achsschenkelgelenke wollen einfach nicht raus. Das Achsschenkelgelenk steckt doch von unten mit einem Rundzapfen im Achsschenkel., gesichert durch einen Klemmbolzen, richtig? Wahrscheinlich ist dieser Zapfen völlig eingerostet. Hat jemand 'ne Idee?
12. Juli 20206 J. Die Klemmschraube muss komplett raus, im Bolzen des Traggelenks ist eine Nut in der der Schaft der Schraube sitzt. Zum Lösen gibt es Trenngabeln die man zwischen Querlenker und Achsschenkel schlägt um beides auseinander zu drücken. Das Traggelenk bzw. dessen Manschette überlebt das natürlich nicht.
12. Juli 20206 J. Ersteller Danke bx-basis, man lernt nie aus. Dass es Traggelenk-Abzieher gibt, weiß ich, aber von Trenngabeln hatte ich bislang nie gehört. Wenn das Traggelenk ohnehin hinüber ist, genau das richtige Werkzeug für hartnäckige Fälle. Meine Frau hält's für ein Gartenwerkzeug ...
13. Juli 20206 J. Ersteller Langsam frage ich mich: wenn das alte Traggelenk offentsichtlich nur mit roher Gewalt rauszukriegen ist, wie bekomme ich das neue rein, ohne es dabei kaputt zu machen? Irgendwie von unten draufschlagen geht ja wohl schlecht!
13. Juli 20206 J. Um den Aus/Einbau zu erleichtern, kann man den Sitz des Traggelenkes im Achsschenkel mit Hammer und einen dicken stumpfen Meißel etwas aufweiten.
29. Juli 20206 J. Hatte das Problem mit dem festgegammelten Traggelenk aktuell auch - aufweiten des Sitzes ist nicht schlecht, das Ding vorher tagelang mit Rostlöser einweichen auch nicht und dann macht man einfach gleich neue für ca. 10 Euro das Stück rein... Premium-Markenware versteht sich. Grüße Chris
31. Juli 20206 J. Ersteller Der entscheidende Tipp kam von bx-basis: rohe Gewalt mit einer Trenngabel, anders gingen die Traggelenkzapfen an meinem 16 Jahre alten Pluriel nicht raus, vor allem links; selbstverfreilich vorher "Einweichen" mit reichlich Rostlöser, mindestens 24 Stunden lang, je länger desto besser. Wärmebehandlung mit Heißluftföhn unmittelbar vor dem Trenngabeleinsatz ist auch nicht schlecht. Um den Spalt zu weiten, bin ich ähnlich wie bei der Federbein-/Traggelenkbefestigung vorgegangen, dort gibt es sogar ein Cit-Spezialwerkzeug, glaube ich; ist im Prinzip nichts anderes als ein modifizierter Inbus-Schlüssel, ein oder zwei Millimeter größer als die vorgegebene Spaltbreite. Lässt sich leicht selber basteln: einen Inbusschüssel an der kurzen Seite auf gegenüberliegenden Flächen gleichmäßig auf die Spaltbreite abfeilen, vertikal mit der kurzen Seite in den Spalt stecken, um 45 Grad drehen (geht ziemlich schwer) - und schon hat man den Spalt wenigstens geringfügig geweitet. Empfiehlt sich nicht nur zur Demontage, sondern auch beim Einbau des neuen Traggelenks. Aber wahrscheinlich ist das ohnehin alter Käse, was ich hier erzähle ... Bearbeitet (2. August 20206 J. von Lichtspruch)
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