22. Dezember 20205 J. Hallo, ich habe seit geraumer Zeit das Gefühl, dass die Schaltvorgänge nicht mehr so sauber verlaufen. Unmerklich waren die Schaltvorgänge bei dieser Motor/Getriebekombination noch nie, gerade was das runterschalten betrifft. Speziell bei Kälte schaltet er nun aber noch etwas ruckartiger und beim hochschalten merklich später. Da mein nun fast zwölfjähriger mit seinen 233.000km noch etwas halten muss spiele ich mit dem Gedanken einer Getriebeölspülung. Theoretisch Wartungsfrei stellt sich mir die Frage, ob das Sinn macht und ob es hier schon Erfahrungen damit gibt? Meine Werkstatt möchte hier all inklusiv gerne 550€. Vielen Dank vorab für Tipps und Ratschläge Bearbeitet (22. Dezember 20205 J. von Naturgeist)
22. Dezember 20205 J. Macht Sinn! Unbedingt spülen und nicht nur wechseln. Bemüh mal das Forum, hier gibt’s viel über die Spülung zu lesen. Rainer
22. Dezember 20205 J. Jo, macht Sinn. Und 550 € scheint mir o.k., ich hab 680 bezahlt. Hatte (bereits bei 110.000 km) diese gefühlt unschöne Schaltrucke, Spülung machen lassen und der Erfolg war mehr als deutlich. Mein Citroënhändler war von der lebenslangen Füllung so überzeugt, das er mir nachdrücklich davon abriet - hab's dann in 'ner freien Werkstatt machen lassen.
22. Dezember 20205 J. So unterschiedlich ticken Vertragswerkstätten. Meine Werkstatt hat ausdrücklich zu einer Spülung geraten.
22. Dezember 20205 J. Hab's auch machen lassen, Citroen Werkstätte, die haben ausdrücklich dazu geraten. hat zumindest nicht geschadet ;)... Hab 450 dafür bezahlt.
23. Dezember 20205 J. Die Preise einer Spülung bewegen sich bei den (seriösen) Anbietern in NRW zwischen 250 und 450 Euro im Falle eines TF 80-SC Getriebes. Ich selbst habe für eine Spülung nach TE-Methode (mit einem chemischen Lösungsmittel und daraus resultierenden Fahrt) 410 Euro bezahlt. Es war ein Fachbetrieb für Getriebereparaturen, diese Jungs sind normalerweise nicht die billigsten ... Bearbeitet (23. Dezember 20205 J. von DerSchweber)
23. Dezember 20205 J. Meine Cit-Werkstatt rät auch dazu! Ich habe eine Spülung bei 100.000km im Jahr 2016 machen lassen. Bezahlt habe ich damals knapp unter 400 Euro. Jetzt bei 160.000km wollte ich wieder spülen lassen. Tja... jetzt habe ich ein Firmenauto bekommen. Mal sehen, was mit dem C5 passiert!
23. Dezember 20205 J. Nach 100.000 km sah das "alte" Öl bei der Spülung in meinem Fahrzeug noch sehr passabel aus, es war noch eine erhebliche "Not-Reserve" drin, so der Getriebespezi. Deshalb halte ich diese Intervall-Länge für geeignet, 60.000 km sind ein wenig zu "früh". Wenn man beispielsweise nur 6 tKm per anno fährt, sieht das natürlich anders aus. Dann wären 60.000 km sicherlich nicht zu früh. Bearbeitet (23. Dezember 20205 J. von DerSchweber)
23. Dezember 20205 J. vor 5 Minuten schrieb DerSchweber: ..., 60.000 km sind ein wenig zu "früh". Ich würde grundsätzlich einen Wechsel zwischen 60.000 und 100.000km machen. Meine Werkstatt empfiehlt auch beim elektronischen Schaltgetriebe und bei den normalen Schaltgetrieben einen Wechsel des Öls bei 100.000. Ich mache persönlich beim Wandlerautomatik im C5 eine Spülung nach 60.000km. Ich wechsle auch das Motoröl sowie alle Filter jährlich (ca. 13.000-15.000km). Ich glaube, bei meinen Kurzstreckenfahrten ist das nicht übertrieben.
23. Dezember 20205 J. Das Thema wird uns noch lange begleiten: Nur noch Automatik Hoffentlich machen andere Hersteller mit, ohne dass die Kosten merklich steigen. C-Klasse ist natürlich preislich gesehen kein Einsteigersegment, daher auch nachvollziehbar. Wenn ich sehe, wie die Mehrheit meiner Bekannten schaltet, kann ich diese Maßnahme nur begrüßen.
23. Dezember 20205 J. Mit meinem 2006 C6 2,7 HDi bin ich ja leider nicht mehr dazu gekommen, eine Spülung bei 280tkm durchführen zu lassen... Trotzdem möchte ich auf die Werkstatt von Hubert Meyer in Pforzheim-Büchenbronn hinweisen, der meinetwegen extra den Adapter für seine Spülstation angeschafft hat: https://www.hubertmeyer.de Wer dort spülen lassen möchte, richte bitte schöne Grüße von Henning aus!
5. Januar 20215 J. Habe ich auch letztes Jahr erwogen C5 III BJ 2009 265tkm Automatik. Gleiches Phänomen und Gedanke wie bei dir. Mein eigentlicher Werkstattspezi hat mich zum Getriebespezialist (nicht Citroen) verwiesen. Dieser meinte als er ihn auf der Bühne hatte und das Öl angeschaut hat, dass ich es lassen soll (und ich wollte und hätte Geld gebracht). Er hat auch ne Probefahrt mit mir gemacht und meinte, dass das normal sei nach der Laufleistung. 2h und 50€ für die Kaffeekasse später war ich wieder auf der Bahn. Gründe: - die Teile haben sich auf einander mit diesem Öl eingelaufen - Wenn jetzt getauscht wird ist nicht sicher ob es besser wird, oder vllt. schlechter - es waren keine Späne im Öl und die Farbe war klar. - wenn gespült werden soll muss das früher (weniger Laufleistung) passieren Nach seiner Empfehlung habe ich es nicht machen lassen. Wird auch nicht schlimmer. Ich war hier: https://gsr-getriebe.de/ und empfand es als guten und kompetenten Service. Bearbeitet (5. Januar 20215 J. von dominik-deluxe)
5. Januar 20215 J. Vielleicht fehlten dem Getriebe-Spezi die passenden Adaptoren für das TF80-SC ? Ich kann als Laie keines der 4 Gegenargumente nachvollziehen. Fehlende Metallspäne als ein Argument gegen eine Spülung? Das ist abenteuerlich, sorry. Würde an Deiner Stelle auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen. Es ist wie beim Arzt Gruss
5. Januar 20215 J. In der Tat wird häufiger vom Spülen von Automatikgetrieben mit hoher Laufleistung abgeraten. Wohl aus ähnlichen Gründen, wie bei alten LHM-Systemen gerne von einer Hydraurincage-"Spülung" abgeraten wird. Am besten ist natürlich von Beginn an regelmäßiger Ölwechsel. Bei 265tkm ist das natürlich lange verschnarcht worden. Wenn es mein Auto wäre, würd ichs natürlich trotzdem machen lassen. Spülung ohne Reiniger. Nach der Spülung Schaltverhalten und Zustand des Öls beobachten. Notfalls Getriebeüberholung einplanen. Denn wenn man mit der alten Brühe weiterfährt, wirds natürlich auch nicht besser.
6. Januar 20215 J. vor 21 Stunden schrieb schwinge: Spülung ohne Reiniger. Genau! Ab 150 tkm sollte man keinen Reiniger mehr verwenden, da dadurch wohl zu viel Schmutz gelöst wird. Und leider haben die TF-80 SC ja keinen Filter, den man (so einfach, wie z.B. bei MB) tauschen kann, deshalb sagt z.B. Motul, generell keinen Reiniger zu verwenden, wenn man keinen Filter wechseln kann...
6. Januar 20215 J. Man darf auch die Gegenthese vertreten: wenn jedesmal (z.B. alle 100tkm) mit Reiniger gespült wird, sollte sich kein Dreck absetzen dürfen. "Seltsamerweise" ist der von Tim E. zertifizierte Reiniger gerade für die Automaten mit Festfilter konzipiert worden So wird ein Schuh draus. Aber im Ernst: mit oder ohne Reiniger, das möge jeder selbst entscheiden. Hauptsache die Kiste sieht regelmässig Frischöl. Nach bereits 250 T gefahrenen Kilometern dann zu überlegen , ob eine Spülung sinnvoll sei und wie vieles doch dagegen spreche ... In der Tat, dann kann man sich den Wechsel auch sparen Bearbeitet (6. Januar 20215 J. von DerSchweber)
7. Januar 20215 J. Ersteller Vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen zum Thema. Nach dem Beitrag von Dominik bin ich nun jedoch vollends verwirrt. Kann man denn durch die Spülung bei der Laufleistung die Sache tatsächlich "verschlimmern"? Ich kann der aufgeführten Argumentation schon aus rein logischen Gesichtspunkten nur bedingt folgen. Für Wartung/ Instandsetzung und Pflege kann es doch nicht "zu spät" sein? 🤔 Ja natürlich, mit 234.000km das Thema anzufangen ist arg verpennt, aber als Laie gibt man sich schnell mit dem Credo der Wartungsfreiheit zufrieden... bis, ja bis die ersten Probleme auftauchen und man sich dann doch mal zum Thema befleisigt. Aus Fehlern lernt man. Passiert mir sicher nicht nochmal. Bearbeitet (7. Januar 20215 J. von Naturgeist)
7. Januar 20215 J. vor 35 Minuten schrieb Naturgeist: Ich kann der aufgeführten Argumentation schon aus rein logischen Gesichtspunkten nur bedingt folgen. Für Wartung/ Instandsetzung und Pflege kann es doch nicht "zu spät" sein? 🤔 So ist es!
7. Januar 20215 J. Ich habe bei einem Volvo, der eine ähnliche Laufleistung hatte (und das gleiche Getriebe) eine Spülung (ohne Reiniger) durchgeführt und das Getriebe schaltete hinterher genauso (gut). Allerdings hatte der keine Schaltprobleme. Das Öl war noch nie gewechselt worden und sah entsprechend aus...
7. Januar 20215 J. ....zur Zeit beschäftige ich mit einer weiteren einfachen Methode des "Wechsels", welche ich im Frühjahr an unserem ML 400 cdi praktizieren will (ZF-Automatik) und dann am C5X7 (Asin Automatik). Mit einer Öl-Absaugpumpe will ich über die Getriebe-Öl-Einfüllöffnung das warme Öl absaugen (wahrscheinlich 3 ltr.) und diese entnommene Menge mit frischem Öl wieder einfüllen - dann wieder warm fahren und diese Procedere 2 - 4 mal wiederholen - bis das abgesaugte Öl neuwertig aussieht. Am Schluss den Teilölwechsel entsprechend der Rep. Anleitung durchführen. Es werden dann ca. 12 - 15 ltr. Öl benötigt.
7. Januar 20215 J. Ich bezweifle, dass du soweit runter kommst, um soviel Öl abzusaugen. Bock die Karre auf (Vorderäder ohne Bodenkontakt) und mach es so wie ich. Öl ablassen. Wieder auffüllen, Motor starten und durchschalten. Geht "im Stand" aber nur bis Gang 3. Das ganze 5 mal und das Öl ist wieder frisch. Getriebeöl ist im 20Liter Gebinde auch recht günstig. Ich glaube unter 130 Euro hat der Spaß gerade einmal gekostet. Ist auch noch genug für 2-3 Teilölwechsel übrig.
7. Januar 20215 J. vor 1 Stunde schrieb cit-rotti: ML 400 cdi Da kannst Du aber auch sehr gut den Filter wechseln...
8. Januar 20215 J. vor 13 Stunden schrieb fraunie: Da kannst Du aber auch sehr gut den Filter wechseln... ja korrekt - die Abschlussarbeiten beim ML beinhalten dann die Ölwanne abzunehmen - alles gut abtropfen zu lassen - Magnet zu säubern - Filter zu erneuern usw.
8. Januar 20215 J. ...und die doofen Alu-Dehnschrauben, die gerne mal sofort (sogar bei 4Nm!) abreißen...
Erstelle ein Konto, um zu kommentieren