16. Juli 20215 J. Moin! Ich komme mit ein paar Themen bei meinem XM (93er V6, Kettenferkel, Hydraktiv I) nicht wirklich weiter; außerdem fehlt es mir an ein paar Hydraktiv-Basics: Zum einen habe ich unterschiedlich hohe Leerlaufdrehzahlen - mal regelt er sich bei so rund 700/750 ein (das Level passt mMn), dann sind es ca. 1.100. Abgelesen vom DZM, die Zündpistole hatte ich noch nicht angeschlossen. Wenn ich die Klimaanlage einschalte, steigt er auf ca. 1.200. Ich bekomme die Drehzahl dann nur heruntergeregelt, wenn ich die Zündung ausmache. Sofort danach wieder angemacht, passt die Drehzahl wieder. Ein Stück gefahren, passt sie entweder weiterhin, oder regelt sich auf die zu hohen ca. 1.100 ein. Ich konnte noch keine Gesetzmäßigkeit feststellen, kann also nicht sagen, nach welchen Fahrsituationen/welcher Wärme etc. das Drehzahlniveau zu hoch ist. Der Leerlaufsteller ist noch original und original vercrimpt, war also vermutlich noch nie ausgebaut. Ich habe einen gebrauchten Ersatz da, den ich gerade überarbeite und dann testweise einbauen möchte. Hat jemand noch eine Idee, was die Leerlaufdrehzahl noch beeinflussen kann? Am Rande bemerkt: Das Ganze spielt sich a) ab vor dem Hintergrund einer relativ unrunden, nicht linearen Beschleunigungskurve vor allem aus niedrigen/untertourigen Drehzahlen und einer Art Konstantfahrruckeln ohne Gas bei eingelegtem Gang. Die Ursache hierfür suche ich noch. Dann ist b) eine Auspuffanlage mit Bypass vom 2,1 TD verbaut, also nicht die Originale. Hier stimmen also Strömungswerte nicht exakt. Schließlich ist c) ein Stehbolzen vom Auspuffkrümmer gerissen; hier bläst er also ab. Zum anderen verhärtet sich die Federung merklich und nicht passend zu Fahrsituationen - bei konstanter Geschwindigkeit ohne scharfe Kurven, Bremsmanöver etc. merkt man deutlich, wie sich die HA-Kugeln wegschalten und einem jede Bodenunebenheit ins Kreuz gehauen wird. Oder sie schalten sich erst gar nicht zu und es geht hoppelnd durch die Stadt. Das geht eine ganze Weile so, irgendwann wird es wieder weicher, dann für deutlich längere Abschnitte wieder hart. Ein Unterschied zur Stellung "Sport" ist so nicht oder kaum noch zu merken. Dass die Federung wieder weich geworden ist, wird manchmal, aber nicht immer, begleitet durch ein Aufleuchten der Anzeige "Automatische Federung" im Display, obwohl ich den Schieberegler für die Federung nicht angefasst habe und der Reger auch nicht auf "Sport" stand. Seht ihr einen Zusammenhang zwischen der zu hohen Drehzahl und der zu harten Federung; zieht also der HA-Rechner einen Messwert in Zusammenhang mit der Drehzahl heran, der zu einer Verhärtung des Fahrwerks führt? Und was sind generell die EInflussfaktoren, die darüber entscheiden, ob die Hydraktiv-Kugeln zugeschaltet oder aus dem System genommen werden? Danke und Grüße Michael Bearbeitet (16. Juli 20215 J. von MichaelS) Typo
16. Juli 20215 J. Hallo Michael, vor einer Stunde schrieb MichaelS: Hat jemand noch eine Idee, was die Leerlaufdrehzahl noch beeinflussen kann? Falschluft. vor einer Stunde schrieb MichaelS: was sind generell die EInflussfaktoren, die darüber entscheiden, ob die Hydraktiv-Kugeln zugeschaltet oder aus dem System genommen werden? Bei Hydractiv II: Geschwindigkeit, Gaspedalstellung, Karosseriebewegung, Lenkrad (Stellung und Drehgeschwindigkeit), Bremsdruck, Tür/Heckklappe offen, Schalterstellung. @Amokhahn et al: Gibt es bei Hydractiv I auch das Diodenproblem? Grüße Andreas
16. Juli 20215 J. vor einer Stunde schrieb MichaelS: Seht ihr einen Zusammenhang zwischen der zu hohen Drehzahl und der zu harten Federung; zieht also der HA-Rechner einen Messwert in Zusammenhang mit der Drehzahl heran, der zu einer Verhärtung des Fahrwerks führt? Nein. Es gibt da: - Lenkwinkel sensor ( Grad und Geschwindigkeit der Drehung) - Gaspedalsensor - Tachosignal wird verarbeitet etc.
16. Juli 20215 J. Kein Diodenproblem bei Hydr I, bei dem beschriebenen Verhalten Meldung Federung im Display einen anderen Schalter (hart/weich) probieren. Hohe Drehzahl im Stand Versorgungsseitig gucken. Zuviel Luft wahrscheinlich. Bearbeitet (16. Juli 20215 J. von schwinge)
16. Juli 20215 J. vor 2 Stunden schrieb MichaelS: …, irgendwann wird es wieder weicher, … Es wird nicht weicher, sondern weich. Hydractive kann nur „digital“ zwischen zwei Zuständen operieren, Zwischenmodi gibt es nicht.
16. Juli 20215 J. vor 5 Stunden schrieb MichaelS: unterschiedlich hohe Leerlaufdrehzahlen Überprüfe mal den Zündverteiler und den Finger. Vom Finger ein Foto machen und posten. Überprüfe auch den Schlauch vom Unterdruckfühler. vor 5 Stunden schrieb MichaelS: verhärtet sich die Federung Riecht nach einem Wackelkontakt, oder schlechte Verbindung. Ich würde mal sämtliche Stecker reinigen, auch die unter dem LHM Fass. Ich hatte damals auch sämtliche Stecker an meinem gereinigt, und das Fett aus den Steckern entfernt. Benutzt hatte ich Kontakt 60...
16. Juli 20215 J. Ich werfe mal das Drosselklappenpoti in den Raum. Dann wär noch die Idee das der Gaszug vielleicht hängt. Automatik? Eventuell dann ein Problem mit der Drehzahlanhebung. Mit der Federung hat das aber nix zu Tun!
16. Juli 20215 J. Ersteller Danke in die Runde für eure Einschätzungen. Also kein Zusammenhang zwischen Leerlaufdrehzahl und Härtegrad der Federung. vor 56 Minuten schrieb hm-electric: Überprüfe mal den Zündverteiler und den Finger. Die beiden Teile wurden getauscht, kurz bevor ich den XM im Dezember gekauft habe. Daher bin ich da noch nicht ran, sollte ich aber wohl. Sobald Ersatz da und verbaut ist, poste ich ein Bild vom Finger. vor 57 Minuten schrieb hm-electric: Schlauch vom Unterdruckfühler. Welcher ist das? Der Schlauch zu dem Sensor, der in der Mitte der Abdeckung zur Windschutzscheibe sitzt? vor 59 Minuten schrieb hm-electric: sämtliche Stecker Ich habe damit angefangen; sind ja eine ganze Menge Stecker und Relais. Welche sind spezifisch für die Federung? vor 5 Stunden schrieb schwinge: Zuviel Luft ... kann ja dann fast nur vom Leerlaufsteller kommen, da sich das Thema zumindest kurzfristig erledigt, wenn der Motor neu gestartet wird. Ein Riß in einem Schlauch würde wohl dauerhaft für Probleme und auch einen eher schwankenden Leerlauf sorgen, n'ect-ce pas?
16. Juli 20215 J. Hallo, vor 1 Stunde schrieb MichaelS: Ein Riß in einem Schlauch würde wohl dauerhaft nicht unbedingt. Durch die permanenten Bewegungen im Motorraum kann sich ein Riss öffnen und schließen. Wir hatten kürzlich an einem anderen Auto einen undichten Schlauch für das Wischwasser. Sobald die Motorhaube offen stand, wurde war Riss perfekt geschlossen. Grüße Andreas
16. Juli 20215 J. Wie immer erstmal die Diagnose dranhängen und nach Auffälligkeiten bei den Live-Werten gucken. Kann die Ursachenfindung stark verkürzen. Zuviel Luft sähe man dann an den MAP-Werten. Kann aber auch alles mögliche andere sein. So hab ich letztes Jahr bei meinem ES9 den Kühlmitteltempsensor als Ursache für das sporadische Hochdrehen während der Warmlaufphase identifizieren können. Für mein Zündungsproblem hingegen werde ich ums Oszilloskop nicht herumkommen. Die Möglichkeiten der Diagnose über die Motorsteuerung bei diesen Uralteinspritzsystemen sind leider sehr eingeschränkt.
16. Juli 20215 J. Ersteller vor 7 Minuten schrieb HDI JUNKIE: Denke an die Masseanschlüsse Das war so mit mein erster Gedanke ... und seitdem ich die gereinigt habe, startet er merklich besser. Überhaupt verändert sich das Fehlerbild mit jeder Maßnahme etwas ... es ist also vermutlich und wie meistens nicht ein Thema, sondern mehrere Themen, die einander bedingen. vor 22 Minuten schrieb schwinge: Diagnose dranhängen Dazu habe ich leider keine Möglichkeit. vor 23 Minuten schrieb schwinge: Oszilloskop Das habe ich zwischenzeitlich immerhin, zumindest mal so eine Billig-Variante. Muss mich aber erst aufschlauen, wie ich das anwende und was mir das dann sagt.
16. Juli 20215 J. Lexia/ELIT sind recht bezahlbar (besonders, wenn ich daran denke was beispielsweise für Mercedes-Diagnosegeräte so verlangt wird) und oft eine große Hilfe. Du benötigst die Diagnoseunterlagen für die Motorsteuerung (ZPJ=Fenix 3) und idealerweise die Schaltpläne für dein Fahrzeug. Dann kann das Gemesse mit Multimeter+Oszilloskop losgehen. "Lustig" dürfte die Fehlersuche ohnehin werden, wenn der Fehler eher sporadisch auftritt. Mein Rat wäre, mit einfach zu erledigenden Sachen anzufangen. Also mit dem, womit du dich ein wenig auskennst. Schläuche kontrollieren. Drosselklappe usw. Bearbeitet (16. Juli 20215 J. von schwinge)
16. Juli 20215 J. vor 22 Minuten schrieb Manson: Polklemmen der Batterie?! Die sind scheinbar an so ziemlich allem Schuld. Neulich war mein Tank leer – ich muss das mal im Auge behalten.
17. Juli 20215 J. vor 14 Stunden schrieb hm-electric: Benutzt hatte ich Kontakt 60... Halte ich für eine schlechte Idee. Das Zeug ist aggressiv und frisst immer weiter, wenn man es anschließend nicht ordentlich ausspült. Und das kann man in einer Kabellitze eben nicht, wenn es dort eingezogen ist. Bearbeitet (17. Juli 20215 J. von XM_Boris)
17. Juli 20215 J. Hast du ne bessere IDee, vergammelte Kontakte zu reinigen? Ausser, neue Stecker dranzucrimpen. Ich benutze 60 bisher auch bei Korrosion. WL nachspülen, ablüften lassen, dann 61 drauf.
17. Juli 20215 J. vor 39 Minuten schrieb schwinge: Hast du ne bessere IDee, vergammelte Kontakte zu reinigen? Ausser, neue Stecker dranzucrimpen. Ich benutze 60 bisher auch bei Korrosion. WL nachspülen, ablüften lassen, dann 61 drauf. Nein, Du machst das absolut korrekt so. Wollte nur drauf hinweisen, dass man Kontakt 60 alleine nicht nutzen sollte. Ich vermeide es da, wo es nicht unbedingt nötig ist und begnüge mich da gleich mit 61. Nicht alle Steckverbindungen sind so vergammelt, dass sie gleich die dicke Keule benötigen.
17. Juli 20215 J. Ich hätte das Kontaktfett erst gar nicht aus den Steckern rausgenommen. Fett ist der ideale Schutz der Kontakte: Es verdrängt Wasser und schützt vor Korrosion. Dass das Fett mit den Jahren Schmutz anzieht und dunkel wird, tut der Sache keinen Abbruch. Bearbeitet (17. Juli 20215 J. von Juergen_) Zeichensetzung
17. Juli 20215 J. Denke ich auch. Solange passendes Fett die Kontakte umschließt, sollte keine störende Korrosion gebildet worden sein.
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