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Xantia x1 Hinterachse bretthart trotzt neuer Kugeln

Hervorgehobene Antworten

Guten Morgen,

Mein Name ist Herbert, ich melde mich erstmalig zu Wort und habe gleich ein Anliegen..

Ich war vor langer Zeit 2mal hochzufriedener Besitzer eines BX. Seit einigen Wochen bastel ich an einem Xantia X1 mit der Option, ihn (sie?) zu erwerben. Der Wagen ist in gutem Zustand, unten praktisch rostfrei. Die Höhenverstellung ist o.k., aber die Federung ist hinten bretthart. Nach dem Wechseln der Kugeln lässt sich das Hinterteil ein paar mal auf- und abdrücken, dabei wird der Weg aber immer kleiner bis zur völligen Verhärtung nach ca. 10 mal einfedern. Während und nach dieser Aktion verhält sich die Höhenregelung eine zeitlang ziemlich schwammig und undefiniert mit Überregeln, bis die Höhe stimmt. Das Fahrgefühl ist eine unangenehme Kombination aus Sänfte und Go-Kart, kleine kurze Wellen kommen penetrant durch. Nach dem Fahren ist hinten Null Einfedern möglich. Übrigens, das Hinterteil hing anfangs 4cm zu niedrig. Ich habe das am Torsionsstab korrigiert, ohne Auswirkung auf das andere Problem.

Das rechte Hinterrad hat eine minimale X-Stellung. Weil die Verhärtung symmetrisch auf beide Räder verteilt ist und anfängliches Einschwingen möglich ist, vermute ich die Ursache nicht in der Radaufhängung, sondern in der Hydraulik. Das Verhalten entspricht eigentlich genau der Verhärtung im hoch- oder herabgefahrenen Zustand, so dass ich es für möglich halte, dass die gleiche Verhärtung ungewollt in der Normalstellung stattfindet.

Meine offene Frage zum Verständnis der Hydraulik:

Wie kommt die Verhärtung in der Hoch- und Niedrigstellung zustande? Ich kann mir nur vorstellen, dass in diesem Zustand die Gasvolumen von den Rädern abgetrennt werden. Kann mir jemand dazu eine präzise, nachvollziehbare Auskunft geben? Passiert das im Höhenregler? Ich erhoffe mir von dieser Information ein besseres Verständnis meines Problems.

Dank im voraus, Herbert

Hallo,

vor 31 Minuten schrieb HerbertRD:

Ich kann mir nur vorstellen, dass in diesem Zustand die Gasvolumen von den Rädern abgetrennt werden. Kann mir jemand dazu eine präzise, nachvollziehbare Auskunft geben? Passiert das im Höhenregler?

die Kugeln sind direkt an die Radzylinder geschraubt. Da kann nichts dazwischen sein. Dein wechselnder Fehler deutet auf ein Hydractiv-Problem, denn dabei wird eine dritte Federkugel wahlweise dazugeschaltet. Ich empfehle diese Diagnose.

Ansonsten würde ich gucken, ob die richtigen Kugeln verbaut sind. Dann die Federung drucklos machen und gucken, ob sich die Hinterräder leicht hochdrücken lassen. Gegebenenfalls dies mit abgeschraubten Radfederkugeln wiederholen.

Ich habe nicht verstanden, wie Du die Höhe eingestellt hast. Das Verstellen der Schelle am Stabilisator ist jedenfalls nicht zielführend. Dies ist die einzig korrekte Vorgehensweise:
https://www.citdocs.de/index.php?title=Fahrwerkshöhe_(Xantia)

Hast Du geprüft, ob der Höhenkorrektor leicht gängig ist? Die Hebelmechanik rostet manchmal und der Hydraulikteil wird durch inneren Schmutz schwergängig.

Und guck, ob Du bei laufendem Motor Schaum im Fass hast. In diesem Fall kann die gesamte Hydraulik nicht richtig arbeiten.

---

In der Niedrigstellung ist der Wagen hart, weil er auf den Anschlagpuffern liegt. Das einzige, was dann noch federt, sind die Reifen.

In der Höchststellung hingegen ist soviel Öl im Federzylinder und in der Kugel, dass der Stickstoff schon zusammengedrückt ist. Wenn Du den Wagen runterdrückst, kann es Dir nicht gelingen, den Stickstoff noch weiter zu komprimieren. Das kann man übrigens sehr schön sehen, wenn der Wagen sich hochpumpt: In der Normalstellung wird der Stickstoff bekanntermaßen durch die Beladung zu einem gewissen Grad zusammengedrückt. In dem Moment, in dem die Höchststellung erreicht ist, ist der Stickstoff noch nicht weiter komprimiert. Die Pumpe arbeitet aber weiter, pumpt also trotz Höchststellung noch Öl in die Federzylinder und komprimiert den Stickstoff in den Kugeln weiter bis etwa 165 Bar. Erst dann wird nicht mehr weitergepumpt.

Grüße
Arndreas

Bearbeitet ( von AndreasRS)

17 minutes ago, HerbertRD said:

[...] verhält sich die Höhenregelung eine zeitlang ziemlich schwammig und undefiniert mit Überregeln, bis die Höhe stimmt [...]

Dash-pot verschlammt. Höhenkorrektor muss ausgebaut und gereinigt werden.

18 minutes ago, HerbertRD said:

[...] minimale X-Stellung [...]

Das sollte korrigiert werden. Schwingarmlager angucken.

Gruß,
Michael

  • Ersteller

Danke an alle für die hilfreichen Antworten.

vor 6 Stunden schrieb AndreasRS:

die Kugeln sind direkt an die Radzylinder geschraubt. Da kann nichts dazwischen sein. Dein wechselnder Fehler deutet auf ein Hydractiv-Problem, denn dabei wird eine dritte Federkugel wahlweise dazugeschaltet. Ich empfehle diese Diagnose.

Der Wagen hat kein Hydractiv, nur 5 Kugeln insgesamt - back to the basics.

 

vor 7 Stunden schrieb AndreasRS:

In der Höchststellung hingegen ist soviel Öl im Federzylinder und in der Kugel, dass der Stickstoff schon zusammengedrückt ist. Wenn Du den Wagen runterdrückst, kann es Dir nicht gelingen, den Stickstoff noch weiter zu komprimieren. Das kann man übrigens sehr schön sehen, wenn der Wagen sich hochpumpt: In der Normalstellung wird der Stickstoff bekanntermaßen durch die Beladung zu einem gewissen Grad zusammengedrückt. In dem Moment, in dem die Höchststellung erreicht ist, ist der Stickstoff noch nicht weiter komprimiert. Die Pumpe arbeitet aber weiter, pumpt also trotz Höchststellung noch Öl in die Federzylinder und komprimiert den Stickstoff in den Kugeln weiter bis etwa 165 Bar. Erst dann wird nicht mehr weitergepumpt.

Das glaube ich gerne. Bleibt aber die Frage, warum die Federung auch bei Hoch Stufe 1 hart wird, oder war das nur so bei meinen Citroens? Die Höhenverstellung habe ich erst provisorisch vorgenommen, danke aber für die ausführliche Beschreibung. Jetzt weiß ich auch, wofür das 5mm-Loch gut ist. Ich werde als erstes versuchen, die Hebelei am Höhenkorrektor auf Gängigkeit zu überprüfen und wo nötig gängig zu machen. Die totale Verhärtung in der Normalstellung bleibt vorerst ein finsteres Geheimnis, das ich vielleicht mit Eurer Hilfe aufklären kann. Eine noch nicht erwähnte Ursache wäre, wenn der Höhenregler unverzögert reagiert. Dann könnte nichts mehr federn. Wie funktioniert eigentlich die Verzögerung des Höhenreglers? 

Herbert

 

Hallo Herbert,

stark vereinfacht: die Höhenkorrektor-Mechanik drückt über eine Feder auf einen Stift (Schieber), der im Hydraulikteil sitzt. Wenn dieser Schieber sich bewegt, pumpt er Öl von einer Kammer in eine zweite Kammer. Dabei muss das Öl nacheinander durch acht sehr kleine Löcher (aka Dash Pot).  Deswegen bewegt sich der Schieber sehr langsam. Erst wenn er sich  ein Stück bewegt hat, macht er (je nach Richtung der Auslenkung) die Leitung vom Hochdruck zu den Radzylindern auf oder die Leitung von den Radzylindern zum Reservoir. Normalerweise verstopfen die kleinen Löcher im Laufe der Zeit, dann ist alles träger. Eine zu schnelle Bewegung des Schiebers kenne ich nicht. Es sei denn, ein Spaßvogel hat den Dash Pot ausgebaut.

Ein Verhärtung in Normalhöhe ist bei einem Nicht-Hydractiven Xantia ungewöhnlich. Wie gesagt, ich würde gucken, ob die Kugeln die richtigen sind und ob die Federbeine leichtgängig sind. Außerdem natürlich, ob jemand das LHM durch Honig ersetzt hat. Wenn es nicht grün ist, auswechseln.

Grüße
Andreas

Der Höhenkorrektor scheint ja auf jeden Fall verstopft und schwergängig zu sein. Ich habe keine Ahnung in welchen Wartungszustand der X1 sich befindet und ob überhaupt schon mal jemand LHM und Federkugeln gewechselt oder gefüllt hat.Von daher empfehle Ich einen Rundumschlag.LHM- Wechsel, inkl. Filterreinigung im LHM Faß, kompletter Kugeltausch und Reinigung beider Höhenkorrektoren. Denn: Nur den Höhenkorrektor zerlegen und Dash Pot reinigen und bei gleicher dreckiger Cola Soße namens LHM wiedereinbauen ist definitiv nicht zielführend.

Evtl. empfiehlt es sich sogar für eine gewisse Zeit Hydroclean als Hydrauliköl zu benutzen, anstatt LHM. Ansonsten hat Andreas ja schon sehr ausführlich was geschrieben und erklärt.

vor 6 Stunden schrieb HerbertRD:

Bleibt aber die Frage, warum die Federung auch bei Hoch Stufe 1 hart wird,

Du meinst die erhöhte Fahrstellung ? Die ist bei fast allen Xantias geichzusetzen mit der Höchststellung, quasi keine Federung mehr. Im Prinzip ein Konstruktionsfehler, kann man aber beheben.

vor 6 Stunden schrieb HerbertRD:

totale Verhärtung in der Normalstellung bleibt vorerst ein finsteres Geheimnis, das ich vielleicht mit Eurer Hilfe aufklären kann.

Da der Wagen in Normalstellung auch ordentlich federn kann, gibt es als Grund nur einen Beobachtungsfehler: Wenn er bockelhart ist, ist er nicht in Normalstellung. Prüfe am Rad, in welcher Höhe er tatsächlich ist, wenn er nicht federt. Falls er die Höhe nur mit Variationen einstellt und hält: S. Schwinge, Höhenkorrektor mechanisch und hydraulisch prüfen und instandsetzen.

vor 15 Stunden schrieb HerbertRD:

Übrigens, das Hinterteil hing anfangs 4cm zu niedrig. Ich habe das am Torsionsstab korrigiert

Du hast am Stabi korrigiert, nehme ich an.
Zur Überprüfung der Einstellung in den Kofferraum setzten bis sich der Wagen hebt. Aussteigen, der Wagen hebt sich durch die Entlastung weiter. Warten bis er sich wieder absenkt.  Höhe prüfen. Dann Wagen hinten anheben, per Hand, bis er deutlich Druck aus der Federung abläßt. Loslassen, das Heck fällt herunter. Warten, bis er sich wieder anhebt, und Höhe kontrollieren.
Die verschiedenen Höhen sollten nicht mehr als ca. 5mm auseinanderliegen. Falls es mehr ist, stimmt was nicht, Höhenkorrektor arbeitet nicht korrekt oder Übertragung vom Stabi hat Spiel.

  • Ersteller

Danke für die Menge sachkundiger Antworten. Ich werde mit den einfachsten Schritten beginnen. Das Dahinschweben mit unseren alten Autos fordert zunehmend seinen Tribut.

Ich stelle mir einmal vor, sämtliche Autos hätten Hydropneumatik, und plötzlich stellt ein genialer Erfinder ein Auto mit einfachen Stahlfedern und Stoßdämpfern vor - ob da nicht Jubel ausbrechen würde? Ich bitte um Vergebung für diese blasphemische Gedankenspielerei.

Herbert

Am 26.9.2021 um 11:12 schrieb HerbertRD:

Danke für die Menge sachkundiger Antworten. Ich werde mit den einfachsten Schritten beginnen. Das Dahinschweben mit unseren alten Autos fordert zunehmend seinen Tribut.

Ich stelle mir einmal vor, sämtliche Autos hätten Hydropneumatik, und plötzlich stellt ein genialer Erfinder ein Auto mit einfachen Stahlfedern und Stoßdämpfern vor - ob da nicht Jubel ausbrechen würde? Ich bitte um Vergebung für diese blasphemische Gedankenspielerei.

Herbert

Ich würde mich darüber freuen,wenn der Xantia normale Federn hätte,dann hätte ich noch einen fahrbaren Untersatz ,aber ohne Hydraulik steht er jetzt seit ca 8 Wochen ohne das jemand den Fehler findet ,da ich leider beruflich unterwegs bin kann ich mich zur zeit nicht darum kümmern das mein Wägelchen nach hause kommt zum selber basteln ...träumt von Stahlfedern und Stoßdämpfer 😲😁

Ich hatte dieses Verhalten gelegentlich bei meinem XM, was aber schon ein biesserl her ist. Wenn die Höhe nicht stimmt, ist der Wagen hinten hart, egal ob zu hoch oder zu tief. Da gibt es am Höhenkorrektor einen Hebel auf den zwei Torsionsfedern gehen. Die eine gibt den Sollwert vor, die andere kommt vom Stabilisator und speist den Istwert ein. Diesen Hebel muß man von Zeit zu Zeit mit Kettenspray schmieren, damit er wieder leicht beweglich den Höhenkorrektor stellt.

Wenn das nicht hilft, stimmt vielleicht etwas im Höhenkorrektor nicht (verschmutzt). Bei meinem XM hat aber das Kettenspray immer geholfen. Nach dem Schmieren des Hebelchens macht man halt auch etwas Gymnastik. 10x herauf und herunter hat noch keinen Hydropneumaten umgebracht.

Man sieht es hier im Bild ganz gut. Die Lagerung des Hebels in der Büchse 7 ist das Problem.

$_59.JPG

Gernot

Bearbeitet ( von Gernot)

Die Korrektoren sind beim Xantia deutlich anders. Da sind beim hinteren die beiden Arme oft schwergängig. Manchmal so, dass der Bügel der Stabilisatorschelle bricht.

Hier finde ich hier im Forum noch ein Bild der Ausführung im Xantia.

http://www.abload.de/img/hhenkorrektorhintenexpgprn.jpg

Der Aufbau ist zwar anders, das Prinzip ist gleich. Der Xantia hat noch mehr Gelenke, die schwergängig sein können.

Gernot

 

  • Ersteller

Danke für den Tipp mit dem Kettenspray. Ich hatte schon Caramba oder Siliconspray angedacht. Inzwischen macht die Höheneinstellung Kapriolen, bevor sie irgendwann in die gewünschte Stellung geht. Also zuerst Kettenspray, danach LHM-Wechsel. Bei ausbleibendem Erfolg Zerlegen und Reinigen des Höhenreglers. Allerdings muss mir dann  jemand erklären, wie Hydraulikleitungen gelöst und später wieder dicht festgeschraubt werden. Ich hatte bisher noch niemals einen Grund oder eine Gelegenheit, mich an sowas zu wagen. Gibt es dafür eine Anleitung?

Herbert

vor 13 Minuten schrieb HerbertRD:

Inzwischen macht die Höheneinstellung Kapriolen, bevor sie irgendwann in die gewünschte Stellung geht. Also zuerst Kettenspray, danach LHM-Wechsel. Bei ausbleibendem Erfolg Zerlegen und Reinigen des Höhenreglers.

Für die Mechanik: Vor dem Kettenspray oder was auch immer gründlich reinigen. Sonst packst du nur eine Fettschicht auf mutmaßlich vorhandene alte Fettschichten. Darunter rostet es fröhlich weiter.
Für den hydraulischen Teil: Der LHM-Wechsel wird nichts bringen, wenn der Höhenkorrektor mit Abrieb zugesetzt ist. Da hilft nur Ausbauen und Zerlegen und sorgfältig reinigen.
 

Und zur Reinigung des Höhenkorrektors nach dem Zerlegen empfehle ich den Einsatz eines Ultraschallreinigers. 

Am besten das Reinigungs Lhm rein ich komm jetzt nicht auf den Namen. Hatte ich damals in meinen Urxantia gefüllt ,wo die Erstfüllung ab Werk noch drin war und Farbe des Lhm braun war .Den HK zu zerlegen hab ich noch nie gemacht, getauscht hingegen schon .Wichtig weiche die Verschraubung der Leitungen gut ein .Zudem würde ich ein Bremsleitung Schlüsse verwenden. Mfg .

Hallo,

vor 2 Stunden schrieb Henry K:

Am besten das Reinigungs Lhm rein ich komm jetzt nicht auf den Namen.

Hydroclean oder Hydraurinçage. Wird m.W. seit 2018 nicht mehr produziert. Der Franzose hat noch 60 auf Lager. 51 € für 5 Liter.

Grüße
Andreas

Bearbeitet ( von AndreasRS)

vor 14 Stunden schrieb GuenniTCT:

Und zur Reinigung des Höhenkorrektors nach dem Zerlegen empfehle ich den Einsatz eines Ultraschallreinigers. 

Vor dem Zerlegen des Höhenkorrektors sollte dieser aber zunächst mit Bremsenreiniger und z.B. einer Zahnbürste äußerlich von Schmutz befreit werden. Bei allen Arbeiten in diesem Bereich ist Sauberkeit extrem wichtig. Auch das Umfeld des HK gründlich reinigen, damit man nicht bei der Montage irgendwelche Schmutzpartikel wieder "einbaut". Wenn man das alles gut macht, ist das Verhalten der Federung und das gesamte Fahrverhalten danach völlig anders und es lohnt sich auf jeden Fall.

Am 28.9.2021 um 23:01 schrieb HerbertRD:

Allerdings muss mir dann  jemand erklären, wie Hydraulikleitungen gelöst und später wieder dicht festgeschraubt werden. Ich hatte bisher noch niemals einen Grund oder eine Gelegenheit, mich an sowas zu wagen. Gibt es dafür eine Anleitung?

Die Umgebung der zu demontierenden Leitung reinigen. Sauberkeit ist oberste Prämisse, es darf kein Dreck in die Hydraulik eindringen.

Die Überwurfmutter lösen und die Leitung heraus ziehen. Das kann in Einzelfällen durch festgerostete Gewinde und in der Führung verbackene Leitungsenden deutlich erschwert werden.

Auf jeden Fall unbedingt gutes Werkzeug (z.B. Bremsleitungsschlüssel M8 für Federung und M9 für Bremse) verwenden, sonst ist der Sechskant ruckzuck rundgedreht.

Nicht vergessen, die alte Dichttülle aus der Bohrung zu popeln.

Zum Ansetzen der Leitung eine gute gebrauchte, besser neue Dichttülle mit LHM benetzen und auf die Leitung schieben (nicht in die Bohrung!). Dann das Ganze wieder in die Bohrung einführen und das Gewinde zunächst von Hand (!) eindrehen, um es danach mäßig mit einem Schlüssel festzuziehen.

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