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Krieg und Frieden - la fin de léspoir

Hervorgehobene Antworten

vor 21 Minuten schrieb Frank M:

Den brauchen die mir nicht erklären. 
Es ist zutiefst rassistisch

Es kommt auf die "Brille" an. Vielleicht ist er ja realistisch statt rassistisch.

Der Witz bringt es - wie viele jüdische Witze - erschreckend direkt und zackig auf den Punkt. Das Lachen kann einem auch im Halse stecken bleiben.
Soll ich ihn dir erklären?

Morbus Israel
Eine Kolumne von Maxim Biller
Warum regen sich die Deutschen immer so über die Juden des Nahen Ostens auf?  

Artikelzusammenfassung

Ein Deutscher Patient fragt seinen Arzt, ob es normal ist, dass er sich so aufregt, wenn es um Israel geht, und ob das gefährlich für seine Gesundheit ist. Der Arzt fragt nach seiner Meinung zu Israel, woraufhin der Patient den Arzt anschreit und sich aufregt. Der Artikel beschreibt die emotionale Reaktion vieler Deutscher auf das Thema Israel, insbesondere in Bezug auf politische Diskussionen und Talkshows. Es wird die Frage aufgeworfen, warum einige Deutsche so leidenschaftlich über Israel diskutieren, aber andere Konflikte und Gräueltaten nicht ähnlich behandeln. Es wird auch die Enttäuschung der Deutschen über ihre Vergangenheit und die Beziehung zu Israel thematisiert.
Dies ist ein experimentelles Tool. Die Resultate können unvollständig, veraltet oder sogar falsch sein.

Kommt ein Deutscher zum Arzt und sagt: "Herr Doktor, immer, wenn ich über Israel rede, geht sofort mein Puls schneller, und nach dreißig Sekunden brülle ich jeden an, der nicht meiner Meinung ist. Ist das normal? Und wie gefährlich ist es für meine Gesundheit?" "Was ist denn Ihre Meinung zu Israel?", sagt der Arzt. "Hören Sie auf!", schreit der Patient den Arzt an. "Wollen Sie mich umbringen?! Ich sollte mich doch nicht mehr so aufregen!"

Ja, wenn es um Israel geht, um Benjamin Netanjahu und die strategisch richtige, aber unmenschliche Hungerblockade von Gaza oder die rein defensive Iran-Kampagne der IDF, kennen die meisten Deutschen keinen Spaß. Das Drama, das sie dann aufführen, begleitet von der bigotten Beschwörungsformel "Das Völkerrecht! Das Völkerrecht!", mit der sie niemals Leute wie Sinwar oder Ali Chamenei belegen würden, hat nichts mit einer zivilisierten politischen Auseinandersetzung zu tun. Es ähnelt eher einer Teufelsaustreibung am eigenen Leib, ohne Priester und Handbuch, und die Frage ist nur, wer oder was hier der Teufel ist: das schlechte Gewissen des Täterenkels? Oder der ewige Opa und willige Wehrmachtsspieß, der für immer in solchen Leuten steckt?

Neulich zum Beispiel, bei Lanz, der politischen Talkshow für politische Anfänger, das war noch kurz vor dem Israel-Iran-Krieg. Gerade ging es um die EU, Flüchtlinge und den opaken Minister Dobrindt, als sich im entspannt fragenden Gastgeber plötzlich alles zusammenzog. Denn jetzt war der Nahe Osten dran! Er ging in seinem Moderatorenstuhl in eine raubtierhafte Angriffshocke, er zischte und fauchte, statt zu sprechen, und versuchte immer wieder, von seinen Gästen die Aussage zu erpressen, dass Israel im Gazastreifen der Al-Kassam-Brigaden "Kriegsverbrechen" begehe. Und während der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ihm erklärte, wie selbstkritisch und demokratisch die israelische Gesellschaft sei und dass er dieses Land nie aufgeben würde, rollte der nervlich stark angegriffene Moderator mit den Augen wie Elon Musk auf Ketamin.

Was ist sein Problem?, fragte ich mich. Welcher Dybbuk ist in den freundlichen Südtiroler gefahren, der ausgerechnet seit dem 7. Oktober davon besessen ist, die Israelis als mittelalterliche Kindermörder und moderne Kriegsverbrecher zu überführen? Und warum regt er sich nie ähnlich leidenschaftlich über die Endlösungsmullahs von Ghom oder über die dschihadistischen Steinzeitserienkiller der Hamas auf, die seit Jahrzehnten die Menschen von Gaza, Be’eri und Tel Aviv terrorisieren, töten, vergewaltigen? Vielleicht, dachte ich, sollte sich die Lanz-Redaktion zum Beispiel einmal zu einer Sendung über die Hamas aufraffen, über die Hamas und nichts als die Hamas, die ja den ewigen Gazakrieg ganz allein angefangen hat und durch ihre bedingungslose Kapitulation und die Überstellung ihrer noch lebenden Führer nach Den Haag ganz allein beenden könnte.

Bei so einem Hamas-Special wäre dann die Schuldfrage von Anfang an hundertprozentig geklärt, nicht wahr, überlegte ich weiter, und der nervöse Moderator müsste endlich einmal beim Thema Nahost nicht ausflippen. Außerdem könnten seine Redakteure noch ein paar andere leicht entflammbare Islamversteher wie Tilo Jung, Ralf Stegner, Kai Ambos, Kerstin Hellberg und jemanden von Amnesty International einladen – damit auch sie endlich herunterkommen können von ihrem pathologischen, psychisch bestimmt sehr belastenden Anti-Israel-Horrortrip.

Ich selbst habe zum Glück privat mit dem Morbus Israel der Deutschen kaum zu tun, denn bei der Auswahl meiner Freunde achte ich immer darauf, dass kein faules Ei dabei ist, kein Juden- und Israelhasser, aber auch kein eifriger Philosemit, denn bei Eiferern weiß man nie, welcher Glaube ihnen gerade passt. Womit ich beim Kern der neugermanischen Orient-Neurose wäre – der enttäuschten Liebe der Deutschen zu ihren Opfern von früher, locker formuliert. Wie rief vor ein paar Wochen der selbsterklärte Anti-Antisemit und Martin-Walser-Sohn Jakob Augstein in einem Streit-Podcast stocksauer aus? "Ich werde mir von niemandem erklären lassen, was die deutsche Verantwortung für den Holocaust ist!" Dass er dabei genauso enttäuscht klang wie sein biologischer Vater, der einst dem Schoah-Helden und größten deutsch-jüdischen Politiker der Nachkriegszeit Ignatz Bubis vorwarf, ihm seien seine Geschäfte wichtiger als Vergangenheitsbewältigung, wies Augstein jr. – Vorsicht, Ironie! – schon mal als engagierten Freund der Juden aus. Als er dann – gedämpft, aber immerhin – die Hamas eine "Terrororganisation" nannte und die Israelis "unsere Verbündeten", wusste ich endgültig, hier spricht kein Judenhasser, sondern ein Freund, der nur gerade sauer ist, dass es seinen rachitischen, hochgebildeten Idealjuden nicht mehr gibt, der höflich vor der für ihn vorbereiteten Gaskammer ansteht. Oder sich von den iranischen Revolutionsgarden in Atomstaub verwandeln lässt.

Kommt ein Israeli zum Arzt und sagt: "Herr Doktor, ich war gerade vierzig Tage mit meiner Einheit in Gaza und hab keine Lust mehr, auf Araber zu schießen. Was soll ich tun?" "Sie könnten damit natürlich sofort aufhören, wenn Sie wollten", sagt der Arzt, "aber raten würde ich es Ihnen nicht. Auch nicht nach unserer Therapie."

https://www.zeit.de/2025/27/nahost-debatte-juden-antisemitismus-israel?freebie=c13f0d7c

Wenn man den ganzen Artikel liest versteht man auch die Botschaft. Ich würde sagen Herr Köhler „Goldmann“ hat den Witz mutwillig aus dem Kontext gerissen. Und ins umgekehrte gedreht. 
Wahrscheinlich wenn Köhler Rechtsradikale interviewt für den gerechten palästinensischen Zweck, heiligt das in einen anderen Kontext stellen auch schon mal die eingesetzten Mittel.

 

Ich schaue jetzt weiter „Fahrenheit 451“. Oskar Werners rollende Stimme und Akzent hat es mit angetan. Was für ein toller Schauspieler.

„Wir verbrennen sie zu Asche. Und dann verbrennen wir die Asche!“

 

https://youtu.be/P3Kx-uiP0bY?si=xMaWCbA5BUFU1aR5

Bearbeitet ( von Karl Hunsche)

vor 5 Stunden schrieb Ronald:

Morbus Israel
Eine Kolumne von Maxim Biller
Warum regen sich die Deutschen immer so über die Juden des Nahen Ostens auf?  

Artikelzusammenfassung

Ein Deutscher Patient fragt seinen Arzt, ob es normal ist, dass er sich so aufregt, wenn es um Israel geht, und ob das gefährlich für seine Gesundheit ist. Der Arzt fragt nach seiner Meinung zu Israel, woraufhin der Patient den Arzt anschreit und sich aufregt. Der Artikel beschreibt die emotionale Reaktion vieler Deutscher auf das Thema Israel, insbesondere in Bezug auf politische Diskussionen und Talkshows. Es wird die Frage aufgeworfen, warum einige Deutsche so leidenschaftlich über Israel diskutieren, aber andere Konflikte und Gräueltaten nicht ähnlich behandeln. Es wird auch die Enttäuschung der Deutschen über ihre Vergangenheit und die Beziehung zu Israel thematisiert.
Dies ist ein experimentelles Tool. Die Resultate können unvollständig, veraltet oder sogar falsch sein.

Kommt ein Deutscher zum Arzt und sagt: "Herr Doktor, immer, wenn ich über Israel rede, geht sofort mein Puls schneller, und nach dreißig Sekunden brülle ich jeden an, der nicht meiner Meinung ist. Ist das normal? Und wie gefährlich ist es für meine Gesundheit?" "Was ist denn Ihre Meinung zu Israel?", sagt der Arzt. "Hören Sie auf!", schreit der Patient den Arzt an. "Wollen Sie mich umbringen?! Ich sollte mich doch nicht mehr so aufregen!"

Ja, wenn es um Israel geht, um Benjamin Netanjahu und die strategisch richtige, aber unmenschliche Hungerblockade von Gaza oder die rein defensive Iran-Kampagne der IDF, kennen die meisten Deutschen keinen Spaß. Das Drama, das sie dann aufführen, begleitet von der bigotten Beschwörungsformel "Das Völkerrecht! Das Völkerrecht!", mit der sie niemals Leute wie Sinwar oder Ali Chamenei belegen würden, hat nichts mit einer zivilisierten politischen Auseinandersetzung zu tun. Es ähnelt eher einer Teufelsaustreibung am eigenen Leib, ohne Priester und Handbuch, und die Frage ist nur, wer oder was hier der Teufel ist: das schlechte Gewissen des Täterenkels? Oder der ewige Opa und willige Wehrmachtsspieß, der für immer in solchen Leuten steckt?

Neulich zum Beispiel, bei Lanz, der politischen Talkshow für politische Anfänger, das war noch kurz vor dem Israel-Iran-Krieg. Gerade ging es um die EU, Flüchtlinge und den opaken Minister Dobrindt, als sich im entspannt fragenden Gastgeber plötzlich alles zusammenzog. Denn jetzt war der Nahe Osten dran! Er ging in seinem Moderatorenstuhl in eine raubtierhafte Angriffshocke, er zischte und fauchte, statt zu sprechen, und versuchte immer wieder, von seinen Gästen die Aussage zu erpressen, dass Israel im Gazastreifen der Al-Kassam-Brigaden "Kriegsverbrechen" begehe. Und während der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ihm erklärte, wie selbstkritisch und demokratisch die israelische Gesellschaft sei und dass er dieses Land nie aufgeben würde, rollte der nervlich stark angegriffene Moderator mit den Augen wie Elon Musk auf Ketamin.

Was ist sein Problem?, fragte ich mich. Welcher Dybbuk ist in den freundlichen Südtiroler gefahren, der ausgerechnet seit dem 7. Oktober davon besessen ist, die Israelis als mittelalterliche Kindermörder und moderne Kriegsverbrecher zu überführen? Und warum regt er sich nie ähnlich leidenschaftlich über die Endlösungsmullahs von Ghom oder über die dschihadistischen Steinzeitserienkiller der Hamas auf, die seit Jahrzehnten die Menschen von Gaza, Be’eri und Tel Aviv terrorisieren, töten, vergewaltigen? Vielleicht, dachte ich, sollte sich die Lanz-Redaktion zum Beispiel einmal zu einer Sendung über die Hamas aufraffen, über die Hamas und nichts als die Hamas, die ja den ewigen Gazakrieg ganz allein angefangen hat und durch ihre bedingungslose Kapitulation und die Überstellung ihrer noch lebenden Führer nach Den Haag ganz allein beenden könnte.

Bei so einem Hamas-Special wäre dann die Schuldfrage von Anfang an hundertprozentig geklärt, nicht wahr, überlegte ich weiter, und der nervöse Moderator müsste endlich einmal beim Thema Nahost nicht ausflippen. Außerdem könnten seine Redakteure noch ein paar andere leicht entflammbare Islamversteher wie Tilo Jung, Ralf Stegner, Kai Ambos, Kerstin Hellberg und jemanden von Amnesty International einladen – damit auch sie endlich herunterkommen können von ihrem pathologischen, psychisch bestimmt sehr belastenden Anti-Israel-Horrortrip.

Ich selbst habe zum Glück privat mit dem Morbus Israel der Deutschen kaum zu tun, denn bei der Auswahl meiner Freunde achte ich immer darauf, dass kein faules Ei dabei ist, kein Juden- und Israelhasser, aber auch kein eifriger Philosemit, denn bei Eiferern weiß man nie, welcher Glaube ihnen gerade passt. Womit ich beim Kern der neugermanischen Orient-Neurose wäre – der enttäuschten Liebe der Deutschen zu ihren Opfern von früher, locker formuliert. Wie rief vor ein paar Wochen der selbsterklärte Anti-Antisemit und Martin-Walser-Sohn Jakob Augstein in einem Streit-Podcast stocksauer aus? "Ich werde mir von niemandem erklären lassen, was die deutsche Verantwortung für den Holocaust ist!" Dass er dabei genauso enttäuscht klang wie sein biologischer Vater, der einst dem Schoah-Helden und größten deutsch-jüdischen Politiker der Nachkriegszeit Ignatz Bubis vorwarf, ihm seien seine Geschäfte wichtiger als Vergangenheitsbewältigung, wies Augstein jr. – Vorsicht, Ironie! – schon mal als engagierten Freund der Juden aus. Als er dann – gedämpft, aber immerhin – die Hamas eine "Terrororganisation" nannte und die Israelis "unsere Verbündeten", wusste ich endgültig, hier spricht kein Judenhasser, sondern ein Freund, der nur gerade sauer ist, dass es seinen rachitischen, hochgebildeten Idealjuden nicht mehr gibt, der höflich vor der für ihn vorbereiteten Gaskammer ansteht. Oder sich von den iranischen Revolutionsgarden in Atomstaub verwandeln lässt.

Kommt ein Israeli zum Arzt und sagt: "Herr Doktor, ich war gerade vierzig Tage mit meiner Einheit in Gaza und hab keine Lust mehr, auf Araber zu schießen. Was soll ich tun?" "Sie könnten damit natürlich sofort aufhören, wenn Sie wollten", sagt der Arzt, "aber raten würde ich es Ihnen nicht. Auch nicht nach unserer Therapie."

https://www.zeit.de/2025/27/nahost-debatte-juden-antisemitismus-israel?freebie=c13f0d7c

Корі:

redaktion@zeit.de~

Betreff: Rückruf Koffergeschichte

Von: Behzad Karim khani -

Liebe

liebe Zeit-Redaktion,

hiermit möchte ich meinen Text mit dem Titel „l'm new here!" zurückrufen.

Der Grund dafür ist die Veröffentlichung des Artikels „Morbus

Israel" von Maxim Biller.

Es ist unter meiner Würde in einem Blatt zu veröffentlichen, dessen Redaktion nicht genügend Anstand und Geschmack zu besitzen scheint, einen dermaßen widerwärtigen, von Hass, Rassismus und Idiotie triefenden (Verzeihen Sie es mir oder lassen Sie es sein!) Dreck zu drucken.

Fairerweise möchte ich Ihnen hier auch mitteilen, dass ich diese Nachricht öffentlich machen werde.

Ich bitte um Bestätigung des Eingangs.

Grüße,

B. Karim Khani

behzad.karim.khani Put

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Behzad_Karim_Khani

Bearbeitet ( von Frank M)

vor 29 Minuten schrieb Frank M:

Корі:

redaktion@zeit.de~

Betreff: Rückruf Koffergeschichte

Von: Behzad Karim khani -

Liebe

liebe Zeit-Redaktion,

hiermit möchte ich meinen Text mit dem Titel „l'm new here!" zurückrufen.

Der Grund dafür ist die Veröffentlichung des Artikels „Morbus

Israel" von Maxim Biller.

Es ist unter meiner Würde in einem Blatt zu veröffentlichen, dessen Redaktion nicht genügend Anstand und Geschmack zu besitzen scheint, einen dermaßen widerwärtigen, von Hass, Rassismus und Idiotie triefenden (Verzeihen Sie es mir oder lassen Sie es sein!) Dreck zu drucken.

Fairerweise möchte ich Ihnen hier auch mitteilen, dass ich diese Nachricht öffentlich machen werde.

Ich bitte um Bestätigung des Eingangs.

Grüße,

B. Karim Khani

behzad.karim.khani Put

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Behzad_Karim_Khani

https://www.zeit.de/2025/27/nahost-debatte-juden-antisemitismus-israel
Hinweis, 26.06.2025: Der an dieser Stelle erschienene Beitrag enthielt mehrere Formulierungen, die nicht den Standards der ZEIT entsprechen. Unsere aufwändige redaktionelle Qualitätssicherung hat leider nicht gegriffen. Wir haben den Text deshalb nachträglich depubliziert.

Hat wohl gewirkt.

 

vor 19 Minuten schrieb Frank M:

 

Hat wohl gewirkt.

 

Ich finde diesen halbherzigen Rueckzug, angesichts der Diskrepanz zur Hysterie, die fakisch fast jede Kritik an Israel zum Rassismus macht, nicht ausreichend. Man kann die Meinungsfreiheit sehr weit stecken, dann aber bitte fuer alle! 

 

vor 19 Minuten schrieb Frank M:

nachträglich depubliziert.

Hat wohl gewirkt.

Bin traurig. Da ist wieder mal jemand eingeknickt (nämlich die Redaktion der "Zeit"), weil sich irgend ein pseudo-prominenter Autor mit Migrationshintergrund (also wohl aus der "linken Blase") empörte. Über die satirische Kolumne eines Juden. Der - aus meiner Sicht treffend - aufzeigte, warum der Deutsche sich so leidenschaftlich über den Israel-Konflikt empört. Aufzeigte, dass es "merkwürdig" ist, dass der Deutsche sich nur über den Israel-Konflikt empört.

Biller betitelt den Artikel mit "Morbus Israel", was andeutet, dass die deutsche Lust an der Empörung in Bezug auf Israel auch etwas Krankhaftes (oder Zwanghaftes) hat. Und weil das Thema eigentlich unerträglich ist, packt er es in eine Satire. In eine Form also, bei der boshafter Spott und Bissigkeit zur Kunstform gehören. Denn anders ist die Lust (hier der Deutschen), Israel so verbissen zu kritisieren, für einen Juden gar nicht zu ertragen.

Und dann kommt also so ein Deutscher. Oder ein Iraner. Oder ein Deutsch-Iraner. Und ist leidenschaftlich empört. Über den Juden. Und merkt nicht, dass Billers bissige Kolumne genau Leute wie ihn aufs Korn nimmt. Oder merkt es doch - und ist "not amused". Und interveniert: Billers Text muss weg! Sofort canceln!

vor 10 Minuten schrieb fgee:

Bin traurig. Da ist wieder mal jemand eingeknickt (nämlich die Redaktion der "Zeit"), weil sich irgend ein pseudo-prominenter Autor mit Migrationshintergrund (also wohl aus der "linken Blase") empörte. Über die satirische Kolumne eines Juden. Der - aus meiner Sicht treffend - aufzeigte, warum der Deutsche sich so leidenschaftlich über den Israel-Konflikt empört. Aufzeigte, dass es "merkwürdig" ist, dass der Deutsche sich nur über den Israel-Konflikt empört.

Biller betitelt den Artikel mit "Morbus Israel", was andeutet, dass die deutsche Lust an der Empörung in Bezug auf Israel auch etwas Krankhaftes (oder Zwanghaftes) hat. Und weil das Thema eigentlich unerträglich ist, packt er es in eine Satire. In eine Form also, bei der boshafter Spott und Bissigkeit zur Kunstform gehören. Denn anders ist die Lust (hier der Deutschen), Israel so verbissen zu kritisieren, für einen Juden gar nicht zu ertragen.

Und dann kommt also so ein Deutscher. Oder ein Iraner. Oder ein Deutsch-Iraner. Und ist leidenschaftlich empört. Über den Juden. Und merkt nicht, dass Billers bissige Kolumne genau Leute wie ihn aufs Korn nimmt. Oder merkt es doch - und ist "not amused". Und interveniert: Billers Text muss weg! Sofort canceln!

Sei nicht traurig .

Es gibt noch genug Menschen die für Israel ins Kriegshorn blasen . 

 

Eins kann man jetzt schon sagen. 
Bibi hat sich wohlmöglich mit dem Angriff auf den Iran massiv verzockt.

Das so schnell ein Waffenstillstand kam , deutet auf eine Erkenntnis hin.

Israel gehen schlicht und ergreifend die Raketen aus. 
So geschrieben im Wall Street Journal.
Und Nachschub kommt nicht richtig hinterher weil sich auch die US-Lager langsam lichten. Das ist wahrscheinlich auch der Unterstützung der Ukraine geschuldet. 
Das Raketenlieferungen an die Ukraine nach Israel umgeleitet werden mussten stützt diese Analyse. 
 

Folgendes hab ich auf FB gelesen. Kann das nicht verifizieren, aber könnte wenn das stimmt auch ein Grund sein:

Einige der Ziele in Israel die vom Iran getroffen wurden

Schätzungen zufolge sind ca. 20 bis 30 Prozent der militärischen und ökonomischen sowie zivilen Infrastruktur entweder zerstört oder schwer beschädigt.

• Al-Jalil Military Base
• Haifa Port
• Haifa Power Plant
• Haifa Oil Refinery
• Tel Nof Airbase
• Mossad HQ
• Kiryah Base, Military command HQ
• Kiryat Gat Industrial City Technology
• Israeli Ministry of Defense C&C centre
• Rafael Company Supplier of defense systems
• Hadar Power Plant
• Ben Gurion Airport
• Weizmann Scientific Institute
• Israel Nuclear Research Center in the Negev
• Nevatim Airbase
• Ovda Airbase
• Unit 8200 Cyber Operations

Auch ökonomisch wird es für Israel immer usseliger. 
Ein Abfang einer iranischen Rakete , die wohl ca. 40000 Dolllar kostet , kostet Israel 4 Millionen Dollar. 
Das kann nur durch massive Milliarden Finanzspritzen der USA gestemmt werden.

( Artikel NTV )

Tja, da sitzt Trump. Der Dealmaker. 
Frage ist , wie lange er die Unterstützung Israels noch für eine gute Idee hält.

 

 

 

vor 7 Stunden schrieb Frank M:

Frage ist , wie lange er die Unterstützung Israels noch für eine gute Idee hält.

Solange Kushner Einfluss hat.

https://taz.de/Russische-Kanaele-feiern-Brand-in-Erfurt/!6096894/

Zitat

„Dieser mögliche Sabotageakt hat eine neue Qualität“

Prorussische Onlinekanäle feiern einen Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge in Erfurt. Thüringens Innenminister Georg Maier zeigt sich alarmiert.

 

Soviel zum Thema der Iran steht kurz vor der Atombombe, darum mussten wir uns wieder "selbstverteidigen" …

IMG-7539.jpg

 

Laut Haaretz wird eine der Einheiten, die den direkten Befehl zum Feuern auf Zivilisten in der Nähe von UN-Hilfslastwagen gaben, von YEHUDA VACH kommandiert. Es handelt sich um denselben Mann, der für die Morde an den Teenagern Yahya Al-Hilu (15) und Muhammad Salouha (16) am 21. September 2024 verantwortlich ist, als sie auf Nahrungssuche waren.

Mohammed wurde von sieben Kugeln in Brust und Bauch getroffen und verblutete stundenlang, bevor er starb.

Yahya versuchte, Muhammad zu helfen, wurde jedoch von einer Granate getroffen und sofort getötet.

In einer Haaretz-Recherche sagte ein Mitglied von Vachs 252. Division aus: „Einmal entdeckten Wachen jemanden, der sich von Süden näherte. Wir reagierten, als wäre es ein großer Angriff der Militanten. Wir bezogen Stellung und eröffneten das Feuer. Ich rede von Dutzenden Kugeln, vielleicht mehr. Etwa ein oder zwei Minuten lang schossen wir ununterbrochen auf die Leiche. Die Leute um mich herum schossen und lachten. Doch damit war der Vorfall noch nicht zu Ende. Wir näherten uns der blutüberströmten Leiche, fotografierten sie und nahmen das Telefon mit. Er war nur ein Junge, vielleicht 16.“ Ein Geheimdienstoffizier sammelte die Gegenstände ein, und Stunden später erfuhren die Kämpfer, dass der Junge kein Hamas-Mitglied, sondern nur ein Zivilist war.
„An diesem Abend gratulierte uns unser Bataillonskommandeur zur Tötung eines Terroristen und sagte, er hoffe, wir würden morgen zehn weitere töten“, fügt der Kämpfer hinzu. „Als jemand darauf hinwies, dass er unbewaffnet war und wie ein Zivilist aussah, schrien ihn alle nieder.“ Der Kommandant sagte: „Jeder, der die Grenze überschreitet, ist ein Terrorist, keine Ausnahmen, keine Zivilisten. Jeder ist ein Terrorist.“ Das beunruhigte mich zutiefst – habe ich dafür mein Zuhause verlassen, um in einem mäuseverseuchten Gebäude zu schlafen? Um unbewaffnete Menschen zu erschießen?“

Augenzeugenberichte und dokumentierte Berichte bestätigen, dass diese Tötungen Teil einer umfassenden, von Vach orchestrierten Vernichtungsstrategie waren.

Alle Einzelheiten zum Fall: https://s.mtrbio.com/xdwrhcyuba

Und falls Sie es verpasst haben: ⚠️IDF-Soldaten erhielten den Befehl, gezielt auf unbewaffnete Gazaner zu schießen, die auf humanitäre Hilfe warteten. Hilfe:

https://www.haaretz.com/israel-news/2025-06-27/ty-article-magazine/.premium/idf-soldiers-ordered-to-shoot-deliberately-at-unarmed-gazans-waiting-for-humanitarian-aid/00000197-ad8e-de01-a39f-ffbe33780000

 

https://www.aa.com.tr/en/middle-east/israeli-soldiers-deliberately-shoot-at-unarmed-gazans-near-aid-sites-report-/3614971

 

vor 25 Minuten schrieb Frank M:

Das beunruhigte mich zutiefst – habe ich dafür mein Zuhause verlassen, um in einem mäuseverseuchten Gebäude zu schlafen? Um unbewaffnete Menschen zu erschießen?“

Wer keine Lust hat, auf Araber zu schießen, der muss mal zum Arzt gehen. Das ist doch der "Witz". Wer da nicht lacht gehört zweifelsfrei zur linken Blase und/oder hat 'ne Völkerrechtspsychose. Lies nach bei Maxim Biller ...

vor 1 Stunde schrieb magoo:

Wer keine Lust hat, auf Araber zu schießen, der muss mal zum Arzt gehen. Das ist doch der "Witz". 

Das ist nur die "Oberfläche" des Witzes.

Unter der Oberfläche des Witzes kommen folgende Themen zum Vorschein, die alle auch in ihm enthalten sind:
• Juden haben es satt, auf Araber zu schiessen
• Juden sind traumatisiert davon, auf Araber zu schiessen
• und gehen deshalb zum Arzt, wo sie therapiert werden
• gleichwohl ist es nötig, sich zu verteidigen, ansonsten die Araber auf Juden schiessen (das wäre die eigentliche "Pointe", wenn sie bloss lustig wäre)

Konnte man natürlich alles nicht erkennen. Weil der Witz war ja bloss "rassistisch" und überhaupt.

Der beste Kommentar zum Thema. Behzad Karim-Khani zur Causa Biller. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. 

Der Hass-Mann 

Kommt ein Palästinenser aus Gaza zum Arzt und sagt: „Herr Doktor, ich bin mit meiner Einheit durch den Zaun! Wir haben Israelis getötet, bis mir die Lust verging. Was soll ich tun?“ Sagt der Arzt: „Sie könnten natürlich einfach damit aufhören, aber raten würde ich es Ihnen nicht.“ Wenn Sie jetzt, liebe Leserinnen und Leser, angewidert von dieser Geschmacklosigkeit, die vorgibt, ein Witz zu sein, sich fragen, wie zur Hölle sie es in eine Zeitung geschafft hat, dann ist Ihre Reaktion nichts anderes als absolut richtig. Seien Sie versichert, der Autor dieser Zeilen empfindet da mit Ihnen. Und dennoch stehen sie da. Sie haben sich nicht verlesen.

Diese Zeilen sind ein Test. Viel eher ein einfaches Mittel, ein – zugegeben nicht sonderlich eleganter – Trick, den jeder Palästinenser in Deutschland kennt. Kennen muss. Wenn sie einmal mit einem gesprochen haben, ist es Ihnen vielleicht schon aufgefallen, wie irgendwann der Satz gefallen ist: „Stellen Sie sich mal vor, das würde man über einen Israeli sagen!“ Oder „… mit Juden machen“. Es wird eine Situation gewesen sein, in der die Person versucht hat, die deutsche Blindheit gegenüber seinem eigenen oder dem Leid seiner Leute zu schildern. Wissen Sie, warum sie das tun? Ich kann es Ihnen erklären.

Die Entmenschlichung der Palästinenser ist in Deutschland – und das nicht erst seit dem 7. Oktober – dermaßen vorangeschritten, die Taubheit für ihren Schmerz so offiziell, dass sie wissen, man muss ihr Leid als das einer anderen Volksgruppe vorgestellt bekommen, um es als ein menschliches wahrzunehmen. Und seien Sie ehrlich, haben Sie sich dann vorgestellt, was wäre, wenn man das über einen Juden gesagt hätte? Haben Sie nicht. Daher habe ich es mir erlaubt, das für Sie zu übernehmen. Der Witz, den sie da oben gelesen haben, und der keiner ist, ist in einer renommierten Zeitung erschienen. Nur eben andersherum. Also mit einem Juden, der Unmengen an Palästinensern getötet hat, und dem Arzt, der ihm abrät, damit aufzuhören.

Die Zeitung ist die Zeit. Der Autor Maxim Biller. Das Land heißt Deutschland. Der restliche Text der Kolumne ist nicht besser. Langweiliger schon, aber nicht besser. Ein stumpf polemisches Hasbara-Bullshit-Stakkato aus „Aber Hamas!“-Whataboutismen, ungehemmtem Rassismus, irgendwas mit Erinnerungskultur, Islamophobie, sehr wenig Wissen, sehr viel Hass und das alles sicherheitshalber auf Steroide gesetzt.
Ach ja, zwischendurch wird das Aushungern von etwa zwei Millionen Menschen als strategisch richtig und das Völkerrecht als bigotte Beschwörungsformel bezeichnet. Ernsthaft verranntes Zeug aus der Biller-Welt, in der alles exakt eine Ursache besitzt: Judenhass. Und dieser fängt praktisch links von Smotrich an. Biller halt.

Biller kommt aus einer Zeit, in der es noch chic war, wenn über einen gesagt wurde, man sei „eine Marke“. Und er hat es nicht mitbekommen, dass diese Zeiten vorbei sind und dass es eine Linie gibt zwischen „eine Marke sein“ und ein „one trick pony“. Die Marke des 64-Jährigen, und jetzt wird es noch einmal anders traurig, ist die des Angry Young Man. Er ist da nie rausgewachsen. Immer hat er nur die Dosis erhöht. Immer nur mehr Geschmacksverstärker reingeschüttet. Und auch als sich viele, sehr viele von ihm abgewandt haben, der Zeit hat es immer noch geschmeckt.

Vor etwa einem Jahr war auch ich dran.

Vielleicht kurz zu mir: Ich habe die israelische Politik immer schon kritisiert. Laut und vehement. Die Staatsräson. Die Erinnerungskultur, die für mich eine Selbstlüge ist. Weiter bin ich nie gegangen. Auch in mir nicht. Versteckt nicht. Nie.

Wenn ich mit israelischen Freunden in einen Laden ging, wo viele Araber waren, und wir gefragt wurden, woher wir kommen, habe ich mich als Israeli vorgestellt, um das Wasser zu testen. Wissend, dass ich es im Notfall schnell auflösen könnte, indem ich die Wahrheit sage. Ich bin Iraner.

Ich habe immer diskutiert mit den Kids auf der Straße, die schlicht nicht wussten, dass es den Holocaust gegeben hat. Die Zweifel hatten. Ich war nie auf einer Demo. Ich habe nie „Free Palestine“ gerufen. Wenn man mich als pro-palästinensisch bezeichnet hat, habe ich es verneint. Ich bin pro Gerechtigkeit. 

Als Ahmadinejad an der Macht war, habe ich mit einem israelischen Freund ein Kollektiv aufgebaut und gemeinsame Partys veranstaltet. Haaretz hat über uns geschrieben. Wir waren im israelischen Fernsehen.

Ich bin umgeben von israelischen und jüdischen Kolleg:innen, habe Freunde in Israel. Bei jeder Gelegenheit sage ich, dass ich eine Bahnverbindung zwischen Teheran und Tel Aviv wünsche. Bei meiner einzigen Begegnung mit Biller bin ich auf ihn zugegangen mit den Worten: „Wenn ich Ihnen auch die Hand geben dürfte.“ Das war mein erster Satz.

Das alles macht mich nicht unfehlbar. Natürlich kann mir trotzdem etwas rausrutschen, das als antisemitisch verstanden werden kann. Wie mir auch etwas Rassistisches, Homophobes, Sexistisches, schlichtweg Dummes rausrutschen kann. Aber ich bin lernfähig. Man kann mir sagen, was problematisch ist. Auch Biller, mit dem ich hin und wieder privat Nachrichten geschrieben habe, hätte mir jederzeit sagen können, was er als Problem lokalisiert hat. Stattdessen nannte er mich in seiner Zeit-Kolumne einfach mal „unseren Céline“.

Da reicht ja auch Antisemit nicht mehr. Es muss jemand her, der Dinge gesagt hat wie „Ich bin kein Nazi, ich bin Hitlerianer.“ Ich habe der Kontaktseite der Zeit und sieben ihrer Redakteure und Journalisten geschrieben, dass das nicht in Ordnung ist. Leute, mit denen ich Kontakt hatte. Teils beruflichen, teils auch privaten. Bis auf Ronald Düker, mit dem ich wirklich befreundet bin, hat es keiner für nötig empfunden, auch nur zu antworten. Nicht einer. Ijoma Mangold nicht, Dirk Peitz nicht, Nils Markwardt nicht, Annabel Wahba nicht, Johannes Schneider nicht, David Hugendick nicht, die offizielle Kontaktstelle der Redaktion nicht.

Die Redaktion, aus der nur die Lifestyle-Ressorts oder der Sport-Teil mich anschreiben und einen Artikel wollen. Nie aber die Politik.

Auch dieses Mal hatte mich eines ihrer Hygge-Ressorts („Entdecken“) um einen Text gebeten. Die Redakteurin ist recht begeistert: Er solle Ende Juli erscheinen. Als ich Billers „Alles Judenhasser außer Mutti“-Touretteanfall lese, weiß ich, dass ich in der Zeit nicht nur diesen Text nicht veröffentlicht sehen möchte, sondern gar keinen mehr von mir. Ich schreibe der Redakteurin wie auch der offiziellen Kontaktstelle. Ich schreibe, dass es unter meiner Würde ist, in einem Blatt zu veröffentlichen, das nicht genügend Anstand und Geschmack besitzt, diesen Dreck nicht zu drucken. Fairerweise sage ich dazu, dass ich mein Schreiben öffentlich machen werde. Ich bin keine große Nummer auf Instagram, aber mein Post wird geteilt und erreicht eine für mich rekordverdächtige Zahl von Aufrufen. Als ich es poste, sehe ich, dass ich nicht der erste bin. Und ich werde nicht der letzte sein. Mehrere Autoren kündigen die Mitarbeit mit der Zeit, andere rufen zum Boykott auf, Follower schicken mir ihre Abo-Kündigungen.

Und das ist dann wohl die Sprache, die jede Redaktion versteht. Kurze Zeit später wird zum letzten Mittel gegriffen und die Kolumne von Biller depubliziert. Teilerfolg, mag man denken. Nicht aber, wenn man die offizielle Stellungnahme der Zeit-Redaktion liest. Die klingt wie die Ausrede eines Zwölfjährigen, der vor den Eltern steht und seine Sechs erklären muss. 

Kennen Sie das? Wenn Kinder dann behaupten, sogar besonders viel geübt zu haben? Und man tiefer greifende Dinge infrage stellt als die Sechs?

So behauptet die Zeit hier tone deaf eine „aufwändige redaktionelle Qualitätssicherung“, die aber nicht gegriffen hätte. Die Quadratur des Kreises, mit der sie versucht, Schadenbegrenzung zu betreiben, lässt tief blicken. Man habe seine Arbeit gemacht. Sogar sehr gründlich. Fehler passieren nun mal, aber man habe reagiert.

Man will den Apfel teilen, aber auch behalten. Was natürlich nicht geht, denn mehr als zwei Möglichkeiten gibt es ja nicht: Entweder man hat schlampig bis gar nicht gearbeitet, dann ist ein Fehler passiert. Oder eben man hat – wie die Zeit es behauptet – seine Arbeit gründlich gemacht, allerdings kein Problem gesehen. Vielleicht, weil man in der Redaktion Menschen sitzen hat, die Billers Haltung, vielleicht sogar seinen Enthusiasmus für den Genozid teilen. Eine dritte Möglichkeit gibt es schlicht nicht. Auf Nachfrage kommt die gewöhnliche offizielle Lustlosigkeit aus Distanzierung zum Statement, gleichzeitig müsse man verstehen, dass sie sich nicht in die Karten schauen lassen möchten. Und so weiter.

Wie vielen Redakteuren der Zeit ist hier ein- und derselbe Fehler passiert?

Ich bin seit Kurzem Herausgeber der Weltbühne, sitze in einer im Vergleich zu der Zeit nahezu miniaturhaften Redaktion. Ein Text, der bei uns erscheint, ist von mindestens fünf Mitarbeitern gelesen worden. Wie wird es wohl aussehen, wenn die Zeit aufwändige Qualitätssicherung betreibt? Wie vielen Redakteuren ist hier ein- und derselbe Fehler passiert? Auch im Gespräch mit der Redakteurin klingt alles nach Versehen und Oopsi. Ich greife zu dem Mittel, das ich oben beschrieben habe. „Stellen Sie sich vor, jemand hätte so etwas über Juden geschrieben. Wäre der Fehler auch dann passiert?“ Sie entscheidet sich, das kommentarlos stehen zu lassen.

Einen Kommentar möchte ich hingegen hier hinterlassen: Kurz bevor Biller seinen Tiraden losgelassen hat, veröffentlichte die israelische Zeitung Haaretz einen Artikel über eine Meinungsumfrage, nach der 82 Prozent der Israelis einer Zwangsumsiedlung, also einer ethnischen Säuberung, und 47 Prozent der Tötung aller Bewohner Gazas zustimmen.

Es sieht aus wie Hass, ist aber Angst, hat mal jemand gesagt. Wenn man Biller mal persönlich begegnet ist, versteht man den Satz sofort. Biller ist der klassische Angstbeißer. Ein gebrechlicher, schreckhafter Mann. Zynisch, berechnend und ungehobelt. Das mit Ticks und Phobien randgefüllte Klischee des in beiderlei Hinsicht unsportlichen Großstadtneurotikers. Wer ihn mal kennenlernen musste, wird mir recht geben. Wer ihn mal kennenlernen musste, weiß auch, dass es keine zwanzig Minuten braucht, bis man weiß, wo der Hass- und Angstmann politisch steht. Und wer das weiß, braucht keine große Fantasie, um zu wissen, wie Biller bei der Umfrage geantwortet hätte. Biller ist nicht pro-israelisch, er ist ausdrücklich anti-palästinensisch, anti-arabisch, anti-muslimisch. Auch das steht sehr deutlich in diesem Artikel.

Wer Billers Stilmittel kennt, kennt auch den Unterschied zwischen ihm und seinem lyrischen Ich. Der zweite hat den Mumm, die Dinge zu sagen, die sich der erste nicht traut. Und auch mal die Dinge, die justiziabel werden könnten. Manchmal hat er auch mehr Muskeln als Biller und kann eine Knarre halten. Man darf also vermuten, dass bei dem Witz mit dem Arzt und dem Soldaten Biller tatsächlich in beiden Figuren steckt. Der mit Kriegsverbrechen prahlende IDF übt die Gewaltfantasien des lauchartigen Autors aus, der sich schon an einer kleinkalibrigen Pistole eher selbst verletzten würde, als einen Schuss abgefeuert zu bekommen. Und dem Arzt wird er wohl seinen Rassismus und seine Menschenverachtung eingehaucht haben.

Wie er das macht? Wenn Sie erlauben…

Kommt Maxim Biller zum Arzt.

„Herr Doktor, meine Kolumne ist Dreck, meine Polemik schwach, als Kritiker habe ich versagt, mich als Juror lächerlich gemacht. Das letzte Mal, als ich ein gutes Buch geschrieben habe, war, nie. Ich habe Persönlichkeitsrechte meiner Ex-Freundin und ihrer Mutter verletzt, die Vorhaut meines Kollegen im Feuilleton besprochen. Ich habe Faschisten bejubelt und Völkermord. Ich habe den Moralisten raushängen lassen und war selbst voller Ekel und Verachtung. Ich habe denunziert! Beleidigt und gelogen! Jahrelang bin ich ohne ein einziges Argument ausgekommen. Ich habe andere angestachelt, mir das gleich zu tun. Und man hat mir Preise überreicht. Keine richtigen, nur Kleinkram, aber immerhin. Aufträge habe ich bekommen. Sendungen, Auftritte und Kolumnen. In keinem anderen Land der Welt hätte man mich das machen lassen. Jetzt habe ich das Gefühl, das hätte mit den Schuldgefühlen der Deutschen zu tun. Und ich hasse sie dafür.“
„Aber Sie sagen, sie bekommen so viel geschenkt. Wieso der Hass? Weil es Ihnen schwer fällt, Danke zu sagen?“
„Nein, weil ich mich so nicht spüren kann. Woher soll ich wissen, ob ich gut bin?“
Der Doktor nickt bedächtig, hält ihm den linken Zeigefinger vors Gesicht und sagt: „Schauen Sie mal mit beiden Augen auf meinen Finger!“ Dann holt er mit rechts aus und gibt ihm eine Ohrfeige, die man bis ins Nebenzimmer hören kann. Biller rappelt sich vom Boden auf und während er nach seiner Brille sucht, fragt er, wofür das gut gewesen sein sollte.
„Für mich.“ Antwortet der Arzt.
„Und meine Probleme?“ 
„Die können Sie der Zeit-Redaktion aufzählen. Ich bin Arzt.“
Der Schriftsteller Behzad Karim Khani ist Herausgeber der Weltbühne, die im Berliner Verlag erscheint, und Kolumnist der Berliner Zeitung.

Cancel-Culture reicht auch schon nicht mehr. - Nachtreten ist in.

Irgendwann, bestikmmt nicht mehr in dem Fall, wird das zum Bumerang.

Ich sag ja nur.

Kultur ist das nicht. Keine jedenfalls, die der Rede wert wäre, geschwiegen des Aufschreibens.

vor 28 Minuten schrieb bluedog:

Cancel-Culture reicht auch schon nicht mehr. - Nachtreten ist in.

Irgendwann, bestikmmt nicht mehr in dem Fall, wird das zum Bumerang.

Ich sag ja nur.

Kultur ist das nicht. Keine jedenfalls, die der Rede wert wäre, geschwiegen des Aufschreibens.

Ja, da muss ich Dir recht geben. Ein wenig weniger wäre besser gewesen. Sprich , der zweite Teil war wirklich unnötig.

Die Weltbühne ist im gleichen Eigentum, wie die Berliner Zeitung.
Aus Wikipedia:

…Zum Verlegerwechsel veröffentlichten die beiden Käufer Friedrich in ihrem Blatt einen medial kritisch rezipierten Essay (Was wir wollen), an dem der ehemalige Chefredakteur der Berliner Zeitung Uwe Vorkötter und einzelne Kritiker Parallelen zu AfD- und Pegida-Rhetorik beanstandeten.[12][21][22][1][23][24][25][26] In dem „Manifest“ zeigte das Ehepaar Friedrich unter anderem Verständnis für Wladimir Putins Politik und formulierte vehemente EU-Skepsis. Zudem forderte Friedrich Dankbarkeit gegenüber Egon Krenz, „weil er damals, als die Mauer fiel, nicht habe schießen lassen…

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Holger_Friedrich_(Unternehmer)

Nur dass niemand denkt, das wäre ein Blatt aus der linken Ecke.

vor 12 Stunden schrieb bluedog:

Cancel-Culture reicht auch schon nicht mehr. - Nachtreten ist in.

Gut. Dann halten wir für's Protokoll fest:

1. Das Aushungern und Erschießen ist kein "Pallywood" sondern findet statt.

2. Opfer sind nicht die es erleiden sondern die es tun und rechtfertigen.

3. Umgekehrt wäre es schließlich kein "Witz".

4. Man wird ja noch Witze machen dürfen ...

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