8. Juli 20251 J. vor 1 Stunde schrieb Kugelblitz: Das ist doch der Sinn dieses Fadens, wie mir scheint. Schreiben um des Schreibens (Rechthabens) willen. Deiner vielleicht!
8. Juli 20251 J. vor 6 Minuten schrieb MatthiasM: Deiner vielleicht! Nee, hatte ich eher bei Frank und dir vermutet, ich war ja hier nicht mehr wirklich aktiv.
8. Juli 20251 J. vor 6 Stunden schrieb Kugelblitz: Nee, hatte ich eher bei Frank und dir vermutet, ich war ja hier nicht mehr wirklich aktiv. Dann aber bitte auch Karl/Götz der Vollständigkeit halber. Und es sind idR diese flachen Bildzeitungsnarative die mich triggert. Auf Fakten wird da dann auch nicht reagiert, die nicht dem eigenen Narrativ entsprechen. Darum dreht man sich im Kreis. Bearbeitet (8. Juli 20251 J. von Frank M)
8. Juli 20251 J. vor einer Stunde schrieb Kugelblitz: Nee, hatte ich eher bei Frank und dir vermutet, ich war ja hier nicht mehr wirklich aktiv. Ja, die Christen eben, viel Vermuten und Glauben, wenig Wissen 😂.
8. Juli 20251 J. vor 35 Minuten schrieb Frank M: teasern. Ich empfehle tasern. Danach ist eine Weile Ruhe.
8. Juli 20251 J. https://www.tagesschau.de/ausland/asien/china-auswaertiges-amt-laserangriff-100.html Zitat Bei der EU-Mission gegen die Huthi-Miliz im Roten Meer ist offenbar ein deutsches Flugzeug von China per Laser ins Visier genommen worden. Das Auswärtige Amt nennt das "inakzeptabel" und bestellte den chinesischen Botschafter ein. Zitat Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa ereignete sich der Vorfall Anfang Juli, als ein deutsches Flugzeug zu einem Überwachungsflug über dem Seegebiet unterwegs war. Dabei sei festgestellt worden, dass von einem chinesischen Kriegsschiff aus ein Laser auf die Maschine gerichtet wurde. Das Anstrahlen mit einem Laser gilt im Militär mindestens als Drohgebärde.
8. Juli 20251 J. vor 6 Minuten schrieb MatthiasM: Ja, die Christen eben, viel Vermuten und Glauben, wenig Wissen 😂. Äußerst schwache Theorie.
8. Juli 20251 J. vor 5 Stunden schrieb Auto nom: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/china-auswaertiges-amt-laserangriff-100.html Warum sollten diese ach so friedlichen Chinesen plötzlich sowas machen ?? Wahrscheinlich weil sie MIT zu Putins Schurkenreich Fangruppe gehören… die bösen eben.
8. Juli 20251 J. Haaretz: Verteidigungsminister erklärt, Israel plane, die gesamte Bevölkerung Gazas in einer „humanitären“ Zone auf den Ruinen von Rafah zu konzentrieren. Israel Katz erklärte, der Plan, der auf einen geplanten 60-tägigen Waffenstillstand abzielt, sehe die Umsiedlung von 600.000 Palästinensern nach Sicherheitskontrollen und die anschließende Ausreisesperre vor. "Humanitäre Zone" ? Klingt eher nach KZ Für 600.000 Palästinenser ? Was ist denn den restlichen 1,4 Millionen? Das ist jetzt erstmal mein letzter Kommentar( nicht von mir , aber genau das passiert aktuell) . Ich habe fertig: Die Politiker:innen sind nur das willfährige Sprachrohr für die in die Enge getriebene Industrie. In der 30-er Jahren in D waren es die Kohle- und Stahlindustrie zusammen mit den Junkern, die Hitler finanziert haben. Jetzt ist es die Ölindustrie in den USA und noch viel mehr die IT. Wenn der Kapitalismus wieder einmal in der Krise ist und mit dem Rücken an der Wand steht, was er schon seit Jahren ist, greift er zu Mord, Krieg, Völkermord, Folter, Vertreibung, Umsiedlung, …zur ganzen Palette der Zerstörung, in der Hoffnung zu siegen und die Bedingungen wieder nach den eigenen Regeln aufzustellen! Das ist die geschichtliche Rolle des Faschisten. Was gibt es Schöneres für einen Kapitalisten neu zu investieren und sein Kapital auf den Trümmern der verbliebenen und terrorisierten Bevölkerung zu vermehren. Das Rechtssystem, die Kultur, die Sprache folgen einfach dem Diktat der Wirtschaft. Bearbeitet (8. Juli 20251 J. von Frank M)
8. Juli 20251 J. Die nächste Kolumne eines jüdischen Schriftstellers. Diesmal von Josef Joffe. Ganz ohne Furor, aber ebenfalls mit einem Witz am Schluss. Publiziert in der NZZ. Hier ein Auszug: ----------------------------------- Von Pharao bis Hamas: die vier Fratzen des Judenhasses Hitler hatte kein Copyright auf die «Endlösung». Schon im alten Ägypten wurden jüdische Babys in den Nil geworfen. Auch im christlichen Europa zeigte sich der Antisemitismus als ewiger Wiedergänger, der stets im neuen Gewand daherkommt. Das Böse kommt in stets wechselnder Gestalt. Der Antisemitismus aber ist ein ewiger Wiedergänger der Geschichte. Sein Gewand variiert, der Kern bleibt: Verdacht und Verfemung, Vertreibung und Vernichtung. Seit wann? Automatisch denkt man an die «Endlösung» der Nazis. Doch das Copyright hat Adolf Hitler nicht. 4000 Jahre alt, gehört es dem biblischen Pharao. .... Die vierte Iteration ist jetzt, und sie entfaltet sich im Gewande des «From the River to the Sea» – weg mit dem Judenstaat! Noch nicht Genozid, sondern «Staatozid». Doch wo sollen die acht Millionen Israeli hin, ins Meer? Auch diese Supermänner, die in zwölf Tagen das 70-mal grössere Iran erniedrigt haben, können sich nicht über Nacht Kiemen wachsen lassen, um in der Tiefe des Ozeans zu überleben. ... Den Studenten mit der Kufiya um den Kopf und der Palästinenserflagge in der Hand gehe es allein um die «Siedlerkolonialisten» in dem schmalen Streifen zwischen Mittelmeer und Jordan. Dass deren Hälfte Nachfahren vertriebener arabischer Juden sind, spielt keine Rolle. ... Juden wären nicht Juden, wenn sie ihre stets abrufbare Angst nicht selber verlachten. Ein knapper Witz: «Die Juden und die Radfahrer sind an allem schuld», verkündet einer. Die Replik: «Richtig, aber wieso die Radfahrer?» Bearbeitet (8. Juli 20251 J. von fgee)
9. Juli 20251 J. Das liest sich für mich wie ein Ablenkungsmanöver. Ablenken vom unsäglichen Massenmord Israels in Gaza. Und der Witz … hört sich sicher antisemitisch an, aber wie lange soll das mit dem immer-Opfer-sein so weitergehen? Selbst jetzt noch, wo sich die Opferrolle längst in die Täterrolle transformiert hat – das kann sich doch auf Dauer nicht gut anfühlen?
9. Juli 20251 J. vor 14 Minuten schrieb JörgTe: Das liest sich für mich wie ein Ablenkungsmanöver... das kann sich doch auf Dauer nicht gut anfühlen? Lies den Artikel im vollen Wortlaut. Da hat es durchaus auch Zwischentöne. (Die NZZ Bezahlschranke erlaubt eine beschränkte Anzahl von kostenlosen Seitenaufrufen) Im Grunde fragt Josef Joffe: "Was sollten wir denn sonst tun – bei dem immer wiederkehrenden Antisemitismus?" Und die Frage ist durchaus ernst gemeint. Ich füge an: Wenn sich die Führung der Palästinenser im Modus "Gemeinsam in den Abgrund" befindet (letzte Stufe der Konflikt-Eskalation), dann bekommen die Palästinenser und Juden eben genau das: Gemeinsam in den Abgrund. Man kann Bibi vieles vorwerfen, aber dass er der Hamas liefert, was sie bestellt hat, wundert mich, ehrlich gesagt, kein Bisschen. (Was es nicht besser macht – aber erklärbar.) Also: Frage an alle Friedensbewegten: Wie kommt man da raus, wenn der Konfliktgegner nicht will? Ein Waffenstillstand schafft ja noch keinen Frieden. Antisemitisch verseuchte palästinensische Schulbücher auch nicht.
9. Juli 20251 J. Ersteller vor 30 Minuten schrieb fgee: Also: Frage an alle Friedensbewegten: Wie kommt man da raus, wenn der Konfliktgegner nicht will? Ein Waffenstillstand schafft ja noch keinen Frieden. Antisemitisch verseuchte palästinensische Schulbücher auch nicht. Wenn Du den leicht abwertenden Begriff "Friedensbewegte" weglassen würdest, wäre es etwas netter gefragt. Oder willst Du keinen Frieden? 🙂 Der Grundfehler ist nach wie vor, dass beide Seiten der festen Überzeugen sind, dass (nur) die andere Seite die Verantwortung trägt. Das es ein Konflikt der Gegenseitigkeit und durch den Einfluss von Aussen ist, wird nicht wahrgenommen. Und nicht verstanden. Jetzt haben wir nicht nur eine aus Eigennutz agierende Führung, jetzt ist auch die Politik Israels massgeblich durch einen korrupten Führer und rechtsradikalen Kabinett geprägt. Israel tut im Moment alles, dass ihr eigenes Trauma kopiert wird - damit ist es dann wirklich unmöglich in den nächsten Jahren eine Lösung zu finden. Deine Beschreibuung ist einfach zu kurz gegriffen: sie beschreibt direkte Aktion und Reaktion, aber nicht die Ursachen davon. Eine Lösung gibt es aber nur, wenn beide Seite verstehen, dass sie Beide sowohl Täter, wie auch Opfer sind und waren. Daraus liesse sich ein Frieden entwickeln.
9. Juli 20251 J. 728 Drohnen, 13 Raketen Friedensbewegte AFD und BSW Anhänger sollten in Moskau demonstrieren. Bearbeitet (9. Juli 20251 J. von Götz Kowalski)
9. Juli 20251 J. vor einer Stunde schrieb RalphB: Der Grundfehler ist nach wie vor, dass beide Seiten der festen Überzeugen sind, dass (nur) die andere Seite die Verantwortung trägt. Das es ein Konflikt der Gegenseitigkeit und durch den Einfluss von Aussen ist, wird nicht wahrgenommen. Und nicht verstanden. ... Eine Lösung gibt es aber nur, wenn beide Seite verstehen, dass sie Beide sowohl Täter, wie auch Opfer sind und waren. Daraus liesse sich ein Frieden entwickeln. Ich bin geneigt, dem zuzustimmen. Aber Josef Joffe stellt den Gaza-Konflikt ja in einen grösseren geschichtlichen Zusammenhang, und sagt (am Schluss): "Es ist immer der Jude schuld", und fragt indirekt: Warum muss das so sein? Ist der Antisemitismus – geschichtlich gesehen – tatsächlich ein immer wiederkehrender Wiedergänger, dann kommen die Juden aus eigener Kraft nicht da heraus. Weil dann hat das Problem eine Dimension, die über das rein Menschliche hinausgeht. Aber das müssten wir im anderen Faden "Gott und die Welt" erörtern. Bearbeitet (9. Juli 20251 J. von fgee)
9. Juli 20251 J. vor 1 Stunde schrieb RalphB: Eine Lösung gibt es aber nur, wenn beide Seite verstehen, dass sie Beide sowohl Täter, wie auch Opfer sind und waren. Daraus liesse sich ein Frieden entwickeln. Wenn wir wieder vom "überirdischen" aufs Irdische zurückkommen, bleibt wohl keine andere Möglichkeit übrig als die von dir genannte. Dann aber stimme ich Bibi zu: Mit der Hamas ist kein Frieden möglich, die Hamas muss weg. Es ist dazu auch unerheblich, ob Bibi die Hamas angeblich oder tatsächlich "hochgefüttert" hatte. Fehler machen ist menschlich, und Fehler machen darf auch ein Bibi. Tragisch genug, dass "die kleinen Menschen" darunter leiden müssen. Wobei auch hier: Wenn das Volk die (gemässigte) Fatah abwählt, weil sie "mit Israel kollaboriert", dann ist die Grosswetterlage halt ausserordentlich schwierig. Die Frage muss also sein: Wie kommen die Menschen zwischen Jordan und Mittelmeer gemeinsam aus der Scheisse heraus? Bearbeitet (9. Juli 20251 J. von fgee)
9. Juli 20251 J. Ersteller vor 4 Minuten schrieb fgee: Aber Josef Joffe stellt den Gaza-Konflikt ja in einen grösseren geschichtlichen Zusammenhang, und sagt (am Schluss): "Es ist immer der Jude schuld", und fragt indirekt: Warum muss das so sein? Sehr nachvollziehbar. Das Problem ist nur, dass diese Denke (Realität) natürlich auch die Position im Gaza-Krieg mitbestimmt. Und eine nachvollziehbare Reaktion trotzdem ungerecht, unmenschlich und falsch ist. Hier leider auch noch durch sehr persönlichen Interessen von Netanjahu getrieben. Nebenbei: ich finde verniedlichende Namen für einen Menschen, der gerade zehntausende von Toten zu verantworten hat, deplaziert.
9. Juli 20251 J. vor 2 Minuten schrieb RalphB: Nebenbei: ich finde verniedlichende Namen für einen Menschen, der gerade zehntausende von Toten zu verantworten hat, deplaziert. Ich hatte nur die übliche "Abkürzung" verwendet. Ganz ohne Hintergedanken. Also bitte nicht auf einem Nebengleis rumreiten. (Wenn wir schon nicht eine gewisse Grosszügigkeit im Umgang miteinander hinkriegen – was wollen wir dann von Palästinensern und Israeli erwarten?)
9. Juli 20251 J. Lassen wir mal einen Muslim zu Worte kommen: Die NZZ bringt ein Interview mit Abdel-Hakim Ourghi, einem Algerier, der heute n Deutschland lebt. (Achtung, lang!) ----------------------------------------- «In der Schule wurden wir zu Antisemiten erzogen. ‹Jude› war ein Schimpfwort»: Abdel-Hakim Ourghi erklärt, weshalb der Islam eine «Liebe zum Hass» pflegt Der 7. Oktober 2023 hat eine Welle des Antisemitismus ausgelöst. Auch im Westen. Für den algerisch-deutschen Islamwissenschafter Abdel-Hakim Ourghi zeigt dies, wie weit verbreitet Judenhass ist. Nicht nur bei Extremisten, sondern auch bei «ganz normalen Muslimen». Herr Ourghi, Sie sind in Algerien geboren und Anfang der 1970er Jahre dort aufgewachsen. Wie haben Sie das Verhältnis von Muslimen, Christen und Juden damals erlebt? Wir wurden zu Antisemiten erzogen. In den Schulen wurde völlig selbstverständlich das Bild vermittelt, die Juden seien unsere Feinde. «Jude» war ein Schimpfwort. Der Lehrer in der Koranschule sagte: «Du Jude, benimm dich!», wenn er einen Schüler massregeln wollte. Wir wurden mit Judenhass sozialisiert, ohne dass wir uns dessen bewusst wurden. In so einem Diskurs ist man gefangen. Wann haben Sie das bemerkt? Erst, nachdem ich Algerien verlassen hatte. Ich lernte Jüdinnen und Juden kennen und sah: Das sind Menschen wie du und ich. Mit Anfang zwanzig kam ich nach Deutschland. Da habe ich mich mit dem Zweiten Weltkrieg auseinandergesetzt und hörte zum ersten Mal davon, dass es einen Holocaust gegeben hatte und dass sechs Millionen Juden von den Nazis getötet worden waren. Das löste eine Sinnkrise aus. Genau das Gleiche beobachte ich jetzt bei meinen muslimischen Studenten. Sie kennen die Geschichte nicht. Vom Holocaust war im Geschichtsunterricht an Ihrer Schule nie die Rede? Nein, auch am Gymnasium und an der Hochschule nicht. Das Bild war klar: Juden sind Täter, Muslime Opfer. Juden sind die, die den Muslimen, den Palästinensern, das Land wegnehmen. In Tlemcen, wo ich aufgewachsen bin, gab es eine Strasse, die «Weg der Juden» hiess. Aber mir war nicht bewusst, dass in Algerien Juden gelebt hatten und dass sie 1962, als Algerien unabhängig wurde, aus ihrer Heimat vertrieben worden waren. Davon sprach niemand. Erst als Erwachsener fand ich heraus, dass es in meiner Heimatstadt eine Synagoge und einen jüdischen Friedhof gibt. Hat sich am antisemitischen Klima seit Ihrer Kindheit etwas geändert? Nein, in Algerien ist der Antisemitismus nach wie vor stark verbreitet. Die Französischlehrerin meines Neffen hat kürzlich in der Schule gesagt: «Ich hasse die Juden und verneige mich vor Hitler, weil er sie vernichtet hat.» Das gilt als normal. In Ihrem neuen Buch gehen Sie vom Attentat der Hamas vom 7. Oktober 2023 aus. Was war der Auslöser, dieses Buch zu schreiben? Ich war bestürzt vom Ausmass des Hasses auf Israel, der sich bei den Muslimen im Westen entladen hat, auch in Deutschland. Über das, was die Hamas gemacht hat, das Töten, die Vergewaltigungen, wurde kaum gesprochen. Nicht nur von den Muslimen, sondern auch von grossen Teilen der Linken. Die muslimischen Verbände haben die Gewalt verurteilt, aber das waren Lippenbekenntnisse. Was hätten Sie erwartet? Erwarten konnte ich es realistischerweise nicht. Aber die Muslime im Westen hätten die Chance und die Pflicht gehabt, die Gewalt der Hamas zu verurteilen und für eine friedliche Koexistenz von Muslimen und Juden in Gaza zu demonstrieren. Sie haben es nicht getan. Da dachte ich: Es wird höchste Zeit, dass ein Muslim über diese Dinge schreibt. Nicht nur in muslimischen Kreisen, sondern in der ganzen westlichen Welt hat der 7. Oktober zu einer Radikalisierung geführt. Antisemiten äussern sich offen, ohne sich zu verstecken. Wie erklären Sie sich das? Die Radikalisierung hat mich nicht wirklich überrascht. Seit dem 7. Oktober zeigt sich deutlich, dass nicht nur Islamisten antisemitisch sind. Nach dem Attentat sind alle Masken gefallen. Jetzt zeigt sich, wie verbreitet Antisemitismus unter «ganz normalen Muslimen» ist. Und nicht nur unter Muslimen. Auch in europäischen Städten und sogar in Deutschland kann sich ein Jude nicht mit einer Kippa auf der Strasse zeigen, ohne belästigt zu werden. Trotzdem sehen sich Muslime als Opfer. Es gehört zur islamischen Kultur, sich als Opfer zu stilisieren. Das ist ein taktisches Täuschungsmanöver, um zu mobilisieren und Hass zu schüren. In Europa wird es oft unkritisch übernommen. Stellen Sie sich vor, Angehörige der IDF hätten arabische Frauen vergewaltigt . . . Aber israelische Frauen scheinen bei der europäischen Linken nicht als Opfer zu gelten. Wie erklären Sie sich das? Die europäische Linke hat den Muslimen gegenüber einen seltsamen Schutzinstinkt. Muslime gelten als Minderheit, die bedingungslose Unterstützung braucht. Damit verhindert die Linke, dass die Muslime sich selbst infrage stellen und die Verantwortung für sich und ihre Geschichte übernehmen. Zum Beispiel was die Unterdrückung der Frauen im Islam betrifft. Wir Muslime brauchen kein Mitgefühl, sondern Menschen, die uns ermutigen, uns unvoreingenommen mit unserer Religion auseinanderzusetzen. Ihr Buch trägt den Titel «Die Liebe zum Hass». Was meinen Sie damit? Je mehr ich mich mit dem Islam beschäftigt habe, vor allem auch mit seinen historischen Wurzeln, desto deutlicher habe ich gesehen, wie zentral der Judenhass im Islam ist. Es ist nicht so, dass der Judenhass nichts mit dem Islam zu tun hätte, wie immer wieder gesagt wird. Islamisten und muslimische Antisemiten stützen sich auf den Koran und das politische Handeln des Propheten, um den Hass zu legitimieren. Der Hass auf die Juden gehört zum Islam. Seit den Anfängen. Der Hass ist also Teil des islamischen Selbstverständnisses? Das kann man so sagen, auf jeden Fall bei den Angehörigen des islamischen Antisemitismus; aber auch bei weiten Teilen der übrigen Muslime ist dieser Hass verbreitet. Und woher kommt der Hass? Aus der Überzeugung, dass die islamische Kultur nur überleben kann, wenn sie einen Feind hat. Den Feind fand der Prophet im 7. Jahrhundert in den Juden. Nach der Auswanderung von Mekka nach Medina versuchte Mohammed, Juden zum Islam zu bekehren. Das gelang nicht. Dann stempelte er sie zu Ungläubigen, die bekämpft und getötet werden sollten. Im Koran werden die Juden als Frevler bezeichnet, über die der Fluch Gottes kommen werde, wenn sie sich nicht zum Islam bekennen würden. Sie werden mit Affen und Schweinen verglichen. Sind diese historischen Stereotype wirklich noch aktuell? Ja, muslimische Antisemiten begründen den Judenhass noch immer theologisch. Von einigen Hamas-Attentätern weiss man, dass sie eine religiöse Ausbildung durchlaufen haben, die ihnen helfen sollte, ihre Taten zu rechtfertigen. Da spielten diese Texte eine Rolle. Fundamentalistische Muslime verstehen sie wörtlich. Im Gegensatz zum Islam hat das Christentum eine Aufklärung hinter sich. Kein Christ wird verurteilt, wenn er Dogmen infrage stellt. Aber den Geist der Kritik, auch der Selbstkritik, muss der Islam erst finden. Sehen Sie Anzeichen für eine islamische Aufklärung? Ja, es gibt Kolleginnen und Kollegen, auch in muslimischen Ländern, die auf eine islamische Aufklärung hinarbeiten. Natürlich sind sie in der Minderheit. Viele haben Angst, ihre Meinung offen zu sagen. Aber es gibt auch eine schweigende Mehrheit, die dafür empfänglich ist. Diese müssen wir gewinnen. Die Muslime im Westen haben die Pflicht, ihre Möglichkeiten zu nutzen, um das zu unterstützen. Uns kann niemand verbieten, offen über die Probleme des Islams zu reden. Wir müssen klarmachen, dass es nicht um eine Ablehnung des Islam geht, sondern darum, zu zeigen, dass Islam und Toleranz vereinbar sind. Mit dem, was Sie sagen, machen Sie sich bei Muslimen kaum beliebt. Diskutieren Sie mit Muslimen über Ihre Thesen? Ja natürlich, obwohl das nicht immer einfach ist. Freundschaften gehen in die Brüche, auch in der eigenen Familie kam es zu Verwerfungen. Immer wieder werde ich gefragt, was der israelische Staat mir bezahle für die PR, die ich machen würde. Das ist Unsinn. Ich sage, was ich denke. Es braucht eine Lösung. Und Frieden ist möglich. Israeli sind keine Touristen im Nahen Osten. Es ist ihre Heimat. Sie haben ein Recht, dort zu leben. Das wird auch im Westen von vielen bestritten. Ja, das ist für mich das Traurigste: der muslimische Antisemitismus in westlichen Ländern. In muslimischen Ländern kann ich es verstehen, die Leute werden so erzogen, dass sie zu Antisemiten werden. Aber im Westen, in Deutschland ist es für mich rätselhaft. Sie sind hier sozialisiert. In unseren Schulen und Hochschulen. Was ist da schiefgelaufen? Warum können sich diese Menschen nicht mit Freiheit und Meinungsfreiheit identifizieren? Wie erklären Sie es sich? Ich glaube, man muss es so sagen: Die Integration ist gescheitert. Deutschland muss seine Migrationspolitik überdenken. Es braucht neue Konzepte, die sich nicht an Idealen, sondern an der Realität orientieren. Der islamische Antisemitismus ist schon in den Kindergärten und Schulen zu spüren. Das wird zu wenig kritisiert. Wer den Islam oder Muslime kritisiert, gilt als islamophob. Diesem Vorwurf will sich niemand aussetzen. Das ist die Strategie der Linken und der Islamverbände: Sobald Kritik laut wird, wird sie delegitimiert. Aber Kritik ist auch eine Liebeserklärung. Ich liebe die islamische Kultur. Und weil sie mir am Herzen liegt, will ich offen über ihre Probleme reden, auch über die Gewalt. Wir dürfen die sachliche Islamkritik nicht tabuisieren. Die westliche Kultur lebt davon, dass es keine Tabuthemen gibt. Ihr Onkel war Imam, hätten Sie mit ihm darüber reden können? Nein, mit der älteren Generation kann man über diese Dinge kaum sprechen. Aber es gibt eine junge Generation, die empfänglich ist. Man muss mit muslimischen Jugendlichen über den Zweiten Weltkrieg reden. Und ihnen klarmachen, dass der Holocaust auch Teil ihrer Geschichte ist. Es gab muslimische Abteilungen in der SS. Es gab den Grossmufti von Jerusalem, der mit Hitler zusammenarbeitete. Man muss junge Muslime in die Erinnerungskultur Deutschlands einbeziehen. Wer in Deutschland lebt und Teil des Landes sein will, muss sich auch mit der Geschichte dieses Landes auseinandersetzen. Sie setzen darauf, dass Kontakte zwischen Juden und Muslimen das Verständnis fördern. Ist das nicht Wunschdenken? Ich glaube nicht. Abgesehen davon ist es die einzige Chance. Israel darf und muss sich verteidigen. Das ist für mich keine Frage. Aber irgendwann muss es genug sein. Israel kann die Hamas zerstören. Aber es wird nie gelingen, die Ideologie der Hamas aus den Köpfen der Menschen zu vertreiben. Und je länger der Krieg dauert, umso sicherer wird eine neue Generation der Hamas entstehen, die den Kampf weiterführt. Es ist höchste Zeit, dass das Blutvergiessen endet und die israelischen Geiseln nach Hause zurückkehren.
9. Juli 20251 J. vor einer Stunde schrieb fgee: Warum muss das so sein? Beim KFZ ist es die Haftung aus der Betriebsgefahr: 20 - 25%.
9. Juli 20251 J. vor 13 Stunden schrieb fgee: Automatisch denkt man an die «Endlösung» der Nazis. Doch das Copyright hat Adolf Hitler nicht. 4000 Jahre alt, gehört es dem biblischen Pharao. Welcher Pharao war das?
9. Juli 20251 J. Zitat: "Wir wurden zu Antisemiten erzogen." Genau das ist es. Und das machen die Heinis HIER auch. Nicht nur dort wo sie ihren ursprünglichen Kulturkreis haben. Mein Sohn kam aus dem Kindergarten und erklärte mir, da war er 4: "Die Juden wären an allem schuld. Die wären böse". Seine türkischen Freunde hatten ihm das beigebracht. Ähnlich wie "die Grünen" sind an allem schuld. Oder im Osten Deutschlands: die Ausländer sind an allem schuld. Das Sündenbock Thema funktioniert überall, und die eigentlichen Ursachen interessieren gar nicht. Von klein auf an lernen türkische oder muslimische Kinder das die Juden böse sind. Und daraus speist sich der Hass der Hamas und des Iran und Erdogans. Hardy Krüger wurde zu einem Antisemiten erzogen. Durch seine Eltern. Lehrer. Mitschüler. Er wäre einer geworden. Ein Nazi. Aber er traf auf einen positiven plastischen Mann, Hans Söhnker, der ihm aus dieser Falle heraushalf. Söhnker, eine Vaterfigur für Krüger, brachte ihm bei das Juden ganz normale Menschen sind. So wurde aus dem Nazi Hardy Krüger ein Antifaschist. Bis zuletzt ist Hardy Krüger in Schulen gegangen und hat dort referiert wie er beinahe zum Nazi geworden wäre. Er hat ein Buch darüber geschrieben: "Junge Unrast" und trat in etlichen Fernsehsendungen auf und hat es erzählt. Bearbeitet (9. Juli 20251 J. von Götz Kowalski)
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