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Krieg und Frieden - la fin de léspoir

Hervorgehobene Antworten

 „Koordinierte, strategische Gewalt durch Siedler“: UNO sieht Anzeichen für ethnische Säuberung im Westjordanland

Zitat

 

Im Westjordanland häufen sich Übergriffe: Siedler zerstören Felder, Palästinenser werden vertrieben. Ein UN-Bericht warnt vor Kriegsverbrechen – und gibt drastische Zahlen preis.

Die israelischen Siedleraktivitäten im besetzten Westjordanland sind nach einem Bericht des UN-Menschenrechtsbüros deutlich ausgeweitet worden. Die Aktivitäten deuteten auf koordinierte Aktionen und eine israelische Politik mit Massenvertreibungen hin, „was Befürchtungen einer ethnischen Säuberung aufkommen lässt“, heißt es in dem Bericht. Die unrechtmäßige Umsiedlung geschützter Personen stelle ein Kriegsverbrechen dar.

Das Büro dokumentierte in den zwölf Monaten bis Ende Oktober 2025 insgesamt 1.732 Fälle von Siedlergewalt, nach 1.400 Fällen in den zwölf Monaten davor. Der Bericht bezieht sich auf die Periode bis Oktober 2025, die Zeit danach erfasst er nicht.

Die palästinensischen Bewohner würden ständig schikaniert und eingeschüchtert, und ihre Häuser und Ackerland würden zerstört, berichtete Ajith Sunghay, Leiter des UN-Menschenrechtsbüros für die besetzten palästinensischen Gebiete.

Israelische Behörden beteiligt

„Die Gewalt durch Siedler ging in koordinierter, strategischer und weitgehend unangefochtener Weise weiter“, heißt es in dem Bericht. „Wobei die israelischen Behörden eine zentrale Rolle spielten, indem sie Anweisungen geben, sich beteiligen und dieses Verhalten ermöglichen.“ Viele Siedler würden vom Staat mit Waffen ausgestattet und trainiert.

Im Oktober 2025 habe es zu Beginn der Olivenernte 42 Übergriffe durch Siedler gegeben, 131 Palästinenser seien verletzt worden, so viele wie nie in einem Monat seit 2006. Allein im besetzten Ostjerusalem hätten israelische Behörden den Bau von fast 37.000 neuen Wohnungen und Häusern erlaubt, ebenso 27.200 im Rest des Westjordanlandes.

Neben rund drei Millionen Palästinensern leben im Westjordanland mehr als 500.000 Israelis in Siedlungen und Außenposten, die nach internationalem Recht illegal sind. Die Gewalt in dem palästinensischen Gebiet hat seit dem Angriff der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, der den Krieg im Gazastreifen auslöste, stark zugenommen. Seit dem 10. Oktober 2025 gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas.

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk forderte Israel auf, „die Besetzung“ der palästinensischen Gebiete „zu beenden“, die Siedlungen zu räumen, die „Rückkehr der vertriebenen Palästinenser zu ermöglichen und allen Praktiken der Landenteignung, der Zwangsräumungen und der Hauszerstörungen ein Ende zu setzen“.

 

https://www.tagesspiegel.de/internationales/koordinierte-strategische-gewalt-durch-siedler-uno-sieht-anzeichen-fur-ethnische-sauberung-im-westjordanland-15368656.html

Am 13.2.2026 um 22:26 schrieb MatthiasM:

Wer aber linke Israelis gerne kennen lernen will, den sehe ich hoffentlich in Gelhausen :)* .  Ist ja fuer beide nicht aus der Welt! Aber Vorsicht, wird von Amnesty International organisiert. 

https://amnesty-gelnhausen.de/termin/vortrag-israel-gaza-und-die-deutsche-debatte-ist-die-staatsraeson-noch-zeitgemaess/

Ich war da.  Etwas irritieren fand icgh, dass, bis auf den Fotographen, Herr Mendel wohl der jüngste im Raum war und wir auch eher zu den Juengeren zaehlten.

Es war sehr lehrreich, besonders der Anriss den er ueber die Zugewandtheit der deutschen Regierungen zu Israel gab. Bei antisemitischen oder antizionistischen Ressentiments hat er eine klare Kante, aber auch bei allen Versuchen mit der Keule Meinungs- oder Kunstfreiheit zu beschneiden. 

Israel hat heute das größte Gasfeld der Region bombardiert und in Brand gesetzt . Das Gasfeld wird vom Iran und Katar angezapft. 
Katar reagierte scharf auf diesen eskalierenden Schritt.
Iran kündigt Vergeltung an und nimmt ÖL-Förderstätten in den Nachbarländern ins Visier.

Sagt hallo zum Ölpreis von 200 $ 🔝

Klimaschutz ? 🤣 Brauchen wir nicht mehr . 

 

 

Bearbeitet ( von Frank M)

vor einer Stunde schrieb Frank M:

Klimaschutz ? 🤣 Brauchen wir nicht mehr . 

Ob wir das restliche Öl des Planeten innerhalb von 24 Jahren oder 24 Tagen verbrennen kommt auf dasselbe hinaus.

Bearbeitet ( von AndreasRS)

vor 2 Minuten schrieb AndreasRS:

Ob wir das restliche Öl des Planeten innerhalb von 24 Jahren oder 24 Tagen verbrennen kommt auf dasselbe hinaus.

Geht halt nur alles etwas schneller vorbei.

Hau raus, Kapelle! 

Ich sag mal so , wenn nicht jetzt, wann dann ? 
 

Klaus Suleiman Kufmann Freier Journalist Al Jazeera :


Nach noch unbestätigten Meldungen (bisher nur eine Quelle von einem chinesischen Journalisten) beginnt China seit gestern Abend 17.3.2026, zwar noch sehr langsam, eine Totalblockade gegen Taiwan zu errichten. 

Wenn Taiwan für den Welthandel tatsächlich blockiert sein sollte, ist die hochwertigste Chipproduktion der Welt für den Westen gesperrt, die für nahezu alle technischen Bereiche, vom Auto bis zum Notebook, produktionsnotwendig sind.

Dazu passend:

 „US-Präsident Trump wird seinen Besuch in Peking wegen des Iran-Kriegs wohl verschieben. China hält sich bislang aus dem Konflikt heraus – gerät aber in eine strategisch schwierige Lage.“

https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-china-besuch-trump-iran-hormus-oel-li.3453715?reduced=true

vor 12 Minuten schrieb Frank M:

Nach noch unbestätigten Meldungen (bisher nur eine Quelle von einem chinesischen Journalisten) 

 

wahrscheinlich der 1. Vorsitzenden der Kaffeesatzleser - Innung ..................

vor 6 Minuten schrieb **HD**:

wahrscheinlich der 1. Vorsitzenden der Kaffeesatzleser - Innung ..................

Schaun wa mal 😉

vor 31 Minuten schrieb Frank M:

Nach noch unbestätigten Meldungen ...

Deine Reputation ist doch ohnehin schon angeschlagen ... Auch wenn ich das Morgen erst erfahre wird mir nichts weh tun bis da hin:)!

Aber der Zeitpunkt waere guenstig, der geniale Dealmacher, Friedensfuerst und Stratege sitzt ohnehin schon in der Klemme. Vielleicht verstehen seine Fans, zumindestens in Europa, wenn er jetzt noch die Weltwirtschaft ruiniert, wo so etwas meistens endet. 

Zitat

Schaun wa mal 😉

"noch spielen sie im Radio Tanzmusik"

Captain Lionel Mandrake

Bearbeitet ( von MatthiasM)

vor 3 Minuten schrieb MatthiasM:

Deine Reputation ist doch ohnehin schon angeschlagen

Das ist mir inzwischen sowas von egal ! 

Man kann ja wegschauen, wenn man keinen Bock drauf hat. 
Nach dem Motto : Gehn sie bitte weiter, hier gibts nix zu sehen 😁

vor 5 Minuten schrieb MatthiasM:

Aber der Zeitpunkt waere guenstig, der geniale Dealmacher, Friedensfuerst und Stratege sitzt ohnehin schon in der Klemme. Vielleicht verstehen seine Fans, zumindestens in Europa, wenn er jetzt noch die Weltwirtschaft ruiniert, wo so etwas meistens endet. 

Ja und das wird uns dann alle betreffen. 
 

 



 

vor 2 Stunden schrieb Frank M:

Klaus Suleiman Kufmann Freier Journalist Al Jazeera :

Nach noch unbestätigten Meldungen (bisher nur eine Quelle von einem chinesischen Journalisten) beginnt China seit gestern Abend 17.3.2026, zwar noch sehr langsam, eine Totalblockade gegen Taiwan zu errichten. 

1) Du scheinst öfter Probleme zu haben mit den richtigen Namen Deiner "Informanten" und Textlieferanten. Dieser hier heißt richtig: Klaus Suleiman Kufner, ehem. Klaus Kufner, früher österreichischer Grüner und "Aktivist"
2) Meldungen in diese Richtung gingen schon vorgestern rum. Manchmal auch mit ner Videoanimation zur angeblichen Einkreisung Taiwans. Dummerweise mit Datum vom 26.5.24, von einer chinesische Militärübung.
Inzwischen stehen zumindest bei x Hinweise auf die Herkunft. Unten ein Beispiel, Post von vorgestern, Datum unten links in Bild erkennbar...

50687304ns.jpg       50687307jm.jpg

 

 

Bearbeitet ( von 15cv)

  • Ersteller

"Sie war nach ukrainischen Angaben im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt und..."

Aus Deinem Link - steht nichts von selbst beschädigt. 

Der Rubel rollt. Stimmt, Öl ist die einzige Geldquelle Russlands. 

vor 11 Stunden schrieb Frank M:

Schaun wa mal 😉

Sie spielen immer noch Tanzmusike!

vor 10 Stunden schrieb Frank M:

Das ist mir inzwischen sowas von egal ! 

Mir ist es egal ob jemand meine Meinung teilt, aber nicht ob er sie für belanglos hält. (Zumindestens bei einigen Foristen 🙂).

Foristen deren Beiträge ich für dumm oder belanglos halte lese ich nur noch quer ....

 

vor 1 Stunde schrieb RalphB:

Der Rubel rollt. Stimmt, Öl ist die einzige Geldquelle Russlands. 

und Trump kümmert sich aktuell auch darum.

 

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/us-sanktionen-russland-oel-100.html

Thema: Druschba, Freundschaft
 

Zitat

 

Analyse
Öl-Exporte nach Angriffen unterbrochen:Wie der Ausfall der Druschba-Pipeline instrumentalisiert wird

von Christian Mölling, András Rácz
02.03.2026 | 13:51
Die Ölpipeline Druschba wurde im Januar von Russland und im Februar von der Ukraine angegriffen. Die schweren Schäden blockieren den Export nach Ungarn und in die Slowakei.

 

https://www.zdfheute.de/politik/ausland/ukraine-krieg-russland-druschba-pipeline-streit-100.html

 

Bearbeitet ( von Ronald)

Derweil die Amis:

https://edition.cnn.com/2026/03/18/politics/us-ford-carrier-fire-iran-war

The USS Gerald R. Ford aircraft carrier is moving away from operations tied to the Iran war and sailing to the US Navy’s base in Crete for repairs after a fire broke out in the ship’s laundry area last week, a US official said.

The movement of the Navy’s most advanced aircraft carrier comes as military operations against Iran are still in full swing, particularly as the US is seeking ways to reduce Iran’s threat to shipping in the Strait of Hormuz. The carrier has served as a ready platform for American fighter jets to participate in the campaign.

The fire on March 12 was not combat-related, the US military said at the time. Two sailors received medical treatment for non-life-threatening injuries and were in stable condition...

Nix wie weg aus dem Kriegsgebiet, wo das Teil so teuer war. Und dann brennt die Waschküche 👍

Das wäre die Chance für Pistorius guten Willen zu zeigen und die Amis zu unterstützen. 5000 Feuerlöscher und 5000 Schemieklos schnell zu schicken sollte doch machbar sein. 
 

vor 6 Stunden schrieb Ronald:

Die Ukraine repariert mit EU-Hilfe die zuvor selbst beschädigte russische Öl-Pipeline damit Ungarn einem Hilfspaket von 90 Mrd. € zustimmt. Der Rubel rollt. 

https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-03/druschba-oellieferung-pipeline-ukraine-ungarn

Die Wahl in Ungarn am 12. April wird extrem wichtig. Sie wird die Zukunft von Ungarn, der Ukraine, der EU und der Welt entscheidend mitbestimmen.

"Viel weniger Antisemitismus als in Europa"

Christoph Strack

01.06.20221. Juni 2022

Für den Iran gilt Israel als Feind schlechthin. Und doch leben seit Ewigkeiten Juden im Land. Wie passt das zusammen? Der iranische Oberrabbiner Yehuda Gerami schildert im DW-Interview die Lage seiner Gemeinden.

Wenn Sie sich in Teheran als Jude im Alltag auf der Straße bewegen, gibt es Situationen, in denen Sie Angst empfinden? Haben Sie ein normales Leben in der Nachbarschaft, sind Sie als Jude respektiert?

Überall in der Welt gibt es Antisemitismus. Aber ich kann bezeugen, dass es im Iran viel weniger Antisemitismus als in Europa gibt. So brauchen zum Beispiel die Synagogen keine Sicherheitsmaßnahmen. Unsere Einrichtungen, die Schulen, keine einzige von ihnen braucht ein Sicherheitskonzept. Wir haben wunderbare Beziehungen mit unseren muslimischen Nachbarn. Sie respektieren uns, und wir respektieren sie unsererseits. Sie sehen in uns keine Fremden, denn der Iran ist unsere Heimat. Wir sind schon gut 2700 Jahre im Iran, seit dem Exil von Ashur in der Assyrerzeit.

 

https://www.dw.com/de/viel-weniger-antisemitismus-im-iran-als-in-europa/a-61994028

vor 1 Minute schrieb Frank M:

"Viel weniger Antisemitismus als in Europa"

Christoph Strack

01.06.20221. Juni 2022

Für den Iran gilt Israel als Feind schlechthin. Und doch leben seit Ewigkeiten Juden im Land. Wie passt das zusammen? Der iranische Oberrabbiner Yehuda Gerami schildert im DW-Interview die Lage seiner Gemeinden.

Wenn Sie sich in Teheran als Jude im Alltag auf der Straße bewegen, gibt es Situationen, in denen Sie Angst empfinden? Haben Sie ein normales Leben in der Nachbarschaft, sind Sie als Jude respektiert?

Überall in der Welt gibt es Antisemitismus. Aber ich kann bezeugen, dass es im Iran viel weniger Antisemitismus als in Europa gibt. So brauchen zum Beispiel die Synagogen keine Sicherheitsmaßnahmen. Unsere Einrichtungen, die Schulen, keine einzige von ihnen braucht ein Sicherheitskonzept. Wir haben wunderbare Beziehungen mit unseren muslimischen Nachbarn. Sie respektieren uns, und wir respektieren sie unsererseits. Sie sehen in uns keine Fremden, denn der Iran ist unsere Heimat. Wir sind schon gut 2700 Jahre im Iran, seit dem Exil von Ashur in der Assyrerzeit.

 

https://www.dw.com/de/viel-weniger-antisemitismus-im-iran-als-in-europa/a-61994028

Prima, dann müssen die Iraner das ja nur noch ihrer Regierung erklären. :)

vor 9 Minuten schrieb Kugelblitz:

Prima, dann müssen die Iraner das ja nur noch ihrer Regierung erklären. :)

Die machen halt den UnterSchied zwischen Zionismus und Judaismus.

So wie viele Juden auch.
 

Bearbeitet ( von Frank M)

Yakov Rabkin ist praktizierender Jude. Er erklärt, dass der Zionismus als Ideologie das Gegenteil dessen vertritt, wofür das Judentum als Religion steht.

Herr Rabkin, Sie haben gerade ein Buch über den jüdischen Widerstand gegen den Zionismus veröffentlicht. Was sind die wichtigsten Erkenntnisse?

Tatsächlich habe ich in den vergangenen Monaten zwei Bücher veröffentlicht. Das eine trägt den Titel „Israel in Palästina: Jüdische Ablehnung des Zionismus“. Es enthält ein Vorwort von Botschafter Chas W. Freeman jr., dem ehemaligen stellvertretenden US-Verteidigungsminister. Es ist eine gekürzte Fassung meines früheren Buches, das vor einigen Jahren in Deutschland unter dem Titel „Im Namen der Thora: Eine Geschichte des jüdischen Widerstands gegen den Zionismus“ erschienen ist.

Das neue Buch beginnt mit einer Schilderung des Lebens in Palästina vor der zionistischen Kolonisierung, die um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert begann. Die palästinensische Bevölkerung war sehr vielfältig. Verschiedene konfessionelle und ethnische Gemeinschaften lebten in relativer Harmonie und genossen im osmanischen Palästina ein gewisses Maß an Autonomie. Aschkenasische Juden sprachen untereinander Jiddisch und mit anderen Arabisch, während sephardische Juden Ladino und Arabisch verwendeten. Arabisch diente in weiten Teilen der Region als gemeinsame Sprache.

Die frühen zionistischen Siedler, zumeist aus dem Russischen Reich, brachten Ideen mit, die sowohl für Juden als auch für Araber neu waren. Eine dieser Ideen war der exklusive ethnische Nationalismus, importiert aus Ost- und Mitteleuropa. Diese Idee verkörperte sich 1948 im Staat Israel und prägt bis heute die Ereignisse im Land und in der Umgebung. Ein Großteil der Gewalt, die die Region heimgesucht hat, lässt sich auf den Plan der Zionisten zurückführen, einen jüdischen Staat in einem von anderen Völkern bewohnten Land zu errichten. Palästinensische Juden, zumeist strenggläubig, lehnten die Ankunft der zionistischen Siedler und insbesondere die Ausrufung des zionistischen Staates ab. Mein Buch erklärt, warum sich die meisten ihrer Nachkommen bis heute weigern, in der israelischen Armee zu dienen.

Das andere Buch „Zionismus entschlüsselt in 101 Zitaten“ stellt diese politische Bewegung anhand der Worte ihrer Vorreiter, Gründer, Ideologen, Gegner, Unterstützer usw. vor. Darunter befinden sich Theodor Herzl, Hannah Arendt, Moshe Dayan und David Ben-Gurion. Das Buch soll all jenen helfen, die sich über den Zionismus noch nicht im Klaren sind. Es mag in der Tat verwirrend sein, dass Joe Biden sich stolz als Zionist bezeichnet, während ultraorthodoxe Juden in Jerusalem, Antwerpen oder New York dies als schwere Beleidigung auffassen würden.

Wie standen deutsche Juden im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zum Zionismus?

Die meisten Juden in Deutschland lehnten den Zionismus ab, ebenso wie in Frankreich, Großbritannien oder den Vereinigten Staaten. Aus diesem Grund musste der erste Zionistenkongress 1897 von München nach Basel verlegt werden. Der Bundesverband deutscher Rabbiner verurteilte die Zionisten, die sich damals auf ihren ersten Kongress vorbereiteten: „Die Bestrebungen der sogenannten Zionisten, einen jüdischen Nationalstaat im Land Israel zu errichten, stehen im Widerspruch zu den messianischen Zielen des Judentums, wie sie in der Heiligen Schrift und anderen religiösen Quellen zum Ausdruck kommen.“

Es gab drei Hauptgruppen, die sich dem Zionismus widersetzten. Erstens die Juden, die sich rasch in die deutsche Gesellschaft integrierten, die deutsche Kultur annahmen und sich als Deutsche mosaischen Glaubens verstanden. Ihr Status als vollwertige Bürger wurde von den Antisemiten angezweifelt, die sie als fremde und sogar subversive „Rasse“ betrachteten, die niemals Teil der deutschen Nation werden könne. Diese Juden erkannten antisemitische Stereotype im Zionismus. Zionisten und Antisemiten stimmten in drei Kernpunkten überein: Erstens, die Juden seien keine Religionsgemeinschaft, sondern eine eigenständige Nation; zweitens, die Juden könnten sich niemals in das Land integrieren, in dem sie lebten; und drittens, die einzige Lösung der „Judenfrage“ sei ihre Auswanderung. Kein Wunder, dass die meisten deutschen Juden den Zionismus ablehnten, den sie als ebenso große Bedrohung wie den Antisemitismus ansahen.

Die zweite Gruppe bestand aus tiefreligiösen Juden, die sich ebenfalls eher als Glaubensgemeinschaft denn als Nation im europäischen Sinne verstanden. Zudem wussten sie, dass der Talmud und das jüdische Recht die Massenansiedlung von Juden im Heiligen Land verboten. Die Tatsache, dass die meisten Zionisten entweder irreligiös oder antireligiös waren, stieß auch jene ab, die die jüdische Tradition leidenschaftlich verteidigten. Rabbi Samson Raphael Hirsch (1808–1888), die Säule der jüdischen Orthodoxie in Deutschland, förderte die Integration in die Gesellschaft, die Wertschätzung der deutschen und allgemein der westlichen Kultur und stärkte gleichzeitig die orthodox-jüdische Disziplin auf persönlicher Ebene. Für Hirsch konnte jüdischer Nationalismus nur eine transzendente Idee sein, die nicht von einer Ansiedlung im Land Israel oder von politischer Souveränität abhing.

Die dritte Gruppe bestand aus linksgerichteten Juden, die den Zionismus als reaktionäre Bewegung, als eine Form bürgerlichen Nationalismus verurteilten, die die Juden vom Klassenkampf ablenkte. Sie lehnten die zionistische Variante des Sozialismus ab, da diese weit entfernt von sozialistischen Idealen des Universalismus sei und vielmehr ein Instrument der Nationenbildung und territorialen Expansion darstelle, angetrieben von exklusivem ethnischem Nationalismus.

Der Botschafter der USA in Israel, Mike Huckabee, setzt sich offen für „Greater Israel“ ein. Was bedeutet „Greater Israel“ für den Nahen Osten?

Lange bevor er zum Botschafter ernannt wurde, war Mike Huckabee christlicher Zionist und Pastor. Bevor die Idee zwei Jahrhunderte später von säkularen Juden aufgegriffen wurde, wurde sie bereits im 17. Jahrhundert von evangelikalen Christen propagiert, um die Juden der Welt in ihrem legendären Heimatland zu vereinen. Ihr Ziel war es, die Wiederkunft Christi zu beschleunigen und Juden zum Christentum zu bekehren. Heutzutage leisten sie massive Unterstützung für den Staat Israel, der heute in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern Zuspruch findet, wo christliche Zionisten Hunderte Millionen zählen – ein Vielfaches der jüdischen Zionisten.

Botschafter Huckabee erklärte öffentlich, dass das biblische Gebiet „vom Nil bis zum Euphrat“ seiner Ansicht nach den Juden gehören sollte. Bezeichnenderweise wurde seine Unterstützung für diese Art der territorialen Expansion, die im Widerspruch zur offiziellen US-Politik steht, weder vom Weißen Haus noch vom Außenministerium zurückgewiesen. Während des derzeitigen Krieges wurde berichtet, dass christliche Zionisten die eingesetzten amerikanischen Truppen indoktriniert haben, indem sie den Angriff auf den Iran als heiligen Krieg darstellten. Kommandeure haben sich auf christliche Rhetorik über die biblische Endzeit berufen, um ihre Beteiligung am Krieg gegen den Iran zu rechtfertigen. Ein Kommandeur sagte: „Präsident Trump wurde von Jesus auserwählt, das Signalfeuer im Iran zu entzünden, um Armageddon herbeizuführen und seine Wiederkunft auf Erden zu markieren.“ Obwohl Kriegsminister Pete Hegseth diese Art von Propaganda nicht explizit befürwortet hat, stimmen seine Ansichten – und die vieler anderer Mitglieder der Trump-Regierung – weitgehend damit überein.

Das Konzept von „Greater Israel“ deckt sich mit einem Strategiepapier von 1996 mit dem Titel „Ein klarer Schnitt: Eine neue Strategie zur Sicherung des Reiches“. Es wurde von einer Studiengruppe unter der Leitung des amerikanischen neokonservativen Strategen Richard Perle für die neu gewählte israelische Regierung unter Benjamin Netanjahu erstellt. Der Bericht schlug eine neue, weitaus ambitioniertere Regionalstrategie für Israel vor. Was seither mit Ländern geschehen ist, die sich der Enteignung der Palästinenser durch Israel widersetzt haben – Irak, Syrien, Libyen und nun Iran –, hat Israel tatsächlich erheblich genutzt. Dieses Papier, verfasst von Washingtoner Insidern, die oft als „Israel-first-Befürworter“ bezeichnet werden, wurde veröffentlicht, was bedeutet, dass die Ideen aktenkundig und nicht bloß Spekulation sind.

Man sollte bedenken, dass Israel schon immer ein Staat ohne klar definierte Grenzen war. Geografisch hat es sich durch militärische Eroberung und Kolonisierung ausgedehnt. Die zionistische Bewegung und die aufeinanderfolgenden israelischen Regierungen haben sich mit aller Kraft bemüht, die von ihnen angestrebten Staatsgrenzen nicht festzulegen. Israels Geheimdienste und die Armee operieren regelmäßig jenseits der Landesgrenzen und greifen nach Belieben Ziele in Nachbarländern und anderswo an. Israelische Streitkräfte besetzen Teile des Libanon und Syriens sowie das Westjordanland und den Gazastreifen. Israel führt regelmäßig Luftangriffe und verdeckte Operationen im Libanon, in Syrien und im Jemen durch und bombardiert derzeit massiv den Iran. Dies lässt die Idee von „Greater Israel“ , eines „Super-Sparta“, wie Netanjahu es nannte, immer plausibler erscheinen.

Wie kann Israel eine Trennlinie zwischen Militäraktionen jenseits seiner Grenzen und legitimer Selbstverteidigung gegen Terror, wie etwa die Anschläge vom 7. Oktober 2023, ziehen?

Die israelischen Regierungen haben stets betont, dass alle ihre Militäraktionen legitime Akte der Selbstverteidigung seien. Sie verkünden zudem, die israelischen Verteidigungsstreitkräfte seien „die moralischste Armee der Welt“. Dies erinnert an die jüngste Aussage Donald Trumps, er brauche kein Völkerrecht, sondern verlasse sich auf seine „eigene Moral“.

Im April 1967, wenige Monate vor dem Sechstagekrieg, den Israel beginnen und gewinnen sollte, sagte General Moshe Dayan, israelischer Held und Symbolfigur: „Die israelische Armee wird zwar als ‚Verteidigungsstreitmacht‘ bezeichnet, ist aber keine Verteidigungsarmee. … Der Sinai-Feldzug (1956), die Vergeltungsaktionen und die Angriffe über die Grenze waren rein offensive Operationen und von entscheidender Bedeutung. … Nicht nur die tatsächlich durchgeführten Aktionen, sondern auch die vorherrschende Auffassung der israelischen Verteidigungsstreitkräfte ist offensiv ausgerichtet.“ Die israelischen Streitkräfte (IDF) sind in Theorie, Planung und Ausführung, sowohl körperlich als auch geistig, eine ausgesprochen offensive Armee.

Im Gegensatz zu dem vorherrschenden Selbstmitleid und der Empörung nach dem Hamas-Angriff aus Gaza im Oktober 2023 verstand Dayan die Notlage der Palästinenser. Bei der Beerdigung eines Israelis, der 1956 von einem Palästinenser aus Gaza getötet worden war, sagte er: „Lasst uns heute nicht die Mörder beschuldigen. Wer sind wir, ihren tiefen Hass auf uns zu hinterfragen? Acht Jahre lang saßen sie in den Flüchtlingslagern in Gaza, und vor ihren Augen haben wir das Land und die Dörfer, in denen sie und ihre Vorfahren lebten, zu unserem eigenen Erbe gemacht …“

In einem seiner schonungslos ehrlichen Momente gestand er: „Es gibt keinen einzigen Ort in diesem Land, der nicht einst von Arabern bewohnt war.“

Über Yakov Rabkin

Yakov M. Rabkin absolvierte die Leningrader Staatliche Universität und schloss ein Aufbaustudium in Wissenschaftsgeschichte an der Akademie der Wissenschaften der UdSSR in Moskau ab. Seit 1973 ist er Professor für Geschichte an der Université de Montréal. Seine Forschung zur Wechselwirkung zwischen Wissenschaft und Technologie sowie zu den Beziehungen zwischen Wissenschaft, Politik und Religion hat ihm internationale Anerkennung eingebracht. Seine Kommentare zu globalen Themen erschienen in Print- und elektronischen Medien sowie in Radio und Fernsehen in mehreren Ländern.

Rabkin spricht fünf Sprachen fließend und wird regelmäßig zu Vorträgen an Universitäten und in jüdischen Gemeinden weltweit eingeladen. Er hat mehrere Bücher und Hunderte von Artikeln über Israel, Zionismus und Judentum verfasst, darunter „Eine Bedrohung von innen: Eine Geschichte des jüdischen Widerstands gegen den Zionismus“ (in 14 Sprachen erschienen), „Was ist das moderne Israel?“ (in sechs Sprachen erschienen) und „Judentum, Islam und Moderne“. In den letzten Monaten hat Professor Rabkin zwei prägnante und zum Nachdenken anregende Bücher in englischer Sprache veröffentlicht: „Israel in Palestine“ und „Zionism Decoded in 101 Quotes“.

Seine Arbeit regt weiterhin internationale Diskussionen an. Insbesondere wurde „Israel in Palestine“ kürzlich von Professor Jeffrey Sachs in seinem „Book Club“-Podcast besprochen, wodurch Rabkins Analyse einem noch breiteren Publikum zugänglich gemacht wurde. Die Bücher sind ebenfalls in mehreren anderen Sprachen erhältlich.

Nur wenige Stunden vor dem jüngsten israelisch-amerikanischen Angriff auf den Iran veröffentlichte Professor Rabkin einen Artikel über das jüdische Purimfest – ein Text, der angesichts der Ereignisse eine breitere und universellere Bedeutung erlangt hat. Wenige Tage später schrieb er über eine selten erwähnte Ursache des Krieges gegen den Iran. Seine Fähigkeit, Geschichte, Religion und gegenwärtige Geopolitik miteinander zu verknüpfen, bietet eine Perspektive, die sowohl fundiert als auch hochaktuell ist.

Bücher von Yakov Rabkin:

Im Namen der Thora: Die jüdische Opposition gegen den Zionismus (Deutsch) https://www.amazon.de/-/en/Im-Namen-Thora-Opposition-Zionismus/dp/3758302439/ref=sr_1_2?crid=2PGU3JN6YXK81&dib=eyJ2IjoiMSJ9.SNDMwm6tWPeErDUssmKZU7WYJdywPip_9MX5VZ7QqWt6w6pmVdsgwY9fxmcEH6HmC73PAXnFHvgRtogPr93rul_QnSfIHQguaj9pgWH8GHJWmFZlw5uVxSpWCp7UBwR1FXeActj0_1XIkIeJq3qWSJT6q34nInnGGOfWiZjI7w_6VWQi7JAMR1XcY9wxQo195FyvixGdUimRmJFzVN8uXRc_gJwIBkNXWJxAG7waEsg.DJ5T4T4NnTku-7NGGzyvUh249cbkAs-v8qwYACGkuwk&dib_tag=se&keywords=yakov+rabkin&qid=1773669993&sprefix=yakov+rabkin%2Caps%2C197&sr=8-2

 

Israel in Palestine (Englisch) https://www.amazon.de/-/en/Israel-Palestine-Jewish-Rejection-Zionism/dp/B0FQLGN68D/ref=sr_1_1?crid=2PGU3JN6YXK81&dib=eyJ2IjoiMSJ9.SNDMwm6tWPeErDUssmKZU7WYJdywPip_9MX5VZ7QqWt6w6pmVdsgwY9fxmcEH6HmC73PAXnFHvgRtogPr93rul_QnSfIHQguaj9pgWH8GHJWmFZlw5uVxSpWCp7UBwR1FXeActj0_1XIkIeJq3qWSJT6q34nInnGGOfWiZjI7w_6VWQi7JAMR1XcY9wxQo195FyvixGdUimRmJFzVN8uXRc_gJwIBkNXWJxAG7waEsg.DJ5T4T4NnTku-7NGGzyvUh249cbkAs-v8qwYACGkuwk&dib_tag=se&keywords=yakov+rabkin&qid=1773669993&sprefix=yakov+rabkin%2Caps%2C197&sr=8-1

 

Yakov Rabkin: Über den jüdischen Widerstand gegen den Zionismus https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/yakov-rabkin-ueber-den-juedischen-widerstand-gegen-den-zionismus-li.10024903

Ach und hier noch die Quelle ( wieder mal ganz schlimm ) 

https://www.facebook.com/share/1GmnzyXPp9/?mibextid=wwXIfr

Bearbeitet ( von Frank M)

  • Ersteller
vor 1 Stunde schrieb Frank M:

Yakov Rabkin ist praktizierender...

Frank, ich bitte Dich - dagegen sind die Buddenbrooks ja eine Kurzgeschichte. 

vor 15 Minuten schrieb RalphB:

Frank, ich bitte Dich - dagegen sind die Buddenbrooks ja eine Kurzgeschichte. 

Ja , sorry. Hab nicht realisiert das der Text so lang ist. 

vor 14 Minuten schrieb Frank M:

Ja , sorry. Hab nicht realisiert das der Text so lang ist. 

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