26. Juni 20224 J. Bericht über einen Versuch Altreifen sauber zu verwerten. Klingt fast zu gut um wahr zu sein. Wär aber schön wenn das so funktioniert wie gedacht. Es steht leider wenig im Artikel über Energieverbrauch und sonstige Kosten: Zitat Die Firma, die aus Altreifen Öl und Gas macht Weltweit türmen sich Berge von Altreifen. Studenten aus dem Saarland ist es gelungen, den problematischen Abfall in seine Bestandteile zu zerlegen – jetzt fehlt ihnen nur noch Geld, um genügend Reaktoren zu bauen. ....... Bei der Firma Pyrum ist das, was hinten rauskommt, anders: Statt ein paar Containern voll mit sortiertem Abfall, stehen dort Tanks voll mit Öl, Gas, und ganz nach den Wünschen der Kunden aufbereiteter Industrieruß – plus den Stahldrähten und den Textilfasern, die zuvor schon herausgefiltert wurden. Wenn man wollte, könnte man mit diesen Zutaten einen neuen Reifen machen, der anschließend wieder tausende Kilometer an einem Fahrzeug abspult. Eine so konsequente Wiederverwertung gab es bisher nicht. Firmen wie Pyrum, die an dem sogenannten Pyrolyse-Verfahren tüfteln, entstehen gerade überall in der Welt: in Australien, in Österreich, in Schweden, oft in Zusammenarbeit mit materialwissenschaftlichen Instituten an den Hochschulen. In Köln zum Beispiel erforscht Danka Katrakova-Krüger, Leiterin des Labors für Werkstoffe der Technischen Hochschule, wie man mithilfe der Pyrolyse Fahrradreifen verwerten kann. Wie holt man die Eier aus dem Kuchen? Das Geschäft dürfte ein Selbstläufer sein – so denn die Technik tatsächlich in großem Maßstab funktioniert. Überall auf der Welt türmen sich Berge von Altreifen. Jährlich landen allein in Deutschland mehr als 600.000 Tonnen auf dem Müll, in Europa sind es 3,4 Millionen Tonnen. Sie zählen zu den problematischen Abfällen. In Europa ist die Deponierung der alten Gummis längst verboten. Die Verbrennung wiederum setzt CO₂ frei – und sie führt dazu, dass wertvolle Rohstoffe zerstört werden. Bestehende Recyclingansätze, etwa das geschredderte Material für Blumenkübel in Fußgängerzonen oder Beläge für Sport- und Spielplätze zu nutzen, geraten dagegen immer stärker in die Kritik. Denn der Weg führt mit etwas Verzögerung letztlich wieder auf die Deponie. ..... https://www.spiegel.de/wirtschaft/recycling-start-up-pyrum-altreifen-als-oelquelle-a-6b658edf-12e3-4d27-931b-a890b863963d Bearbeitet (26. Juni 20224 J. von SeppCx)
26. Juni 20224 J. Pyrum ist da offensichtlich schon ziemlich weit. Die haben hier ums Eck mit einer kleinen Anlage angefangen. Mittlerweile sind da auch Großkonzerne eingestiegen, wie die BASF und ich meine Continental. Das Verfahren funktioniert offenbar wie geplant, über Energieeinsatz usw. kann ich aber auch nichts sagen.
26. Juni 20224 J. Eigentlich ist das Problem schon seit längerem gelöst.... es kommt halt zement raus, aber auch der muss irgendwie erzeugt werden https://www.heidelbergcement.de/de/lengfurt/altreifenentsorgung Altreifen können von Montag bis Donnerstag zwischen 06:00-13:30 Uhr sowie freitags zwischen 06:00-12:00 Uhr (abgesehen von Feiertagen) angeliefert werden. ... Keine Schläuche und Fahrradreifen Keine halben Reifen Keine Reifen mit Felgen Keine Minibagger Ketten ... Verwertungsgebühr: 110 EUR/t zzgl. MwSt. (1 t entspricht ca. 100 Pkw-Reifen) Bearbeitet (26. Juni 20224 J. von AX furio)
26. Juni 20224 J. vor 50 Minuten schrieb AX furio: Eigentlich ist das Problem schon seit längerem gelöst.... es kommt halt zement raus, aber auch der muss irgendwie erzeugt werden https://www.heidelbergcement.de/de/lengfurt/altreifenentsorgung Altreifen können von Montag bis Donnerstag zwischen 06:00-13:30 Uhr sowie freitags zwischen 06:00-12:00 Uhr (abgesehen von Feiertagen) angeliefert werden. ... Keine Schläuche und Fahrradreifen Keine halben Reifen Keine Reifen mit Felgen Keine Minibagger Ketten ... Verwertungsgebühr: 110 EUR/t zzgl. MwSt. (1 t entspricht ca. 100 Pkw-Reifen) Äpfel und Birnen ???
27. Juni 20224 J. Im Prinzip kann man Reifen schon sehr, sehr lange recyclen, indem man sie runderneuert. Es wird halt nur nicht mehr runderneuert, als man verkaufen kann. Laut der entsprechenden Industrie spart man dadurch 80% des CO2 ein und braucht nur rund einen Drittel an Neumaterial. Da muss sich dann auch keiner mehr fragen, wies um die Energiebilanz steht. Zudem: Erneuert wird vor allem die Lauffläche, während das durch moderne Sklaverei gewonnene Naturkautschuk, welches vor allem in den Seitenwänden der Reifen steckt, wiederverwendet wird.
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