9. Juli 20224 J. Hallo Citroen Fahrer,ich muß bei meinem "Dicken" die Hinterachsschwingen wechseln.Gibt es da irgendwo eine detaillierte Anleitung?Hintergrund:Dauernd abgefahrene Reifen. Gebrauchte Schwingen mit neuer Lagerung liegen schon bereit.Und ja,ein Splint des Federzylinders will nicht.Ist ein C5 Kombi aus 2007.Über Hinweise jeder Art freue ich mich.Danke,Rainer
9. Juli 20224 J. Hast du auch die Einstellscheiben für die Lager? Ich habe diese Achsschenkellager auch schon mal selbst gewechselt,ohne diese Einstellscheiben (wuste ich nicht das man diese braucht).Nach etwa 3-4 Monaten der selbe Schaden.Dann doch in die Werkstatt und machen lassen,hält heute noch. Leider gibts bei den C5 einige Sachen die man selbst machen kann und recht preiswert,aber dann fehlts am Werkzeug und eben solchen kleinen Zusatzteilen von den man nix weiß.Bestes Bsp. sind die Traggelenke vorn, 10€ das Stück.Wer da aber mit großen Schlüssel und ordentlich Muskelkraft ran geht,braucht hinterher meist ein neues Lenkgetriebe.Das Teil muß bei der Demontage abgestützt werden,nun weiß ich das auch (dank meiner sehr netten Werkstatt) Oder die vorderen Bremsättel zerlegen,wenn man den Fünfkantschlüssel hat,ok.Hat man den nicht,wirds meist Murks. Den Splint raus zu bekommen....hast du einen Bohrhammer? einen alten Meißel oder Bohrer (abgesägt) rein,dann an der Pfanne wo der Stößel und Stift drin sitzt ,ansetzen und kurz den Hammer arbeiuten lassen , KURZ , nicht übertreiben sonst fliegt dir das Teil weg.So hab ich es damals am BX auch gemacht. Bearbeitet (9. Juli 20224 J. von wolffi50)
9. Juli 20224 J. Wenn man nur die Lager + Simmerringe wechselt, dann sollte die Vorspannung auch noch passen (evtl vorhandene Paßscheiben sind wieder einzubauen).
9. Juli 20224 J. vor einer Stunde schrieb wolffi50: ...hast du einen Bohrhammer? noch so ein verrückter kreativer! mein bohrhammer hat sich auch bei der zerlegung alter drehstabachsen bewährt. mal eine ander frage zum technische hintergrund: warum hat man hier eigentlichdiese einstellbaren kegellager verwendet anstatt z.b. gewöhnlicher kugel oder nadellager? jemals nachstellen tut´s doch eh keiner. Bearbeitet (9. Juli 20224 J. von frommbold)
9. Juli 20224 J. Weil hier Axial- und Radialkräfte auftreten. Rillenkugellager leben da nicht lange. Nadellager können keine axialen Kräfte aufnehmen. Schrägkugellager, müssen genauso vorgespannt werden. Halten aber, vermute ich, trotzdem weniger aus als Kegelrollenlager. Technische Details verscheidener Lagertypen zB hier nachzulesen: https://www.skf.com/at/products/rolling-bearings
9. Juli 20224 J. vor einer Stunde schrieb schwinge: Weil hier Axial- und Radialkräfte auftreten. Rillenkugellager leben da nicht lange. Nadellager können keine axialen Kräfte aufnehmen. diese 3 fakten sind/waren mir soweit bekannt (das erwähnte rillenkugellager in meinem fragepost war zugegeben echt doof!). die axialkräfte treten allerdings ebenso an den drehstabhinterachsen auf. zumindest in den von mir zerlegten AX und PEUG-achsen befinden sich allerdings diese nadellager, die selbst ja keine axialkräfte aufnehmen können. macht aber nichts, weil sie eben von was anderem als dem lager aufgefangen werden. so wirklich schlauer bin ich jetzt aber immer noch nicht.
9. Juli 20224 J. vor 3 Minuten schrieb frommbold: so wirklich schlauer bin ich jetzt aber immer noch nicht. Na, dann streng Dich ich mal ganz doll an - das schaffst Du bestimmt! Bei mir ist‘s ja offenbar aussichtslos…
9. Juli 20224 J. vor 20 Minuten schrieb frommbold: was anderem als dem lager aufgefangen werden. Das machen die Drehstäbe. Gruß Jens
9. Juli 20224 J. vor 36 Minuten schrieb jens-thomas: Das machen die Drehstäbe. Gruß Jens auch das ist mir spätestens seit dem revidieren dieser achsen schon bekannt. meine fragen konkreter formuliert: wieso wurde beim BX nicht eine alternativ wirkende mechanik zum auffangen der axialkräfte verbaut? ermöglicht die spann-/kegeltechnik weitere vorteile?
9. Juli 20224 J. vor 11 Minuten schrieb frommbold: frage geklärt. Lässt Du uns an der Antwort teilhaben? Gruß Jens
9. Juli 20224 J. mein aktueller stand: ein nadellager ginge für den umgang mit radialkäften ebenso. dann stellt sich die frage der verschleissarmen bewältigung der axialkräfte. 1) ein drehstab macht´s am perfektesten. der mag zwar möglicherweise durch drehung verschleissen können. bei den gängigen dimensionen dürfte ihm die axialen kräfte, die sich dehnend oder pressend bemerkbar machen, am allerwenigsten zu schaffen machen. für die grade genannte frage geb´ ich ihm in bezug auf die frage der verschleissarmut mal eine 1, weil hier (auf die axialkräfte bestenfalls eine innere molekulare reibung auftritt, aber keine zwischen 2 teilen. der verbau (miniaturausführung würde ja reichen) wäre bei BX&co ebenfalls möglich: die schwinge (wie bei der drehstabachse) um einen aufnahmepunkt eränzt, dazu einen weiteren an fixer stelle incl. einer feinjustierbarkeit und fertig. kritik dazu: bei einer hydropneumatik als grundkonzept wäre eine beiden funktionen des drehstabs schon mal schlichtweg überflüssig. mögliche beeinträchtigungen des HP-konzept liessen sich evl. durch ein leicht in sich drehbares, aber kaum dehn/pressbares material minimieren. es verbliebe allerdings ein deutlicher materiller mehraufwand gegenüber lagern, welche beide funktionen in sich vereinen und nur durch juszierscheiben erfüllen können. 2) sofern kein drehstab verwendet wird, geht die aufnahme der axialkräfte mit reibung zwischen wenigstens 2 teilen einher. zur bewältigung wird wenigstens ein weiteres lager erforderlich. aternativen: a) entweder der einbau von teilen der bauart eines axiallagers. kritik: wieder materialmehraufwand; also 4 statt nur 2 lager. b) lagerung vergleichbar der kurbelwelle (deren grundlagerschalen ja ebenfalls keine axialen kräfte aufnehmen können) durch verwendung von distanzscheiben und dem ölfilm als reibungsreduzierendes element: hier wären im prinzip ebenfalls nur definierte distanzscheiben erforderlich. ergänzend wären allerdings spezielle matrialeigenschaften erforderlich. bei verwendung von metall als reibflächen geht´s m.w. nicht ohne irgendwelche schmierung der reibflächen allerdings wohl kaum verschleissarm. theoretisch wäre die verwendung hochabriebfester materialien mit hohen trockengleiteigenschaften denkbar. mir sind allerdings keine solchen geeigneten aktuellen hightechmaterialen bekannt und vermute, dass diese zur bauzeit des BX noch weniger existierten. kritik: (zumindest für mich) die offene frage einer geeigneten dauerschmierung und der aufwand ihrer realisierung. c) lagerung in gummi: könnte zur bewältigung der axialkräfte wohl geeignet sein. diese wäre aufgrund des größeren drehwinkels bei HP allerdings radial stark gefordert. materialien mit bidirektionalen elastizitätseigenschaften wären eine lösung. kritik: auch bei verwendung solcher materialien für die verbleibenden kräfte käme die verbleibende interne radiale reibung wohl nicht an die leichtgängigkeit der kegellager heran und würde somit wieder mit die eigenschaften der HP beeinträchtigen. Fazit: die kegellager erscheinen als die simpelste (beide funktionen in einem lager), teilesparsamste und vermutlich auch kostengünstigste lösung durch verwendung genormter teile. kritik: axialer und radialer verschleiss fördern sich sich bei dieser lösung gegenseitig. Bearbeitet (9. Juli 20224 J. von frommbold)
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