28. April 20233 J. Moin, bevor ich zum Thema komme, möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Karl, wohne im Dorf Berne unweit von Bremen. Nach vielen Jahren im Ausland, davon 18 Jahre auf Corsica, bin ich wieder im Norden Deutschlands ansässig. Seit kurzer Zeit in Rente, habe ich mein neues Auto ausgemustert und bin zurück zur Basis gegangen. Will sagen, keine Lust auf exorbitante Werkstattpreise für PC- gesteuerte Problemdiagnosen etc... 30 Jahre befand sich in meinem Haushalt immer etwas mit Boxermotor, sei es Auto oder Motorrad. Nach einjähriger Bastelei ist meine Dolly nun ein Jahr ohne Probleme auf der Strasse, hatte aber immer Mühe mit dem gleichmäßigen Durchzug und brauchte deshalb einen sensiblen Fuß! Zu früh zu tief durchgesdrücktes Gaspedal bewirkte eher das Gegenteil, manchmal kam das Gas erst, wenn der Fuß vorsichtig zurückgenommen wurde. Das hat sich seit einigen Tagen verstärkt,- mein erster Gedanke war der verbaute Benzinfilter, der auch nicht mehr ganz frisch aussah. Geändert hat sich nach Einbau eines neuen wenig, und nun vermute ich verstopfte Düsen im Vergaser. Verbaut ist eine elektronische Zündung, von daher dürfte die Ursache des Problems nicht dort zu suchen sein. An Ideen wird es hier nicht mangeln, vielen Dank und beste Grüße, Karl
28. April 20233 J. Vielleicht mal prüfen, oder der Vergaser fest verschraubt ist. Vielleicht zieht es Nebenluft an der Vergaserfussdichtung.
29. April 20233 J. Drosselklappe vielleicht falsch eingestellt. Wenn Du voll durchtrittst und die Drosselklappe so weit auf geht, daß sie wieder leicht zu geht..... Bei durchgetretenem Pedal sollte sie max.senkrecht stehen. Beschleunigerpumpenmebran vielleicht kurz vorm Exitus. Wenn diese Pumpe nicht genug Sprit zudosiert, während Du aufs Gaspedal latschst, gibt es ein Luftüberschuß = wenige bis keine Beschleunigung.
29. April 20233 J. Das deutet für mich auch auf ein Vergaserproblem. Ich würde den Vergaser reinigen. Die Benzinpumpe kontrollieren, ob sie genug Sprit fördert, und das Schwimmernadelventil prüfen. Ein Falschluftproblem wirkt sich eher auf den Leerlauf aus, ist aber auch nicht außer Acht zu lassen. Auch eine undichte Benzinleitung kann so was verursachen, wenn Luft in die Leitung kommt. Bearbeitet (29. April 20233 J. von Ofi)
29. April 20233 J. Ersteller So, ich kann aufatmen, das Problem scheint gelöst. Vorab vielen Dank für Tipps. Der Vergaser saß fest, aber bei genauerem Hinsehen fiel mir auf, dass es um die Dichtung oben feucht war: Die 6 Schrauben waren so gut wie nicht festgezogen. Klar sollte man aufpassen, weil sie schnell überdreht sind, aber das war sicher zu wenig. Den Deckel abgeschraubt, die Düsen gereinigt, die allerdings auch sauber waren und das Schwimmerniveau nachjustiert. Alles wieder zusammengesetzt und jetzt zieht sie wieder gleichmäßig hoch, im Stadtverkehr um die 50 ruckelt es noch ein wenig aber die anderen Störungen scheinen beseitigt. Bis auf weiteres beste rüße, Karl
30. April 20233 J. Da dürfte noch etwas Dreck im Leerlaufsystem sein, z.b. altes verharztes Benzin, dass den Düsenquerschnitt reduziert. In dem Bereich Gaspedal bis zu 2/3 gedrückt bestimmt das Leerlaufsystem noch die Gemischzusammensetzung im Vergaser. Jens
1. Mai 20233 J. Hallo, wie justiert man den bitte ein Schwimmernadelventil? Das Teil würde ich nur gegen ein Neuteil wechseln. Nur so als Anregung. Gruß vom Babsag
1. Mai 20233 J. Kraftstoffstand im Schwimmergehäuse justiert man. Dafür gibt es am Schwimmer eine verbiegbare Blechlasche. Die Kraftstoffstandhöhe hat Einfluß auf denCO-Wert im Leerlauf, also die Gemischzusammensetzung. Undichte Schwimmernadelventile bekommr man damit nicht dicht. Jens
1. Mai 20233 J. Ist halt noch Feinmechanik, so ein Vergaserteil. Die dafür nötigen Angaben gibts im Werkstattbuch oder bei denen, die das wissen und können. Angageben wird entweder/oder die Menge an Kraftstoff in ml, die Höhe des Kraftstoffstandes in der Schwimmerkammer oder der Abstand in mm/10tel mm zu einem Bezugspunkt. Und eventuell noch was anderes, mit unbekanntes. Grob stelle ich Vergaser so ein: CO Schraube 1 und 3/4 Umdrehungen herausschrauben, Standgas auf Nenndrehszahl, Co schraube nachjustieren bis Standgas auf maximale Drehzahl geht, Standgasschraube nachstellen, CO Schraube nachstellen. Gasannahme prüfen. CO-Messgerät hilft da sicherlich auch, bei guten Vergasern und Verteilern klappt das aber. Meist hat man ja bei alten Modellen verschlissene Verteiler oder Zündverstellungen, sodaß Schließwinkel udn Zündzeitpunkt fröhlich hin und herwandern. Das muß man erstmal reparieren, bevor man sich an die Vergaser macht. Jens
3. Mai 20233 J. zumeist wird der Abstand zwischen Schwimmermitte und Dichtfläche des Schwimmergehäuses mit aufgelegter Dichtung (in Millimeter) angegeben. LG JS
3. Mai 20233 J. Am 30.4.2023 um 13:04 schrieb Jensg: z.b. altes verharztes Benzin, Kann Benzin verharzen ? 🤔
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