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Umweltzonen in Belgien

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

aus gegebenem Anlass: Nicht nur in Frankreich gibt es Umweltzonen, die einem ein Bußgeld einbringen können, sondern auch in Belgien.

Dort gibt es in Antwerpen, Gent und Brüssel Umweltzonen. Sie werden automatisch per Kamera kontrolliert, auch bei ausländischen Kennzeichen. Zum Einfahren muss sich vorher registrieren (Bearbeitungszeit von 10 Tagen einkalkulieren). Jede Stadt führt eine eigene Registrierung durch, man muss das also evtl. drei Mal machen. Die Registrierung ist kostenfrei.

Bis zum 31.12.2024 kann man noch mit Euro 2 in diese Zonen, wenn man registriert ist. Euro-2-Fahrzeuge können ab dem 1.1.2025 noch an Automaten Ausnahmetickets für maximal 12 Tage im Jahr kaufen, dabei registriert man das Fahrzeug neu, auch wenn es vorher registriert war.

Ein erster Verstoß kostet 150,- €. Diesen Betrag kann man aktuell bei vielen Fahrzeugen nachträglich auf 75,- € senken, wenn man sich nachträglich registriert. Wiederholungen sind teurer.

ACHTUNG: Ab dem 1.1.2025 ist die ganze Wallonie eine Umweltzone. Alle Fahrzeuge mit Euro 0 bis 3 dürfen dann nicht von der Autobahn runter. Oldtimer älter 30 Jahre können sich per Ausnahme registrieren. Ob es dort dann auch die Möglichkeit geben wird Ausnahmetickets zu kaufen, kann ich nicht sagen.

Es gibt eine App in Belgien, die alle europäischen Umweltzonen darstellt: https://www.lez-belgium.be/de/app

Viele Grüße

Roland

Bin kürzlich aus Versehen in der Umweltzone in Antwerpen gelandet (Stau/Navi …).

Die gute Nachricht: man kann auch noch nach der Einfahrt in die Umweltzone sein Fahrzeug registrieren - wenn es denn die Bedingungen erfüllt (derzeit noch Euro 5 beim Diesel). Das geht online mit einem Foto vom Fahrzeugschein. Sollte das Fahrzeug aber die Bedingungen nicht erfüllen, wird es teuer. Vorher registrieren wäre also besser, dann hat man Gewissheit.

  • Ersteller

Hallo id_ds,

musstest Du die 75,- € bezahlen? Wir haben einen Stau umfahren und rechnen jetzt mit Post.

Viele Grüße

Roland

Neulich auch in Antwerpen gewesen und in der Touristeninfo freundlicherweise auf die Umweltzone hingewiesen worden. Wäre mir sonst auch entgangen. Eben über das Handy angemeldet und gut wars. Per Mail kam dann die Bestätigung. Wer sich für Antwerpen registriert, kann auch in Gent fahren und umgekehrt. Brüssel wiederrum muss man gesondert machen.

 

vor 21 Minuten schrieb roe:

Hallo id_ds,

musstest Du die 75,- € bezahlen? Wir haben einen Stau umfahren und rechnen jetzt mit Post.

Viele Grüße

Roland

Hallo Roland,

glücklicherweise nicht. Wenn man sich registriert (und die Bedingungen erfüllt), wird der Antrag um einen Tag vordatiert. War zumindest bei mir so. Also: sobald man bemerkt, dass man sich in der Umweltzone befindet, möglichst rasch den Antrag stellen. Die Website findet man problemlos mit Google.

Freundliche Grüße 

Wolfgang 

Bearbeitet ( von id_ds)

  • Ersteller

Hallo Wolfgang,

ich habe das erst nach acht Tagen bemerkt. Es dürfte also etwas kommen.

Viele Grüße

Roland

Mit anderen Worten : Städtereisen im Ausland werden a) teurer und b) vor allem sehr viel komplizierter.

Nein das sehe ich so nicht: man klärt doch vor Reiseantritt welche Regeln an meinem Zielort gelten - da hat sich nichts geändert.

vor 5 Stunden schrieb roe:

Hallo,

aus gegebenem Anlass: Nicht nur in Frankreich gibt es Umweltzonen, die einem ein Bußgeld einbringen können, sondern auch in Belgien.

Dort gibt es in Antwerpen, Gent und Brüssel Umweltzonen. Sie werden automatisch per Kamera kontrolliert, auch bei ausländischen Kennzeichen. Zum Einfahren muss sich vorher registrieren (Bearbeitungszeit von 10 Tagen einkalkulieren). Jede Stadt führt eine eigene Registrierung durch, man muss das also evtl. drei Mal machen. Die Registrierung ist kostenfrei.

Bis zum 31.12.2024 kann man noch mit Euro 2 in diese Zonen, wenn man registriert ist. Euro-2-Fahrzeuge können ab dem 1.1.2025 noch an Automaten Ausnahmetickets für maximal 12 Tage im Jahr kaufen, dabei registriert man das Fahrzeug neu, auch wenn es vorher registriert war.

Ein erster Verstoß kostet 150,- €. Diesen Betrag kann man aktuell bei vielen Fahrzeugen nachträglich auf 75,- € senken, wenn man sich nachträglich registriert. Wiederholungen sind teurer.

ACHTUNG: Ab dem 1.1.2025 ist die ganze Wallonie eine Umweltzone. Alle Fahrzeuge mit Euro 0 bis 3 dürfen dann nicht von der Autobahn runter. Oldtimer älter 30 Jahre können sich per Ausnahme registrieren. Ob es dort dann auch die Möglichkeit geben wird Ausnahmetickets zu kaufen, kann ich nicht sagen.

Es gibt eine App in Belgien, die alle europäischen Umweltzonen darstellt: https://www.lez-belgium.be/de/app

Viele Grüße

Roland

Hallo Roland,

hast du da genauere Infos bzgl. Wallonie. Ursprünglich sollte ja ab Januar 2024 die gesamte Wallonie incl. Autobahnen Umweltzone werden. Wurde dann auf 2025 verschoben und sollte nicht mehr ganz Wallonie betreffen:https://www.green-zones.eu/de/blog-news/umweltzone-in-wallonien-gekippt-grossstaedte-im-visier-einfuehrung-auf-2025-verschoben

Was aktuelleres finde ich da nicht?

Städte bin ich eh raus, mein jüngstes Auto ist 18 Jahre alt, EURO 2 mit nachgerüstetem Partikelfilter (in D grüne Plakette). Ist mein Weg nach F über Landstraße durch die Wallonie.

vor 13 Stunden schrieb prestige:

Nein das sehe ich so nicht: man klärt doch vor Reiseantritt welche Regeln an meinem Zielort gelten - da hat sich nichts geändert.

Ist schon klar. Nur: da es auch Länder mit temporären Umweltzonen gibt, wird die Urlaubsfahrt mit einem Youngtimer/Oldtimer nicht mehr so leicht planbar. Wenn die Fahrt durch temporäre Umweltzonen führt, muß man sich dann auch Ersatzrouten/Umwege raussuchen. Denn es  kann passieren, daß man auf der Hintour freie Fahrt hat und es auf der Rücktour auf einmal heißt "Du kommst hier nicht rein."

vor einer Stunde schrieb EntenDaniel:

Ist schon klar. Nur: da es auch Länder mit temporären Umweltzonen gibt, wird die Urlaubsfahrt mit einem Youngtimer/Oldtimer nicht mehr so leicht planbar. Wenn die Fahrt durch temporäre Umweltzonen führt, muß man sich dann auch Ersatzrouten/Umwege raussuchen. Denn es  kann passieren, daß man auf der Hintour freie Fahrt hat und es auf der Rücktour auf einmal heißt "Du kommst hier nicht rein."

Das gilt leider auch für neue Fahrzeuge. In einigen Städten musst du Dich anmelden und kommst ohne Probleme durch. In Frankreich haben allerdings einige Städte zwei verschiedenen Zonen mit unterschiedlichen Regeln. Schlimm, da teilweise die Touristeninfo vor Ort nicht weiß, was Stand der Dinge ist und selbst Hotels mit einem "schauen sie auf die zuständige Seite" antworten. Die muss man erst einmal finden und dann verstehen....

Oder wie in Brügge, wo ab 12 Uhr am Samstag bis Sonntag Abend die komplette Innenstadt gesperrt ist. Antwerpen, mit einer unklaren Ansage auf der Web-Seite (Stand 2020) - aber einer coolen Verwaltung, die auf mein fehlerhaftes Einfahren, meinen Einwand auf die unklaren Ansage, richtig toll reagiert hatte.

Es wäre gut, wenn sich europaweit auf einige Punkte geeinigt werden könnte: Einfache Veröffentlichung aller Zonen auf min. einem Portal und dann in allen europäischen Sprachen. Einfache Anmeldungen und Anfrage bei Ausnahmen. Und weg von diesem bescheuertem Regionalismus, wo er keine Bedeutung hat; warum wird ein Carte Grise de Collection und ein H-Kenntzeichen nicht gleich gesetzt? Ist keine Raketen-Wissenschaft, dafür benötigen nicht Bürokraten wahrscheinlich nur die Zeit zum Bestellen des Bieres nach getaner Arbeit. 

https://www.certificat-air.gouv.fr/  hier kann man sich die Plakette für Frankreich kaufen. Allerdings sind die zeitlich begrenzten Fahrverbote dann wiederum abzurufen.

  • Ersteller

Hallo suentelensis,

vor 11 Stunden schrieb suentelensis:

Was aktuelleres finde ich da nicht?

Städte bin ich eh raus, mein jüngstes Auto ist 18 Jahre alt, EURO 2 mit nachgerüstetem Partikelfilter (in D grüne Plakette). Ist mein Weg nach F über Landstraße durch die Wallonie.

es ist wohl noch vieles im Fluss.

Einerseits wurde das Dekret zur Einführung der Umweltzone in der ganzen Wallonie ganz aufgehoben, wenn man diesen Artikeln glauben kann: https://www.lecho.be/economie-politique/belgique/wallonie/la-wallonie-ne-sera-pas-zone-basses-emissions-d-autres-mesures-attendent-les-automobilistes/10533085.html, https://gocar.be/fr/actu-auto/environnement/les-lez-en-wallonie-annulees-tous-les-vehicules-peuvent-circuler-librement und https://www.lavenir.net/actu/belgique/politique/2024/04/24/la-wallonie-ne-deviendra-pas-zone-basses-emissions-en-2025-un-decret-confirmera-in-extremis-le-changement-de-cap-US4EMGRLQZGEJFAG2EQLNTHSTI/. Dieser Aufhebung hat das Regionalparlament auch zugestimmt (https://www.vrt.be/vrtnws/nl/2024/04/26/dan-toch-geen-lage-emissiezone-in-wallonie/).

Andererseits wird die Umweltzone auf den offiziellen Seiten (wie https://www.lez-belgium.be/de/umweltzonen/wallonien) noch beschrieben, mit den Fahrverboten für Euro 0 bis 3. Nach der ursprünglichen Regelung sollte es auch in kleineren Orten entlang von Landstraßen Fahrverbote geben.

Aber: Ein vollständiges Fahrverbot außerhalb größerer Städte ist wohl vom Tisch, hier ein automatisch übersetztes Zitat aus dem vrt-Link:

Umweltministerin Céline Tellier (Ecolo) argumentierte, dass das Problem der Stickstoffdioxidbelastung hauptsächlich in Städten angesiedelt sei. Ein generelles Verbot auf dem Gebiet hätte kaum Auswirkungen auf die Konzentration des Schadstoffs. Zudem gebe es in ländlichen Gebieten noch zu wenige Alternativen zum Auto, sagte sie.

„Eine allgemeine Umweltzone wäre eine unverhältnismäßige und unsoziale Maßnahme zur Bekämpfung der Luftverschmutzung in Städten“, sagte Tellier. „Ich möchte unsere Energie und unsere Ressourcen dort einsetzen, wo Bedarf besteht.“

Landstraßen und Autobahnen bleiben wohl befahrbar.

Viele Grüße

Roland

vor 2 Stunden schrieb EntenDaniel:

Ist schon klar. Nur: da es auch Länder mit temporären Umweltzonen gibt, wird die Urlaubsfahrt mit einem Youngtimer/Oldtimer nicht mehr so leicht planbar. Wenn die Fahrt durch temporäre Umweltzonen führt, muß man sich dann auch Ersatzrouten/Umwege raussuchen. Denn es  kann passieren, daß man auf der Hintour freie Fahrt hat und es auf der Rücktour auf einmal heißt "Du kommst hier nicht rein."

Natürlich, nur ging es beim Themenstarter nicht um Oldtimer.

Richtig, es sind im Ausland Euro0-3 Fahrzeuge betroffen. Jetzt schau Dir aber mal das Alter dieser Fahrzeuge an. So gut wie alle Euro1-Fahrzeuge sind heute Oldtimer, einige Euro2-Fahrzeuge sind mittlerweile auch Oldtimer und viele Euro3-Fahrzeuge sind Yountimer. Deswegen schrieb ich "Oldtimer/Youngtimer"

Einige Euro1- und Euro2-Fahrzeuge sind im Alltag gar nicht als Oldtimer erkennbar, da es z.B. finanziell keinen Sinn macht so ein Fahrzeug auf H-Kennzeichen umzumelden. Wenn es Ausnahmegenehmigungen für Oldtimer gibt, dürften sie dann trotzdem nicht rein fahren, da sie offiziell nur "dreckige" Euro1- oder Euro2-Fahrzeuge sind.

Bei Umweltzonen mit einer Ausnahme für Oldtimer dürfte ich z.B.mit meiner Ente auch nicht reinfahren, weil meine Ente trotz der 37 Jahre offiziell kein Oldtimer ist.

Moin,

Danke für die Infos und die Links 😃👍!!!

Grüße Michael 

  • Ersteller

Hallo,

ich habe mir jetzt ein Navi bestellt, bei dem man "Umweltzonen vermeiden" einstellen kann, ein Garmin Drive 55. Dann können wir auch zukünftig mal spontan die Reisepläne ändern.

Bei TomTom gibt es das derzeit wohl nur bei den teuren Profi-Geräten. Bei Garmin bieten das auch nicht alle Geräte!

Viele Grüße

Roland

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