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CX Inox-Stossstangenecken - Frage an die Experten zu den Ausführungen

Hervorgehobene Antworten

vor 4 Stunden schrieb M. Ferchaud:

Mein 85er CX 20 Break erlaubt auch keine eindeutige Aussage: 

Rechts die breite Version:

large.IMG_2322.jpeg.edbb57eb7ab21ea63fb74c424ae8e03d.jpeg

large.IMG_2323.jpeg.e9d793fd1abd3a24b9f605da5c12d26f.jpeg

…, links die schmale:

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large.IMG_2324.jpeg.c8b9433df54543b8d6c548af0363caa9.jpeg

Letztere könnte „nachgerüstet“ worden sein… den Leuten war das damals offenbar nicht bewusst bzw. egal… und mir ist es ebenfalls erst gestern aufgefallen.

das Auto wird ja kaum im Werk mit unterschiedlichen Stossecken ausgestattet worden sein, insofern kann man wohl mit Sicherheit von einem Tausch beispielsweise nach einem kleinen Rempler ausgehen. Sowas gibts beim D Modell und auch beim 2CV mit den hinteren Kotflügeln ebenso, auch da habe ich schon häufiger „Mischungen“ gesehen.

Hättest Du Ecken mit Gummiauflage, wäre es Dir schon lange aufgefallen 

  • Ersteller
vor einer Stunde schrieb Andreas Strunk:

Hättest Du Ecken mit Gummiauflage, wäre es Dir schon lange aufgefallen 

Das stimmt wohl…

Gab es nicht zum Wechseln von Serie 1 Alt auf Neu auch ein neues Montagewerk?
Ich bin überzeugt, dass es sich hier um Positionierungsaussparungen für lehrenhaltige Handmontage, oder automatisierte Montage gehandelt hat.
Gruss
Holger

  • Ersteller

  

vor 33 Minuten schrieb Frank (F):

Die Auflagengummis beim Serie1 haben alle ein gemeinsames Problem:  Um einen Metallkern mit Gewindebolzen wurde das Gummi vulkanisiert.

Der Metallkern fängt irgendwann an zu rosten. Durch die Quellkraft heben sich die Gummis vom Stosstangenteil ab.

Da gibt es auch nichts zu reparieren.

Sieht immer bescheiden aus. Beim Versuch, gute Gummis von einer verdallerten Ecke zu bergen, reißt gerne einer der Geweindebolzen ab.

Zu Rettung bleibt dann nur versetzt ein Gewinde in den Kern zu schneiden und das passende Loch in der Stossecke zu bohren.

Viele Gänge hat man da nicht. Alternativ ein Blechschraube, bevorzugt aus Edelstahl.

Wenn es schön sein soll, dann gibt es diese Lösung mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis, wie ich finde.

http://www.cx-basis.de/gummiauflage-f-r-sto-ecke-cx-vo-li-81-reproduktion-ss-23872.html

Für die Variante ab 82 muss man eben ein 6mm Loch bohren, damit es auf die Ecke passt.

Das heisst , über die Löcher ist auch verifizierbar, ob man eine Stoßecke bis 81 oder ab 82 vor sich hat. Wieder was gelernt.

Überblick:

http://www.cx-basis.de/catalogsearch/result/?q=gummiauflage

@Frank (F), ich bin mal so frei und ziehe Dein Zitat aus dem Teilemarkt hier rein, weil's zum Thema gehört:

Die Beobachtung mit den Gummis ist völlig korrekt.

Dabei gibt es meiner Ansicht nach drei grundsätzliche Probleme:

1. Abgehobenes Gummi durch nach innen wirkenden Quellrost (an der rechten hinteren Ecke besonders ausgeprägt):

large.IMG_2226.jpg.4a65bb4ea4209b9ea8c6e5805cd9d540.jpg

2. Aufgewölbter Gummi mit Rissbildung durch nach außen wirkenden Quellrost
large.IMG_E2307.jpg.e7d2e1dc3e7852b0861a438f6e9db9b1.jpg

3. Generelle Rissbildung (die Ursache dafür ist mir nicht ganz klar, möglicherweise spielt Alterung eine Rolle):
large.IMG_2223.jpg.29a5bae9d3720aa1a6467face47ac4f8.jpg


Um die Gummis von den Edelstahlteilen abzunehmen, ohne die Bolzen abzureissen, sollte man nicht lange Fackeln - man kann Rostlöser so viel und so lange einwirken lassen wie man will, der Bolzen wird insbesondere bei den im Spritzwasserbereich der Hinterräder liegenden hinteren Ecken abreissen. Selbst intakt aussehende M8-Gewinde sind davor nicht sicher, wie ich an der Gummiauflage des hinteren Stoßstangenblatts feststellen durfte.

Die sicherste Lösungs des Erhalts der Bolzen ist, die Mutter jeweils von zwei Seiten her wegzuschneiden. Dabei flacht man zwar, ggf. die Gewinde des Bolzens partiell ab, aber die verbleibenden Partien reichen völlig aus, um den Gummi wieder sicher befestigen zu können. Nachschneiden des Bolzengewindes ist dabei unerlässlich. Auf diese Weise habe ich nach Abriss des ersten Bolzens alle übrigen retten können.

  

vor 33 Minuten schrieb Frank (F):

Da gibt es auch nichts zu reparieren.

Je nachdem...

Abgerissene Bolzen kann man durch vorsichtiges Anschweißen wieder am Ursprungspunkt ansetzen, sofern genügend "Basis" vorhanden ist.

Nach innen aufgequollene, von der Basis abgehobene Gummis kann man folgendemaßen optimieren:

Man schneidet auf der Innenseite den Gummi so ein, dass man die Rostplatten herauspulen kann:
large.IMG_2266.jpg.bf3595a393b5e06c9e6dbf40156e26c3.jpg

Danach lässt sich der Gummi wieder deutlich besser anlegen.

Zum Schutz muss durch die zugänglichen Bereiche Fett (z.B. Mike Sander's) großzügig eingebracht werden. Damit hat man eine temporär gut funktionierende Lösung und spart sich die vergleichsweise teuren Ersatzteile oder Repros, wenn das Budget knapp ist - vorausgesetzt natürlich, man kann und möchte die Zeit investieren.

 

  

vor 33 Minuten schrieb Frank (F):

Das heisst , über die Löcher ist auch verifizierbar, ob man eine Stoßecke bis 81 oder ab 82 vor sich hat. Wieder was gelernt.

Überblick:

http://www.cx-basis.de/catalogsearch/result/?q=gummiauflage

Sehr gut! 

Bleibt für mich nur die Frage, ob mein am 27.11.1981 erstmals zugelassener CX mit Breitflügeln vor oder nach 11/81 produziert wurde, und ob die schmalen oder die breiten Stoßecken original sind...

 

vor 40 Minuten schrieb M. Ferchaud:
vor 1 Stunde schrieb Frank (F):

Da gibt es auch nichts zu reparieren.

Je nachdem...

 

vor 45 Minuten schrieb M. Ferchaud:

Abgerissene Bolzen kann man durch vorsichtiges Anschweißen wieder am Ursprungspunkt ansetzen, sofern genügend "Basis" vorhanden ist.

Nach innen aufgequollene, von der Basis abgehobene Gummis kann man folgendemaßen optimieren:

Man schneidet auf der Innenseite den Gummi so ein, dass man die Rostplatten herauspulen kann:um Schutz muss durch die zugänglichen Bereiche Fett (z.B. Mike Sander's) großzügig eingebracht werden. Damit hat man eine temporär gut funktionierende Lösung und spart sich die vergleichsweise teuren Ersatzteile oder Repros, wenn das Budget knapp ist - vorausgesetzt natürlich, man kann und möchte die Zeit investieren.

 

👍..........Ja, es ist natürlich auch immer eine Frage der finanziellen Ressourcen, vorhandener  Zeitkontingente und Restzustand des CX. 

Fast alle abgelichteten Gummis würde ich mir wegen den Rissen nicht an einen guten bzw. restaurierten CX mit Neulack schrauben.

Da schliesse ich eher an weniger auffälligen Stellen Kompromisse.

Zur Lösung der Muttern möchte ich noch den Lötstift erwähnen:

Mit Geduld, Rostlöser und der sehr präzise anzubringenden Hitze bin ich da schon oft erfolgreich gewesen. ( Aufpassen bzw. Maske wegen der Dämpfe verwenden)

Habe sowohl einen 12 euro china kracher wie auch einen von Dremel.  Beides tut es, wobei der kleine dünne China-Pen dahin kommt, wo der Dremel zu groß ist.

Auch ideal für Schrumpfung bei Elektrikarbeiten.

https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_nkw=gaslötkolben&_sacat=0&_sop=15&Produktart=Gasl%C3%B6tkolben&_dcat=46413&_udhi=50&_udlo=9&rt=nc&LH_PrefLoc=3

https://www.ebay.de/itm/156466750246?_skw=gaslötkolben+dremel&epid=24034143948&itmmeta=01JAJ9J258YV7NPK2E3MWYPB3D&hash=item246e252326:g:2dMAAOSw6~9nE4gk&itmprp=enc%3AAQAJAAAA8HoV3kP08IDx%2BKZ9MfhVJKnnfsWxp8hAkmMVZZNKHMBUxE6TjVvyeTywg16uLQ4wJJKkVLZyOUK%2B7xT97iSYCsOsNckpELTLNsxWTZJqJjjyMv1xvV7lOyqz%2FmZ%2F1VLbiQMgsjdI5gPHRvmH%2BQakLhfbkANS2Pzm%2FoHg%2Fok4c2efTm3az4ADV2Eo1DCYCniq1aZzkG2wQBCa6FER7vmJxjBT%2Fzrnz9XkcpselMGyQ6y0N%2B1Qvwlg8c%2FPEMce1px7ocpjo0f0yNP1--H7bwAxtuIZUyTljyQJFqJOGi5h%2B%2BwlD5ScLLsl%2BvrvSveY5QENmA%3D%3D|tkp%3ABk9SR-iiyMnUZA

Bleibt noch das zweite Problem der Ecken: Die eingepunkteten Stahlaufnahmen zur Verbindung mit der Stosstange hinten. Oft unrettbar vergammelt bzw. an den Punkten heraus gerostet. Während der Fahrt dann einfach die ganz Ecke zu verlieren, war früher durchaus kein Einzelfall. Manche konnte man auch einfach mit eine leichten Ruck von der Stoßstange trennen. Eine gute Ecke mit weggegammeltem Halter mit einem guten Halter aus einer verdallerten Ecke habe ich noch nicht verheiratet. Muss man eben auch eine Punktschweisszange für haben und es schaffen, dass man aussen nichts davon sieht. Na ja, gibt ja noch genug intakte Ecken bzw. NOS.  Das kann also noch warten.

  • Ersteller
vor 32 Minuten schrieb Frank (F):

Bleibt noch das zweite Problem der Ecken: Die eingepunkteten Stahlaufnahmen zur Verbindung mit der Stosstange hinten. Oft unrettbar vergammelt bzw. an den Punkten heraus gerostet. Während der Fahrt dann einfach die ganz Ecke zu verlieren, war früher durchaus kein Einzelfall. Manche konnte man auch einfach mit eine leichten Ruck von der Stoßstange trennen. Eine gute Ecke mit weggegammeltem Halter mit einem guten Halter aus einer verdallerten Ecke habe ich noch nicht verheiratet. Muss man eben auch eine Punktschweisszange für haben und es schaffen, dass man aussen nichts davon sieht. Na ja, gibt ja noch genug intakte Ecken bzw. NOS.  Das kann also noch warten.

Genau den Fall habe ich hier: Sehr gut erhaltene hintere Ecke, Halter ab und halbe weggerostet.

Rekonstruiere ich wahrscheinlich, wenn ich keine gute Ecke finde.

Wegen des Schweissverbindung: Ich finde es spricht nichts dagegen, die Halter einzukleben.

vor 44 Minuten schrieb M. Ferchaud:

Wegen des Schweissverbindung: Ich finde es spricht nichts dagegen, die Halter einzukleben.

Gute Idee, geeignete Kleber gibt es ja schon lange und Karosserien sind ja ebenso schon länger zumindest zum Teil geklebt.

Berichte dann mal dazu, wenn du es durchgezogen hast.

Bearbeitet ( von Frank (F))

  • Ersteller
vor 1 Stunde schrieb Frank (F):

Gute Idee, geeignete Kleber gibt es ja schon lange und Karosserien sind ja ebenso schon länger zumindest zum Teil geklebt.

Berichte dann mal dazu, wenn du es durchgezogen hast.

Mache ich. Parallel läuft ja eh mein Restaurierungsthread zum Prestige weiter…

  • Ersteller

Ich komme nochmals zurück auf dieses Thema. Montieren kann man bekanntermaßen beide Versionen sowohl an Schmal- als auch Breitflüglern. 
Wie bereits erwähnt, waren schmale Ecken an meinem Breitflügel-Prestige montiert, was den Wagen von vorn filigraner erscheinen lässt.

Entscheidendes Detail ist allerdings der Übergang zur Aussparung im Kotflügel. An meinem Break fiel mir gestern zufällig ein Missmatch mit der schmalen Ecke auf:

large.IMG_1966.jpeg.8039162d5dd9c21a17faa40bdd5085b3.jpeg

Der Kotflügel zieht nach unten hin weiter nach außen und hat demzufolge einen geänderten Anstellwinkel des unteren Bereichs.

Die Breite Version folgt diesem Winkel:

large.IMG_1964.jpeg.b894bb0bae738e42ce4d941659d3c5db.jpeg

Demzufolge gehören an meinen Prestige eindeutig die breiten Ecken.

Bearbeitet ( von M. Ferchaud)

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