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Gott und die Welt

Hervorgehobene Antworten

  • Ersteller

Dem Oberlehrer scheint es schwer zu fallen Inhalte sinnerfassend zu lesen, trotzdem traut er sich eine Benotung zu 🙂.

Aber in einem hat er recht, ich kennen niemanden persoenlich der sich als radikalen Christen bezeichnen wuerde, obwohl ich doch einige kenne, die ihren Glauben sehr ernst nehmen. Aber ich glaube 🙂, ich will auch so jemanden nicht kennen lernen. Die Kostproben aus den Medien beeintraechtigen mein Wohlbefinden schon ausreichend.

Auch wenn mir als Nichtreligioeser natuerlich keine Meinung zusteht, freue ich mich doch, dass der Oberhirte einer im Kern humanistischen Religon, diesen Humanismus, frei von ideologischen Vorbehalten, goutiert oder anmahnt.

Bearbeitet ( von MatthiasM)

4 Stunden her, MatthiasM schrieb:

die ihren Glauben sehr ernst nehmen

Das ist fraglos in Ordnung, solange jene nicht davon ausgehen alle Anderen müssten ihrem Weg folgen, denn*:

  1. Moses19,18

    Und

    Lukas 23,24 ( taucht an mehreren Stellen auf)

    Paulus ( Apostelgeschichte): geben sei seliger, denn nehmen.

    ( warum fallen mir da die Geflüchteten ein oder die gottesfürchtigen Schweizer der svp - der christliche Bezug steht da prominent ganz vorn im Programm, nicht das wir nageln die Grenzen zu).

    *Ich hab die Bibel gelesen (und nicht nur die).

6 Stunden her, Ebby Zutt schrieb:

Das ist radikalfundamentalistischfaschistoidrechts.

Wenn das wirklich deine Sicht ist, dann können wir nun aufhören zu diskutieren.
Aber im Herbst beim Treffen mit Kaltgetränk kamst du ganz anders rüber. Ich mache also noch einen Versuch:

6 Stunden her, Ebby Zutt schrieb:

Du hast da schon selektiv ( oder den eigentlichen Artikel nicht) gelesen?

Ich hab die beiden Zitate, die du oben reinkopiertest, von Google auf Deutsch übersetzen lassen, damit ich nichts verpasse (ich war mir meines Englisch dann doch nicht soo sicher).

6 Stunden her, Ebby Zutt schrieb:

Es ist doch ein Witz, das als Diskriminierung deuten zu wollen.

Schaumermal:
Sportler, die offenbar queere Symbole auf ihre Basecaps machen.
Andere Sportler, die Bibelverse auf ihre Basecaps machen.
Eine Standesorganisation, die mit letzterem ein Problem hat, mit ersterem aber nicht.
Und ein Staatsanwalt, der (von Amtes wegen!) untersucht, ob das alles "rechtens" zugeht.

Wenn die queeren Symbole auf den Caps verboten worden wären, wäre der Aufschrei "Diskriminierung!" gross (und das zu Recht).
Wenn aber die Bibelverse auf den Caps verboten werden, dann können die Leute (kannst du) keine Diskriminierung erkennen?
Sehr merkwürdig.

Der Rest sieht auf den ersten Blick aus wie Whataboutismus, aber eigentlich handelt es sich um ein Missverständnis:

6 Stunden her, Ebby Zutt schrieb:

Wie lange wurden Schwule, Lesben, Rothaarige, Ketzer… von Christen (Hervorhebung durch fgee)- verfolgt, gefoltert, verbrannt…

Wenn die "fundamentalistische Christen" waren, dann bist du auch einer! Ernsthaft!

Tatsächlich waren das Menschen, die in eine christliche Kultur hineingeboren wurden, als Kleinkind getauft, später konfirmiert oder gefirmt, noch später "christlich" bestattet. Von dem "Fundament" oder der "Wurzel" ihres Christentums wussten die vermutlich weniger als du. – Ich relativiere nicht, was damals geschehen ist. Ich sage nur: Die mittelalterlichen Häscher waren einfach Kinder ihrer Zeit – machtgeil, verbohrt und gefangen in ihrem System. Nicht mehr und nicht weniger. Mit "radikal Christsein" hat das genau nichts zu tun. Franz von Assisi oder Hildegard von Bingen oder die Pietisten des 19. Jhdt. waren radikale Christen. Und das Meiste, was die persönliche Christus-Nachfolge ausmacht, sieht man "von aussen" nicht.

7 Stunden her, Ebby Zutt schrieb:

In anderen Kulturen, etwa in China, (...)

Geschenkt! Die queere Kultur kommt nicht aus China, sondern – und das ist kein Zufall – aus dem "christlichem Abendland". Kein Zufall deswegen, weil andernorts die queere Kultur gar nicht an die Oberfläche, an die Öffentlichkeit vorstossen darf, da wird vorher der Stecker gezogen. Ja, es dauerte auch bei uns im "christlichen Abendland" seine Zeit. Und trotzdem: Der Individualismus ist ohne jüdisch-christliches Menschenbild undenkbar.

Vor 28 Minuten, fgee schrieb:

Ich hab die beiden Zitate, die du oben reinkopiertest, von Google auf Deutsch übersetzen lassen, damit ich nichts verpasse

Es wäre hilfreich gewesen, den ganzen Artikel zu lesen, denn daraus erst ergibt sich das ganze Bild. Es kommt bei der Geschichte nämlich darauf an, dass jede Veränderung an der offiziellen Vereinskleidung vom Verein genehmigt werden muss. So wurde ein Spieler für die Aufschrift „Thank you Mom“ auf seiner Mütze bestraft. Die Pridedays der Vereine & das verwenden von Symbolen ( wie der Regenbogen) dient einem Zweck: Tickets verkaufen ( & Merchandise).

Alls, nur Mut, Klick auf den Link und lass es dir übersetzen (Pons.eu ist da sehr zuverlässig).

Vor 24 Minuten, Ebby Zutt schrieb:

nur Mut, Klick auf den Link und lass es dir übersetzen.

Hab ich nachgeholt.

Nur verstehe ich nun überhaupt nicht mehr, was du mit dem Ursprungsbeitrag eigentlich, mitteilen wolltest.
Deine beiden zitierten Abschnitte helfen da irgendwie auch nicht weiter.

Wer ist "christlicher Fundamentalist"?
Und wer deutet "ganze Lebenswelten" (welche?) um?

Die christliche Haltung dazu sei klar: „Man lässt keinen Menschen ertrinken, Punkt“, bekräftigte Stäblein. Dass es trotzdem passiere, sei „eine furchtbare Realität“.

https://taz.de/Bischof-zum-Weltfluechtlingstag/!6189329/

Nun, denn:

taz.de
No image preview

Religiöser Fundamentalismus in den USA: Kult der Härte

„Katholibans“ wie J. D. Vance und Peter Thiel destillieren aus dem Christentum das Aggressive, das Strafende heraus – und nutzen es für ihre Agenda.
taz.de
No image preview

Rechtskatholischer Lobbyismus: Zu Tisch mit Opus Dei

Die rechtskatholische Organisation will mitreden in Politik und Gesellschaft und klopft jetzt auch bei linken Jour­na­lis­t:in­nen an. Eine Begegnung.

https://www.zeit.de/feuilleton/2026-04/pete-hegseth-pulp-fiction-bibelvers-pentagon-rache

https://www.zeit.de/feuilleton/2026-04/us-regierung-donald-trump-religion-katholische-kirche-papst-leo-xiv

Die Zeitartikel sind leider hinter einer Paywall, ich habe sie hier als Link verwendet, weil in den konservativen Kreisen die TAZ generell als verdächtig verstanden wird.

  • Ersteller
2 Stunden her, Ebby Zutt schrieb:

Nun, denn:

Nicht zu vergessen die homophobe und querenfeindliche Haltung die diese "fundamentalen" oder "radikalen" Christen haben. Die Empathie fokusiert sich nicht selten auf Gesinnungsbrueder wie den menschenfeindlichen C.Kirk, der seinen Rassismus nur schwach hinter zweideutigen Formulierungen versteckt hat. Waerend das unermessliche Leid vieler Tausende gerne als notwendig oder selbstverschuldet verortet wird.

Aber die Frage der Haltung zu LGBT ist ein erstes Kriterium um zwischen Christen und Fanatikern zu unterscheiden.

@Ebby Zutt Das ist zwar eine ganz andere Begebenheit als im ersten Beitrag, aber schaumermal:

Ich lese von Politikern, "Katholibans" und Opus Dei und dass diese den christlichen Glauben instrumentalisieren für ihre Machtspiele usw: "'Katholibans' wie J. D. Vance und Peter Thiel destillieren aus dem Christentum das Aggressive, das Strafende heraus – und nutzen es für ihre Agenda."

Hier bin ich ganz bei dir: Das schreit zum Himmel. Es ist auch nicht gedeckt durch die biblischen Erzählungen. In den Evangelien hat Christus sich immer gegen das selbstgerechte Establishment und für die zu-kurz-Gekommenen eingesetzt. (1) Die Instrumentalisierung der Religion zwecks Machtmissbrauch war jedoch schon immer so, wahrscheinlich in sämtlichen Machtstrukturen (denn Macht korrumpiert).

Allerdings: Nach meinem Verständnis ist der Begriff "religiöser Fundamentalismus" hier falsch verwendet. Journalisten mag ich das nachsehen, denn Schurnis schreiben viel wenn der Tag lang ist und es schnell gehen muss. Gleichwohl: "Religiöser Fundamentalismus" assoziiere ich nicht mit den Katholen, sondern mit den Reformierten, dort insbesondere mit Menschen, die ein wörtliches Bibelverständnis anstreben. Wikipedia sieht das auch so.

(1) Ich war heute mal wieder im Gottesdienst. Die Predigt war zu Lukas 7,36-50 (Jesu Salbung durch die Sünderin). Diese Geschichte ist kein Einzelfall; solche Geschichten ziehen sich quer durch alle Evangelien.

Noch was aus cnn:

Mumbai, India — 

Burning sandalwood thickens the air in a room that’s so exclusive only a vanishingly small number of people are allowed to enter.

This is an agiary, a Zoroastrian place of worship for India’s Parsi community, where priests in white robes stoke a sacred flame around the clock and recite ancient Avestan prayers that have survived three millennia…

Gebete, welche über 3000 Jahre alt sind, göttliches 3 Gestirn etc. Das ist alles keine christliche Erfindung.

6 Stunden her, fgee schrieb:

Diese Geschichte ist kein Einzelfall; solche Geschichten ziehen sich quer durch alle Evangelien

Natürlich wiederholen die sich, das gehört dazu, denn wenn man es oft genug wiederholt bleibt was hängen.

( In PL kommt in jeder Messe die Klage:

Mea culpa, mea maxima culpa. Als Gasthörer denk ich dann immer fest: Nö! Meine nicht. Was für eine Einschüchterung - entgegen der biblischen Erzählung)

Aber etwas weiter zurück:

6 Stunden her, fgee schrieb:

Hier bin ich ganz bei dir: Das schreit zum Himmel. Es ist auch nicht gedeckt durch die biblischen Erzählungen. In den Evangelien hat Christus sich immer gegen das selbstgerechte Establishment und für die zu-kurz-Gekommenen eingesetzt

Soweit so gut und auch vorbildlich. Wieso stehen seine Follower nicht auf und verteidigen ihr Christsein gegen die Vereinnahmung? Wieso lassen sie es zu, dass seine Geschichte so verdreht und missbraucht wird?

( die Frage ist eher rhetorischer Natur)

Die Kirchenaustritte sprechen da eine deutliche Sprache.

Vor 52 Minuten, Ebby Zutt schrieb:

Wieso stehen seine Follower nicht auf und verteidigen ihr Christsein gegen die Vereinnahmung? Wieso lassen sie es zu, dass seine Geschichte so verdreht und missbraucht wird?

Weil Christsein zunächst etwas Persönliches zwischen dem Christ und Gott ist? Natürlich soll sich das dann auch im täglichen Leben auswirken. Aber eben im Sinne von "du sollst Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst" - und eben nicht dadurch, indem man "Missbrauch der christlichen Symbolik" bekämpft oder das Böse schlechthin. (Ausnahmen gibt es; Bonhoeffer zum Beispiel; sie bestätigen die Regel.)

Mit einem Bild gesprochen: Man kann Dunkelheit nicht bekämpfen. Aber man kann versuchen ein Licht zu sein.

Das ist keine Ausrede und auch nicht zynisch. Denn wenn es einen Gott gibt, der Himmel und Erde in seiner Hand hält, dann wird er selber auch dafür einstehen, dass das Ganze (also die Welt und der ganze Rest) nicht zu sehr aus dem Ruder läuft. Ich muss also nicht wachen über Gottes Angelegenheiten. Das wäre eine Überforderung.

Bearbeitet ( von fgee)

Nachtrag:

12 Stunden her, fgee schrieb:

wird er selber auch dafür einstehen, dass das Ganze nicht zu sehr aus dem Ruder läuft.

Es ist ja nicht so, dass über die Vereinnahmung des christlichen Zeugs durch die Rechte nicht gesprochen wird. Nur wird das Thema halt von Menschen aufgebracht, die ihr Christsein nicht auf dem Silbertablett vor sich hertragen (1). "Die Wege des Herrn sind unergründlich"...

(1) oder Menschen, die sich gar nicht als Christen definieren. Allerdings scheint ihnen das christliche Zeugs doch irgendwo wertvoll; wenn nicht, wäre ihnen das Thema egal.

Deutschlandfunk
No image preview

Sachsen-Anhalt: Warum die Kirche für die AfD ein Feindbil...

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September könnte die AfD an die Regierung kommen. Bischof Gerhard Feige erläutert, was dann den Kirchen droht.

Bischof Feige: Die AfD spricht uns das Christsein ab

Am 6. September ist Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige betrachtet die Intensität, mit der die AfD gegen die Kirche wettert, als enorm. „Da kommt eine Schärfe ins Spiel, die ich so nicht gewohnt war.“

Bereits zu DDR-Zeiten ist Kirche lächerlich gemacht worden, sagt Bischof Gerhard Feige. Diese Strategie greife die AfD wieder auf

Zeit: 22.6.2026 um 10:03, fgee schrieb:

Allerdings scheint ihnen das christliche Zeugs doch irgendwo wertvoll; wenn nicht, wäre ihnen das Thema egal

Ah, beinah vergessen, darauf zurückzukommen. Also, ich kann’s nur aus meinen Augen sehen. Meine Kinder sind natürlich getauft ( obwohl ich da schon nix mehr mit Religion am Hut hatte) und konfirmiert. Denn, die Geschichte Europas ist eng mit der Entwicklung der christlichen Religion verbunden und die Kids sollten das kennen. Was sie dann draus machten ist ihre Sache. Das christliche Zeugs ist mir genauso wertvoll, wie manch buddhistisches Gedankengut ( denn das taucht nicht ganz zufällig wieder in den Erzählungen der Bibel auf). Und das Thema ist mir insofern nicht egal, als es wie so oft in der Geschichte drum geht, an Hand der Bibel einen Absolutheitsanspruch herzuleiten.

  • 2 Wochen später...

Schlimm und ernst, was oder wie? Wollen die die Weltherrschaft an sich reißen?

  • Ersteller

Wer will das nicht?

Vor 13 Minuten, schwinge schrieb:

Schlimm und ernst, was oder wie? Wollen die die Weltherrschaft an sich reißen?

Auf jeden Fall zurück in die Steinzeit & wenn sie genug sind, brennen wieder die Scheiterhaufen. Also, sei vorsichtig 🤔

Soeben, MatthiasM schrieb:

Wer will das nicht?

DT, der will das Universum

Erst KI und jetzt das:

Scientists say they have built a cell from scratch for the first time that can feed, grow and replicate like a natural cell. This breakthrough in synthetic biology could usher in an era of made-to-order organismsthat function like living machines.

https://edition.cnn.com/2026/07/01/science/synthetic-cell-research

3 Stunden her, Ebby Zutt schrieb:

Auf jeden Fall zurück in die Steinzeit & wenn sie genug sind, brennen wieder die Scheiterhaufen. Also, sei vorsichtig 🤔

Wieviele kennst du, die nen Lateinfetisch haben? Ich halte deine Befürchtung für an den Haaren herbeigezogen. Da existieren realere Gefahren.

Vor 10 Minuten, schwinge schrieb:

Wieviele kennst du, die nen Lateinfetisch haben? Ich halte deine Befürchtung für an den Haaren herbeigezogen. Da existieren realere Gefahren

Das ist der katholische Arm der reaktionär konservativen Universalrevolution mit eindeutigen Verbindungen zu den weltlichen Brüdern gleicher Gesinnung von Hegseths Kreuzfahrer-Tattos bis zu Maxe Krahs Verwaltung von Geldern der Piusbrüder.

Für die war mein Lieblingspapst Franziskus ein rotes Tuch. Meine Lehre daraus: Nur linke Katholiken sind gute Katholiken ...

Mein Lieblingspapst war der Benedikt. Da hab ich mir als Evangele sogar nen Anstecker gekauft.

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