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Ab 2005 Fahrverbot in Städten für Diesel ohne Rußfilter

Hervorgehobene Antworten

Klaus FFM postete

Anmerkung: Wieviel Ruß wird pro Reifen verarbeit? Und wohin verschwindet der wohl wenn man 'Abrieb' verursacht?

Na ja, das ist schon etwas anderes. Zum ist da ein erheblich mengenmäßiger Unterschied (g/km) und zum anderen ein Unterschied in der Partikelgröße, denn Reifenabrieb ist erheblich größer als Dieselfeinstaub. Letztere ist ja entscheidend für die Schwebfähigkeit und die Eindringtiefe in die Lunge.

ich hab den Thread jetzt nicht ganz gelesen, aber in dem Spiegel Artikel steht nur etwas von Autos die vor 1999 zugelassen wurden.

Aber sind nicht gerade die hochmodernen Diesel die, die den gefährlichen Feinstaub in Mengen produzieren? Wirkt auf mich wie eine "Hauptsache wir machen was" Aktion, man hat zwar verstanden worum es geht aber Angst vor der Konsequenz...

Hallo!

Die Absurdität zeigt sich darin, dass man nur Autos mit Euro-1 und Euro-2 Abgasnormen sperren will. Es dürfen aber weiterhin stark russende Neufahrzeuge verkauft werden.

Das Problem: die Steuerförderung in Form einer befristeten Befreiung für Euro-4-Fahrzeuge ist ausgelaufen. Die autoindustrie verlangt nun neue Anreize für den Neuwagenkauf.

In Deutschland würde man gerne wieder eine befristete Steuerbefreiung für Euro-5-Fahrzeuge erteilen. Das Problem: es ist vor 2011 keine Euro-5-Norm in Sicht....

Ergo: man muss andere wege gehen, um die Leute zu einem Neuwagenkauf zu motivieren. z.b. eben die diskutierte Stigmatisierung von euro-1 und euro-2 dieselmodellen über ein fahrverbot.

Mit Umweltschutz hat das eher nur am Rande etwas zu tun.

MFG

ZX oder net postete

ich hab den Thread jetzt nicht ganz gelesen, aber in dem Spiegel Artikel steht nur etwas von Autos die vor 1999 zugelassen wurden.

Aber sind nicht gerade die hochmodernen Diesel die, die den gefährlichen Feinstaub in Mengen produzieren? Wirkt auf mich wie eine "Hauptsache wir machen was" Aktion, man hat zwar verstanden worum es geht aber Angst vor der Konsequenz...

Hätte da einen Vorschlag zum Anzeiz. Fabrikneue CXse D4 zertifiziert... mit FAP aber ohne BSI

Ich fahr dann eben SM. In der Stadt, ohne Kat, und räucher alle Leute zu, mit 23 Liter Super im Nu.

Mal sehen, wann mein Geldbeutel gestorben ist.

Ganz im Ernst, man stelle sich mal vor, das man ein kleiner Betrieb mit, sagen wir, 8 Angestellten und 6 Dieselfahrzeugen ist. Auf einen Schlag darf man 6 Autos kaufen. Wovon denn ? Wenn man eines pro Jahr ersetzen KANN gegen ein neueres gebrauchtes, dann ist man ja schon gut dabei in diesen Tagen.

Ich mach auch bald die Bude zu, soll mich doch der Staat bezahlen. Dann muss ich mir nämlich gar keine Sorgen um irgendwen mehr machen.

Mit Verlaub, die haben nicht alle Tassen im Schrank.

Carsten

@ Carsten: deinen letzten Satz ... das sollte man schon seit 20 Jahren wissen ...

Hilft nur die Konsequenz... Es gibt noch andere Länder... denn auch wenn es sehr depressiv klingen mag... hier ändert nichts etwas außer das was wir leider schon mal ertragen mußten. Leider.

Bei verschiedenen C. gibt es (geregelte) Kat's zum Nachrüsten, unsere Ente bekam den (mit damaliger Förderung) auch.

Wie wäre es mit einem Vorstoss seitens des ACC oder irgendeines Zusammenschlusses von C-Diesel (BX, CX, XM u.a.) bezüglich der Dieselnachrüstung? Bisher habe ich noch nichts darüber gelesen, ob das technisch machbar ist. Andere Hersteller sollen / wollen angeblich Nachrüstungen für bereits verkaufte Modelle liefern. Ob das DIng nun von C oder einem Kat-hersteller kommt, ist egal.

Wenn sich genug Interessenten finden, wäre das vielleicht machbar. Damals hat der ACC auch mal den Anstoss gegeben.

Ich möchte unsere BX D gerne weiter fahren und würde da auch was investieren - auch ohne Fahrverbot.

ACCM Volker Klein

Bevor man jetzt die kleinen PKW-Diesel verdonnert, sollte man mal erst bei den dicken LKW-Diesel (das sind fast 100% aller LKW !) beginnen. Irgendwo standen da mal Zahlen zum Anteil Abgase am Feinstaubaufkommen, danach waren m.W. die PKW relativ gering beteiligt (aber was kümmert das die Politiker egal welcher Colouer?).

Werden dann auch alle Taxen und Busse stillgelegt?

Und wie sieht es mit manchen (getunten) Otto-Motor aus, von denen einige auch ganz schön dunkel abgasen (bei anderen sieht man es nicht, was rauskommt aus dem Rohr, Atemluft ist das bei Otto-Kat's auch nicht).

Noch keiner hat vorgerechnet, wer mehr Dreck in die Luft bläst:

- ein Otto mit Verbrauch 15 L / 100 km

- ein Diesel mit Verbrauch 6 L / 100 km

Wenn die Kat-Hersteller liefern, bin ich bereit zu investieren!

ACCM Volker Klein

Hmm - die LKW-Diesel erwischt es doch über die "verordnete" Harnstoffzusatzeinspritzung. Wahrscheinlich teure Strafe, wennn man ohne erwischt wird.

Und beim Tanken wird auf den Harnstoff noch fröhlich die Kraftstoffsteuer draufgelegt - es kommt ja in den (Zusatz-)Tank. (/orakel ende)

Was die Filter für CX, BX usw. angeht, sehe ich eigentlich recht schwarz. Die FAP funktionieren ja deshalb, weil praktisch "nur" noch Feinstaub Ruß rauskommt. Die grossen Brocken bei den Vorkammerdieseln sind zwar nicht lungengängig, verstopfen aber einen Filter dafür recht schnell. Das läuft dann auf eine Dauer-Heizung am Filter heraus, wodurch dann der Spritverbrauch sich entsprechend erhöht.

Ob eine Harnstoff-Anlage bei den Motoren möglich wäre, ist wohl eher die Frage.

Oder man müsste einen neuen Filter entwickeln. z.B. eine Art Waschflasche mit Wasser im Gegenstromprinzip. Das Wasser mit dem Ruß könnte dann über einen Abscheider wieder recycelt werden (Ruß schwimmt wie Öl oben).

Allerdings müsste dabei die Abgas-Temperatur unter 100 Grad gebracht werden.

Und das alles nur dafür, um die gar nicht lungengängigen Ruß-Partikel herauszufiltern?

Seltsame Sachen im Namen des Umweltschutzes...

Gruss

Mike

Das Ganze ist purer Aktionismus, nur rund 10 - 15% des Feinstaubes stammen von Fahrzeugen, der Rest kommt aus Heizungen usw.

Harnstoff sollte sich doch kostenlos beschaffen lassen, Tank auf und losdrücken :D

Hallo!

Die ersten PKWs mit Rußfilter (1985-1991, Mercedes, nur für USA und Kanada ) hatten auch eine indirekte Einspritzung. Offenbar war es möglich, auch bei dieser Einspritz-Technik Rußfilter einzusetzten. Der "Zufall" will es allerdings, dass es kaum Informationen über diese frühen Rußfilter gibt....

Ein großes Dilemma ist es auch für die Politik, dass man die Partikelproblematik in Europa jahrzehntelang unter den Tisch gekehrt hat. Schon 1985 waren die Partikelgrenzwerte in Kalifornien so streng, dass für eine Typzulassung eines Dieselmodells ein Partikelfilter nötig war. Zwanzig Jahre später diskutiert man die Problematik auch in Europa.... Und anstatt eine konsequente Lösung zu finden, macht man sich jahrelang Gedanken darüber, wie man die Partikelproblematik dazu nutzen kann, den Neuwagenverkauf anzukurbeln.

Alle derzeit angebotenen Nachrüstlösungen sind echte Mogelpackungen, so wie einst der U-Kat beim Benziner. Einfach drunterschrauben und ordentlich kassieren, das ist die Devise der Anbieter von Nachrüst-Rußfiltern. Es wäre sicher möglich, auch bei der filternachrüstung sogenannte geschlossene Systheme anzubieten: doch da wäre dann die Marge wohl geringer.

MFG

ACCM Mike postete

Was die Filter für CX, BX usw. angeht, sehe ich eigentlich recht schwarz. Die FAP funktionieren ja deshalb, weil praktisch "nur" noch Feinstaub Ruß rauskommt. Die grossen Brocken bei den Vorkammerdieseln sind zwar nicht lungengängig, verstopfen aber einen Filter dafür recht schnell. Das läuft dann auf eine Dauer-Heizung am Filter heraus, wodurch dann der Spritverbrauch sich entsprechend erhöht.

Mike

Das Dilemma ist doch, dass die Politik offensichtlich keine komplexen Ökobilanzen erstellt oder erstellen lässt. Statt dessen dominiert nur noch dilletantischer Aktionismus. Ich behaupte auch mal, dass die ganze Feinstaubgeschichte ( Ursache, Verbreitung, gesundheitliche Folgen usw. )

noch nicht mal ansatzweise wissenschaftlich fundiert untersucht und ausgewertet worden sind.

Man lässt dabei auch die erhebliche Belastung der Umwelt durch die Produktion eines Neuwagens völlig ausser acht.

gruss helge

Hallo!

Hier nochmal eine Art Nachweis für das Diesel-Verbot in Griechenland:

beim C4 bietet Citroen in Griechenland sinnigerweise nicht ein einziges Diesel-Modell an:

http://www.autogroup.gr/webapp/wcs/stores/servlet/CategoryDisplay?catalogId=10001&storeId=10001&categoryId=12647&categoryId=12648&categoryId=12651&langId=-11&parent_category_rn=12402&menu=menu2-1-c4.jspℑ=m2_versions_on.gif&highlightimage=sub_menu_1747&rmenu2=rmenu_index&flash=citroen_c4&3c=banner_c4&header=t_versions.gif&carphotos=c4&versiontexts=c4

Auch die Baureihen C2, C3 Pluriel, Berlingo und C5 werden in Griechenland nicht mit Dieselmotor angeboten.

Kann das denn Zufall sein, dass man in den Medien kaum etwas über die spezielle Diesel-Situation in Griechenland erfährt?

Vermutlich passt es einfach nicht ins Konzept, wenn in einem EU-Land der Dieselmotor grundsätzlich abgelehnt wird, wo die Presse doch immer artig tönt: "Europa will den Diesel"....

MFG

neuer artikel :

Spiegel

tjaja....citroen ist bnei den gennanten ausrüstern nicht dabei...

...meiner meinug nach eine voellig falsche richtung. wieder einmal darf der dumme buerger die unfaehigkeit der politik ausbaden. Mann kann der sache ganz einfach entgegenwirken indem man einfach parkplaetze am rand der city einrichtet und diese im viertel-stunden-takt mit den city-strassenbahnen/bussen verbindet...fertig !

Man schlaegt zwei fliegen mit einer klappe :

erstens geht dieser ominoese (meiner meinung panikgemache) feinstaub runter und zweitens, viel wichtiger, der verkehr und damit die laermbelaestigung in den innenstaedten geht zurueck.

Ganz einfach, aber wohl zu einfach, es ist halt besser einfacher irgentwelche plaketen teuer zu verkaufen und aufs auto zu pappen....

wir sind halt doch noch irgentwo, einfach nur affen....

(Wolfgang) postete

Hallo!

Hier nochmal eine Art Nachweis für das Diesel-Verbot in Griechenland:

beim C4 bietet Citroen in Griechenland sinnigerweise nicht ein einziges Diesel-Modell an:

http://www.autogroup.gr/webapp/wcs/stores/servlet/CategoryDisplay?catalogId=10001&storeId=10001&categoryId=12647&categoryId=12648&categoryId=12651&langId=-11&parent_category_rn=12402&menu=menu2-1-c4.jspℑ=m2_versions_on.gif&highlightimage=sub_menu_1747&rmenu2=rmenu_index&flash=citroen_c4&3c=banner_c4&header=t_versions.gif&carphotos=c4&versiontexts=c4

Auch die Baureihen C2, C3 Pluriel, Berlingo und C5 werden in Griechenland nicht mit Dieselmotor angeboten.

Kann das denn Zufall sein, dass man in den Medien kaum etwas über die spezielle Diesel-Situation in Griechenland erfährt?

Vermutlich passt es einfach nicht ins Konzept, wenn in einem EU-Land der Dieselmotor grundsätzlich abgelehnt wird, wo die Presse doch immer artig tönt: "Europa will den Diesel"....

MFG

nein, das ist alles kein zufall mit den medien, lieber wolfgang, die machen das absichtlich so.

dankenswerterweise wird dieses forum ja von dir darüber aufgeklärt, was sache ist beim diesel in europa und überhaupt.

und damit es auch wirklich jeder mitbekommt, nicht einmal, nicht zweimal, sondern mindestens dreimal. und zwar täglich.

soviel freizeit möchte ich auch mal haben.

Hallo!

Ich bin mit der Thematik mittlerweile recht vertraut. Da gehen mir solche Posts ziemlich locker von der Hand.

Was die Behandlung des Dieselmotors durch die Medien in Europa angeht muss man eben schon beinahe von einer Art Gleichschaltung sprechen. Unpässliche Realitäten werden da leider schon mal verschwiegen.

Es natürlich sehr schade, dass man griechische Meinungen zum Dieselthema nicht so einfach lesen kann.

Ein differenziertere Haltung zum Diesel-Thema findet sich zum Beispiel in Australien. Dort schreibt man plaktive Kommentare wie "The Europeans go gaga about diesel engines." oder "diesel mania in Europe".

In Japan ist der Dieselmotor in PKWs nicht nur verpönt sondern dank konsequenter Abgasgesetzgebung auch grundsätzlich nicht zulassungsfähig.

In Brasilien ist der Dieselmotor in PKWs bereits seit 1976 verboten. Im Fall

Brasiliens

könnte es aber neben der Abgasproblematik noch andere Gründe geben.

MFG

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